BuchhändlerInnen im Portrait

aus Hof

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Meine Rezensionen

  • Madame ist leider verschieden
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    Par Excellence
    Rezension vom 23.04.2012
    Wir schreiben das Jahr 1889, und auf der gerade stattfindenden Weltausstellung von Paris bestaunen gigantische Menschenmassen neueste technische Errungenschaften oder treffen lebende Legenden wie Buffalo Bill.Dabei ist der Eiffelturm "das" neue Wahrzeichen der französischen Hauptstadt. Doch ausgerechnet dort stürzt eine Frau plötzlich zu Boden und ist tot. Kurz vorher hatte sie noch was von einem Bienenstich gemurmelt.Mysteriös, denkt sich auch Buchhändler Legris, der Zeuge der Szene wird und macht sich auf Tätersuche, zumal bald darauf noch mehr solcher "Bienenopfer" zu beklagen sind. Mehrere Fragen sind zu beantworten: Was verbirgt sein Ziehvater und Compagnon Kenji vor ihm, und wieso zweifelt er an seiner neuen Liebesflamme, der außerordentlich schönen Schnellkarikaturistin vom Passe-Partout Tasha, die irgendwie immer rein zufällig auch in der Nähe auftaucht? Ein Krimivergnügen par excellence, das ohne großes Blutvergießen auskommt.

  • Unser Mann in London
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    Ein humorvoller deutscher Fussballer mit Abitur und Klapprad
    Rezension vom 09.03.2012
    Schande über mich! Als bekennender Fussballfan kannte ich diesen "Volzy" vor Lesen der Lektüre gar nicht. Allerdings hatte er sich auch bereits mit unglaublichen 16 Jahren auf die britische Insel verkrümelt, um dort sagenhafte 11Jahre zu bleiben.Solche Jungspieler wie Huth oder Hitzelsperger folgten erst nach ihm.
    Freilich war aller Anfang für Moritz Volz nicht leicht, doch der Bursche lernt schnell. Ob Gespräche übers Wetter, das "Banter"-eine britische Form des Wortgeplänkels oder einstudierten Torjubel "Volzy" wird zum Londoner.
    Das Buch ist ein wahres Lesevergnügen mit reichlich witzig-spritzigen Anekdoten (David-Hazelhoff-Fotoshooting oder selbstgebackener Bananenkuchen zum Training.
    Eine Fussballer-Biografie und gleichzeitig Insider-Londonführer.
    Auch Sie werden begeistert sein.
  • Tinkers
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    Mühsam nährt sich das Eichhörnchen...
    Rezension vom 04.03.2012
    Tinkers ist die Geschichte des im Sterben liegenden George Crosby, ein leidenschaftlicher Hobby-Uhrmacher, aufgewachsen in zwar ärmlichen aber abenteuerlichen Verhältnissen. Sein Vater Howard zog noch als Kesselflicker (Tinker) über die Lande. Nachsinnend über sein Leben stellt er für sich fest, dass es einer Uhr gleicht. Greift ein Rädchen nicht mehr ins andere, versagen die Organe und die Uhr des Lebens bleibt auch stehen. Was den Roman so einzigartig macht ist zum Einen seine hohe Erzählqualität aber auch die Odysee bis zum Pulitzerpreis 2010. Bravo
  • Freiheit
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    Die wundersame Kraft des Wir spüren
    Rezension vom 02.03.2012
    Einigkeit und Recht und Freiheit...
    Nicht kommandiert werden,selbst die Maßstäbe bestimmen, dafür gingen die Ostdeutschen 1989 mutig auf die Straße.J.Gauck schafft es kurz und präzise, seine Gedanken zur Freiheit in Worte zu fassen.Der Text anlässlich einer Rede ließ auch bei mir Erinnerungen an diese aufregende Zeit der friedlichen Revolution wach werden.
    Als das grandiose Wir sind das Volk-Gefühl geboren wurde.Hier und in vielen Ländern des ehemaligen Ostblocks.
    Gaucks Büchlein ist klein aber fein.
  • Einmal durch die Hölle und zurück
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    Beim nächsten Mal wieder Höchstleistung Mr. Bazell
    Rezension vom 29.02.2012
    Was macht denn mein alter zynischer Exmafioso und Onkel Doktor Pietro Brwna mit den unorthodoxen Praxismethoden jetzt so? Das fragte ich mich als verwöhnter Bazell-Wiederholungsleser. Ach so, er ist derzeit als seekranker Arzt auf einem Kreuzfahrtschiff untergetaucht. Blos gut, dass ihn ein ominäser Milliardär beauftragt herauszufinden, ob dieser einem Schwindel um ein menschmordendes amerikanisches Nessie im White Lake-Minnesota aufgesessen ist. Seite an Seite mit der ultra-schönen Paläontologin Violet macht er sich also auf dem Weg. Und siehe da, ein neues Buch-Genre ist geboren. Der rasant aberwitzige Mafia-Fantasie-Thriller mit politischem Hintergrund. Die unzähligen Fußnoten habe ich mir irgendwann gespart...
    Fazit: Für Neueinsteiger immer noch besser als die übliche Thrillerkost. Die anderen Bazell-Leser warten auf ein besseres 3. Buch.
  • Das zweite Leben des Cassiel Roadnight
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    Vorsicht!Hochspannung!
    Rezension vom 28.02.2012
    Wer bin ich, die eigene Biografie wird für Cash zum Überlebens-Rätsel.Der 16-Jährige ist wieder mal in einer Notunterkunft für schwierige Kinder gelandet,mit zusammengeklauter Kleidung aus der Mülltonne und geldmäßig völlig abgebrannt.Doch plötzlich und unvermittelt bietet sich ihm eine Riesenchance auf ein bisschen Lebensglück und Geborgenheit, praktisch serviert auf einem Silbertablett.Da wird doch tatsächlich jemand vermisst,der ihm auf verblüffende Art ähnlich sieht.Irgendwie schon komisch aber was soll's.Aus Cash wird Cassiel Roadnight, das größte Abenteuer seines noch jungen Lebens.Doch die heile Familienidylle der Roadnights bringt immer mehr Gefahren für ihn.Wir Leser wollen unserem Helden am Liebsten zurufen;Pass bloß auf Junge, die Eisdecke wird für Dich von Mal zu Mal dünner'
    Toll gemachter Thriller für junge Leser ab 13.
  • Jerusalem
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    Die Stadt der Städte
    Rezension vom 28.02.2012
    Jerusalem, welch klangvoller Name, immer wieder zertört und wieder aufgebaut, Jerusalem; das bedeutet fast 4000 Jahre Weltgeschichte.Denn diese Stadt ist Ausgangspunkt von gleich 3 großen monotheistischen Weltreligionen (Islam,Judentum,Christentum).Der englische Historiker Simon Montefiore nimmt uns ausgesprochen unterhaltsam mit auf die Reise in diesen Schmelztiegel verschiedenster Völker und Glaubensrichtungen.
    Von der Machtübernahme König Davids über die Kreuzzüge bis hin zum heutigen Nah-Ost-Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern.Diese knapp 900 Seiten sind urbane Geschichte vom Feinsten.

