Rezensent im Portrait

Eine Kundin / Ein Kunde aus Herford

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Meine Rezensionen

  • Arthur und die vergessenen Bücher
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    Eine spannende Abenteuergeschichte mit Fantasy-Elementen,
    Rezension vom 27.10.2010
    So im Nachhinein denke ich , dass ich mit falschen Erwartungen an das Buch gegangen bn. Ich hatte eine echte Fantasy-Geschichte erwartet. Stattdessen habe ich „Arthur und die vergessenen Bücher“ aber in erster Linie als einen Abenteuer-Roman empfunden. Fantasy ist natürlich ein Teil der Geschichte. Der Mythos um die Vergessenen Bücher gehört ebenso dazu wie gewisse „Personen“ die Arthur und Larissa treffen.

    Trotzdem, im Verhältnis zum Rest der Geschichte gesehen, ist es wenig Fantasy. Sie stellt quasi die Grundlage bereit. Arthurs und Larissas Suche ist aber klar eine Abenteuergeschichte. Und zwar eine, die sich gewaschen hat. Immerhin reisen da zwei 14jährige von Deutschland nach Holland und nach Italien, stets auf der Spur der Bücher. Das ist spannend und interessant. Spannend, weil ihnen ihre Gegenspieler ständig auf den Fersen sind und sie immer auf die nächste Attacke gefasst sein müssen, weil sie sich mit Mut und manchem Trick aus brenzligen Situationen herausmanövrieren und auch, weil sie so mancher Person begenen, bei der sie nicht wissen ob sie ihr trauen können.
    Interessant weil Autor Gerd Ruebenstrunk die Städte und Gegenden anschaulich und detailreich beschreibt, und man sich als Leser „mit dabei“ fühlt. Es macht Spaß, mit Arthur und Larisse unterwegs zu sein, mit ihnen zu hoffen und zu bangen, aber auch zu lachen.
    Zum Lachen hat mich Larissa gebracht. Auch wenn an sich alle Charaktere ihren besonderen Charme haben, Larissa sticht hervor. Mutig, clever, vorwitzig, oft mehr Junge ein Mädchen, und für eine Überraschung gut. Wenn sie ihr Set zum Knacken von Schlössern zückte, hat mich das irgendwie an eine jugendliche Version von „Bonnie & Clyde“ erinnert.
    Was mir ebenfalls sehr gefallen hat ist, dass Gerd Ruebenstrunk das Moderne nicht ausgespart hat. Bei einer Geschichte um alte Bücher, die zu Teilen in Antiquariaten spielt, hatte ich Bedenken in der Richtung. Einfach weil ich es selber nicht mag, wenn es „altmodisch“ zugeht, aber auch weil ich mir vorstellen kann, dass sich die Kids von heute an die Stirn tippen würden, würden Arthur und Larissa nur in alten Büchern recherchieren. Da höre ich schon förmlich Fragen wie: „Wieso gucken die nicht mal im Internet?“. Keine Sorge, Arthur und Larissa sind so clever. Sie recherchieren dann und wann im Netz, Handys sind ebenfalls ein fester und wichtiger Teil der Geschichte und eine spezielle Internetseite spielt eine Rolle. Ebenso wie Larissas Hacker-Künste…

    „Arthur und die vergessenen Bücher“ liest sich leicht und flüssig und ist auch nicht so geschrieben, dass man am Text festmachen könnte, dass es sich um ein Jugendbuch handelt. Daher kann ich mir gut vorstellen, dass auch ältere Leser an dem Buch ihren Spaß haben können. Schön ist, dass der Text immer mal von Zeichnungen unterbrochen wird, die die jeweilige Szene oder Teile davon zeigen. Das lockert auf und hilft zusätzlich, sich ein Bild dieses Moments zu machen.

    Auch äußerlich ist das Buch ein Hingucker. Die Ars Edition macht einfach mit die schönsten Bücher, die ich kenne. Auf alt und edel getrimmt mit goldenem Schriftzug und ebensolchen Eckenschonern. Und auch ein Lesebändchen ist vorhanden.

  • Der geheimnisvolle Mr. Spines 01. Wings
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    Eine schöne Geschichte für junge Fantasy-Fans
    Rezension vom 27.10.2010
    Auch bei diesem Buch war es wie so oft bei mir das wunderschöne Cover, das mich sofort angesprochen und neugierig gemacht hat. Die Geschichte hat dann auch sehr gut gehalten, was das Cover versprach. Es ist natürlich ein Kinder- bzw Jugendbuch und die Altersempfehlung ab 10 Jahren merkt man der Geschichte auch zu jedem Moment an. Das ist allerdings für mich ein klarer Pluspunkt. Denn das Thema Engel strebt ja einen ebenso großen Hype an wie die Vampire, und so hat es mir sehr gefallen, das „Wings“ zwar auch das Engels-Thema aufgreift, es aber durch die kindgerechte Ausarbeitung durchaus frisch wirkt. Zudem ist man von der ersten Seite an in der Geschichte drin, langatmige Vorreden oder ausschweifende Beschreibung von Personen, Gegenden etc. sucht man hier vergebens. Das bringt außerdem eine schöne Portion Schwung in die Sache und Längen haben keine Chance.

    Die Charaktere sind anschaulich beschrieben, so dass man schnell eine Beziehung zu ihnen aufbaut. Allen voran natürlich zu Edward, bei dem es keine drei Sätze dauert ehe man ihn einfach gern haben muss. Alle Charaktere sind phantasievoll erdacht und brauchen sich so nicht hinter Gestalten aus „erwachsener Fantasy“ verstecken.
    Mir hat es außerdem gefallen, dass die Geschichte trotz der sonst eher düsteren Atmosphäre durchaus auch eine gewisse Komik an sich hat. Ich habe manches Mal schmunzeln müssen. Das lockert auf und kommt den jungen Leseren sicher sehr entgegen, denn so wird es nie zu unheimlich.
    Das Ende allerdings kommt schon sehr abupt, vor allem, weil man am Ende noch immer eine gute Zahl an Seiten „übrig“ hat und deshalb nicht damit rechnet. Aber „Der mysteriöse Mr. Spines“ ist ja als Trilogie erdacht, da wird man ja relativ bald erfahren, wie es mit Edward weitergeht.

    Ich hatte das Buch innerhalb weniger Stunden ausgelesen, Kinder bzw Jugendliche werden aber sicher länger daran lesen. Die Seiten sind recht dick, die Schrift auch größer als bei Büchern für ältere Leser und nach dem Ende der Geschichte gibt es auch noch ein Glossar der Charaktere, Gegenstände und Orte der Erzählung. Es lohnt sich übrigens, auch dieses Glossar zu lesen! Insgesamt also auch in dieser Hinsicht eine absolut runde Angelegenheit für die jungen Leser.

    Bei der arsEdition versteht man sich auf schön gestaltete Bücher und da bildet „Wings“ keine Ausnahme. Insgesamt ist der Look recht düster ausgefallen, aber kein bisschen schaurig. Die Darstellung von Edward ist detailreich gehalten und beinhaltet alles, was den Jungen ausmacht: seine schlaksige Gestalt, die oft traurige Stimmung, seinen Hang zu Kartenspielen und natürlich seine wunderschönen Flügel.

    Fazit: „Wings“ ist eine sehr schöne, phantasievolle Geschichte für junge Fantasy-Fans. Ein rundum gelungener Auftakt zur Trilogie, der mich neugierig auf die Fortsetzung gemacht hat.