Rezensent im Portrait

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Über mich
bin da.
Alter
24 Jahre
Abteilung
Belletristik, DVD
Funktion
Themenleiter Buch
Lieblingsautoren
Martin Suter, Paul Cleave, Walter Moers, Thomas Glavinic, J.K. Rowling
Im Beruf seit
2006
Das beste Buch aller Zeiten
Muss ich wohl selbst schreiben.

Meine Favoriten

Meine Rezensionen

  • The Elder Scrolls V: Skyrim (PC)
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    Himmlisch Teil 2
    Rezension vom 01.12.2011
    Neben der atemberaubenden Welt bietet „Skyrim“ wie gesagt jede Menge Aufgaben, die zwar nicht übermäßig innovativ, dafür aber motivierend sind, da sie alle den Spieler voran bringen. Denn die meisten Quests verrichtet man für bestimmte Gruppierungen, denen man beitreten kann. Dabei ist man nicht an eine gebunden, der Spieler kann gleichzeitig bei den kämpferischen „Gefährten“ Mitglied sein, wie auch in der Magiergilde, und als Rebell gegen das Kaiserreich aufbegehren. Die Hauptstory „Skyrim“s ist leider relativ dünn, und weit entfernt von den Standards eines „Mass Effect 2“ oder „The Witcher 2“, dafür bietet es aber wieder etwas anderes und zwar Ablenkung. Nicht nur einmal ist man auf einer Quest unterwegs und läuft dabei an einer Höhle vorbei, und ehe man sich’s versieht, steht man bereits in besagter Höhle und erforscht diese. Oder man begibt sich in eine Stadt um eine erledigte Aufgabe abzugeben, schon wartet die Nächste. Ob man diese erledigt, bleibt einem wieder selbst überlassen, denn im Endeffekt könnte man auch keine einzige Nebenquest erledigen, zu empfehlen ist dies allerdings nicht, und damit zum ersten Negativpunkt. Manche Gegner leveln mit, andere nicht, so bleiben manche Banditen immer knackig und stecken eine Menge ein, Wölfe sind nach kurzer Zeit aber mit einem Schwerthieb erledigt. Für mich kosten levelnde Gegner aber eine Menge Atmosphäre, denn wozu versuche ich im Schwertkampf besser zu werden, wenn dies keine Auswirkung auf meinen Schaden hat? Ebenfalls störend ist die klar auf Konsolen ausgerichtete Menüführung. Hinzu kommt, dass die Menüs noch außerordentlich hässlich sind. Gerade beim Waffen aussuchen stößt man sich an ihnen, denn welche Attribute die jeweilige Ausrüstung hat, geht in dem Grau beinahe unter. Dass „Skyrim“ die besten Items mit einem kleinen Dreieck darstellt, hilft da auch wenig. Außerdem nervt das Waffenwechseln ungemein. Wer vom Bogen zum Schwert wechseln will, muss ins Menü gehen, und dort fummelig von Fernkampf auf Nahkampf umsteigen. Das war es dann aber auch mit den großen Minuspunkten, die man „Skyrim“ ankreiden könnte, der Rest ist ein Fest für alle Rollenspielfans. Man könnte noch sagen, dass die Dialoge teils langwierig geraten sind, und, dass sich die Sprecher wiederholen, aber was soll’s? Das Spiel entschädigt diese Schwächen mit so viel Gutem, wie kein Rollenspiel seit langem.
