Henry haut ab

Roman

von Tom Sharpe

Buch

gebunden (315 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Der herrlich witzige Henry Wilt ist zurück


Henry Wilt hat es gründlich satt: Sein Dasein als Berufsschullehrer langweilt ihn zu Tode, und seine liebe Familie nervt ihn unaufhörlich. Da wären seine herrische Gattin Eva und seine vier schwer- bis unerziehbaren Töchter, die zurzeit auf einem sündteuren Internat dem Lehrkörper das Leben schwer machen. Dabei reicht das Geld dafür vorn und hinten nicht.


Als Eva die schwerreiche Lady Gadsley kennenlernt, hat sie eine brillante Idee. Diese hat nämlich nicht nur einen Landsitz, sondern auch einen Sohn, der dringend Nachhilfe benötigt. Kurzerhand verdonnert Eva Henry dazu, diesen kleinen Nebenjob zu übernehmen - und handelt dabei auch gleich noch einen Gratis-Aufenthalt für die Familie auf dem herrschaftlichen Anwesen aus. Ein brillanter Plan, nur leider weit davon entfernt, perfekt zu sein, wie sich schon bald herausstellt ...

Pressestimmen:

Alex Dengler, Deutschlands führender Buchkritiker, denglers-buchkritik.de, 19.03.12
Die großen Komikertage des einstigen britischen Großmeisters der Komik laufen nach und nach ab. Tom Sharpe hat mit Puppenmord einen Klassiker geschrieben, schon in diesem trieb sich Henry Wilt herum. Das Problem an ?Henry haut ab? ist, dass alle Figuren und Ereignisse so nüchtern und akkurat sind, nicht mal ein kleines bisschen einer Überzeichnung vorliegt, dass das aus der Komödie ein Drama mit leichten komödiantischen Zügen macht. Die Briten sind ja heutzutage schwarzhumorig bis zum Anschlag, Tom Sharpe schreibt hier aber britisches Komödien-Understatment. Henry tut einem fast durchgehend leid, wie der arme Kerl das nur Jahr für Jahr aushalten kann mit seiner nervtötenden Ehefrau Eva. Eva schafft es wahrlich nicht mal den kleinsten Sympathiepunkt zu sammeln und Henrys vier Töchter bringen wenigstens etwas Pep in die Geschichte, was Henry natürlich gar nicht gefällt. Und so wartet man auf jeder Seite, dass es lustig wird, aber man wartet immer nur, bis das Buch zu Ende ist.

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-31263-9
EAN: 9783442312634
Originaltitel: The Wilt Inheritance
Erschienen: 13.02.2012
Verlag: Goldmann
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 315
Länge/Breite: 221mm/146mm
Gewicht: 538 g
Übersetzer: Sigrun Zühlke
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Tom Sharpe

Tom Sharpe wurde 1928 in England geboren, studierte in Cambridge, lernte als Buchhalter, Sozialarbeiter und Fotograf Südafrika kennen, bis er ausgewiesen wurde. Anschließend unterrichtete er als Hilfslehrer an einer Berufsschule in Cambridge, bis ihm der Erfolg seiner Bücher die Freiheit schenkte, mit Frau und drei Töchtern als Schriftsteller zu leben. §

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Kundenrezensionen

  • Glänzender Humor Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 09.04.2012

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    Ich liebe englischen Humor.Und ich mag die Figuren von Tom Sharpe sehr.Unser aller Berufsschullehrer Henry ist mit einer gnadenlosen Familie geschlagen,die er nur mit stoischer Ruhe und britischer Contenance erträgt.Irrwitzige Ideen seiner herrischen Frau,man sagte mir auch hier in Deutschland gäbe es etliche dieser Exemplare,verlangen das Äußerste von ihm.Nur sein unverbrüchlicher Humor rettet ihn auch dieses Mal.Ein wunderbarer Roman zum Lachen,Entspannen und Nachdenken.

