Über Fotografie

Über Fotografie

Essays

von Susan Sontag

Buch

Taschenbuch (201 Seiten)

17. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Der Ruhm der Essays von Susan Sontag beruht auf der außerordentlichen Sensibilität, mit der sie Zeitströmungen und Veränderungen in unserem Bewußtsein wahrnimmt, auf der Intelligenz, mit der sie Phänomene in einen neuen Kontext zu stellen und zu deuten weiß. auf dem moralischen Impuls, von dem ihr Denken ausgeht, und schließlich auf der Lebendigkeit und dem Assoziationsreichtum ihrer Sprache.

In diesem Band erörtert sie die Beziehung der Fotografie zur Kunst, zum allgemeinen Bewußtsein, zur Realität und diskutiert die Arbeiten der berühmten und entscheidenden Fotografen von der Anfangszeit bis in die unmittelbare Gegenwart. Es entstand eine Ästhetik der Fotografie, wie es sie bisher noch nicht gab. Ausgangspunkt für die Auseinandersetzung mit dem Medium Fotografie ist eine persönliche Erfahrung der Autorin. Als Zwölfjährige sah sie Aufnahmen aus den Konzentrationslagern von Bergen-Belsen und Dachau. »Mein Leben war verändert worden, in diesem einen Augenblick ... Als ich diese Fotos betrachtete, zerbrach etwas in mir.« Und so prägt, wie Peter Sager schreibt, diese »frühe Betroffenheit ihre tiefgreifende Skepsis gegenüber diesem allgegenwärtigen Medium. Über Fotografie nachzudenken. ist für Susan Sontag eine eminent politische Sache ... Die Fotografie, schreibt sie. habe in den letzten Jahrzehnten ebensoviel dazu beigetragen. ›unser Gewissen abzutöten, wie dazu. es aufzurütteln‹.

Nicht nur, daß wir uns an das fotografierte Grauen gewöhnen. Schlimmer noch: Wir genießen die gelungen Fotos des Grauens als ›Bilder‹...Diese ›ästhetische Doppclmoral‹ ist der zentrale Vorwurf, den

Susan Sontag der Fotografie und uns als ihren bildsüchtigen Konsu-

menten macht« ( Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt ).

Produktdetails

ISBN-10: 3-596-23022-5
EAN: 9783596230228
Originaltitel: On Photography
Erschienen: 11.02.2010
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 17. Auflage
Seitenzahl: 201
Gewicht: 153 g
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Susan Sontag

Susan Sontag, 1933 in New York geboren, ist Schriftstellerin, Filmemacherin und Theaterregisseurin. Sie erhielt unter anderen den Jerusalem Prize, den National Book Award, den Prinz-von-Asturien-Preis und 2003 den Friedenspreis des Deutschen Buchhandels. Sie starb 2004 in New York.

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Kundenrezensionen

  • Susan Sontags Hinsichten und Ansichten zur Fotografie Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Buechermaxe, am 31.05.2007

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Susan Sontag gehört als amerikanische Literatur- und Kulturkriterikerin bis heute zu den wichtigsten Apologeten der modernen Kunst. Im Land der Fotografie, wo auch die Lichtbildnerei immer als Kunst und soziales Engagement betrachtet worden ist, kommt mit diesen Aufsätzen und Gedanken auch von hier das entscheidende Gedankengut, was die Faszination und Bedeutung der Lichtbildnerei künstlerisch und technisch umfasst.

    Susan Sonntags Aufsätze dazu sind aber durchaus nicht neu, heute nicht mehr. Aber sie haben an ihrer Aktualität und Qualität nichts verloren. Vielleicht sind sie heute sogar noch wichtiger geworden in einer Zeit, in der die von Bildern umstandene Welt des Zivilisationsmenschen den Kontakt zur Wirklichkeit und Realität der einzelnen menschlichen Existenzen schon fast verloren hat.

    Ich kann daher dieses Buch nur allen empfehlen, die sich mit Fragen der Fotografie, der Bilderwelt überhaupt und ihrem ganzen Anspruch auf Kunst brennend interessieren. Sontags Buch ist für mich und damit nach Walter Benjamins Buch "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischer Reproduzierbarkeit" das Werk zur Fotografie.

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