  • The Elder Scrolls V: Skyrim (PC)
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    Himmlisch Teil 1
    Rezension vom 01.12.2011
    Nein, ich habe „Skyrim“ noch nicht durchgespielt. Würde ich bis dahin mit dieser Rezension warten, dann würde ich sie wahrscheinlich erst nächstes Jahr spielen, denn es gibt so viel zu tun. Ich muss noch jede Menge Waffen und Rüstungen schmieden. Drachen erschlagen. Zauber erlernen. Das Kaiserreich auf Seiten der Rebellen untergraben. Einen Kumpanen davor bewahren ein Werwolf zu werden. Ein Pferd kaufen. Jeden Winkel der riesigen Karte erforschen. Magische Amulette finden und reparieren. Unzählige Höhlen durchwandern. Einen dunklen Magierorden zerschlagen. Alte Tagebücher finden. Und das ist nur ein Bruchteil dessen, was auf meiner to-do-Liste steht. „Skyrim“ ist gewaltig, in jeglicher Hinsicht. Dabei hatte ich noch Bedenken als ich das Spiel installierte, denn ich bin kein Freund des Vorgängers „Morrowind“ und „Oblivion“ habe ich erst gar nicht gespielt. Die Eder Scrolls Reihe zeichnet sich seit jeher durch die unbegrenzte Freiheit aus, die sie dem Spieler bietet. Wer erst im Spiel ist, kann sofort überall hin und beinahe alles machen, die entsprechenden Fähigkeiten voraus gesetzt. Das behält sich auch „Skyrim“ bei, doch hat man dennoch immer ein Ziel vor Augen, etwas, das mir bei „Morrowind“ steht’s abging. Das Spiel startet mit der eigenen Hinrichtung, diese wird im letzten Moment von einem angreifenden Drachen, dem ersten seit vielen Jahren, unterbrochen und man kann fliehen. Von nun an steht es dem Spieler offen wohin er geht. Gleich nach Windhelm, um der Rebellion beizutreten? Oder nach Einsamkeit um ein Barde zu werden? Oder vielleicht erst mal durch die Wildnis streifen, und sehen auf was man so trifft? Die Entscheidung trifft man selbst, das Spiel nimmt einen nicht an der Hand. Aber egal zu was man sich entschließt, es gibt überall Aufgaben und Gegner. Und richtig viel davon. Das Questlog ist schnell voll und man muss sich beinahe ein System überlegen, wie man der Aufgabenflut Herr werden soll. Aber das ist gut so, wer eine so riesige Welt wie die von „Skryim“ bastelt, der tut auch gut darin sie prall mit Quests zu füllen, und das hat Bethesda getan. Ach die Welt, seit „Risen“ war ich nicht mehr so gefesselt von einer Rollenspielwelt. Allein das Panorama bietet so viel. Zu Beginn läuft man an einem Berg entlang, auf dessen Spitze man eine Ruine erspähen kann. Wenig später kann man diese erkunden, und gleichzeitig die Aussicht genießen, und alles, was man sieht, kann man auch besuchen, unsichtbare Barrieren sind für „Skyrim“, fast, ein Fremdwort, denn natürlich endet auch diese Welt irgendwo, diesen Ort habe ich nur noch nicht gefunden.
  • Die Saga vom Dunkelelf 3. Der Wächter im Dunkel
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    Die Psyche des Dunkelelf
    Rezension vom 01.12.2011
    Es ist was los unter Tage. Nachdem der Dunkelelf Drizzt Do’Urden seine Heimat, und sein Volk, verlassen hat, haust er in den Höhlen des Unterreich. Zwar losgelöst von der grausamen Welt der Dunkelelfen macht ihm die Einsamkeit schwer zu schaffen, und sein vermeintliches zweites Ich, das er zu entwickeln beginnt, das er „der Jäger“ nennt. Ein Ich, das sich auf die niedrigsten Instinkte reduziert, und nur überleben will. Innerlich zerrissen, sehnt er sich nach sozialem Kontakt, und vor allem Sprache, denn sein einziger Begleiter, der Panther Guenhwyvar, ist natürlich stumm. So fasst der Dunkelelf einen möglicherweise tödlichen Entschluss, als er auf eine Gruppe Tiefengnome trifft. Drizzt