  • New York
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    Wenn einer eine Reise tut...
    Rezension vom 28.02.2012
    "Ich hätte gerne einen Marco Polo von ...", so oder ähnlich kommen oft Kunden auf mich zu.Und jedermann weiß sofort, gemeint sind die Reiseführer mit den Insider-Tipps.Gerade sind neue noch druckfrische Exemplare erschienen,benannt nach dem Urvater aller Weltreisenden.
    Besonders gefallen mir an diesen "Upgrades" 3 Dinge;
    1.-Links, Apps & More /User berichten ihre persönlichen Erlebnisse
    2.-Mit Kindern unterwegs
    3.-Ein Reise/Cityplan zum Herausnehmen.

    Ob Sie also in den "Big Apple" oder an die Algarve fahren, genau das wollen die Leute von Heute.
  • Warum die Deutschen? Warum die Juden?
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    Guter Titel, Gutes Cover, Gutes Buch
    Rezension vom 26.02.2012
    Die jetzige Generation der Export- und Reiseweltmeister kennt das tolle "Wirgefühl" durch Public Viewings. Unsere Helden Prinz Poldi, Mesut Özil & Co. sind Ausdruck gelebter Integration in diesem heutigen Deutschland. Warum war dieses Deutschland nicht immer so? Warum kam es zu Schoah; dem staatlich propagierten Völkermord an Juden in Hitlers Drittem Reich? Warum ausgerechnet die Deutschen, warum traf es die Juden?
    G. Alys Buch gibt gut nachvollziehbare oft erstaunlich einfache Antworten auf dieses Warum.
    Für alle Politisch- und Geschichtsinteressierte.
    Sehr lesenswert!