Rezensent im Portrait

aus Lentia
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- Über mich
- bin da.
- Alter
- 24 Jahre
- Abteilung
- Belletristik, DVD
- Funktion
- Themenleiter Buch
- Lieblingsautoren
- Martin Suter, Paul Cleave, Walter Moers, Thomas Glavinic, J.K. Rowling
- Im Beruf seit
- 2006
- Das beste Buch aller Zeiten
- Muss ich wohl selbst schreiben.
Meine Favoriten
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EeeeeveRezension vom 21.11.2011Die Welt ist ein Trümmerfeld. Nicht nur sind beinahe alle Gebäude zumindest teils zerstört, sondern überall stapelt sich auch noch der Müll. Inmitten dieses Chaos' rollt ein Roboter dahin: Wall-E. Neben einer kleinen Kakerlake, die sowas wie sein Haustiert ist, das letzte Wesen auf dem Müllplatz Erde. Und was tut Wall-E den ganzen Tag so alleine? Er räumt auf. Er presst den Schutt zu kleinen Würfeln und stapelt diese fein säuberlich zu gewaltigen Türmen. Als aber plötzlich Eve, ein weiterer Robtoter auftaucht und sich auf die Suche nach neuem Leben macht, sprich jungen Pflanzen, gerät Wall-Es bisheriges Leben aus den Fugen. "Wall-E" ist ein besonderer Film, was er gleich zu Beginn klar macht. Die ersten 10-20 Minuten gibt es keinen Dialog, der Film wirkt nur durch seine Filme, was für ein Werk aus dem Hause Pixar durchaus erstaunlich ist, setzen die Jungs doch sonst oft auf geschliffene Gespräche zwischen ihren Figuren. Hier hingegen verlassen sie sich voll und ganz auf ihre fantastisch anzusehenden Kulissen der Endzeitwelt. Die Farbgebung ist in braunen Naturtönen gehalten, selbst Wall-E ist ein beiger Roboter, und lediglich Eve stellt als grellweißer Farbklex einen Kontrast dar. Nicht nur optisch, sondern auch für Wall-E stellt der Neuankömmling Veränderung dar. Denn dank ihr kann der kleine Aufräumer die Gefühle erforschen, die ihn das Fernsehen, ja das könnte man anprangern, gelehrt hat. Dies ergibt einige der witzigsten, aber immer mit einem gewissen melancholischen Grundton durchzogenen, Szenen des Films. Wall-E ist einfach die ultimative Liebenswürdigkeit. Wie die Animationsbeauftragten von Pixar es geschafft haben einem Roboter so viel Gefühl einzuhauchen ist ein wahres Kunststück. Geht es anfangs noch gemütlich dahin, nimmt der Film aber gegen Ende immer mehr Fahrt auf bis zu einem furiosen Finale. Die Moral der Geschichte wird dem Zuseher zwar nicht wie in alten Disneyzeiten ins Gesicht geschleudert, sie ist aber da, lediglich nicht in so moralinsaurer Konsestenz wie es sonst oft der Fall war, ein weiterer Pluspunkt. Schön auch, dass Kenner des Sci-Fi-Genres viele Anspielungen auf Klassiker des Genres entdecken können. Die Querverweise auf "2001 - Odyssee im Weltraum" sind zB nicht von der Hand zu weisen. "Wall-E" ist ein weiteres Meisterwerk aus der Schmiede von Pixar, das durch seinen besonderen Grundton besticht und die vielen Experimente, die er zu machen wagt. -
