BuchhändlerInnen im Portrait
aus Neuss
- Gesamte Rezensionen
- 84 (ansehen)
- Im Beruf seit
- 2004
- Das beste Buch aller Zeiten
- "Der Gott der kleinen Dinge"
Meine Favoriten
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Tolle Einstellung, auf das "Geiz ist geil" langsam aber sicher aus den Köpfen verschwindet.Rezension vom 16.03.2012Zugegeben: Bei Manufactum stöbert es sich besser, als dass es tatsächlich möglich wäre, seinen gesamten Hausstand dort zu besorgen. Würde ich das wollen, müsste ich einen Privatkredit im Wert eines Kleinwagens aufnehmen.
Manufactums Vertriebschef Uli Burchardt verfolgt jedoch, meiner Meinung nach, genau den richtigen Ansatz. Nachhaltige, lokale Produktion, gute, langlebige Produkte, intelligentes Sparen an den richtigen Stellen - all das kann zu klugem Wirtschaften führen. Dieser Ansatz würde schlussendlich alle zufrieden stellen: Produzent und Konsument.
Ein Umdenken beginnt so langsam, Burchardts Buch ist ein weiterer Schritt in die richtige Richtung. Noch dazu liest es sich flüssig und unterhaltsam. Eine richtige Entdeckung! -
Vielen Dank, Frau Burmester!Rezension vom 13.03.2012Liebe Frau Burmester, Sie sprechen mir aus der Seele. Vielen Dank für diesen kleinen Schmunzler, den Sie uns allen beschert haben.
Die Flut der Streitschriften war dann doch etwas zu viel. Die grandiose Idee von Stéphane Hessel war spätestens bei Margot Käßmann ausgeschlachtet.
"Beruhigt Euch!" bekommt von einer Streitschrift-geplagten Buchhändlerin jedoch einen enthusiastisch erhobenen Daumen. Sehr gut! Vielen Dank! -
"Marilyn Manson...muss das sein?" "Ja, klar!"Rezension vom 13.03.2012Warum ich jahrelang an Marilyn Manson vorbei gegangen bin, kann ich Ihnen genau sagen. Der Grund war ein traumatisches Erlebnis auf einem Festival - mit dieser ganzen Prothesen- und Rasierklingen-Nummer konnte ich damals einfach nichts anfangen und habe fortan einen Bogen um Mr. Manson gemacht. Bis ich dann durch Zufall (der IPod stand auf Shuffle)mal wieder auf einen alten Song gestoßen bin...von da an war ich infiziert und besorgte mir sämtliche Alben. Wie er mir all die Jahre als großer Fan von schönen lauten, runden und brachialen Gitarrenklängen verborgen bleiben konnte, ist mir ein Rätsel. Ich freue mich schon sehr aufs nächste Album und empfehle bis dahin fleißig, stellvertretend für alle anderen, "The High End of Low!"
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Super Ansatz!Rezension vom 13.03.2012Dieses neue Kochbuch zum Thema veganes Kochen, folgt einem wirklich gelungenen Ansatz. Gerade für Interessierte und Neulinge ist es eine RIESIGE Hilfestellung.
Statt einfach nur Rezepte zu präsentieren, gehen die Autoren sämtliche Lebensmittelgruppen durch, die bei einer veganen Ernährungsweise eben NICHT mehr konsumiert werden. Und zeigen dann, wie man sie sinnvoll und einfach ersetzen kann. Erst dann folgen die Rezepte und die sind wirklich sehr lohnenswert.
5 Sterne für dieses tolle Kochbuch, das noch so viel mehr bietet. -
Hmmm...lecker, lecker, lecker!Rezension vom 13.03.2012Bücher zum Thema Veganismus schießen momentan nur so aus dem Boden. Diese Ernährungsweise ist in den letzten Jahren sehr viel populärer geworden - der Staub fällt mehr und mehr vom Image ab. (Zum Glück!)
Schaut man sich Attila Hildmanns Kochbuch an, erkennt man genau diesen Trend. Ein junger, dynamischer, lebenslustiger Typ, der nur so mit guten Ideen um sich wirft, präsentiert uns seine leckeren Rezepte. Keine Spur vom erhobenen Zeigefinger und Moralpredigten. So gefällt mir das. Auch und gerade weil ich nun schon einige Erfahrungen damit habe, Veggie zu sein!
Nichts ist schlimmer als das ewige Phrasengedresche.(Von beiden Seiten!) Und wenn es doch sein muss, macht Euch doch vorher wenigstens ne leckere Donauwelle dazu. Vielleicht beruhigt sie die Nerven. ;) -
"Little Miss Sunshine" für Große ;)Rezension vom 13.03.2012Miranda July ist eine echte Ausnahmekünstlerin. Im Grunde kann sie einfach alles:
Musik machen, Schauspielern, Filme drehen , Bücher schreiben und auch noch Fotografieren.
Auf sie aufmerksam geworden bin ich durch ihren Kurzgeschichtenband Zehn Wahrheiten, der 2008 im Diogenes Verlag erschienen ist. Ihre skurrilen, aber immer sehr liebenswerten Charaktere erinnerten mich stark an die Kurzgeschichten einer meiner deutschen Lieblingsautoren, Judith Herrmann. (Nur mit etwas weniger Melancholie, aber darüber schauen wir großzügig Hinweg, Mrs July)).