bleibt eine der spannendsten Figuren im modernen Fantasygenre, und ebenso interessant bleibt das Setting der Dunkelelfsaga. Zwar hatte ich nach Band 2 und Drizzts erstem Besuch der Oberfläche gehofft, dass es diesmal dort weiter gehen würde, doch Salavatore lässt seine Figur lieber weiter in der Dunkelheit umher streifen. Nach der Kindheit (Band 1), und dem endgültigen Bruch mit seinem Volk (Band 2), geht es diesmal noch stärker um Drizzt selbst, und seine inzwischen gebeutelte Psyche. Immer wieder muss er sich gegen sein animalisches Ich durchsetzen, das er benötigte um zu Überleben, ihm aber in die Quere kommt, wenn es darum geht wieder soziale Konzakte zu pflegen. Gleichzeitig wird er von seiner Mutterin Malice verfolgt, die ihm einen schrecklichen Jäger auf den Hals hetzt, was mit 2 grandiosen Storytwists verbunden ist. Ebenfalls positiv hervorzuheben ist Salvatores Entscheidung eine neue wichtige Nebenfigur zu etablieren, die sofort Pluspunkte sammeln kann, und das Charakterspektrum sinnvoll erweitert. „Der Wächter im Dunkel“ ist sicher der bisher düsterste Teil der Dunkelelfsaga, schafft es aber, vor allem gegen Ende, dem Leser trotzdem ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Ankreiden kann man Salvatores Epos nur, dass es nach wie vor so extrem humorlos ist. Bierernst wird die Handlung erzählt, in den seltensten Momente, ebenfalls wieder gegen Ende, schafft es ein winziger Scherz in die Geschichte. In dieser Hinsicht könnte sich Salvatore gerne von Sapkowskis Hexer Romanen inspirieren lassen, die es schaffen eine packende Handlung zu erzählen, mit der entsprechenden Menge Witz.
  • Live From Beyond Hell/Above Heaven
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    Höllisch heiß, himmlisch gut
    Rezension vom 29.11.2011
    Wieso sollte man sich Live Alben kaufen? Im Grund sind darauf nur soundtechnisch minderwertigere Versionen der Studiosongs zu hören, und ab und an das Kreischen des Publikums? Band wie die Red Hot Chili Peppers legitimieren ihre Livealben durch viele Improvisationen, neue Soli und eventuell neue Songs. Aber eine Band wie Volbeat bietet das nicht. Wieso also „Live From Beyond Hell/Above Heaven“ zulegen? Weil nicht nur die Atmosphäre eines Volbeatkonzerts perfekt eingefangen ist, sondern auch die wunderbaren Live Fähigkeiten der vier Dänen. Außerdem ist es eine nette Erinnerung an all jene, die das Glück hatten an der „Beyond Hell/Above Heaven“ Tour teil zu nehmen. Zwar zeigen CD und DVD nur ein Konzert aus Koppenhagen, und die DVD zusätzlich noch ein paar Songs von einem Gig aus Anaheim und von Rock am Ring, doch da die Songauswahl dem Rest Tour gleicht, kann man auch als Nichtdäne in Erinnerungen schwelgen. Zwar promotete die Band auf der Tour ihr viertes Album, auf der Live CD fand man aber einen guten Schnitt aus allen Werken. So darf man sich neben neuen Songs wie „The Mirror and the Ripper“, „16 Dollars“, oder dem mächtigen „Evelyn“, mit Unterstützung des Entombed Sängers, auch über Gassenhauer der Marke „Sad Man’s Tongue“, „Pool of Booze, Booze, Booza“, und „Still Counting“ freuen. Besonders diese alten Nummern werden vom Publikum dankend angenommen, und gefeiert, zu sehen auch auf der grandiosen DVD, die besagtes Koppenhagen Konzert zeigt. Bereits wenn Volbeat ihren Auftritt hinter dem Vorhang beginnen, der nach den ersten Takten von „The Mirror and the Ripper“ fällt, macht sich wohlige Gänsehaut breit, hat man dies alles doch auch selbst erlebt. „Live From Beyond Hell/Above Heaven“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Live CD/DVD auszusehen, und sich anzuhören hat.