EeeeeveRezension vom 21.11.2011Die Welt ist ein Trümmerfeld. Nicht nur sind beinahe alle Gebäude zumindest teils zerstört, sondern überall stapelt sich auch noch der Müll. Inmitten dieses Chaos' rollt ein Roboter dahin: Wall-E. Neben einer kleinen Kakerlake, die sowas wie sein Haustiert ist, das letzte Wesen auf dem Müllplatz Erde. Und was tut Wall-E den ganzen Tag so alleine? Er räumt auf. Er presst den Schutt zu kleinen Würfeln und stapelt diese fein säuberlich zu gewaltigen Türmen. Als aber plötzlich Eve, ein weiterer Robtoter auftaucht und sich auf die Suche nach neuem Leben macht, sprich jungen Pflanzen, gerät Wall-Es bisheriges Leben aus den Fugen. "Wall-E" ist ein besonderer Film, was er gleich zu Beginn klar macht. Die ersten 10-20 Minuten gibt es keinen Dialog, der Film wirkt nur durch seine Filme, was für ein Werk aus dem Hause Pixar durchaus erstaunlich ist, setzen die Jungs doch sonst oft auf geschliffene Gespräche zwischen ihren Figuren. Hier hingegen verlassen sie sich voll und ganz auf ihre fantastisch anzusehenden Kulissen der Endzeitwelt. Die Farbgebung ist in braunen Naturtönen gehalten, selbst Wall-E ist ein beiger Roboter, und lediglich Eve stellt als grellweißer Farbklex einen Kontrast dar. Nicht nur optisch, sondern auch für Wall-E stellt der Neuankömmling Veränderung dar. Denn dank ihr kann der kleine Aufräumer die Gefühle erforschen, die ihn das Fernsehen, ja das könnte man anprangern, gelehrt hat. Dies ergibt einige der witzigsten, aber immer mit einem gewissen melancholischen Grundton durchzogenen, Szenen des Films. Wall-E ist einfach die ultimative Liebenswürdigkeit. Wie die Animationsbeauftragten von Pixar es geschafft haben einem Roboter so viel Gefühl einzuhauchen ist ein wahres Kunststück. Geht es anfangs noch gemütlich dahin, nimmt der Film aber gegen Ende immer mehr Fahrt auf bis zu einem furiosen Finale. Die Moral der Geschichte wird dem Zuseher zwar nicht wie in alten Disneyzeiten ins Gesicht geschleudert, sie ist aber da, lediglich nicht in so moralinsaurer Konsestenz wie es sonst oft der Fall war, ein weiterer Pluspunkt. Schön auch, dass Kenner des Sci-Fi-Genres viele Anspielungen auf Klassiker des Genres entdecken können. Die Querverweise auf "2001 - Odyssee im Weltraum" sind zB nicht von der Hand zu weisen. "Wall-E" ist ein weiteres Meisterwerk aus der Schmiede von Pixar, das durch seinen besonderen Grundton besticht und die vielen Experimente, die er zu machen wagt. -
Interdimensio... was bitte?Rezension vom 14.11.2011Indiana Jones einer der großen Helden meiner Kindheit. Entsprechend groß war die Freude, als Spielberg und Lucas ankündigten es würde einen vierten Teil rund um den abenteuerlustigen Archäologen geben. Entsprechend seiner bekannten Rolle ist auch Harrison Ford inzwischen gealtert, und auch der gute Indy ist nicht mehr der Jungspund, der er mal war. Dass er aber immer noch ein waghalsiger Kerl ist, darf er gleich im stilvollen Opening beweisen, wenn er in einer Lagerhalle eine geheimnisvolle Kiste finden soll, für ein paar schießwütige Kommunisten. Kommunisten? Ja richtig, Indiana Jones 4 spielt auch noch immer zur Zeit des zweiten Weltkriegs, und anstatt Nazis gibt es diesmal Russen. Wie man das von Indy kennt findet er natürlich besagte Kiste, und rettet sich schließlich peitschenschwingend, die Realität mit all ihren anatomischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten hinter sich lassend aus der Situation. Aber schon hier fällt eines der großen Mankos des Films auf, er wirkt nicht echt. Die Lagerhalle, wie vieles im gesamten Film, ist CGI, zumindest sieht es so aus, und es sieht nicht gut aus. Wenn man CGI anmerkt, dass es CGI sind, dann