Kurzum: Bereits ihr Buch begeisterte mich. Und auch der erste Film der jungen US-Amerikanerin hat mich nun völlig überzeugt.
Miranda July spielt selbst die Hauptrolle, eine zunächst erfolglose Künstlerin namens Christine, die auf der großen Suche ist.
Nach Menschen, die das Leben mit ihr teilen, nach Liebe, aber auch nach Erfolg und Anerkennung.
Dabei begegnet sie dem leicht psychotischen Familienvater Richard, der gerade in Scheidung lebt und der versucht, den emotionalen Kontakt zu seinen beiden angeschlagenen Söhnen nicht zu verlieren. All die Menschen in Julys Film, haben ein ganzes (oder halbes ) Leben an Erfahrung im Gepäck und tragen schwer daran. Jedoch gelingt es ihr mit einer großen Portion Humor und einem Hang zu nunja etwas experimenteller Sexualität, niemals Schwermut oder Hoffnungslosigkeit aufkommen zu lassen. Ein wunderbarer Film hoffentlich hören und sehen wir noch eine Menge mehr von Mrs July.
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Sie hat es wieder geschafft!Rezension vom 13.03.2012Annika Reich hat zweifelsohne ein ganz besonderes Schreibtalent. Ihre Figuren straucheln stets ein wenig benommen durch die Großstädte, nicht wissend was das Leben als nächstes für sie bereithält.
Schon ihr Erstlingswerk hat mich mit dieser ganz außergewöhnlichen Mischung aus Lebensmut und Melancholie schwer beeindruckt.
Und nun gelingt es ihr erneut. Der Handlungsstrang ist schnell erzählt: Die junge Paula steht gerade am Anfang ihrer Karriere als Radiomoderatorin. Der Eintritt ins "richtige Leben" steht kurz bevor. Doch dann lässt sie sich Hals über Kopf auf einen Wohnungstausch mit einem in die Jahre gekommenen Meeresforscher ein. Ist es nur eine weitere Flucht vor der Realität? Oder endlich der Beginn von allem was echt ist? Ein Muss für alle, die leise, nachdenkliche Bücher lieben.
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Die perfekte Zugfahrt...Rezension vom 09.03.2012...hat Julian Barnes mir mit diesem Buch beschert.
Es ist ein kleines Büchlein, es liest sich sehr schnell weg - aber meine Güte, was steckt alles in diesem Titel.
Tony Webster lässt mit seinen 60 Jahren das Leben, seine Lieb- und Freundschaften noch einmal Revue passieren.
Alles erscheint dem Leser ordentlich, klar verpackt und durchdacht. Doch ist es das wirklich?
Oder ist die eigentliche Wahrheit eine ganz andere?
"Wir erzählen uns Geschichten, um zu leben" wäre auch ein schöner Titel für dieses Buch gewesen, aber den hat Joan Didion ja schon geklaut. ;-)
Ein wirklich lange nachklingender, intensiver Titel. Gut um auf einer langen Zugfahrt die Gedanken noch lange darum kreisen zu lassen. -
SchauerlichRezension vom 09.03.2012"Ein literarisches Meisterwerk, das sich wie ein Krimi liest." sagt Alice Schwarzer.
Recht hat sie.
Sofi Oksanen hat mit ihrem dritten Roman ein wirkliches Meisterwerk geschaffen. Keine "Wohlfühl-Literatur", bei weitem nicht. Wenn Sie sich nach einem entspannten Nachmittag auf dem Sofa sehnen, gehen Sie bitte an diesem Titel vorbei. Er wird Sie hinabreißen in alle nur erdenklichen menschlichen Abgrüne. Schauerlich. Mit langem Nachhall. Aber extrem gut. -
Jeffrey Eugenides wird in die Liga der Lieblingsautoren aufgenommen.Rezension vom 09.03.2012Ich hab schon lange kein solches Buch mehr gelesen. Und wie ungeheuer bedauerlich ist es, dass es so lange vor meiner Nase lag und ich immer wieder daran vorbei gegangen bin.
Jeffrey Eugenides zeichnet hier, auf zugegebenermaßen recht vielen Seiten, die lange Geschichte der griechischen Familie Stephanides nach.
(Wirklich jede Seite hat ihre Daseinsberechtigung!!!) Deren familiäre Verästelungen haben entscheidenden Einfluss auf das spätere Leben ihres Sprösslings Calliope. Calli, die in den USA geboren wird, ist ein Mädchen. So sieht sie zumindest äußerlich aus. Genetisch (und innerlich) ist sie jedoch ein Junge. Das "böse" Erwachen erfolgt aber erst viele Jahre nach ihrer Geburt und beschert ihr ein wirklich sehr anstrengendes Heranwachsen.
Trotz all dieser Schwere, ist das Buch selbst niemals schwer. Eugenides macht es dem Leser leicht. Selten fand ich so einen Draht zu den Figuren, die ich über so viele Seiten begleitet habe. Und selten habe ich so sehr mitgefiebert.
Begehen Sie nicht so einen fatalen Fehler wie ich, lassen Sie keine Zeit verstreichen. Lesen Sie Eugenides.
Ich habe mir sagen lassen, dass seine anderen Bücher diesem in nichts nach stehen. ;-)



























