Naokos Lächeln

Nur eine Liebesgeschichte. Roman

von Haruki Murakami

Buch

Taschenbuch (415 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Den "kühnsten und bedeutendsten Autor Japans" nannte die NEW YORK TIMES den Romancier Haruki Murakami. Seine Bücher gehören zu den erfolgreichsten der japanischen Nachkriegsliteratur und sind in 30 Sprachen übersetzt und millionenfach verkauft. Als der Roman "Naokos Lächeln" erschien, wurde diese wunderbar sentimentale Liebesgeschichte sofort ein Bestseller in Murakamis Heimat. Die Geschichte des ernsten Toru und seiner Liebe zur unberührbaren, geheimnisvollen Naoko nahm die Leser gefangen und berührte sie tief. Wie so oft bei Murakami geht es um die schweren Fragen des Lebens, aber es liest sich federleicht und wunderbar sentimental.

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-73050-3
EAN: 9783442730506
Originaltitel: Noruwei no mori
Erschienen: 01.02.2003
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 415
Länge/Breite: 187mm/119mm
Gewicht: 339 g
Übersetzer: Ursula Gräfe
Reihe: btb
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Ursula Gräfe

Ursula Gräfe, geboren 1956, hat in Frankfurt a. M. Japanologie und Anglistik studiert. Aus dem Japanischen übersetzte sie u. a. den Nobelpreisträger Kenzaburo Oe, Kiharu Nakamura, Hikaru Okuizumi und Haruki Murakami.

Haruki Murakami

Haruki Murakami, geboren 1949 in Kyoto, die Eltern sind Lehrer für japanische Literatur. Studium der Theaterwissenschaften und des Drehbuchschreibens in Tokyo, aufkeimendes Interesse an amerikanischer Literatur und Musik. 1974 Gründung des Jazzclubs "Peter Cat", den er bis 1982 betreibt. 1978 erste erfolgreiche Buchveröffentlichung. In den 80er Jahren dauerhaft in Europa ansässig (u. a. in Frankreich, Italien und Griechenland), geht er 1991 in die USA, ehe er 1995 nach Japan zurückkehrt. 2006 erhielt Haruki Murakami den Franz-Kafka-Literaturpreis.

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Kundenrezensionen

  • Norwegian Wood Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Jana Wottawa, am 05.06.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Japan in den 60er Jahren. Der 19jährige Toru Watanabe beginnt sein Studim der Theaterwissenschaften in Tokyo, zugleich flieht er vor der Vergangenheit.
    Als er eines Tages Naoko, eine Freundin aus seiner alten Heimat, trifft, holt ihn die Vergangenheit ein. Denn Naoko war die Freundin von Kazuki, Torus besten Freund, der Selbstmord begangen hat.

    „Naokos Lächeln“ ist eine traurige Geschichte über zwei Liebende, der nicht loslassen können. Dieses Buch ist eines von Murakamis besten Werken!

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  • Mein Favorit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wir befinden uns in Japan, 60er Jahre. Toru Watanabe ist 19, als der sein Studium der Theaterwissenschaft aufnimmt. Allein seine Wohnsituation im Studentewohnheim wird durch Murakamis Schreibkünste zu einem spannenden Ort, an dem Toru Bekanntschaft/Freundschaft mit zwei bizarren und einmaligen Charakteren schließt. Rückblickend erfährt man die Ausgangslage des Protagonisten, um die es eigentlich geht: Torus langjähriger und bester Schulfreund Kizuki hat Selbstmord begangen, nahezu aus unerfindlichen Gründen. Er hinterlässt Toru und seine damalige Freundin, Naoko. Kommen wir zur Person Naokos: Sie ist wie eine japanische Elfe, die leichtfüßig durch Japans Straßen zu schweben scheint. Doch ihr Herz ist zerrissen; Naoko wird depressiv, kommt nicht damit klar, dass sich nach Kizukis Tod Gefühle für Toru entwickeln. Sie wird in ein Sanatorium in die Berge gebracht, um sich psychisch erholen zu können. Toru ist tief getroffen und besucht Naoko bald. Allein die von Anspannung und Sehnsucht begleitete Reise in die Berge baut eine unheimlich starke Atmosphäre in der Fantasie des Lesers auf. Naokos Zustand scheint sich ein wenig gebessert zu haben, zumal sie sich mit der Mittdreißigerin Reiko angefreundet hat, die Toru später über den Schmerz des Verlusts Naokos hinwegtrösten soll. Eine weitere wichtige Figur ist Midori, eine junge, aufgeweckte, authentische Frau, die Toru aus seiner Traurigkeit und Naoko-Fixiertheit reißt. Vergleicht man die beiden Mädchen, so ist Naoko die ruhige und doch innerlich bebende, rätselhafte Fee, und Midori das beziehungstaugliche "Hier-und-Jetzt-Mädchen", das Toru einfach mal gut tut.
    Der Roman nimmt viele traurige Enden. Das Selbstmord-Motiv zieht sich von Anfang an durch das gesamte Buch und regt einen zu tiefem Nachdenken an. Die japanische Kultur übt nicht zuletzt aufgrund von Murakamis Werken eine vehemente Faszination auf mich aus.
    Murakami schreibt unfassbar gut. Er vollbringt es mehr als andere Autoren, eine eigene Welt zu erbauen, in der man die Zeit über, bis man den Roman beendet, lebt und fühlt. Dabei wird man oftmals von aufrichtiger Traurigkeit und Bedrücktheit erfasst, gleichzeitig befindet man sich in einem Liebestraum.
    Haruki Murakami ist ein begnadeter Autor, dessen atemberaubender, feinfühliger, berührender Stil unerreicht bleibt.

