Rezensent im Portrait

Eine Kundin / Ein Kunde aus Wittenberge

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Meine Rezensionen

  • Erinnerungen 1848-1914
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    So lese ich mich
    Rezension vom 08.04.2011
    Die Heimat
    Über meine Kindheit wäre wenig zu sagen, wenn ich nicht von meiner Heimat sprechen wollte, die durch die Schuld der Deutschen, schließlich den schmählichen Verrat der Novembermänner preisgegeben ist. Die Deutschen haben sich niemals darum gekümmert, wie es bei uns aussah, und es lebt schwerlich jemand, der die Zustände der 50er Jahre schildern könnte; ich kann noch darüber hinaus Charakteristisches nach den Erzählungen meiner Mutter und aus der Tradition mitteilen. Die ersten Eindrücke haften ja am festesten im Gedächtnis, und wo sich etwas sagenhaft verschoben haben sollte, weiß jeder wirkliche Historiker die typische Wahrheit zu schätzen. Mein ältester Bruder Hugo hat sein Leben dem Dienste der Provinz gewidmet, erst als Landrat des Kreises Inowrazlaw, das damals noch den Kreis Strelno mitumfaßte, also größer war als mancher deutsche Staat, zuletzt als Oberpräsident, dazwischen in der Selbstverwaltung. Wir haben uns nahegestanden, so daß ich über die Verhältnisse manches weiß. Er hatte mit Treitschke abgemacht, ihm das Material für den Polenaufstand von 1848 zu liefern. Das ward durch Treitschkes Tod verhindert, und er hat es nicht nachgeholt. Historische Studien irgendwelcher Art habe ich nicht gemacht, und ich kenne eigentlich nur die engste Heimat aus dauerndem Mitleben mit ihm und seinen Kindern, die jetzt auf seinen Gütern sitzen. Sein Schwiegersohn hat die Geschichte von Markowitz aus den Akten mit weitem geschichtlichem Blicke dargestellt, was mir sehr nützlich geworden ist1. Solcher Bücher sollte es viele geben. In meiner Darstellung behandele ich die Provinz noch als preußisch; nur die erst spät willkürlich veränderten Ortsnamen sind mir selbst nicht geläufig geworden. Gerade die deutschen Besitzer haben ihren Gütern die Namen, unter denen sie sie ererbt hatten, nicht rauben lassen. Daß das Vorwerk von Markowitz den gar nicht bezeichnenden Namen Gay, wie viele Waldvorwerke heißen, mit »Möllendorf« schon ganz früh vertauscht hat, kommt dagegen nicht in Betracht.

