Rezensent im Portrait
aus Borken
- Gesamte Rezensionen
- 7 (ansehen)
- Über mich
- lese gerne und viel. Außerdem gucke ich gerne DVDs. Bevorzugt Krimis. Simenon, Hitchcock, Christie, Graham (Inspector Barnaby) usw.
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Thomas Horn brilliert in einer nervig amerikanischen MerkwürdigkeitRezension vom 05.03.2013Der Vater war jüdischer Juwelier. Der Opa aus Deutschland. Bilder von 9/11 und Bilder aus Dresden 45. Und natürlich hat der Junge (evtl., er wurde getestet, das Ergebnis war uneindeutig) Asperger.
Das reicht an Klischees für ein ganzes Jahr. Sechs Anrufbeantwortertexte seines Vaters vom elften September dokumentieren die Abläufe vom "schlimmsten Tag", Amerikas jüngstem Terrorismus-Trauma. Der Film lässt keine Möglichkeit aus, die Tränendrüse des Zuschauers zu massieren.
In der Vorlage noch gut verankert, hätte im Film auch (beinahe) jede andere Katastrophe, jeder andere Unfall ausgereicht um Oskar (Thomas Horn) zum Waisen zu machen und seine bemerkenswerte und beeindruckend gespielte Suche auszulösen.
Der Film lebt von seinem Spiel. Und vom Schauspiel Max von Sydows.
Sandra Bullock bleibt blass, Tom Hanks ist ganz nett. Große Namen, die aber vom Schauspiel der beiden anderen in den Schatten gestellt werden.
Mal was anderes. Und trotz klebrigem Nationalethos eine sehenswerte Geschichte über die Schnitzeljagd eines Jungen und seines schweigenden Großvaters. -
Kevin Costner SuperpostmanRezension vom 15.12.2011Die Welt ist verwüstet. Atom- und Bürgerkrieg haben das Angesicht der Erde verändert. Die Menschen leben zurückgezogen und verbarrikadiert.
In diese Welt stolpert der Held "The Postman" (Kevin Costner). Er wird von einer Bande, den Holnisten, gefangen genommen um mit anderen Gefangenen die gelichteten Reihen dieser paramilitärischen Räuberbande aufzufüllen.
Er flieht. Sucht in einer kalten und verregneten Nacht Zuflucht in dem Wrack eines Postautos und zieht am nächsten Tag mit der, äh... sagen wir mal "gefundenen" Postuniform und einer Tasche Briefe weiter.
Eigentlich nur auf ein Obdach und eine warme Mahlzeit aus, wird die Post-Idee in den "wiederhergestellten Vereinigten Staaten" zu einem Selbstläufer. Einzelne Empfänger der Briefe sind noch am Leben und von den sehr verspätet zugestellten Briefen ausgesprochen angerührt. Das geht so weit, dass ein Junge namens Ford Lincoln Mercury (Larenz Tate) den Postman zwingt, ihn ebenfalls als Postman zu vereidigen.
Und während unser Superheld weiter nach seiner warmen Mahlzeit schielt entsteht hinter seinem Rücken Amerikas Post neu und zuletzt muss er auch gegen die Holnisten antreten. Das Ergebnis ist nicht schwer zu erraten.
Kevin Costner hier als Produzent, Regisseur und Hauptrolle in einem distopischen Film, der den Amerikanischen Traum in familientaugliche schöne und sonnige Bilder gießt. Pferde und ein Happy End.
Der Film war ein Flop, finanziell eine Katastrophe.
Nichts desto trotz: großes und schönes Kino!
Volle Punktzahl. -
Kevin Kostner SuperstarRezension vom 15.12.2011Waterworld ist eine Distopie. Also ein Film, der von dem Leben nach dem großen Crash handelt. Anders als in den meisten Terminator und The Day after - Filmen ist die Welt hier hell und weit. Nach der Abschmelzung der Polkappen besteht die Welt nämlich nur noch aus Ozean. Von einem Rest trockener Erde, dem sogenannten "Dryland" wird gemunkelt. Es gibt den Helden ohne Namen (Kevin Costner), den schönen Gegenpart Helen (Jeanne Tripplehorn) und das Kind Enola (Tina Majorino) mit der tätowierten Karte auf dem Rücken.
Die Menschen leben auf Booten, Schiffen und schwimmenden Inseln. Die meisten in Friede und Lethargie. Natürlich kommt der Film aber nicht ohne böse Buben aus. Dennis Hopper (Deacon, schwach) versucht die Karte auf dem Mädchenrücken in seine Gewalt zu bekommen und nimmt auf die Menschen auf dem Weg dahin keinerlei Rücksicht, plündert, mordet und brandschatzt.
Der Mariner wird als Ichthyo sapiens von den Menschen als Mutant verhaftet und soll hingerichtet "recycled" werden. Nur der Angriff der Bösewichter rettet ihm schlussendlich das Leben. Kurz gesagt: Er flieht, rettet nebenbei Helen und Enola, wird beide nicht mehr los und schließt sie zuletzt ins Herz.