  • Live From Beyond Hell/Above Heaven(DLX 1 CD 2 DVD)
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    Höllisch heiß, himmlisch gut
    Rezension vom 29.11.2011
    Wieso sollte man sich Live Alben kaufen? Im Grund sind darauf nur soundtechnisch minderwertigere Versionen der Studiosongs zu hören, und ab und an das Kreischen des Publikums? Band wie die Red Hot Chili Peppers legitimieren ihre Livealben durch viele Improvisationen, neue Soli und eventuell neue Songs. Aber eine Band wie Volbeat bietet das nicht. Wieso also „Live From Beyond Hell/Above Heaven“ zulegen? Weil nicht nur die Atmosphäre eines Volbeatkonzerts perfekt eingefangen ist, sondern auch die wunderbaren Live Fähigkeiten der vier Dänen. Außerdem ist es eine nette Erinnerung an all jene, die das Glück hatten an der „Beyond Hell/Above Heaven“ Tour teil zu nehmen. Zwar zeigen CD und DVD nur ein Konzert aus Koppenhagen, und die DVD zusätzlich noch ein paar Songs von einem Gig aus Anaheim und von Rock am Ring, doch da die Songauswahl dem Rest Tour gleicht, kann man auch als Nichtdäne in Erinnerungen schwelgen. Zwar promotete die Band auf der Tour ihr viertes Album, auf der Live CD fand man aber einen guten Schnitt aus allen Werken. So darf man sich neben neuen Songs wie „The Mirror and the Ripper“, „16 Dollars“, oder dem mächtigen „Evelyn“, mit Unterstützung des Entombed Sängers, auch über Gassenhauer der Marke „Sad Man’s Tongue“, „Pool of Booze, Booze, Booza“, und „Still Counting“ freuen. Besonders diese alten Nummern werden vom Publikum dankend angenommen, und gefeiert, zu sehen auch auf der grandiosen DVD, die besagtes Koppenhagen Konzert zeigt. Bereits wenn Volbeat ihren Auftritt hinter dem Vorhang beginnen, der nach den ersten Takten von „The Mirror and the Ripper“ fällt, macht sich wohlige Gänsehaut breit, hat man dies alles doch auch selbst erlebt. „Live From Beyond Hell/Above Heaven“ ist ein Paradebeispiel dafür, wie eine Live CD/DVD auszusehen, und sich anzuhören hat.
  • Freunde mit gewissen Vorzügen
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    Was kam zuerst? Der Sex oder das Gefühl?
    Rezension vom 28.11.2011
    Sie wollen einen Film drehen? Machen sie eine romantische Komödie, einfacher geht es kaum. Das Schema steht bereits seit vielen Jahren fest: Mann trifft Frau, sie verlieben sich, oder wissen es einfach nicht, es gibt kurz vor Ende Streit, oder ein Missverständnis, man verträgt sich, Abspann. Das ist langweilig, und es ist schade, dass „Freunde mit gewissen Vorzügen“ genau diesem Schema ebenfalls folgt, denn der Film macht sonst einfach so viel richtig. Dylan ist ein aufsteigender Art Director, der sich bereits so erfolgreich einen Namen gemacht hat, dass die junge Headhunterin Jamie auf ihn aufmerksam wird, und ihn für einen wesentlich lukrativeren Job in New York gewinnen will. Nach einer ereignisreichen Nacht, nein, ohne Sex, entschließt er sich tatsächlich dafür zu bleiben, und die beiden werden gute Freunde. Wie sich aber herausstellt, sind sie beide für eine Beziehung nicht kompatibel, weswegen ihre jeweiligen immer wieder in die Brüche gehen. Ergo fassen sie den Entschluss eine Beziehung zu führen, die nur darauf basiert Freunde zu bleiben, die manchmal Sex haben, ohne Gefühle. Dass das kaum gut gehen kann, musste bereits Ashton Kutcher und Natalie Portman feststellen. Deren „Freundschaft Plus“ kam etwas früher als „Freunde mit gewissen Vorzügen“ ins Kino, behandelte aber beinahe exakt das gleiche Thema, nur macht es letzterer wesentlich besser. Da wäre schon mal das sympathische Hauptdarstellerduo. Justin Timberlake wendet sich immer mehr dem Schauspielern zu, zurzeit ist er in dem Sci-Fi-Actionfilm „In Time“ zu sehen, und gibt eine weitere gute Performance ab. Mila Kunis hat erst kürzlich in „Black Swan“ bewiesen, dass sie gut spielen kann, und zeigt sich hier von einer anderen