BuchhändlerInnen im Portrait
aus Liezen
- Gesamte Rezensionen
- 104 (ansehen)
- Alter
- 19 Jahre
- Abteilung
- Geschichte, Naturwissenschaften, Sprachen
- Funktion
- Lehrling
- Lieblingsautoren
- Jack London, J.R.R. Tolkien, Antonia Michaelis, Michelle Paver, David Mitchell
- An meinem Beruf gefällt mir
- Nur Erbauliches wohin man guckt. Ein Leben ohne Bücher wär' Tortur!
- Im Beruf seit
- 2011
-
And so he spokeRezension vom 11.05.2013Um es mit banalen Worten zu sagen: Auch die 2. Staffel von Game of Thrones besteht wieder aus jeder Menge Blut, Sex und Intrigen.
Ich denke allerdings, dass das Wort, das die Verfilmung von Martins Clash of Kings am besten beschreibt, ist Verrat. Die Frage ist hier nicht mehr: Wer verrät wen?, sondern Wer ist kein Verräter?, Wem kann ich noch trauen?
Diesen banalen Worten, mit denen sich der Inhalt sehr treffend beschreiben lässt, muss man eine Lobpreisung aller Mitwirkenden gegenüberstellen; vom Kabelträger, über den Visagisten, bis zum grandiosen Darsteller dieser oder jener Figur.
Ohne etwas zu verraten, kann ich über die Hauptpersonen der 2. Staffel sagen, dass sie entweder auf einem Thron sitzen und versuchen, das Land mit eiserner Hand zu regieren; dass sie versuchen auf den Thron zu kommen; oder dass sie auf der Flucht sind.
Ein bildgewaltiges Epos eine Saga mit Helden, die weder den Weg der Tugend noch den Weg der Torheit einschlagen. Eine Welt in der nichts und niemand nur schwarz oder nur weiß ist.
Für mich stellt sich nur noch die Frage: Wann kommt die dritte Staffel?
-
Deduction and deceptionRezension vom 06.05.2013In Bezug auf den Soundtrack muss ich sagen, dass ich bei "Sherlock" dankbar bin, dass die Folgenanzahl jeder Staffel sehr gering ist.
Denn somit ist auch der Score sehr überschaubar und die einzelnen Tracks lassen sich ohne große Probleme den jeweiligen Szenen zuordnen; was bei Serien mit bis zu 10 Episoden oft leider nicht mehr möglich ist.
Der Soundtrack zur zweiten Staffel beinhaltet genau wie jener der Ersten wunderschöne Themen, wie z.B. jene von Irene Adler.
David Arnold und Michael Price haben wieder ein fantastisches auditives Gesamtbild des exzentrischen Ermittlerduos gezeichnet, das es den Fans jederzeit ermöglicht in die Welt von CSI Baker Street einzutauchen.
Besonders hörenswert: Sherlocked
Ein Hinweis noch: wer das Lied sucht, das bei der Einleitung von Moriartys Prozess für Gänsehaut-Stimmung gesorgt hat, der wird es auf dieser Score-CD leider nicht finden
(Sinner Man von Nina Simone). -
Kings of the roadRezension vom 26.03.2013Eine sehr gelungene Verfilmung mit großartigen Darstellern!
In diesem Fall sind es Sex, Drugs und Jazz, denen sich die Protagonisten von Jack Kerouacs Bestseller hingeben. Und das wirklich zügellos!
Das Einzige, das ich seltsam finde, ist, dass weder der Film noch das Buch nach der großen Obsession des Hauptdarstellers Sal (Sam Riley) benannt sind: Dean Moriarty.
Famos dargestellt von Garrett Hedlund - aber es sei jedem selbst überlassen, ob er eine solche Besessenheit (aus welchen Gründen auch immer) rechtfertigt.
Ein Film über die Freiheit, sich alles zu nehmen und über das Leben, das es zu feiern gilt.
-
And who are you, the proud lord saidRezension vom 19.03.2013Vieles hat sich verändert, seit Ned Stark von Winterfell nach Kings Landing aufgebrochen ist. Winterfell ist nun ein verlassener, trübseliger Ort. Ramin Djawadi vermag dies im gleichnamigen Lied musikalisch famos zu portraitieren.
Auch seine Kompositionen, die die verschiedenen Anwärter auf den Thron wiedergeben, sind grandios durchdacht.
