Film
Genre: Drama
FSK: 16
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Der junge Roma Perhan wurde in Jugoslawien gemeinsam mit seiner Schwester Danira von seiner GroÃ?mutter aufgezogen, die ihn zu Ehrlichkeit und AnstÃEURndigkeit aufruft. Dass man damit in Zigeunerkreisen nicht sehr weit kommt, stellt sich deutlich heraus, als Perhan um seine Liebe Azra freien will. Um zu Geld zu kommen, lÃEURsst er sich auf ein Angebot des zwielichtigen Ahmed ein, der mit seinen BrÃŒdern krumme GeschÃEURfte im italienischen Mailand organisiert. Dort mischt Perhan mit und kann in der Bande aufsteigen. Bei einem Besuch in der Heimat stellt sich jedoch nicht nur heraus, dass Ahmed ihn mit leeren Versprechungen köderte, sondern auch, dass Azra im fortgeschrittenen Stadium schwanger ist. Berauschender Einblick von Emir Kusturica ("Underground") in die Lebenswelt der Zigeuner, die von wunderbaren Elementen durchzogen prÃEURsentiert wird: Die Hauptfigur hat telekinetische FÃEURhigkeiten, andere Figuren beginnen zu schweben und Brautschleier fÃŒhren ein Eigenleben, wÃEURhrend all das von der groÃ?artigen Musik von Goran Bregovic untermalt wird. Kusturica prÃEURsentiert eine verwirrende Vielzahl von HandlungsstrÃEURngen, wobei das Schicksal des Jungen Perhan (Davor Dujmovic) trotz des fremdartigen Milieus deutliche ZÃŒge der Geschichten von Charles Dickens aus dem 19. Jahrhundert trÃEURgt.Quelle/Copyright: www.video.de
Pressestimmen:
"„Zigeuner" ist im Deutschen ein Schimpfwort, seit der Ermordung der Sinti und Roma durch die Nazis kann man es nicht mehr sagen. „Time of the Gypsies" gibt der alten Bezeichnung ihre Würde wieder. „Ein Liebesfilm" heißt es im Untertitel: Die Liebe dieses Films gilt den Menschen, von denen er erzählt, ihrer Leidenschaft, ihrer Heftigkeit, ihrem Scheitern. Gerade diese so verschwenderische wie schonungslose Hingabe an die Realität der Zigeuner wird zur Anklage gegen eine Welt, die sie assimilieren und marginalisieren will, die ihr bestenfalls ein Lebensrecht zugesteht, nicht aber das Recht auf Anderssein. „Time of the Gypsies" ist ein politischer Film, weil Kusturica sich um das Politische nicht schert." Christiane Peitz in: Die ZEIT
"Was also lehrt uns dieser Film? Erstens, daß das Verdikt über »Verfall und Ende« unseres öffentlichen Lebens (Sennett) nicht unabänderlich ist. Zweitens, daß die Befolgung von Lehren nicht das Mittel ist, sich der eigenen Expressivität wieder zu versichern. Es ist daher zwar unangebracht, sich in Spekulationen über die gesellschaftliche und ästhetische Funktion dieses Films zu verbeißen. Aber wie sollte man sonst - in Worten - zum Ausdruck bringen, daß »Time of the Gipsies«, der sich mit einer marginalen Gruppe beschäftigt, durch Bilder und Töne etwas grundsätzlich Neues entwirft, das allgemein gültig zu werden verspricht? " Dieter Kuhlbrodt in: Konkret (1991)
| EAN: | 4042564120912 |
|---|---|
| Originaltitel: | Dom za vesanje |
| Erschienen: | 02.07.2010 |
| Medium: | DVD |
| FSK: | 16 |
| Untertitel: | Zeit der Zigeuner |
| Spieldauer: | 135 Minuten |
| Schauspieler | Bora Todorovic, Ljubica Adzovic, Davor Dujmovic |
| Schauspieler |
Bora Todorovic, Ljubica Adzovic, Davor Dujmovic
weniger |
| Sprache(n): | Deutsch (Untertitel: Deutsch) |
| Bildformat: | 16:9 anamorph |
| Tonformat: | Deutsch: Dolby Digital 2.0 Mono, Romanes: Dolby Digital 2.0 Mono |
Emir Kusturica, 1955 in Sarajewo geboren, ist der bedeutendste Regisseur des ehemaligen Jugoslawien. Er studierte als Schüler von Jiri Menzel an der Filmhochschule Prag, drehte mit 21 seinen ersten Fernsehfilm Guernica , mit 30 gewann er in Cannes die goldene Palme für Papa ist auf Dienstreise (ebenfalls nominiert für Oscar und Golden Globe). Dann wurde Kusturica Bass-Gitarrist der Punk-Gruppe No Smoking . 1989 gewann er ein zweites Mal Gold in Cannes für Time of the Gypsies , zwischenzeitlich lehrte er Regie an der Columbia University, 1992 folgen das US-Kinodebüt Arizona Dream mit Johnny Depp und Faye Dunaway, außerdem Underground , Schwarze Katze, weißer Kater und "Das Leben ist ein Wunder . Kusturica lebt in Paris und Serbien.
von valsimot, am 02.01.2011
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