Seite. Während sie in Darren Aronofskys Meisterwerk eine verruchte Ballerina spielt, gibt sie diesmal den weiblichen Kumpel, der aber seinen Sexappeal kaum verstecken kann. Zwischen Timberlake und Kunis herrscht eine vortreffliche Chemie, und ohne diese hätte der Film auch nicht funktionieren können. Außerdem ein großer Pluspunkt ist der ausnehmend erwachsene Humor. Zwar ließe das Thema es zu, aber richtig tief unter die Gürtellinie geht es kaum, dafür hätte man die Figuren aber auch einfach viel zu gern. Was dem Ganzen aber nun seine Chance auf 5 Sterne nimmt, ja so gut ist das Ding bisher, ist seine Vorhersehbarkeit. Natürlich wird sich einer der beiden verlieben, und natürlich wird es der andere nicht gut heißen, was unweigerlich zum Split führen wird. Wieso hatte man nach all diesem grandiosen Vorspiel (höhö) nicht den Mut auch im Aufbau so unkonventionell zu sein? Schade. Trotzdem bleibt „Freunde mit gewissen Vorzügen“, eine, wenn auch vorhersehbare, sehr gute Komödie.
  • Freunde mit gewissen Vorzügen
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    Was kam zuerst? Der Sex oder das Gefühl
    Rezension vom 28.11.2011
    Sie wollen einen Film drehen? Machen sie eine romantische Komödie, einfacher geht es kaum. Das Schema steht bereits seit vielen Jahren fest: Mann trifft Frau, sie verlieben sich, oder wissen es einfach nicht, es gibt kurz vor Ende Streit, oder ein Missverständnis, man verträgt sich, Abspann. Das ist langweilig, und es ist schade, dass „Freunde mit gewissen Vorzügen“ genau diesem Schema ebenfalls folgt, denn der Film macht sonst einfach so viel richtig. Dylan ist ein aufsteigender Art Director, der sich bereits so erfolgreich einen Namen gemacht hat, dass die junge Headhunterin Jamie auf ihn aufmerksam wird, und ihn für einen wesentlich lukrativeren Job in New York gewinnen will. Nach einer ereignisreichen Nacht, nein, ohne Sex, entschließt er sich tatsächlich dafür zu bleiben, und die beiden werden gute Freunde. Wie sich aber herausstellt, sind sie beide für eine Beziehung nicht kompatibel, weswegen ihre jeweiligen immer wieder in die Brüche gehen. Ergo fassen sie den Entschluss eine Beziehung zu führen, die nur darauf basiert Freunde zu bleiben, die manchmal Sex haben, ohne Gefühle. Dass das kaum gut gehen kann, musste bereits Ashton Kutcher und Natalie Portman feststellen. Deren „Freundschaft Plus“ kam etwas früher als „Freunde mit gewissen Vorzügen“ ins Kino, behandelte aber beinahe exakt das gleiche Thema, nur macht es letzterer wesentlich besser. Da wäre schon mal das sympathische Hauptdarstellerduo. Justin Timberlake wendet sich immer mehr dem Schauspielern zu, zurzeit ist er in dem Sci-Fi-Actionfilm „In Time“ zu sehen, und gibt eine weitere gute Performance ab. Mila Kunis hat erst kürzlich in „Black Swan“ bewiesen, dass sie gut spielen kann, und zeigt sich hier von einer anderen Seite. Während sie in Darren Aronofskys Meisterwerk eine verruchte Ballerina spielt, gibt sie diesmal den weiblichen Kumpel, der aber seinen Sexappeal kaum verstecken kann. Zwischen Timberlake und Kunis herrscht eine vortreffliche Chemie, und ohne diese hätte der Film auch nicht funktionieren können. Außerdem ein großer Pluspunkt ist der ausnehmend erwachsene Humor. Zwar ließe das Thema es zu, aber richtig tief unter die Gürtellinie geht es kaum, dafür hätte man die Figuren aber auch einfach viel zu gern. Was dem Ganzen aber nun seine Chance auf 5 Sterne nimmt, ja so gut ist das Ding bisher, ist seine Vorhersehbarkeit. Natürlich wird sich einer der beiden verlieben, und natürlich wird es der andere nicht gut heißen, was unweigerlich zum Split führen wird. Wieso hatte man nach all diesem grandiosen Vorspiel (höhö) nicht den Mut auch im Aufbau so unkonventionell zu sein? Schade. Trotzdem bleibt „Freunde mit gewissen Vorzügen“, eine, wenn auch vorhersehbare, sehr gute Komödie.
