BuchhändlerInnen im Portrait

aus Mülheim an der Ruhr

Gesamte Rezensionen
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Meine Rezensionen

  • Die tausend Herbste des Jacob de Zoet
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    Die perfekten Sätze des David Mitchell
    Rezension vom 01.10.2012
    Der Roman „Die Tausend Herbste des Jacob de Zoet“ von David Mitchell spielt im 18./19. Jahrhundert in Japan und erzählt die Geschichte der - zur damaligen Zeit - einzigen Handelsniederlassung der westlichen Welt in Japan.
    Es drängt sich direkt der Vergleich zu „Shogun“ von James Clavell auf. Doch dieser Roman spielt zwei Jahrhunderte später und ist, was die Sprache angeht, ein echtes literarisches Kleinod. Hervorragend!
  • Delikatessen
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    Amusez-vous bien! ( Viel Vergnügen!)
    Rezension vom 01.10.2012
    Auch im 4.Fall Brunos- le chef de la police municipale von Saint-Denis – gelingt es Martin Walker aus geschichtlichen Erkenntnissen (Cro-Magnon-Mensch), politischen Hintergründen (ETA), lukullischen Speisen (foie gras), sowie ethischen Fragen (Herstellung Gänsestopfleber) und einer Prise Liebe eine hervorragende literarische Mischung zu zaubern. Dieser Krimi ist spannend bis zur letzten Seite, trotz seiner Themen - nie schwer daher kommend und mit viel Situationskomik versehen. Um diesen Krimi richtig zu genießen, sollte man als Leser ein Glas Wein parat halten, und wenn möglich ein gutes Baguette, foie gras und confit d’oignon. Bon appétit!
  • Die Farbe der See
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    Mast und Schotbruch Ole Storm
    Rezension vom 05.08.2010
    In "Die Farbe der See" wird der ahnungslose Segler Ole Storm zum Schmugler geheimer Unterlagen und zum Gejagten der Gestapo.
    Das Erstlingswerk des Autors Jan von der Bank ist ein spannender Thriller, in dem die Themen Segeln und Zweiter Weltkrieg gekonnt miteinander verwoben werden, ohne das das Buch zu sehr segellastig ausfällt. Geschickt läßt der Autor den Protagonisten ein Abenteuer nach dem anderen erleben und bewirkt einen Sog, der den Leser erst am Ende des Buches ans Land spült.
  • Die Brandungswelle
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    So karg, wie die Landschaft und doch wunderschön
    Rezension vom 14.03.2010
    Dieses Buch kam ruhig und wortkarg daher,doch je weiter ich las, desto stärker wurde die Sogwirkung. Die Autorin schaffte es, mich zu fesseln und so neugierig auf die Halbinsel La Hague zu machen, dass ich irgendwann zum Atlas griff, um zu erfahren, wo genau dieses Buch spielt. Die Landschaft, die Personen mit ihren Geheimnisen und die Toten - sie ziehen einen in ihren Bann und lassen dann nicht mehr los. Wunderschön.
  • Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß
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    Tempura, Sake und die Liebe auf Japanisch.
    Rezension vom 04.03.2010
    „Der Himmel ist blau, die Erde ist weiß“ ist eine schöne literarisch-kulinarische Liebesgeschichte. Leicht aber eindringlich erzählt die Autorin von dem einsamen Leben der Protagonistin, die in einem kleinen Lokal ihren alten Japanischlehrer trifft und sich mit der Zeit in ihm verliebt. In wunderschönen Bildern erzählt, mit japanischen Spezialitäten gespickt, macht das Buch Lust auf mehr - mehr zu lesen, mehr zu essen. Also auf zum nächsten Japaner um die Bilder aus dem Buch wieder auferstehen zu lassen, oder selber kochen – die Bücher hätten wir ja :o)
  • Der Himmel auf Erden.
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    Deutscher Hörbuchpreis 2010! Zu Recht!
    Rezension vom 04.03.2010
    Dieses Hörbuch besteht aus zwei parallel verlaufenden Erzählsträngen. In der einen Geschichte geht es um die Ermittlungsgruppe um Kommissar Winter, die sich mit gewalttätigen Angriffen auf Studenten befasst. Der andere Teil erzählt von Taten und Gedanken eines Mannes, der seine immer stärker werdende Pädophilie nicht mehr unterdrücken kann und die Kinder nicht mehr nur beobachtet, sondern den direkten Kontakt zu ihnen sucht. Bis die Polizei auf den Täter aufmerksam wird, vergehen Tage. Doch bis dahin steigt die Spannung und die unterschwellige Angst, die dem Zuhörer den Schweiß auf die Stirn treibt. Das haben wir dem kongenialem Sprecher Matthias Brandt zu verdanken, dem es gelingt Gänsehaut und Abscheu beim Hörer zu erzeugen. Er macht das so virtuos, dass man bis zum Schluss dabei bleiben will, auch wenn man sich die Ohren am Liebsten zuhalten würde, um die kranken Gedankengänge des Täters nicht mehr wahrzunehmen. Toll vorgetragen! Hören Sie selber rein!