Der Film bringt eigentlich nichts neues. Allein seine Bilder sind weit weniger abgedroschen als überleben-in-der-Sandwüste, oder überleben-nach-dem-Atomkrieg. Und das macht ihn zu einem ausgesprochen "netten" Film. Schöne Bilder und eine Geschichte mit Happy-End. -
Alien: Die Mutter aller AlienfilmeRezension vom 15.12.2011Sigourney Waver als erste Actionheldin der Filmgeschichte im Kampf gegen Außerirdische. Ein Raumschifftransporter wird auf dem Weg zur Erde von seinem Supercomputer zu einem Planeten gelotst, von dem kontinuierlich ein Signal ausgestrahlt wird. Dieses Signal ist kein Hilfe- sondern ein Warnruf. Bevor das allerdings klar wird, ist es natürlich zu spät.
Außer gegen die Aliens kämpft die Besatzung noch mit einen Geheimauftrag der Firma, dem der Supercomputer und ein getarnter Roboter verpflichtet sind und dem das Überleben der menschlichen Crew völlig untergeordnet wird.
Von den zuweilen reichlich scherenschnittartig gezeichneten Charakteren und der Erfahrung (die man als Zuschauer inzwischen in vielen Alien- und SciFi- Filmen gesammelt hat), die eine natürlich ganz anders reagieren ließe, einmal abgesehen, ist der Film für seine gut 30 Jahre erstaunlich kompatibel. Die Raumschiff, Uniformen, Alien und das übrige Bühnenbild sind beinahe zeitlos modern. Vielleicht würde man heute einen Supercomputer nicht mehr Mutter nennen und auch die Sozialklischees, die den einzelnen Besatzungsmitgliedern auf den Leib getextet werden, sind inzwischen weltweit eingemottet.
Insgesamt: ganz großes Kino. -
Ein Wesley Snipes - Klassiker - mit SchwächenRezension vom 15.12.2011Blade ist ein Dayworker. Seine Mutter wurde während der Schwangerschaft gebissen. Sie stirbt. Blade überlebt und widmet den Rest seines Lebens der Jagd auf Vampire und der Rache am Tod seiner Mutter. Als einziges Lebewesen verfügt er dabei über die Kräfte der Vampire einerseits und der Fähigkeit auch dem Sonnenlicht zu widerstehen andrerseits.
Er gehört zu den frühen Comicverfilmungen und war, ist und bleibt ein absoluter Klassiker.
Mit Wesley Snipes (Blade, Held), Kris Kristofferson (Abraham Whistler, urväterlicher Freund, Erfinder und Kampfgefährte) ist der Film solide besetzt. Auch Stephen Dorff als Antagonist Deacon Frost und N'Bushe Wright als weibliche Hauptrolle Dr. Karen Jenson machen einen guten Job.
Blade ist ein martialischer Held. Bis an die Zähne bewaffnet, große Kampfszenen, düstere Vampire, Dekadenz und Party. Die Themen späterer Vampirfilme wie Underworld usw. werden hier bereits aufgenommen. Vampire sind nicht mehr jene eines Bela Lugosi, eine Bram Stokers, nicht mehr Dracula oder Nosferatu, sondern mehr die einer "ehrenwerten Gesellschaft" mit Loft und Pool.
Inmitten dieser ein dauernd präsenter und metzelnder Wesley Snipes. Die Handlung ist so schlüssig, wie eine Handlung, die pausenlos von Vampiren handelt, sein kann. Die Dialoge allerdings sind teilweise ein Ärgernis. Blade war, ist und bleibt halt (nur?) eine Comicfigur.
Man sollte schon Vampir-Action mögen. Aber wenn man das tut, dann ist dieser Klassiker ein muss! Wobei man auf die ungekürzte Fassung achten sollte! -
Club der toten AutorenRezension vom 13.12.2011Um es gleich vorweg zu sagen: Joyce Barnaby wird verschüttet! (Blut ist dicker, 2. Folge) Natürlich kann sie gerettet werden. Eine verworrene aber durchaus reizvolle Geschichte.
Die erste (Das Haus des Satans) und die vierte (Brennen sollst du) Folge haben sich sich englischen Zuschauern vielleicht etwas mehr erschlossen als mir.
Höhepunkt ist für mich die dritte Folge (Der Club der toten Autoren). Das skurile Treiben um die Preisverleihung auf dem Midsomer St. Michael Literatur-Festival mit einer - selbst für Barnaby - überraschenden Wende. -
Die musikalische SeasonRezension vom 13.12.2011Im ersten Teil (Tote singen nicht) singen Joyce Barnaby, Dr. Bullard und zuletzt auch DC Ben Jones zusammen in einem Chor. Und das ist auch gut so. Denn natürlich kommt es zu allerhand Leichen und wenigstens bei drei Chormitgliedern weiß man, dass sie weder Opfer werden, noch Täter sind.
In der zweiten Folge (Mörder-Falle) zweifelt DCI Barnaby während des Gerichtsprozesses plötzlich an der Schuld der Angeklagten. Eine resolute Zeugin (Modell: Miss Marple) hilft ihm in letzter Minute die Wahrheit zu finden.
In der dritten Folge (Tanz in den Tod) tanzt Cully nun endlich mit DS Ben Jones.
Der vierte Teil zeigt DCI Barnaby dann selbst kurz an der E-Gitarre und Suzi Quatro sterbend an einem Mikrofon unter Hochspannung.
Eine Auswahl aus den englischen Folgen 50-55, die etwas aus der Reihe, dabei aber angenehm auffällt. Lohnt sich!