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  • Naokos Lächeln Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kerstin Stutzke, am 29.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Toru Watanabe ist 37 Jahre alt und hört den Beatles-Song „Norwegian Wood" und in diesem Moment kommt alles wieder hoch.

    Vor 20 Jahren war Toru, der schon immer ein Einzelgänger war, mit Kizuki befreundet. Zusammen mit Kizukis Freundin Naoko bildeten die drei in ihrem Dorf eine Clique. Doch dann brachte Kizuki sich um und alles veränderte sich. Toru ging nach Tokio um zu studieren und war wieder ein Einzelgänger. Auf einer U-Bahn-Fahrt begegnet er Naoko und diese schlägt ihn sofort in ihren Bann.

    Von diesem Tag an trafen sich Toru und Naoko jeden Sonntag und sind einfach nur durch Tokio gelaufen, ohne ein Wort zu sagen. Doch nach und nach verfestigte sich die Beziehung der beiden und an ihrem 20. Geburtstag schlafen sie zum 1. Mal miteinander. Doch danach ist Naoko verschwunden.

    Später erhält Toru einen Brief von Naoko, in dem sie ihm mitteilt, dass sie sich in ein Erholungsheim zurückgezogen hat - sie hatte einen Zusammenbruch. Toru beschließt, trotz allem zu ihr zu stehen und teilt ihr das auch so mit. Doch dann begegnet er Midori, die ihm mit ihrer Lebensfreude in seinen Bann zieht. Für wen wird er sich entscheiden, Midori mit ihrer Lebensfreude oder Naoko mit ihrem geheimnisvollen Lächeln ...


    In diesem Buch, das über einen Zeitraum von mehreren Jahren spielt, schildert der Autor die Phase des Erwachsenwerdens in der japanischen Kultur. Sehr einfühlsam ist die Entwicklung des Teenagers Toru zum Mann Toru dargestellt mit allen Verwirrungen, die damit im Zusammenhang stehen. Auf Grund einiger etwas langatmiger Passagen muss ich bedauerlicherweise von der Bestnote für dieses Buch absehen.

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  • Mehr als eine Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Horvath, am 22.09.2011

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    Ich habe mich sofort in dem Buch wieder gefunden. Eine Melodie aus der Jugend und sofort läuft ein Film über eine schönen, einen hässlichen oder das Leben verändernden Moment ab.
    Toru Watanabe geht es im Flugzeug mit 37 Jahren nicht anders als er „Norwegian Wood“ von den Beatles hört.
    Es ist aber mehr als die Erinnerung eines Mannes an seine Jugend. Die Geschichte ist durchsetzt mit skurrilen Protagonisten und in einen Stil erzählt der sich schon fast singen lässt und so bleibt mir die Geschichte im Kopf mit all ihren Höhen und Tiefen.