sind es schlechte CGI. Und sollten es keine CGI sein, aber wie CGI aussehen, na das spricht wohl für sich. Gut, dass dieser seltsame Effekt nicht ständig präsent ist, aber leider recht oft. Zurück an der Universität, wo Indy immer noch lehrt, trifft er Mutt, einen jungen Mann mit James Dean Gedächtnistolle, und Motorrad. Dieser erzählt Dr. Jones von seinem Ziehvater, gleichzeitig ein befreundeter Akademiker Indys, der bei seiner Suche nach den namensgebenden Kristallschädeln entführt wurde. Es ist eine Frage der Ehre, dass sich die beiden aufmachen den Mann zu retten, und gleichzeitig das Geheimnis zu lüften. Ab nun reist man um den Erdball und erkundet Tempel, Gräber und Dschungel, wie man das von Indiana Jones kennt. Manchmal stellt sich auch tatsächlich dieses Gefühl von damals ein, als der Film noch Jäger des verlorenen Schatzes hieß, bis wieder diese miesen CGI auftauchen. Dass diese so negativ ausfallen ist eigentlich erstaunlich, immerhin war auch hier niemand anders als ILM am Werke, oder hat man diesmal die Sommerpraktikanten rangelassen? Dass ein Indiana Jones nicht viel Wert auf Realitätsnähe gibt, weiß man ja, aber dafür sahen sie immer glaubhaft aus. Was früher ein Set war, ist nun computergeneriert. Wo sich früher ein Stuntman über eine Grube schwang, da schwingt heute ein computergenerierter Mutt von Liane zu Liane. Diese Szenen sind aufgrund ihrer billigen Optik schlicht und ergreifend enttäuschend. Aber noch etwas ist enttäuschend, und zwar das Ende. Ich will nichts verraten, aber in Interviews mit Spielberg lässt sich heraus filtern, dass das Ende auf George Lucas Mist gewachsen ist, und er lange gegen eben dieses war. Lieber Steven, wieso bloß warst du nicht hartnäckiger? Das Ende ist ein schlechter Witz, und ein deftiger Schlag in das Gesicht eines jeden Indiana Jones Fans. Ohne besagtes Finale wäre der Film sicher einen Tick besser weggekommen, da Lucas aber diesen Blödsinn unbedingt durchbringen wollte, bleibt Indiana Jones 4 am Ende ein leider reichlich enttäuschender Film. -
Interdimensio... was bitte?Rezension vom 14.11.2011Indiana Jones einer der großen Helden meiner Kindheit. Entsprechend groß war die Freude, als Spielberg und Lucas ankündigten es würde einen vierten Teil rund um den abenteuerlustigen Archäologen geben. Entsprechend seiner bekannten Rolle ist auch Harrison Ford inzwischen gealtert, und auch der gute Indy ist nicht mehr der Jungspund, der er mal war. Dass er aber immer noch ein waghalsiger Kerl ist, darf er gleich im stilvollen Opening beweisen, wenn er in einer Lagerhalle eine geheimnisvolle Kiste finden soll, für ein paar schießwütige Kommunisten. Kommunisten? Ja richtig, Indiana Jones 4 spielt auch noch immer zur Zeit des zweiten Weltkriegs, und anstatt Nazis gibt es diesmal Russen. Wie man das von Indy kennt findet er natürlich besagte Kiste, und rettet sich schließlich peitschenschwingend, die Realität mit all ihren anatomischen und physikalischen Gesetzmäßigkeiten hinter sich lassend aus der Situation. Aber schon hier fällt eines der großen Mankos des Films auf, er wirkt nicht echt. Die Lagerhalle, wie vieles im gesamten Film, ist CGI, zumindest sieht es so aus, und es sieht nicht gut aus. Wenn man CGI anmerkt, dass es CGI sind, dann sind es schlechte CGI. Und sollten es keine