    [12] Es pflegt den Deutschen nicht bewußt zu sein, daß die Kolonisation des Ostens, nicht nur in Thüringen und der Mark, sondern auch im Oder- und Weichsellande auf alten germanischen Boden wieder vorgedrungen ist. Wir werden nicht bezweifeln, daß vor den Germanen Menschen, vermutlich gar nicht indogermanischer, vielleicht finnischer Rasse, hier ge wohnt haben; aber ob die Bodenforschung schon Spuren von ihnen im Netzedistrikt entdeckt hat, weiß ich nicht. Als die Römerzeit vom Weichsellande einigermaßen sichere Kunde erhält, sind nordgermanische Stämme herübergekommen, Goten, Vandalen, Burgunder. Aber auch sie sind vielleicht in die Sümpfe und Wälder meiner engsten Heimat nicht eingedrungen. Die Erforschung der vorgeschichtlichen Siedelungen ist nicht weit getrieben, und der Pflug hat viel zerstört. Rohes, handgeformtes, oft ungebranntes Geschirr wird vielfach gefunden und ist meist verkommen; es war wohl slawisch.
  • Goat Story - Die Legenden werden lebendig - 3D
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    mittelprächtig
    Rezension vom 26.02.2011
    Der junge Handwerker Jemmy kommt zusammen mit seiner sprechenden Ziege, die den Leiterwagen hinter sich herzieht, ins mittelalterliche Prag, wo gerade nicht nur die Karlsbrücke, sondern auch die berühmte Astronomische Uhr gebaut wird. Jemmy heuert als Handwerk zunächst beim Brückenbau an und entwirft später mit Professor Hanus auch die Uhr. Nebenbei verliebt er sich in die hübsche Katy, worauf seine Ziege mit Eifersucht reagiert. Ein Unglück führt allerdings dazu, dass alle Beteiligten zusammenarbeiten müssen.
    Die nach Eigeneraussage der Macher erste tschechische CGI-Komödie wurde dort bereits kurz nach seinem Kinostart zu einem der erfolgreichsten heimischen Animationsfilme überhaupt. Das Regiedebüt von Jan Tománek tut sich dabei etwas schwer, die Entwicklung der Charaktere voranzutreiben und seine Pointen immer richtig zu setzen. Und auch die Animationen sind nicht auf Hollywood-Standard. Dafür überzeugt das mittelalterliche Prag als Setting, und trotz auch düsterer Momente werden vor allem junge Zuschauer die Figur der Ziege ins Herz schließen.
  • Barfuß um die Welt
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    überragend
    Rezension vom 15.02.2011
    Mit den 12 neuen Liedern setzt Claudia Koreck ihren mit dem Debüt-Album fliang eingeschlagenen Weg fort und bringt erneut handgemachte Musik zum Besten. Die sympathische Sängerin überzeugt dabei mit unprätentiösen Melodien im jovialen Ton, wobei die Produktion gar nicht mal so asketisch ist wie der Album-Titel "Barfuaß um die Welt" vielleicht vermuten lässt. Das musikalische Kleid, ein Patchwork aus Blues-Jazz-Pop-Folk, steht ihr jedenfalls sehr gut. Ein Gespräch mit Claudia Koreck über Reisen, Horizonterweiterung, soziales Engagement inklusive Erlebnissen, die man noch den Enkelkindern erzählen wird. (Manfred Horak; Foto: Holger Roschlaub)
  • Geistesgegenwart
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    reifer und ausgefeilter
    Rezension vom 10.01.2011
    Nach "Gast auf Erden" hat sich Sarah Kaiser erneut auf Schatzsuche begeben. Auf ihrem neuen Album "Geistesgegenwart" treffen jahrhundertealte Choräle verschiedener Lied-Autoren auf Sarah Kaisers einzigartigen Stil. Das Album wurde in einer Studio-Session live mit ihrer kompletten Band aufgenommen.
    Die Songs von Sarah Kaiser sind musikalisch reifer und ausgefeilter denn je. Mit spontanen Momenten leben sie von ihrer temperamentvollen und wandlungsfähigen Stimme. Entscheidend beteiligt an der Umsetzung des Albums war Samuel Jersak. Der langjährige musikalische Weggefährte von Sarah Kaiser überzeugt am Piano genauso wie als Arrangeur und Produzent. Für besondere Soundeffekte sorgte Florian Sitzmann (Söhne Mannheims).
    "Geistesgegenwart" - für alle, die hochwertigen akustischen Pop und Jazz und zeitlose Textjuwelen zu schätzen wissen. Eine einzigartige Verbindung von Neu und Alt!
  • Grüner
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    sehr zu emphfehlen
    Rezension vom 02.01.2011
    Den Impuls, alle Liedtexte in Deutsch zu verfassen, verdankt sie eigentlich Thomas Siffling: “Thomas und ich besprachen die Produktion. Ich hatte zwei Songs mit deutschem Text, die ihm gefielen. Er fragte, ob ich nicht gleich das ganze Album auf Deutsch machen wolle?” Thomas Siffling sollte den Hörern von GrooveFM nicht zuletzt durch seine Alben “Kitchen Music” und “Cruisen” ein Begriff sein.

    “Diese Platte ist für mich das persönlichste Werk bisher. Eigene Texte in deutscher Sprache sind eher ungewöhnlich in der hiesigen Jazzszene. Dazu kommt eine reduzierte, ehrliche, direkte Musik, die sich fast ‘nackt’ anfühlt”, erklärt Sarah Kaiser in einem Interview. Weiter erzählt sie über das Album “Grüner”: “Wir wollten eine reduzierte Instrumentierung haben mit Fender Rhodes, Kontrabass und Schlagzeug als Basis. Das fühlte sich für mich an, wie auf dem Hochseil ohne Netz. Aber genau das macht auch den Reiz dieser Platte aus.”

    Den Reiz dieser Platte macht für mich vor allem die Mischung aus: Deutsche Texte, gemischt mit einer Portion Jazz und eine gehörigen Prise Soul ist etwas Neues am deutschen Jazzhimmel. Gerade in dieser reduzierten Variante, in der man jedes Instrument einzeln genau hören kann. Das macht die Spannung für den Hörer aus. Ein einziger Genuss für alle Freunde guter Musik.
  • Du Meine Seele Singe
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    hörenswert
    Rezension vom 02.01.2011
    Seit der Veröffentlichung meiner ersten CD "Gast auf Erden - Paul Gerhardt neu entdeckt" im Jahr 2003 bis heute erreichen mich von CD-Hörern und Konzertbesuchern immer wieder Rückmeldungen wie diese zu meinen neu entdeckten Kirchenliedern: "Seit langer Zeit hat ein Kirchenlied mich wieder berührt; ganz tief innen."
    Ich habe erlebt, wie diese Lieder für viele Menschen neu oder gar zum ersten Mal an Bedeutung gewonnen haben: und das nicht (nur) als Musik im Gottesdienst, sondern als Lebensmusik beim Joggen und Kochen, als Gebetshilfe im Alltag, erster Zugang zu Gott, als Fröhlichmacher, Ermutigung und Trost.
    Desöfteren habe ich darüber nachgedacht, die Lieder als Songbook zu veröffentlichen, doch immer empfunden, es wäre zu schwierig, diese so frei gestalteten Lieder in Notenform zu zwingen. ... Doch immer wieder kamen Anfragen nach Noten von Sänger/innen und Bands, die unsere Arrangements nachspielen und -singen wollten. So habe ich mich schließlich dazu entschlossen, das Projekt anzugehen, und hier ist es endlich: Das Songbook zu den neu entdeckten Kirchenliedern. Es enthält die beliebtesten Lieder aus den CDs "Gast auf Erden" und "Geistesgegenwart".
    Ich wünsche mir, dass dieses Liederbuch viel Verwendung finden wird, egal ob in der Kirche oder auf der Bühne, zu Hause oder im Proberaum.