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  • Murakami, Naokos Lächeln, TB-Ausgabe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Odilie Pressberger, am 27.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es gibt Bücher, die sich beim Lesen verändern. Manche werden im Laufe der Jahre schwächer und andere funkeln immer heller, wie geschliffene, kostbare Diamanten. Und genauso habe ich "Naokos Lächeln" empfunden, als ich es jetzt wieder las. Toru Watanabe erzählt von seinem Leben zwischen 17 und 20, nachdem die Melodie von dem Beatlessong "Norwegian Wood", die er zufällig mit 37 im Flugzeug hört, ihn in einen Erinnerungsstrom hinein gezogen hat. Beim Lesen tauchen wir mit ihm tief in die Geschichte ein. Eine Geschichte von schmerzlichen Verlusten .Der Freitod seines besten Freundes Kizuki am Ende ihrer Schulzeit. Die tiefe Trauer um ihn, die Watanabe während seines Studiums Ende der 60er Jahre in Tokio an dessen Freundin Naoko bindet. Die Beziehung zu seiner Studienkollegin Midori. Wie Murakami dieses Geflecht von Gefühlen und Handlungen am Ende der Pubertät und vor dem Beginn des Erwachsenenlebens knüpft, beeindruckt mich sehr. Er schafft es, jede der handelnden, leidenden und auch durchaus witzigen Figuren (Midoris Auslassungen über ihre sexuellen Fantasien, z.B.= sehr komisch!) mir so nahe zu bringen, daß ich das Gefühl habe, ich kenne die Personen seit langem sehr gut. Und nach 416 Seiten habe ich jede von ihnen, auch die Nebenfiguren (sei es Reiko, sei es Hatsumi) tief in mein Herz geschlossen.

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  • Grandios... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Daniela, am 27.07.2011

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    Mittlerweile ist es schon fünf Jahre her, als ich das Buch zum ersten Mal gelesen habe.

    Ich lese viel und gerne...
    Aber dieses Buch ist mir als eines der wenigen mit allen Details in Erinnerung geblieben...

    Prädikat: Absolut empfehlenswert!!

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  • Super Murakami Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Teresa Müller, am 27.12.2010

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    Auch der Tod kann Menschen verbinden. Liebe, Hass, Schuldgefühle, Verlustangst... all das bringt Murakami in wundervoller Sprache in einer wunderschönen Liebesgeschichte unter. Einmal angefangen kann man dieses Buch nicht mehr weglegen.

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  • Perfekt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.12.2010

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    Wunderschön,poetisch und absolut perfekt.Selten habe ich ein so tolles Buch gelesen,bin ja mal gespannt wie die Verfilmung wird,kann mir nur schwer vorstellen,dass der Film an das Buch rankommt.

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  • Wunderschön... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manuela Wolfmayr, am 16.11.2010

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    In Haruki Murakamis Bücher möchte man sich am liebsten hineinfallen lassen und für eine unbestimmte Zeit liegen bleiben, so schön sind sie. Seine Sprache ist wunderbar poetisch und so klar, dass jeder sofort spürt was er meint und was seine Figuren, in diesem Fall Toru und Naoko, durchmachen. Jedes Buch von ihm ist ein kleiner Schatz!

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  • Eine japanische Liebe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Fugu, am 01.11.2010

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    Dieses Buch berührt. Die Liebesgeschichte von Naoko und Toru ist sehr gefühlvoll geschrieben und nimmt einen mit auf eine wunderbare Reise. Hier kann man so viel für's Leben mitnehmen. Man braucht gar nicht zu viel zu verraten. Man sollte das Buch einfach lesen und sich darauf einlassen. Es lohnt sich sehr!

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  • "Nur eine Liebesgeschichte"... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Moritz Revermann, am 06.10.2010

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    Gerade ist Murakamis neuer Roman '1Q84' erschienen und ich freue mich wie ein kleiner Junge, endlich wieder einen neuen Roman nach 'Kafka am Strand' lesen zu dürfen. Aber der wartet brav auf mich und begleitet mich in den Urlaub...man kann Murakami einfach nicht 'nebenbei' lesen, sondern muß sich ihm voll und ganz widmen. Zu komplex, zu reich an überbordender Phantasie sind seine Romane als dass man sie mal zwischendurch lesen kann. Murakami ist einer der wenigen Autoren, von dem ich alle Romane und Erzählungen gelesen habe und beim Erscheinen des neuen Buches fragte ich mich, was mein Lieblingsbuch sei. - keine Antwort auf diese Frage, wie immer, da zu unterschiedlich. Daher kommt die Ersatzfrage: Welchen Murakami zum Einstieg empfehlen? Antwort: 'Naokes Lächeln'.

