Some kind of...
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Thomas Zörner, am 20.09.2008
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Da ist es also, das neue, heiß ersehnte und doch gefürchtete Album der Metalveteranen Metallica. Was hatte die halbe Welt geschimpft als "St. Anger" rauskam. "Metallica ist tot!" hieß es da an mancher Stelle. Meines Erachtens hatte sich die Jungs aus der Bay Area nur endlich getraut etwas neues auszuprobieren und das dies in der alteingesessenen Metalszene gar nicht gut kommt, wissen wir ja. Es gibt Gründe dafür, dass Bands wie Slayer die seit Jahren das selbe machen, in dieser Szene vergöttert werden.
Nun was macht man also wenn das neue Album verschmäht wird, weil man anders klingt als sonst? Man macht einen Schritt zurück und tut das, was den Leuten gefallen hat, was sie hören wollen. Ja, genau das haben auch Metallica getan. Von "Fuck it" Attitüde, Mut oder Rebellion ist da keine Spur. Gebt den Hörern was sie wollen, schreit aus jeder Note des Albums. Gut, das klingt jetzt alles sehr negativ, denn schlecht ist das Album keines Wegs, nur verdammt feige.
Gleich wenn die ersten Takte von "That was just your Life" zu hören sind, dürfte manchem zitterndem, ob dem was da kommen mag, Hörer das Herz übergegangen sein. Langsames atmosphärisches Intro, dann Verzerrer RATATA! Die Trahskeule wird zwar geschwungen, allerdings nicht nieder geschmettert so wie bei "St. Anger". Der Refrain sitzt wie eine eins und lässt gar Erinnerungen an Perlen wie "Master of Puppets" aufkommen. "The End of the Line" und "Broken, Beat & Scarred" schlagen exakt die selben Töne an. Intro, Trashriff, punktgenauer Refrain. Partwiederkäuung um auf mindestens 6 Minuten Laufzeit zu kommen und fertig. Das alles läuft unter dem Namen "In Ordnung" mehr aber nicht. "The Day that never comes" hat mich schon im vorherein als Single herb enttäuscht und tut es jetzt wieder, ein verdammt lahmer Song und definitver Tiefpunkt der CD. Dann kommt aber das ultimative Highlight mit dem Namen "All Nightmare Long". Ein verdammtes Groovemonster, dessen Refrain dermaßen groß ist, dass er die Boxen zu sprengen scheint. Interessanterweise ist dies der Song, der von den meisten gelobt wird, aber gerade das Lied könnte auch leicht von "St. Anger" stammen. Nun geht es weiter wie schon gehabt. Genannt seien noch das ruhige halbballadige "The Unforgiven III" das vollkommen klar geht und das Instrumentalstück "Suicide & Redemption", welches zwar nicht an Meisterstücke wie "Call of Kuthulu" heranreicht, aber dennoch aus dem Schema fällt.
"Death Magnetic" ist ein sicheres Lebenszeichen der Metallicats, aber in meinen Augen ein scheinheiliges, wenn auch gut hörbares. Nächstes mal wieder etwas mutiges Jungs okay?