CGI sein, aber wie CGI aussehen, na das spricht wohl für sich. Gut, dass dieser seltsame Effekt nicht ständig präsent ist, aber leider recht oft. Zurück an der Universität, wo Indy immer noch lehrt, trifft er Mutt, einen jungen Mann mit James Dean Gedächtnistolle, und Motorrad. Dieser erzählt Dr. Jones von seinem Ziehvater, gleichzeitig ein befreundeter Akademiker Indys, der bei seiner Suche nach den namensgebenden Kristallschädeln entführt wurde. Es ist eine Frage der Ehre, dass sich die beiden aufmachen den Mann zu retten, und gleichzeitig das Geheimnis zu lüften. Ab nun reist man um den Erdball und erkundet Tempel, Gräber und Dschungel, wie man das von Indiana Jones kennt. Manchmal stellt sich auch tatsächlich dieses Gefühl von damals ein, als der Film noch Jäger des verlorenen Schatzes hieß, bis wieder diese miesen CGI auftauchen. Dass diese so negativ ausfallen ist eigentlich erstaunlich, immerhin war auch hier niemand anders als ILM am Werke, oder hat man diesmal die Sommerpraktikanten rangelassen? Dass ein Indiana Jones nicht viel Wert auf Realitätsnähe gibt, weiß man ja, aber dafür sahen sie immer glaubhaft aus. Was früher ein Set war, ist nun computergeneriert. Wo sich früher ein Stuntman über eine Grube schwang, da schwingt heute ein computergenerierter Mutt von Liane zu Liane. Diese Szenen sind aufgrund ihrer billigen Optik schlicht und ergreifend enttäuschend. Aber noch etwas ist enttäuschend, und zwar das Ende. Ich will nichts verraten, aber in Interviews mit Spielberg lässt sich heraus filtern, dass das Ende auf George Lucas Mist gewachsen ist, und er lange gegen eben dieses war. Lieber Steven, wieso bloß warst du nicht hartnäckiger? Das Ende ist ein schlechter Witz, und ein deftiger Schlag in das Gesicht eines jeden Indiana Jones Fans. Ohne besagtes Finale wäre der Film sicher einen Tick besser weggekommen, da Lucas aber diesen Blödsinn unbedingt durchbringen wollte, bleibt Indiana Jones 4 am Ende ein leider reichlich enttäuschender Film. -
Mehr Hop weniger HipRezension vom 08.11.2011Der Spaß mit dieser Platte beginnt schon beim Titel. "Böhse Enkelz", ein netter Seitenschlag gegen die Rocker Böhse Onkelz. Das sind aber auch schon alle Parallelen, die man zwischen KIZ und den Deutschrockern ziehen kann, denn musikalisch liegt man meilenweit auseinander, und wohl auch niveautechnisch. Bereits mit dem "Intro" machen KIZ klar was hier gespielt wird, schwarzhumorige, oft derbe, wie sexistische, und wunderbar hintergründige Texte auf elektronische Beats, die, immerhin ist dies ein Mixtape, nicht immer exklusiv sind. "Freiwild" geht den gleichen Weg, überrascht aber mit einer melodiösen Hook, die sich unweigerlich im Ohr festsetzt. Das tut auch das bekannte "Hurensohn", das es diesmal als Remix zu bestaunen gibt, der sich nur textlich unterscheidet, beattechnisch bleibt alles, bis auf Details, beim alten. Dass KIZ trotz ihrer vordergründigen Prolligkeit nicht davor zurück schrecken auch ernste Themen, nicht ohne besagte Prolligkeit, darzubieten weiß man ja, und das beweisen sie auch hier mit Nummern wie "Wir werden jetzt Stars", oder dem grandiose genialen "Was willst du machen?". Natürlich bieten die vier Berliner aber nicht nur solche Songs, sondern auch eine Menge Spaßtracks, wie das beinahe rockige "Bong