    Hier verbindet Murakami perfekt seine fast popmusikalische Sprache mit dem ihm inhärentem (japanischem) Transzendentalismus. In 'Naokes Lächeln' merkt man am stärksten Murakamis Verbundenheit zur amerikanischen Literatur: er hat Chandler, Capote und Carver ins Japanische übersetzt (um nur einige zu nennen).

    'Nur eine Liebesgeschichte' - so lautet der Untertitel dieses Romans schon fast süffisant. Klar, das Buch ist eine herzergreifende Liebesgeschichte, - aber eben auch noch so viel mehr! Lesen und entdecken! Perfekter Einstieg ins Universum Murakamis. Er eröffnet Welten, die uns fremd sind, mit einer Sprache, die wir mitpfeifen können: 'Norwegian Wood' von den Beatles ist nicht von ungefähr ein wichtiges Lied für den Protagonisten Toru Watanabe...

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  • Die schönste Liebesgeschichte die ich je gelesen habe Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Küpper, am 05.10.2010

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    Der schicksalshafte Tod des besten Freundes begleitet Toru und Naoko durch ihr Leben. Ein Leben zwischen Freundschaft, Liebe, Treue und dem Versuch allen und auch sich selbst treu zu bleiben.
    Die Geschichte beweist Emotion ohne kitschig zu werden, doch der "rote Faden" des Todes wird einen immer begleiten.

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  • Naokos Lächeln Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von S. Krausen, am 27.04.2010

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    Toru Watanabes Leben erhält unvermittelt einen Knick, als sein Freund Kizuki Selbstmord begeht. Da ist einmal die Trauer über seinen Verlust und da ist Naoko, die Freundin des Toten. Naoko zerbricht fast an ihrem Schmerz und Toru fühlt sich seltsam verantwortlich für die labile junge Frau.
    Aus Verantwortungsgefühl wächst langsam eine Faszination für die melancholische und geheimnisvolle Naoko, die Toru nicht mehr loslässt.
    Doch Naoko bleibt unerreichbar für ihn.
    Die hübsche Studentin Midori dagegen ist
    alles was Naoko nicht ist: lebenshungrig, fröhlich und ihm zugewandt. Aber sie ist nicht Naoko...
    "Naokos Lächeln" ist eine leise, wehmütige Liebesgeschichte, die immer wieder Murakamis magischen Realismus durchschimmern lässt. Wunderschön!

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  • Eine wunderschöne Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Katinka Engels, am 25.02.2010

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    Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, versuchen einen Weg zueinander zu finden. Toru, ein junger Japaner verliebt sich in die geheimnisvolle Naoko. Dieses Buch läßt einen Liebeskummer empfinden beim Lesen. Doch dies ist nicht nur eine anrührende Liebesgeschichte, bei der der Leser auf ein Happy End hofft, sondern auch die Geschichte eines Jungen, der zum Mann wird.

    Murakami ist einer der bedeutensten Japanischen Schriftsteller der Nachkriegszeit. Sehr empfehlenswert.

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  • Anrührend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 20.07.2009

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    Eine wirklich anrührende Geschichte über das Erwachsenwerden mit all seinen Facetten, über die Bedeutung eines Versprechens und das Gewicht von Veranwortung.

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  • Nur eine Liebesgeschichte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Zitronenblau, am 22.06.2008

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    Ohne Zweifel ein schönes Buch über die Liebe und den Tod als kardinale Motive. Trotzdem hat mich von Murakami anderes mehr überzeugt. Herausragend würde ich diese Liebesgeschichte nicht nennen - eher ganz unterhaltsam, manchmal auch ganz lustig, manchmal auch ganz tragisch mit einem Hauch magischen Realismus, so wie ich ihn mag und genieße. Für Fans von Liebesgeschichten sehr empfehlenswert, für alle anderen gibt es vom Autor gelungene Alternativen. Natürlich ist Naokos Sanatorium nichts im Vergleich zum Berghof auf Manns Zauberberg, aber der Wille war da...