Sowie die Gluthölle von Qarth jenseits der Meerenge als auch die beißende Kälte jenseits der Mauer sind deutlich zu spüren, wenn Ramin Djawadi Hand ans Notenpult legt.
Wie auch bei der ersten Staffel ist das einzige anzubringende Manko, dass die Soundtrack-CD wieder nur eine sehr kleine Auswahl des ganzen Scores enthält. -
Zauberhaft natürlichRezension vom 27.02.2013Bei seiner Solotour "Lampenfieber" durch Deutschland 2011/2012, präsentierte Musicaldarsteller Jan Ammann eine Bandbreite seiner Lieblingslieder aus verschiedensten Musicals, durchmischt mit einigen Songs diverser Interpreten und einigen selbstgeschriebenen Liedern.
Unterstützt wurde er dabei von den Musicaldarstellern Sascha Kurth, Nicole Mühle und Michaela Schober.
Ein besonderer Aspekt der Live-Aufnahmen auf dieser CD ist, dass die meisten Lieder am besten mit dem Begriff "acoustic" zu beschreiben sind, da Jan Ammann sehr oft nur von Klavier und Geige unterstützt wird, was alle Lieder sehr stimmungsvoll macht!
Auf dieser CD werden dem Zuhörer in erster Linie viele verschiedene Geschichten über die Liebe erzählt. Egal, ob es sich dabei um unerfüllte ("Love never dies") oder um alles überwindende Liebe ("Rebecca") handelt.
In zweiter Linie geht es auf dieser CD natürlich auch um Leidenschaft ("Tanz der Vampire") und um Hoffnung ("Carousel"). Es sind viele verschiedene Themen, die sich hier finden - alle wunderschön vorgetragen auf eine etwas unkonventionelle Art.
"Lampenfieber" ist keine CD, die man sich eben mal so nebenbei anhören kann, sondern sie stellt verschiedene Momentaufnahmen aus dem Leben der Menschen - die zum Nachdenken einladen - sehr berührend dar!
Als Hörproben empfehle ich: "Unendlich weit" und "Das ganze schrecklich schöne Leben"! -
Wicker PlaceRezension vom 06.02.2013Diese Geschichte beginnt damit, dass der Fotograf Matthew (Josh Hartnett) wie verrückt nach einer Frau (Diane Kruger) mit schwarzen, rot besohlten Schuhen sucht. Immer scheint sie ihm um eine Haaresbreite voraus - nie kann er sie erreichen.
Bis er schließlich auf eine Frau (Rose Byrne) stößt, die dieselben Schuhe und sogar denselben Namen wie die Gesuchte trägt. Doch in welcher Verbindung steht sie zu Matthews verlorener Liebe? Und warum hat Matthew diese überhaupt verloren?
Nach und nach wird Matts Geschichte in entgegengesetzer Reihenfolge erzählt. Eine Geschichte, die davon handelt, dass er sich mit seiner Freundin jeden Tag um dieselbe Uhrzeit am "Wicker Place" getroffen hat. Bis sie eines Tages nicht mehr aufgetaucht ist.
"Sehnsüchtig" - im Original "Wicker Place" - mag zu Beginn tatsächlich wie ein schnulziger Liebesfilm anmuten, was er aber keineswegs ist. Durch seine komplexe Erzählweise - in entgegengesetzer chronologischer Richtung; sich überlappende Handlungsstränge - ist dieser Film keiner von der Sorte, den man mal so nebenbei anschauen kann.
Besetzt mit grandiosen Schauspielern findet man hier einen Augenschmaus der besonderen - und eher unbekannten - Sorte vor. -
Songs and poetryRezension vom 05.02.2013Das Hörbuch des 720 Seiten starken Bestsellers "Der Name des Windes" von Patrick Rothfuss findet man hier auf zwei praktischen mp3-CDs. Praktisch deshalb, weil CDs mit diesem Format wesentlich weniger Platz einnehmen als die gängigen Audio-CDs, und weil die einzelnen Tracks jeweils genau ein Kapitel enthalten - egal, ob es 5 oder 25 Minuten dauert. Somit kann man nach Abschluss eines Kapitels das Abspielgerät beruhigt mit dem Gedanken zur Seite legen, beim nächsten Mal die entsprechende Stelle ohne lästiges Spulen wiederzufinden.