verkippt", "Riesenglied", und das großartige, auf einen Lil John Beat gerappte, "Los geht's". Weniger prollig, und sogar noch ernster zeigt man sich bei dem überraschenden "This Way", ebenfalls auf einem nicht exklusiven Beat, und auch teilweise bei "Frei sein", auch wenn da die geliebte Derbheit wieder durchschlägt. Auf "Böhse Enkelz" zeigen sich KIZ so facettenrech, wie später kaum noch. Alle Alben ab "Hahnenkampf" sind zwar gut, bis sehr gut, dennoch muss man dort für die Themen schon ein sehr waches Ohr haben. Gegen Ende rocken die Jungs noch mal mit "Siebzehn Jahr, blondes Haar", und im "Outro" auf "Seven Nation Army" von den Whitestripes. "Böhse Enkelz" ist ein guter Einstieg für all jene, die sich dem Phänomen KIZ gerne nähern würden, oder jene, die sich die Wurzeln der Berliner gerne mal zu Gemüte führen würden. -
Easy ARezension vom 05.11.2011Einfach zu haben macht es sich eigentlich recht, was sonst, einfach. Setting: High School. Witzziele: Konservative. Moral: simple, aber gute, Lebensweisheit. Besonders Punkt 2 hat mir das Sehvergnügen etwas getrübt. Olive ist High School Schülerin, und obwohl sie außerordentlich gut aussieht, witzig, und intelligent ist, ist sie, ihren eigenen Worten nach, ein Niemand und unsichtbar. Das Leben hat uns gezeigt, dass attraktive, intelligente, witzige Menschen es besonders schwer haben. Diesem Umstand verschafft sie Abhilfe, indem sie das Gerücht verbreitet sie hätte ihre Jungfräulichkeit verloren, was sich auf einer Film High School natürlich rasend schnell verbreitet. Diese Szenencollagen gehören zu den filmischen Highlights des Films. Noch schneller aber spricht sich herum, dass sie nun gegen Bezahlung Sex anbietet, was so aber nicht stimmt. Olive lässt bezahlen, und der Kunde darf nun behaupten sie hätten Sex gehabt, oder was auch immer beim Handel abgemacht wurde. Das dieser Plan aber nicht für immer gut gehen kann, ist vorprogrammiert.
Einfach zu haben lehnt sich inhaltlich in verschärfter Form an The Scarlet Letter an, welches die Schüler im Film auch gerade im Literatur Unterricht durchnehmen. Ihrem Vorbild folgend stickt sich Olive auch bald ein scharchlachrotes A auf die Brust. Viel wichtiger als diese Parallelen ist aber die Message, die der Film inne hat. Olive und ihren Mitschülern ist es natürlich wichtig, was die anderen denken. So nimmt sie es sogar in Kauf als Flittchen angesehen zu werden, so lange sie dafür die Aufmerksamkeit bekommt, die sie verdient. Was jetzt nach prüdem Sei dir nur selbst treu klingt, ist viel mehr als das, es geht darum, dass du tun kannst was immer du willst, und es geht niemanden etwas an. Dabei gibt sich der Film, vor allem gegen Ende, so drastisch und herrlich überzogen, dass es eine Freude ist. Überzogen sind auch einige der Figuren, wie etwa Olives beste zickige Freundin, oder besonders ihre Eltern. Diese beiden wollen vielleicht so cool sein wie das Erzeugerpaar aus Juno, schaffen dieses Kunststück aber leider nicht ganz, sondern kratzen einmal zu oft an der Grenze zur Karikatur. Zur Karikatur degradiert werden auch Erzkonservative Christen, derer es hier einige gibt. Etwas schade, wie leicht es sich die Drehbuchautoren hier zu machen versuchen, denn weit rechts außen angesiedelte Konservative zu veräppeln, ist nun wirklich keine Kunst.
