Rezensent im Portrait

aus Bayern
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Grenzenloses Begrenztes.Rezension vom 27.03.2011
Dieser, in jeglicher Hinsicht erstklassige Film separiert den Menschen auf ergreifende und wertfreie Art von Gesellschaft, Klasse und Kategorisierung.
Glücklich versus unglücklich - unabdingbar verwandt oder auch ähnlich.
Fassaden- und facettenreich trifft Mona Achache den gewillten Zuschauer im tiefsten Inneren mit einer emotional feingliedrigen Geschichte über Schicksale, Liebe und Verzweiflung.
Geheimnisvoll und doch offenbarend ist die Achse dieses Karussells der 12te Geburtstag von Paloma, um die sich die hervorragend editierten Charaktere in ihren Kreisen bewegen, um Schnittstellen zu verhindern oder sie zu suchen.
Eine wunderbare Regie, ein exzellentes, bestens aufeinander abgestimmtes Ensemble inmitten eines gesetzt wohlhabenden Bühnenbildes sowie ein immer leise unterstreichender Soundtrack machen diesen Film wahrlich zu einem Erlebnis!
Besetzung
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Josiane Balasko : Renée Michel
Garance Le Guillermic : Paloma Josse
Togo Igawa : Kakuro Ozu
Anne Brochet : Solange Josse
Ariane Ascaride : Manuela Lopez
Wladimir Yordanoff : Paul Josse
Solange Le Picard : Colombe Josse
Jean-Luc Porraz : Jean-Pierre
Gisèle Casadesus : Madame de Broglie
Mona Heftre : Madame Meurisse
Chantal Banlier : Maria Malavoin
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Wenn die Leidenschaft größer ist als Zwänge!Rezension vom 21.03.2011
Wohlweislich "umtanzt" der Regisseur Bruce Beresford Politik, tiefgründige Emotionen und Dramaturgie, zeigt Hoffnung, Befreiung, Zwiespalt und Entbehrung mehr oder weniger allein im Zeichen einer, die Erdkraft immer mehr negierenden Choreographie und macht so die Lebensgeschichte von Li Cunxin zu einer wunderbaren und mitreißenden Biographie.
In den Kritiken zwiespältigst abgehandelt, sei es hinsichtlich absoluter Belanglosigkeit bis hin zu einer genialen Verfilmung dieser Autobiographie eines Balletstars, zeigt dieser Film für mich allein das Wahrnehmen einer persönlichen Chance, ungeachtet der persönlichen Problematik aus politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Vorgaben und Zielen. Und dies wird umso ehrlicher, gerade weil Letzteres immer wieder nur am Rand gestreift wird bzw. im Wesentlichen nur Andeutungen in den erstklassigen Ballettinszenierungen findet.
Bewegend ermöglicht Beresford so mit einem symbiotischen Team sowie erstklassigen Tänzerinnen und Tänzern eine vielleicht nicht in allen Teilen harmonische, jedoch immer noch sehenswerte und auch touching Biographie eines Stars.
Besetzung
Chi Cao : Li Cunxin
Huang Wen Bin : Li Cunxin als Kind
Bruce Greenwood : Ben Stevenson (künstlerischer Leiter der Ballettakademie Huston)
Amanda Schull : Elizabeth (Lis) Mackey (Li Cunxins erste Frau)
Kyle MacLachlan : Charles Foster (gewiefter US-Anwalt)
Joan Chen : Niang (Li Cunxins Mutter)
Shuang Bao : Dia (Li Cunxins Vater)
Camilla Vergotis : Li Cunxins Tanzpartnerin und zweite Frau
Zhang Su : Li Cunxins erster Lehrer
Sam Anderson : Stage Manager
Jack Thompson : US Federal Judge -
Wenn die Leidenschaft größer ist als Zwänge!Rezension vom 21.03.2011
Wohlweislich "umtanzt" der Regisseur Bruce Beresford Politik, tiefgründige Emotionen und Dramaturgie, zeigt Hoffnung, Befreiung, Zwiespalt und Entbehrung mehr oder weniger allein im Zeichen einer, die Erdkraft immer mehr negierenden Choreographie und macht so die Lebensgeschichte von Li Cunxin zu einer wunderbaren und mitreißenden Biographie.