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  • Nachhilfe auf Henry Art Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Michael Lehmann-Pape, am 02.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Schon seit Mitte der 70er Jahre des letzten Jahrhunderts lässt Tom Sharpe in regelmäßigen Abständen seinen Henry Wilt auf dessen unmittelbare Umgebung (und die geneigte Leserschar) los. Nicht, dass Henry böswillig wäre (auch wenn er ein gerütteltes Maß obszöner Ausdrücke und Lebensfrust in sich trägt), aber immer wieder gerät Henry in Situationen, die in sich noch nicht einmal besonders wären, in denen er aber in einer Art und Weise agiert, mit der das Chaos vorprogrammiert ist.

    Gesegnet mit einer leicht dumpfen, nichtsdestotrotz äußerst fordernden Ehefrau und vier ebenso rein auf sich fixierten Töchtern hat Henry Wilt im neuen Roman zunächst Grund zum feiern. Seine Stelle als Dozent für Kommunikation wird nicht gestrichen, auch wenn ein gewisser, einflussreicher Teil des Kollegiums beständig zwischen bleich vor Wut und rot vor Zorn in der Gesichtsfarbe schwankt, so Henry Ihnen über den Weg läuft.

    Nachdem er nach jener denkwürdigen Feier im kleinen Kreis zumindest doch die Haustür geöffnet bekommt (nach langem Zögern Evas, seiner Frau und unter Einbeziehung der Nachbarschaft in diese peinliche Situation), wartet das nächste Ungemach auf ihn. Eva hat ihm eine Ferienstelle als Nachhilfelehrer auf einem Landgut verschafft. Und achtet darauf, dass er beim Kennenlerngespräch in ihren Augen eine beste Figur macht, vom Scheitel bis zur Sohle. Allerdings nur nach ihrem Geschmack, wie Henry zu seinem Leidwesen wieder einmal erleben muss. Aber er wäre eben kein rechter Maulheld, wenn er sich tatsächlich mit Taten auch einmal wehren würde, statt nur mit entsprechenden Verbalattacken sich zu begnügen.

    Andererseits, nach einem ersten Eindruck auf die Lady des Landgutes und Mutter des faulen Schülers schwant Henry, dass der Job gar nicht so unangenehm werden könnte (und täuscht sich durchaus, das aber später).
    Während sich eine ganze Reihe altbekannter Figuren auf den ersten Seiten wieder versammeln und den Rest der Geschichte begleiten werden, nimmt so eine neue Wendung in altbekannter Henry-Manier ihren Lauf.

    Trotz der Jahrzehnte, die Tom Sharpe inzwischen sich und die Welt mit Henry Wilt unterhält, sein Humor und sein Erfindungsreichtum, was ganz spezielle und absolut trocken geschilderte Situationen angeht, wirkt immer noch frisch. Selbst der Henry Kenner, der mit Stil und Abläufen der Romane durchaus vertraut ist, kann sich der oft gnadenlos ausgereizten Situationskomik nicht entziehen. Allein schon die prägnante Schilderung des Wiltschen Sexuallebens, die „Umsetzung“ dessen, was Eva Wilt von ihren Freundinnen als „ultimativen Tipp“ gesteckt bekommen hatte lässt kein Auge trocken.

    Sprachlicher Witz und sprachliche Qualität paaren sich mit ständig aus dem Ruder laufenden Situationen im Buch, ein Erfolgsrezept, was nun fast 40 Jahre schon trägt. Es sei aber nicht verschwiegen, dass sich doch im Gesamten für jene Leser, die Tom Sharpe seit längerem bereits kennen, gerade im Blick auf die Figur des Henry Wilt, so langsam eine Gewöhnung und Sattheit einstellt. Ganz so mitreißend und ganz so anders wie in den Anfangsjahren wirkt all das nicht mehr, auch wenn es weiterhin über weite Strecken (mit Ausfällen hier und da) gute und witzige Unterhaltung darstellt.

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