Auch wenn Einfach zu haben als Komödie angepriesen wird, so ist sie dies nicht vollkommen, denn wirklich große Lacher bleiben bis auf ein, zwei Ausnahmen leider aus. Trotzdem macht der Film Spaß, denn er erzählt sich leicht und herzlich, und verbleibt mit einer guten Moral. -
1, 2, Freddy kommt vorbeiRezension vom 02.11.2011Platinum Dunes hat schon einigen Horrorfilmen nichts gutes getan. Freitag, der 13. verkam zu einem wenig gruseligen, aber klischeetriefenden, Machwerk. Texas Chainsaw Massacre wurde ein dreckiges, enorm brutales, kaum ansehbares Gemetzel. Bei beiden saß der Regierauschebart Marcus Nispel an den Hebeln, diesmal Gott sei Dank nicht. Diesmal war es Samuel Bayer, und der versteht es schon mal wesentlich besser als Nispel tolle Bilder aufs Zelluloid zu bannen. Nach Jason und Leatherface darf jetzt Freddy dran, eine weitere Horrorikone, die Platinum Dunes durch die Remakemühle dreht, anders als bei den beiden Vorgängern gerät A Nightmare on Elm Street aber durchaus ansehbar. Das liegt schon allein daran, dass Freddy als Figur den Status einer Ikone wirklich verdient hat, während Jason, der im ersten Freitag, der 13. nicht einmal auftaucht, und Leatherface doch eher zweifelhaft in dieser Hinsicht sind. Immerhin sind beide nur psychotische Killer, wo der Mann mit dem Klingenhandschuh aber eine, für Horrorfilmverhältnisse, erstaunlich intelligente Backstory hat. Da geht es um Erbsünde, Rache, und Schuld, Themen, die auch das Remake nicht ausspart. Überhaupt gibt sich A Nightmare on Elm Street 2010 dem Original sehr treu, so dürfen sich Kenner des Klassikers über ein Wiedersehen mit einigen legendären Szenen (z.B. die Badewanne). Diese Originaltreue tut dem Film merklich gut, denn wieso etwas ändern, das schon in den 80igern so toll funktioniert hat? So macht man auch nicht den Fehler das Ende hollywoodkonformer zu gestalten. Die Story selbst ist hinlänglich bekannt. Einige Teenager, die eigentlich nichts verbindet, plagen die gleichen Alpträume, in denen sie von einem Mann in Ringelpulli und Klingenhandschuh gejagt werden. Als sich herausstellt, dass dieser Wahnsinnige sie in ihren Träumen und damit gleichzeitig in der Realität töten kann, versuchen sie nicht nur unter keinen Umständen einzuschlafen, sondern auch einen Weg zu finden dem Spuk ein Ende zu bereiten, und stoßen dabei auf ein schreckliches Geheimnis. So weit so gut, auch daran hält sich das Remake. Woran hätte das Ganze noch scheitern können? Natürlich an Freddy selbst, den in jedem Film, inklusive leidiger Spin Offs wie Freddy vs. Jason, der großartige Robert Englund spielte. Im Jahr 2010 holte man sich aber Jackie Earle Haley ins Boot, und tat damit genau das richtige. Der Charakterkopf hat schon in Filmen wie Watchmen bewiesen, dass er für außergewöhnliche Rollen genau der richtige ist. Sein Freddy ist ebenso furchterregend, schwarzhumorisch, und abstoßend wie die Englund Version, inklusive einiger zeitgenössischer Updates. So viel zum Guten. Aber auch dieses Remake hat seine Kehrseite. Die Protagonisten bleiben großteils blass, was auch an den limitierten Möglichkeiten der Schauspieler liegt, die man bisher vor allem aus Serien kannte. Außerdem verzichtet man auch in A Nightmare on Elm Street nicht auf Schockszenen aus der Konserve, wie knapp vor der Kamera vorbeihuschende Schatten, oder die in Ungnade gefallene Kreischgeige. Dennoch ist dies das bisher sicher gelungenste Remake aus der Schmiede von Platinum Dunes, und kann für einen gemütlichen Gruselabend ohne Bedenken in Betracht gezogen werden. -
