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Gegen die Wand

mit Birol Ünel, Sibel Kekilli

Film

Genre: Drama

FSK: 12

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"Sie können Ihrem Leben auch ein Ende setzen, ohne sich umzubringen", flüstert der Arzt. Und Cahit, 40, der wegen eines Selbstmordversuchs in der geschlossenen Abteilung eines Krankenhauses liegt, weiß genau, was er damit meint: Er muss ein neues Leben beginnen. Auch wenn die Wut, die immer noch tief in seiner Seele sitzt, weiter danach schreit, mit Alkohol und Drogen betäubt zu werden. Sibel - 20, schön, und wie Cahit türkischer Herkunft, aber in Hamburg aufgewachsen - liebt das Leben zu sehr, um eine anständige Muslimin zu sein. Um aus dem Gefängnis auszubrechen, das ihre streng gläubige und traditionsbewusste Familie um sie herum aufbaut, versucht sie, sich umzubringen. Doch sie überlebt. Ihre einzige Chance, der Familie zu entfliehen, sieht Sibel darin, Cahit zu bitten, sie zu heiraten. Nach kurzem Zögern stimmt er zu. Vielleicht weil er weiß, dass er dadurch auch sich selbst retten kann. Vielleicht aber auch nur, um zumindest einmal in seinem Leben etwas Sinnvolles zu tun. So teilen sich die beiden eine Wohnung, doch kaum mehr. Sibel kostet ihre neu gewonnene Freiheit voll aus, Cahit geht weiterhin mit seiner flüchtigen Bekanntschaft Maren ins Bett. Bis sich die Liebe langsam in sein Leben einschleicht. Er verliebt sich in Sibel - und findet wieder Freude am Leben, Kraft weiter zu machen. Sibel trifft sich weiterhin mit anderen Männern, bis sie merkt, dass auch sie sich in Cahit verliebt hat. Doch zu spät: Seine Eifersucht führt zum gewaltsamen Tod eines ihrer Liebhaber. Nachdem Cahit verhaftet worden ist und Sibel von ihrer Familie verstoßen wird, flieht sie nach Istanbul. Dort findet Cahit sie nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis. Noch immer hofft er auf eine gemeinsame Zukunft...

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Produktdetails

Verkaufsrang: 2.360
EAN: 5050582265217
Originaltitel: GEGEN DIE WAND
Erschienen: 05.04.2007
Medium: DVD
FSK: 12
Spieldauer: 117 Minuten
Schauspieler Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck, Güven Kirac, Meltem Cumbul, Cem Akin, Aysel Iscan
Schauspieler Birol Ünel, Sibel Kekilli, Catrin Striebeck, Güven Kirac, Meltem Cumbul, Cem Akin, Aysel Iscan, Demir Gökgöl, Stefan Gebelhoff, Hermann Lause, Mehmet Kurtulus, Adam Bousdoukos, Ralph Misske, Tim Seyfi, Philipp Baltus, Orhan Güner, Francesco Fiannaca, Andreas Thiel, Canan Ata, Cahit Aygüler, Sabine Bredy, Güven Ciraç, Nurcan Esmertürk, Feridun Koc, Zarah McKenzie
weniger
Sprache(n): Türkisch, Deutsch (Untertitel: Türkisch)
Bildformat: 16:9 anamorph
Tonformat: Deutsch: Dolby Digital 5.1
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Fatih Akin

Fatih Akin wurde 1973 als Sohn türkischer Eltern in Hamburg geboren. Mit seinen Filmen wurde er bekannt. Akin erhielt den Goldenen Bären der Berliner Filmfestspiele 2004, den Europäischen Filmpreis und weitere Auszeichnungen.

Andreas Thiel

Andreas Thiel arbeitet als Archäologe am Landesdenkmalamt Baden-Württemberg und ist maßgeblich am Projekt "Weltkulturerbe Limes" beteiligt

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Kundenrezensionen

  • Jetzt schon ein Klassiker des deutschen Kinos Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Gordon, am 10.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieser Film hat mit Recht die vielen Preise als Anerkennung erhalten. Akins Bildersprache ist einzigartig. Seine Erzählart schafft eine ganz neue Dimension in der deutschen Kinolandschaft. Seine Filme leben und sind ganz großes Erzählkino. Die Geschichte ist ergreifend und die Darsteller erreichen eine große Intensität.

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  • Intensiv, blutig, brutal! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katja Kaygin, am 01.09.2006

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Jeder weiss, dass der Film "Gegen die Wand" von Fathih Akin ständig in der Klatschpresse verrissen wurde, insbesondere aufgrund der "Pornovergangenheit" der Hauptdarstellerin Sibel Kekelli. Der Film stellt eine türkischstämmige Frau, namens Sibel, in den Vordergrund, die sich in Deutschland genauso bewegen will, wie jede andere junge deutsche Frau auch.
    Sibel (gespielt von Sibel Kekelli) fühlt sich in ihrer Familie und den türkischen Sitten gefangen und kämpft um ihre Freiheit. Als sie merkt, dass sie doch niemals so frei leben kann, wie sie es will, versucht sie sich das Leben zu nehmen, wird aber wieder gerettet und lernt im Krankenhaus den türkischstämmigen Trinker Cahit (Birol Ünel) kennen, der auch seinem Leben auch ein Ende setzen wollte.

    Sie macht ihm das Angebot, eine "Scheinehe" mit ihr einzugehen. Sie will bei ihm wohnen und den Haushalt führen und er soll ihr dafür alle Freiheiten geben, die sie braucht. Als Cahit auf ihr Angebot nicht eingeht, schneidet sie sich mitten im Lokal die Pulsadern auf. Aus Angst, dass Sibel sich wieder etwas antut, geht er auf ihren Vorschlag ein, von dem sein Freund gar nicht begeistert ist.

    So wird traditionell bei den Eltern um Sibels Hand angehalten und geheiratet. Sibel verändert Cahits Leben, was sich auch äusserlich bei Cahit bemerkbar macht. Er beginnt sich in Sibel zu verlieben und will die Ehe mit ihr vollziehen. Sibel ist aber darauf fixiert, ihre "Freiheit zu geniessen" und - wie sie es sagen würde - "mit mehreren Typen zu ficken".

    Cahit, der Sibel mehr und mehr begehrt, kommt damit nicht klar und die Männer, mit denen Sibel zusammen ist, werden von ihr nur für eine Nacht benutzt. Es kommt es zu einem folgenschweren Eifersuchtsstreit zwischen ihrem Ehemann und einem ihrer Liebhaber. Cahit muss ins Gefängnis und Sibel fliegt zu ihrer Verwandten nach Istanbul, um nicht den Hass ihrer Familie zu ernten, deren "Ehre sie jetzt verletzt hat". Mehr möchte ich hierzu nicht verraten.

    Der Film hat eine derbe Sprache, weil er in einem bestimmten Milieu spielt, in welchem auch Vergewaltigungen, Selbstmord und Drogenkonsum thematisiert werden. Er zeigt Menschen, die auf der Suche nach sich selbst sind, ohne auf auferlegte gesellschaftliche Normen zu achten und damit eckt dieser Film an. Die Schauspieler (u.a. Sibel Kekelli, Birol Ünel, Mehmmet Kurtulus) spielen mit vollem Herzen und machen diesen Film glaubwürdig und intensiv.

    Fantastisch intensiv ist auch die Musik in diesem Film, der lt. Fatih Akin um die Musik herum entstanden sein soll.

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