  • Schattenriss
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    Winnie als Geisel
    Rezension vom 27.11.2009
    Auf eine Wiesbadener Sparkassenfiliale wird ein Banküberfall verübt. Die Bankräuber sind nicht am Geld, sondern an dem Filialleiter und jemandem namens Malina interessiert. Da die Personen nicht zugegen sind, werden die dort Anwesenden als Geisel genommen. Mit Hilfe eines versteckten Scharfschützen gelingt es den Räubern mit ihren Geiseln zu fliehen. Unter den Entführten ist Kriminalkommissarin Winnie Heller. Sie gibt sich nicht als Polizeibeamtin zu erkennen, versucht aber trotzdem verdeckt zu ermitteln. Je länger die Geiselname voranschreitet, desto sicherer wird sie, dass einer ihrer Mitgefangenen gemeinsame Sache mit den Entführern macht.
    Nach „Beutegänger“ und „Querschläger“ der dritte Fall für Kommissar Verhoeven und seine Partnerin Winnie Heller. Auch dieser Fall besticht durch eine besondere Mischung aus Aktion und psychologischer Spannung. Und auch wie in vorrangegangenen Büchern ist es nicht nur die kriminelle Seite, die einen immer mehr in ihren Bann zieht, sondern auch die persönliche Entwicklung der Personen und ihrer Beziehungen untereinander.
  • Fridas Kleider
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    Fridas Vermächtnis
    Rezension vom 27.11.2009
    Diego Rivera verfügte kurz nach dem Tod seiner Frau Frida Kahlo, dass deren Bade- und Ankleidezimmer in der Casa Azul für fünfzig Jahre geschlossen bleiben sollte. Im April 2004 wurde der Raum - nach einem halben Jahrhundert - wieder betreten.
    Das knapp acht Quadratmeter große Badezimmer beinhaltete diverse Gegenstände von Kosmetik- und Medizinprodukten, über Stalin- und Schwangerschaftsposter bis zu den Kleidern, den Corsagen und der Prothese des rechten Beins. Diese Fundstücke sind nun nach jahrelanger Restauration in diesen Bildband versammelt. Die Kleider von Frida Kahlo sind den Bildern und Fotos der Malerin gegenübergestellt, so dass der Leser nachvollziehen kann, wann und wo diese dargestellt, bzw. getragen wurden. Zudem erklärt Marta Turok den anthropologischen Hintergrund der Stoffe und Kleider.
    Es ist eine spannende und faszinierende Entdeckungsreise auf die sich der Leser begibt.
    Fast ehrfürchtig blättert man in diesen Bildband und wünscht sich nach Coyoacan um das Blaue Haus selbst zu entdecken. Es ist ein tolles Buch – nicht nur für Frida-Kahlo-Fans sondern auch für welche, die es werden möchten.
  • Mein bester Freund
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    Französiche Männerfreundschaft
    Rezension vom 27.11.2009
    Es ist die Geschichte von Francois, einem egozentrischen Antiquitätenhändler, der während eines Streits mit seiner Geschäftspartnerin Catherine eine Wette abschließt: innerhalb von zehn Tagen soll er ihr seinen besten Freund präsentieren. Der Wetteinsatz ist eine antike Vase, auf der eine Männerfreundschaft abgebildet ist, und zu dieser, sei der selbstverliebte Francois - laut Catherine - gar nicht fähig. Die Suche nach einem Freund erweist sich als ein schwieriges Unterfangen, doch zum Glück steht dem Händler der sympathische Taxifahrer Bruno zur Seite und zeigt ihm, dass einen Freund zu finden gar nicht so leicht ist, und eine Freundschaft nicht mit Geld zu kaufen sei.


    Es ist ein schöner Film mit hintergründigem und stillem Humor, der durch amüsante Leichtigkeit und überzeugende Protagonisten besticht.
    Eine hinreißende Komödie, die auch Männern gefällt.
  • Mit brennender Geduld
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    Mit brennender Geduld - Sehr lesenswert
    Rezension vom 13.11.2009
    Pablo Neruda lebt zurückgezogen auf einer kleinen Insel vor dem chilenischen Festland. Sein Kontakt zur Außenwelt erfolgt über den Postboten Mario. Als dieser dem Dichter von seiner unerwiderten Liebe zu einer jungen Frau erzählt, verfasst der Lyriker ein Gedicht mit dessen Hilfe Mario das Herz seiner Angebeteten erobern kann. Als Dank überbringt er Neruda die Bekanntmachung der Schwedischen Akademie, die den Chilenen den Nobelpreis für Literatur zuspricht.
    Diese wunderschöne, zarte Liebes- und Freundschaftsgeschichte ist in einer poetischen Sprache geschrieben, die ihrer gleichen sucht. Sehr lesenswert.