  • Cats & Dogs - Die Rache der Kitty Kahlohr - 3D
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    eben nur Teil 2
    Rezension vom 09.12.2010
    „No Animals Were Harmed". Diese Aussage ist jedem Kinogänger mit etwas Sitzfleisch und Sympathien für Statisten oder Produktionshelfer geläufig. Auch „Cats & Dogs 2: Die Rache der Kitty Kahlohr" hat dieses Siegel, das Tierfreunde beruhigen soll, erhalten. Aber auch wenn die netten, hilfsbereiten Vierbeiner von nebenan körperlich unversehrt geblieben sein mögen, stellt sich angesichts des Geschehens auf der Leinwand die Frage nach dem emotionalen Zustand der tierischen Figuren um Butch, Diggs und Co. Die armen Kreaturen müssen sich schließlich geschlagene 82 Minuten durch einen kindgerechten Spionage-Action-Plot plappern und Gags ertragen, bei denen sich selbst einer CG-Nackt-Katze die Rückenhaare sträuben. Der kanadische Regisseur Brad Peyton schafft es, die 3D-Fortsetzung eines harmlosen Kinderfilms in die Bedeutungslosigkeit zu versenken.

    Der ewige Kampf zwischen Hunden und Katzen um die Gunst von Herrchen und Frauchen muss ausgesetzt werden, als die böse, mächtige Kitty Kahlohr (Original-Synchro: Bette Midler) zur neuen Superschurkin mutiert. Die ehemalige Agentin der auf die Rettung des Planeten spezialisierten Spionageorganisation MEOWS verfolgt einen teuflischen Plan: Mit Hilfe eines ausgeklügelten technischen Apparats will Kitty nicht nur ihre natürlichen Erzfeinde aus den Wohnzimmern verbannen, nein, auch Menschen und Stubentiger sollen ihrem Weltherrschaftsziel nicht im Wege stehen. Hunde- und Katzenagenten stehen vor einer fast unlösbaren Aufgabe. Um überhaupt eine Chance zu haben, die perfiden Pläne zu unterbinden, müssen die Vierbeiner ihren naturgegebenen Hass aufeinander ausblenden und zusammen gegen die Bedrohung durch die nackte Katze kämpfen. Kläffer-Anführer Lou (Neil Patrick Harris) stellt dem Veteranen Butch (Nick Nolte) den Neuling Diggs (James Marsden) an die Seite, der gerade erst vom Polizeidienst in San Francisco ausgeschlossen wurde, da er seinem menschlichen Partner Shane (Chris O'Donnell) einfach nicht gehorchen wollte. Das ungleiche Team macht sich an die heikle Mission, Kitty zu stoppen und bekommt bald Unterstützung von dem Tauben-Informanten Seamus (Katt Williams) und der Katzenagentin Catherine (Christina Applegate). Können sie mit gemeinsamer Kraft die erwartete Katastrophe abwenden?

    „I'm comin' up so you better get this party started", spätestens wenn DameShirley Bassey im James-Bond-Intro von „Cats And Dogs 2" auf ihre unvergleichliche Art und Weise den Welthit von Pink schmettert, weiß der Kinobesucher genau, worauf er sich hier eingelassen hat. Es soll nicht die einzige Peinlichkeit bleiben. Erstaunlich oft werden den armen Tierchen nicht nur Dialoge in die animierten Münder gelegt, die weder lustig noch unterhaltsam sind, es wird sogar die Chance verpasst, den Niedlichkeitsfaktor der liebsten Haustiere der westlichen Weltbevölkerung auszunutzen.

  • Die Fantastischen Vier-Live in 3D
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    Super
    Rezension vom 22.10.2010
    Super, Super, Super! Die Jungs waren toll drauf - eben fantastisch!
    Fantastischer Schnitt in fantastischem real 3D. Muß man sehen auch wenn man nicht zum harten Kern der FANTA-Fans gehört!
  • Der Polarexpress - 3D
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    Familienfilm
    Rezension vom 14.10.2010
    Hübsch anzusehender Familienfilm mit dem kaum wieder zuerkenneden Tom Hanks. 1 1/2 Std. kurzweilige Unterhaltung genau richtig für die Vorweihnachtszeit.