In den Kritiken zwiespältigst abgehandelt, sei es hinsichtlich absoluter Belanglosigkeit bis hin zu einer genialen Verfilmung dieser Autobiographie eines Balletstars, zeigt dieser Film für mich allein das Wahrnehmen einer persönlichen Chance, ungeachtet der persönlichen Problematik aus politischen, gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Vorgaben und Zielen. Und dies wird umso ehrlicher, gerade weil Letzteres immer wieder nur am Rand gestreift wird bzw. im Wesentlichen nur Andeutungen in den erstklassigen Ballettinszenierungen findet.
Bewegend ermöglicht Beresford so mit einem symbiotischen Team sowie erstklassigen Tänzerinnen und Tänzern eine vielleicht nicht in allen Teilen harmonische, jedoch immer noch sehenswerte und auch touching Biographie eines Stars.
Besetzung
Chi Cao : Li Cunxin
Huang Wen Bin : Li Cunxin als Kind
Bruce Greenwood : Ben Stevenson (künstlerischer Leiter der Ballettakademie Huston)
Amanda Schull : Elizabeth (Lis) Mackey (Li Cunxins erste Frau)
Kyle MacLachlan : Charles Foster (gewiefter US-Anwalt)
Joan Chen : Niang (Li Cunxins Mutter)
Shuang Bao : Dia (Li Cunxins Vater)
Camilla Vergotis : Li Cunxins Tanzpartnerin und zweite Frau
Zhang Su : Li Cunxins erster Lehrer
Sam Anderson : Stage Manager
Jack Thompson : US Federal Judge -
Der Traum von der wahren LiebeRezension vom 20.03.2011
Mitten ins Herz der ohnmächtigen Allmacht des reichen Bürgertums trifft dieses, in Deutschland und Frankreich von Oskar Roehler gedrehte, absolut köstlich anzusehende Knallbonbon.
Im Stile deutscher Gartenzwerge, umkämpfter Klischees, bodenloser Spießigkeit, eingeprägtem Rassenhass und Kastendenken setzt Roehler provokant, satirisch, exotisch, erotisch und vollkommen überzeichnet auf seine Weise alle filmischen Stilmittel für eine wahrhaft steile Vorlage ein. Voller Emotionen und Irrwitz ist die Leinwand zwischen Realem, Surrealem und Irrealem, zwischen Träumen, Märchen und Wahrheiten.
Zur Seite steht Roehler ein hervorragendes Ensemble, in dem jeder Einzelne seine Rolle bestens steht.
"Thank you David L."(ynch) [1] und eben auch "Thank you Oskar Roehler" für diese herrliche Pastiche!
Besetzung
* Jennifer Decker: Lulu (Tochter aus reichem Hause)
* Ray Fearon: Jimi ("Der Neger" und Schausteller-Gehilfe)
* Katrin Saß: Gertrud (Lulus Mutter mit Dauerfahne und Pink-Pudel)
* Rolf Zacher: Carlie/ Daddy Cool (Lulus Vater)
* Udo Kier: Schultz (der Chauffeur)
* Hans-Michael Rehberg: Von Oppeln (Psychiater)
* Bastian Pastewka: Ernst (der Fabrikantensohn)
* Simon Böer: Richard (Lulus Bruder)
* Ulrich Thomsen: Harry Hass (Psychopath und Killer)
* Lavinia Wilson: Anne
* Simon Licht: Veranstalter
[1] "Wild at Heart" von 1991 -
wunderbar kokett und sentimentalRezension vom 26.02.2011
Oh Dette, verträumt in ihre kleine Welt und jederzeit abhebbereit, inszeniert sie optimistisch und voll Lebensfreude ihre kleine, enge und romantische Welt Tag für Tag aufs Neue, und es bedarf schon etlicher, von Éric-Emmanuel Schmitt köstlich konstruierter Zufälle, dass sich ihre Liebe für sie dauerhaft personifiziert.
Mit Frot und Dupontel als geniale Centre Points wird diese scheinbar unscheinbare Geschichte, platziert inmitten von Alltag, Bestsellern, Neid, Eifersüchteleien, Banalität, sanfter Ironie und eben Träumen, bei einer immer passenden musikalischen Begleitung ein rundum wohliger Liebesfilm mit bestens verträglichen, klischeehaft dramatischen und komedialen Höhepunkten.