Gelesen wird "The Name of the Wind" vom Amerikaner Nick Podehl, der sich auf der anderen Seite des Atlantiks mit seinen Lese-Künsten schon seit Langem einen Namen gemacht hat.
Das Faszinierende an Nick Podehls Erzählweise ist, dass er ohne hörbaren Übergang die verschiedensten Personen stimmlich darstellen kann. Und dabei auch nie vergisst, welche Ausdrucksweise dieser oder jener Charakter nun hat.
Nicht so wie z.B. Stephen Fry, der anscheinend beim fünften Teil der Harry Potter-Hörbücher vergessen hatte, wie er Sirius Black im dritten Teil gelesen hat und ihm deshalb plötzlich eine gänzlich andere Stimme verliehen hat. Aber dies nur am Rande.
Ein furios gelesenes Hörbuch für jene Ohren, die mit dem Gehirn verbunden sind, das "Der Name des Windes" immer wieder gerne - egal auf welche Art und Weise - konsumiert!
Ein amüsantes Beispiel noch zum Schluss (gesprochen von jemanden, der gerade dabei ist, jene Sprache, die in "The Name of the Wind" gesprochen wird, zu lernen. Muss man sich mit starkem Akzent vorstellen):
"Your language is so strange: 'How is it going?'
Going where?" -
Unglaublich!Rezension vom 05.02.2013Einer der schönsten - bzw. süßesten - Filme mit einer sehr wichtigen Botschaft, den ich je gesehen habe!
Wenn ich könnte, würde ich mehr als fünf Sterne dafür vergeben! -
Zwist unter GötternRezension vom 01.02.2013"Percy Jackson" ist ein Film, dessen Handlung nur in sehr groben Zügen an den Inhalt von Rick Riordans Büchern angelehnt ist. Sehr viele Elemente sind abgeändert bzw. ausgelassen worden.
Auch finde ich persönlich, dass alle Darsteller der Hauptpersonen viel zu alt sind, um sich ganz genau an die Verkörperung der im Buch beschriebenen Figuren zu halten. Ein 12-jähriger Percy Jackson hat schließlich andere Gedankengänge als ein 16-jähriger Percy Jackson.
Nichtsdestrotz konnte mich dieser Film für sich begeistern, da er teilweise einfach zum Totlachen ist! Nicht nur deswegen, weil der Humor, den schon Rick Riordan in seine Bücher einfließen lässt, wunderbar umgesetzt worden ist, sondern auch, weil durch die vorgenommenen Änderungen neue witzige Situationen und verrückte Dialoge entstanden sind.
Ein Film, bei dem ich alleine beim Gedanken ans Anschauen grinsen muss. -
CreepyRezension vom 28.01.2013Man beginnt ein Buch zu lesen und kann nicht mehr damit aufhören.
Klingt nicht ungewöhnlich?
Ist es aber in diesem Fall schon, da "Dancing Jacks" - das in Dancing Jax von Robin Jarvis die Hauptrolle spielt - nicht nur vom Leser Besitz ergreift, sondern ihn auch noch dazu anspornt, weitere Personen zum Lesen des Buches zu animieren.
Dancing Jax, das ich keinesfalls für Kinder unter 12 Jahren empfehle, überraschte mich als eine Mischung aus "Paranormal Activity" und "Tintenherz". An sich ist der Inhalt des Buches schon interessant genug um es zu lesen, aber Robin Jarvis trumpft auch noch mit einigen anderen außergewöhnlichen Fakten auf: Erstens durch eine sehr vielfältige Sprache, die sich von heutiger "Jugendsprache" bis zu einer Ausdrucksweise, wie man sie vielleicht im Mittelalter verwendet hat, spannt. Und zweitens durch eine ungewöhnliche Erzählweise; denn der Autor hat nicht etwa einen oder zwei "Helden" dazu auswählt gegen das Böse zu kämpfen (wie es in anderen Büchern der Fall ist), sondern er lässt die Geschichte rund um ca. fünf grundverschiedene Menschen entstehen und sich selbst entfalten. Nach und nach werden die meisten Personen unter den Bann des Buches fallen.
Wer bleibt am Ende aufrecht und kann sich wehren?
Eine wichtige Frage, die mir hoffentlich der zweite Band beantworten wird!

