  • Die Welle
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    Surf heil
    Rezension vom 28.11.2011
    Ein Geständnis: es gibt kaum einen deutschen Film, der mich bisher überzeugt hat. Natürlich gibt es immer wieder Ausnahmen, die diese Regel bestätigen. „Die Welle“ ist ein fast eine solche. „Die Welle“ ist natürlich nicht nur ein Film, sondern vor allem ein weltbekanntes Jugendbuch, das auch schon oft als Klasselektüre herangezogen wurde, ob seiner Tiefgründigkeit, und starken Moral. Eine Verfilmung schien eigentlich längst überfällig. Dennis Gansel hat sich nun ein Herz gefasst, und zeichnet sich für Regie, und teils für das Drehbuch aus, das, vor allem gegen Ende, doch vom Original abweicht. Rainer Wenger ist Lehrer. Im Laufe einer Projektwoche sieht er die Möglichkeit den Unterricht zum Thema „Diktatur“ etwas interessanter zu gestalten, und anstatt den Stoff nur durchzupauken, spielt er sozusagen eine Diktatur nach. Die zunächst skeptischen Schüler begeistern sich langsam immer mehr für ihre kleine Bewegung, die bald den Namen „Die Welle“ trägt, und neben Uniformen (ein weißes Hemd), auch Disziplin verlangt. Die Jugendlichen merken zunächst nicht, wie der vermeintliche Spaß ihr Handeln und Denken beeinflusst. Wobei der ehemalige Außenseiter Tim seinen neuen Status als Akzeptierter genießt, und im Gegensatz Karo langsam die Gefahren hinter der Welle sieht. Die Thematik des Buchs an eine deutsche Schule ist nicht nur aufgrund des Drehorts schlüssig, sondern auch geschichtlich interessant. Allerdings versäumt es Gansel darauf wirklich etwas zu machen, besonders gegen Ende. Im Buch endet das aus dem Ruder gelaufene Experiment damit, dass der Lehrer seinen Schützlingen ihren erwarteten Führer präsentiert, indem er ein Bild von Adolf Hitler enthüllt. Im Film geht man einen anderen Weg. Zwar gipfelt alles auch hier in einer Versammlung der Organisation, doch endet diese wesentlich drastischer, was vielleicht deutlicher schlucken lässt, dem Stoff aber seine Grundaussage etwas nimmt. Das Filmende ist eindringlich, aber nur in Sachen Holzhammer, hintergründiger ist das des Buches. Außerdem missfällt Gansels Haltung zur Welle selbst. Die Macher verabsäumen es die Organisation als wirklich gefährlich zu zeigen, im Endeffekt sind es nur Einzelne, die das Gefahrenpotential ausmachen. Manchmal ertappt man sich als Zuseher gar dabei sich für das Projekt zu begeistern, und den Gegenfiguren abgeneigt zu sein. Was aber auch daran liegt, dass besagte Gegner keine Sympathieträger sind. Die Figuren machen es dem Publikum allgemein schwer in die Geschichte einzutauchen, da sie sehr schablonenhaft, um nicht sagen „klischeetriefend“ sind. Der Außenseiter, der Sportler, die Sportlerfreundin, die Schlägertypen, sie alle sind da. Schauspielerisch gibt man sich aber kaum eine Blöße, besonders Jürgen Vogel als Rainer Wenger und Frederick Lau als Tim Stoltefuss stechen hervor. Am Ende bleibt „Die Welle“ ein zwiespältiger Film, der zwar oft spannend ist, aber seine Aussage nicht konsequent genug verfolgt.