... einfach ein herzlich schöner Film für ein genussvolles Schweben
Besetzung
* Catherine Frot: Odette Toulemonde
* Albert Dupontel: Balthazar Balsan
* Jacques Weber: Olaf Pims
* Fabrice Murgia: Rudy
* Nina Drecq: Sue Ellen
* Camille Japy: Nadine
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Gruppendynamik in BestformRezension vom 23.02.2011
Manchmal treibt der Glaube an die letztendliche Freundschaft und Liebe der Familienmitglieder untereinander seltsame Blüten, so auch hier. Initiiert durch einen "letzten Willen" beugen sich zwei Brüder und eine Schwester dem Wunsche der Mutter des Geldes wegen und starten, jeder ein Individuum und Ego per se und auf dialogreichen und handgreiflichen Kriegsfuß mit dem anderem Egos aus der gleichen Gebärmutter, die Wallfahrt nach Santiago de Compostela.
Bravourös spiegelt Coline Serreau destrasöse Auswüchse der modernen Gesellschaft wider und lässt alle Seiten der Emotionen anklingen, nie übertrieben, aber auch nie untertrieben, und erlaubt so den neun erstklassig spielenden und agierenden Hauptdarstellern, nicht nur den drei Geschwistern ihrem Leben und ihren Grenzen eine neue Bedeutung geben zu dürfen. Es ist eine wahre Freude für den Zuschauer, das Einsetzen und Wirken einer herrlichen, herzlichen, humorvollen und auch tragisch bedingten Gruppendynamik vor dem Hintergrund einer malerischen Landschaft und in Begleitung eines klangvollen Soundtracks zu verfolgen.
... eine leise, humorvolle und sehenswerte Mischung aus Krieg und Frieden, Hass und Liebe, Abweisen, Erkennen und Annehmen UND eines am Ende vergnüglich leuchtenden und wie immer auch interpretierbaren Gesichtes am Fenster des Châteaus
Besetzung
* Muriel Robin: Clara, Geschwister 1 als Lehrerin ohne Illusionen
* Artus de Penguern: Pierre, Geschwister 2 als erfolgreicher Unternehmer
* Jean-Pierre Darroussin: Claude, Geschwister 3 als geldloser Alkoholiker
* Pascal Légitimus: Guy als Führer mit ihn verlassender Ehefrau
* Marie Bunel: Mathilde mit dem Kopftuch, vom Krebs genesend
* Marie Kremer: Camille als Studentin und ungewollt Geliebte
* Flore Vannier-Moreau: Elsa als Studentin
* Aymen Saïdi: Ramzi als Analphabet auf dem Weg nach Mekka
* Nicolas Cazalé: Saïd mit der Liebe für Camille im Herzen
und andere
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Die Salatgurke, der Karpfen und der ImpressionismusRezension vom 19.02.2011
Zielstrebig und ohne Ressentiments platziert Jean Becker die notwendigen Handlungsstränge und Accessoires für diese wunderschöne Inszenierung eines leisen und unscheinbaren Dialogs über das allmähliche Wachsen einer Männerfreundschaft in der Konfrontation von Realität und Impressionismus.
Vor allem die herrlich wachsenden Realitätsbezüge für Pinselhuber und das vorsichtige Eintauchen in eine empathische Welt für Gartenbauer sowie die erstklassige Schauspielleistung von Auteuil und Darroussin ermöglichten Becker diese herzergreifende, mit viel Romantik und Humor durchsetzte Tragik-Komödie, die bereits mit den ersten Bildern und Dialogen begeistert.
Vor dem herrlichen Hintergrund französischer Landschaft und der Idylle eines kleinen Chateaus und immer wieder begleitet von der so passenden Melancholie aus Chanson und Klassik entwickelt sich in nahezu impressionistischen Farbkompositionen diese langsame Annäherung zweier Menschen mit anfangs so verschiedenartigen Hintergründen, Vorstellungen und Zielen, die dann nach den gemachten Erfahrungen in der unerwarteten Konfrontation mit dem Unvermeidlichen und den daraus folgenden, innerlichen Erkenntnissen und Entscheidungen ihren herzergreifenden Höhepunkt findet.
... wahrhaftig ein weiteres cineastisches Kleinod
Besetzung
* Daniel Auteuil: Der Maler, genannt Pinselhuber
* Jean-Pierre Darroussin: Gärtner Léo, genannt Gartenbauer
* Fanny Cottençon: Hélène
* Alexia Barlier: Magda
* Hiam Abbass: Die Frau des Gärtners
* Élodie Navarre: Carole
* Roger Van Hool: Tony
* Michel Lagueyrie: René
* Christian Schiaretti: Charles
* Jean-Claude Bolle-Reddat: Bürgermeister
* Bernard Crombey: Durieux
* Nicolas Vaude: Jean-Etienne
* Coralie André: Verkäuferin
* Monique Roussel: Witwe Juliette
* André Lutrand: Vater Colin