1, 2, Freddy kommt vorbeiRezension vom 02.11.2011Platinum Dunes hat schon einigen Horrorfilmen nichts gutes getan. Freitag, der 13. verkam zu einem wenig gruseligen, aber klischeetriefenden, Machwerk. Texas Chainsaw Massacre wurde ein dreckiges, enorm brutales, kaum ansehbares Gemetzel. Bei beiden saß der Regierauschebart Marcus Nispel an den Hebeln, diesmal Gott sei Dank nicht. Diesmal war es Samuel Bayer, und der versteht es schon mal wesentlich besser als Nispel tolle Bilder aufs Zelluloid zu bannen. Nach Jason und Leatherface darf jetzt Freddy dran, eine weitere Horrorikone, die Platinum Dunes durch die Remakemühle dreht, anders als bei den beiden Vorgängern gerät A Nightmare on Elm Street aber durchaus ansehbar. Das liegt schon allein daran, dass Freddy als Figur den Status einer Ikone wirklich verdient hat, während Jason, der im ersten Freitag, der 13. nicht einmal auftaucht, und Leatherface doch eher zweifelhaft in dieser Hinsicht sind. Immerhin sind beide nur psychotische Killer, wo der Mann mit dem Klingenhandschuh aber eine, für Horrorfilmverhältnisse, erstaunlich intelligente Backstory hat. Da geht es um Erbsünde, Rache, und Schuld, Themen, die auch das Remake nicht ausspart. Überhaupt gibt sich A Nightmare on Elm Street 2010 dem Original sehr treu, so dürfen sich Kenner des Klassikers über ein Wiedersehen mit einigen legendären Szenen (z.B. die Badewanne). Diese Originaltreue tut dem Film merklich gut, denn wieso etwas ändern, das schon in den 80igern so toll funktioniert hat? So macht man auch nicht den Fehler das Ende hollywoodkonformer zu gestalten. Die Story selbst ist hinlänglich bekannt. Einige Teenager, die eigentlich nichts verbindet, plagen die gleichen Alpträume, in denen sie von einem Mann in Ringelpulli und Klingenhandschuh gejagt werden. Als sich herausstellt, dass dieser Wahnsinnige sie in ihren Träumen und damit gleichzeitig in der Realität töten kann, versuchen sie nicht nur unter keinen Umständen einzuschlafen, sondern auch einen Weg zu finden dem Spuk ein Ende zu bereiten, und stoßen dabei auf ein schreckliches Geheimnis. So weit so gut, auch daran hält sich das Remake. Woran hätte das Ganze noch scheitern können? Natürlich an Freddy selbst, den in jedem Film, inklusive leidiger Spin Offs wie Freddy vs. Jason, der großartige Robert Englund spielte. Im Jahr 2010 holte man sich aber Jackie Earle Haley ins Boot, und tat damit genau das richtige. Der Charakterkopf hat schon in Filmen wie Watchmen bewiesen, dass er für außergewöhnliche Rollen genau der richtige ist. Sein Freddy ist ebenso furchterregend, schwarzhumorisch, und abstoßend wie die Englund Version, inklusive einiger zeitgenössischer Updates. So viel zum Guten. Aber auch dieses Remake hat seine Kehrseite. Die Protagonisten bleiben großteils blass, was auch an den limitierten Möglichkeiten der Schauspieler liegt, die man bisher vor allem aus Serien kannte. Außerdem verzichtet man auch in A Nightmare on Elm Street nicht auf Schockszenen aus der Konserve, wie knapp vor der Kamera vorbeihuschende Schatten, oder die in Ungnade gefallene Kreischgeige. Dennoch ist dies das bisher sicher gelungenste Remake aus der Schmiede von Platinum Dunes, und kann für einen gemütlichen Gruselabend ohne Bedenken in Betracht gezogen werden.
