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  • Mitreissend schön Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Luca Sellmann, am 13.04.2008

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    Ein schön angelegtes Buch über komplexe Liebesbeziehungen. Sehr zu empfehlen.

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  • Wunderschön, wenn auch manchmal "anders" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Juli, am 23.06.2007

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    Bin erschrocken gewesen über das westliche Verhalten im "Osten". Aber ein wunderschönes Buch, das sich manchmal ziehen mag, aber einfach berührt in seiner Tragik und doch auch durch eine gewisse Leichtigkeit und innere Lebenslust. Schön und empfehlenswert!!

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  • Naokos Lächeln ist sanft&zärtlich und zugleich schmerzhaft&traurig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von sumar, am 04.05.2006

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Naokos Lächeln war mein erstes Buch von Haruki Murakami und seitdem bin ich nahezu "süchtig" - es ist eine fesselnde Geschichte über das Leben, die Liebe, die Sehnsucht und den Tod.

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  • Super! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.02.2005

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch ist klasse! Nie hat ein Buch mich so gefesselt!

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Ich war siebenunddreißig Jahre alt und saß in einer Boeing 747. In ihrem Anflug auf Hamburg tauchte die riesige Maschine in eine dichte Wolkenschicht ein. Trüber, kalter Novemberregen hing über dem Land und ließ die Szenerie wie ein düsteres flämisches Landschaftsbild erscheinen: die Arbeiter in ihren Regenmänteln, die Fahnen auf dem flachen Flughafengebäude, die BMW-Reklametafeln. Ich war also wieder einmal in Deutschland.
Nach der Landung erlosch das Nicht-Rauchen-Schild, und aus den Kabinenlautsprechern ertönte leise Hintergrundmusik - eine gedämpfte Instrumentalversion des Beatles-Stückes Norwegian Wood. Wie immer ließ diese Melodie mich erschauern, nur diesmal heftiger denn je.
Ich mußte mich nach vorn beugen und meinen Kopf mit beiden Händen umfassen, damit er mir nicht zersprang; so blieb ich sitzen. Eine deutsche Stewardeß kam heran und fragte auf Englisch, ob mir nicht gut sei. Alles in Ordnung, antwortete ich, mir sei nur ein bißchen schwindlig.
"Sind Sie sicher?"
"Ja, wirklich, vielen Dank", sagte ich.
Mit einem Lächeln verschwand sie. Inzwischen hatte die Musik gewechselt - ein Billy-Joel-Titel. Ich richtete mich auf, sah aus dem Fenster auf die dunklen Wolken, die von der
Nordsee herüberzogen, und dachte an all die Verluste, die ich in meinem Leben schon erlitten hatte. Verlorene Zeit, Menschen, die gestorben waren oder mich verlassen hatten, Gefühle, die nie mehr wiederkehren würden.
Während die Maschine zum Stillstand kam, die Leute ihre Sicherheitsgurte lösten und ihre Taschen und Jacken aus den Gepäckfächern nahmen, stand ich im Geist mitten auf einer Wiese. Ich sog den Duft des Grases ein, spürte den Wind auf meiner Haut und hörte Vogelgezwitscher. Es war im Herbst 1969, kurz vor meinem zwanzigsten Geburtstag.
Die Stewardeß setzte sich zu mir, um sich nochmals nach meinem Befinden zu erkundigen.
"Danke, es geht mir wieder gut", sagte ich lächelnd. "Ich kam mir nur ein bißchen verlassen vor."
"Das geht mir manchmal auch so. Ich kenne das." Mit einem Nicken stand sie auf und schenkte mir ein liebenswürdiges Lächeln. "Dann also auf Wiedersehen und gute Reise." "Auf Wiedersehen", erwiderte ich.


Achtzehn Jahre sind inzwischen vergangen, und doch habe ich jene Wiese noch immer deutlich vor Augen. Nach mehreren Tagen mit leichtem Sommerregen leuchteten die Hügel tiefgrün und wie frisch gewaschen; die Oktoberbrise ließ die Grasähren schwanken, und dünne Wolkenschleier hafteten am eisblauen Himmel, der so unendlich hoch erschien, daß einem die Augen schmerzten, wenn man zu ihm hinaufsah. Ein Windstoß strich über die Wiese, zauste leicht Naokos Haar und floh in die Wälder. In den Baumwipfeln rauschten die Blätter, und aus der Ferne ertönte das Bellen eines Hundes - leise, erstickte Rufe wie von der Schwelle einer anderen Welt. Sonst drang kein Laut bis zu uns. Wir begegneten keinem Menschen. Nur zwei karmesinrote Vögel flatterten erschreckt aus der Wiese auf und flogen in den Wald davon.
Während wir nebeneinander hergingen, erzählte mir Naoko von einem Brunnen.
Mit der Erinnerung ist es eine seltsame Sache. Als ich tatsächlich mit beiden Füßen in dieser Landschaft stand, hatte ich ihr kaum Beachtung geschenkt. Nie hätte ich gedacht, daß sie einen solchen Eindruck hinterlassen würde, und schon gar nicht, daß ich mich nach achtzehn Jahren noch bis in jede Einzelheit an sie erinnern würde. Ehrlich gesagt, mir war die Landschaft an jenem Tag völlig egal. Ich dachte an mich, an das schöne Mädchen an meiner Seite, ich dachte an uns beide und dann wieder an mich selbst. In jenem Alter kehrte alles, was ich sah, was ich fühlte, was ich dachte, am Ende wie ein Bumerang stets zu meiner eigenen Person zurück. Noch dazu war ich verliebt. Und diese Liebe hatte mich in eine entsetzlich komplizierte Lage gebracht. Schon deshalb gab es für so etwas wie eine Landschaft keinen Platz in meinem Kopf.
Und doch kommt mir, wenn ich heute zurückdenke, als erstes die Wiese in den Sinn. Der Duft des Grases, die Brise mit ihrem Anflug von Kühle, die Hügelkette, das Hundegebell. Alles ist ganz deutlich, so deutlich, als müßte ich nur die Hand ausstrecken, um es zu berühren. Aber in dieser Szenerie gibt es keine Menschen. Niemanden. Naoko nicht und mich auch nicht. Was wohl aus uns geworden ist? Wie konnten wir einfach so verschwinden? Alles, was mir damals so wichtig schien - Naoko, ich und meine damalige Welt: Wohin sind sie nur verschwunden? Dabei kann ich mich ja kaum noch an Naokos Gesicht erinnern. Geblieben ist mir nur dieses menschenleere Bild.
Sicher, wenn ich eine Weile nachdenke, fällt mir wieder ein, wie sie aussah. Sie hatte kleine kalte Hände, schönes Haar, das sich völlig glatt anfühlte, und unter dem einen ihrer weichen, runden Ohrläppchen ein winziges Muttermal. Ich erinnere mich an den eleganten Kamelhaarmantel, den sie im Winter trug, an ihre Art, einem in die Augen zu sehen, wenn sie eine Frage stellte, an das leichte Beben, das hin und wieder in ihrer Stimme lag (als spräche sie auf einer stürmischen Bergspitze) - wenn ich diese Bilder nach und nach zusammenfüge, tauchen auch ihre Gesichtszüge wieder vor mir auf. Zunächst ihr Profil, was vielleicht daran liegt, daß Naoko und ich immer nebeneinander gingen. Sie wendet sich mir zu, lächelt, legt den Kopf ein wenig zur Seite und beginnt zu sprechen, wobei sie mir forschend in die Augen sieht. Ganz so, als beobachte sie das Tummeln winziger Fischlein auf dem Grund einer klaren Quelle.
Allerdings dauert es immer eine Weile, bis Naokos Gesicht aus den Tiefen meines Gedächtnisses auftaucht. Von Jahr zu Jahr hat es immer ein bißchen länger gedauert. Traurig, aber wahr. Zuerst brauchte ich fünf Sekunden, um die Erinnerung heraufzubeschwören, dann zehn, dann dreißig, bis eine Minute daraus geworden war. Ähnlich wie Schatten in der Dämmerung allmählich immer länger werden, bis die Dunkelheit sie ganz verschluckt, entfernte sich mein Gedächtnis tatsächlich immer weiter von Naoko, ebenso wie es sich immer weiter von meinem damaligen Ich zu entfernen schien. Allein die Landschaft, die Wiese im Oktober, spulte sich wie die Schlüsselsequenz in einem Film immer wieder vor meinem inneren Auge ab, drängte sich stets von neuem in mein Bewußtsein. Und jedesmal, wenn diese Landschaft in meinem Kopf erschien, versetzte sie mir einen Stoß.

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