Liebe - Ein unordentliches Gefühl

Ein unordentliches Gefühl

von Richard David Precht

Buch

gebunden (397 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Das unverzichtbare Buch für alle, die Ratgebern misstrauen, aber trotzdem endlich wissen wollen, was es mit der Liebe auf sich hat! Unzählige Ratgeber sind über die Liebe geschrieben worden, in allen Facetten wurde das unordentliche Gefühl, das wir Liebe nennen, beleuchtet. Wir haben erfahren, wie wir unsere Liebe jung halten, wie wir feurige Liebhaber werden und warum Männer nicht zuhören können. Hat es uns weitergeholfen? Nicht wirklich, denn in der Tat ist es nicht damit getan, das richtige Buch zu lesen, und alles wird gut. Warum dies so ist, erklärt Richard David Precht in seinem neuen Buch auf ebenso fundierte wie anschauliche Weise: Wie bereits in "Wer bin ich" unternimmt er eine abenteuerliche Reise in die unterschiedlichsten Disziplinen der Wissenschaft und lotst den Leser dabei heiter und augenzwinkernd durch den Parcours der Liebe - an deren Unordentlichkeit wir uns am Ende wohl gewöhnen müssen! Heiter und augenzwinkernd führt Precht den Leser durch den Parcours der Liebe.

Produktdetails

ISBN-10: 3-442-31184-5
EAN: 9783442311842
Erschienen: 09.03.2009
Verlag: Goldmann
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 397
Gewicht: 640 g
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Richard David Precht

Richard David Precht ist ein deutscher Publizist und Essayist, der vor allem als Autor erfolgreicher populärwissenschaftlicher Bücher zu philosophischen Themen bekannt geworden ist. Der als Alltag- und Pop- Philosoph bekannte Autor wurde im Dezember 1964 in Solingen geboren. Als Kind von linksalternativen, unkonventionell- bürgerlichen Eltern wuchs Richard David Precht mit zwei vietnamesischen Adoptivgeschwistern auf, die seine Eltern aus Solidarität zu Vietnam aufgenommen hatten. Seine Mutter war Hausfrau und engagierte sich bei "terre des hommes", sein Vater Industriedesigner, der sich sehr mit Literatur beschäftigte. 1986 begann er in Köln Germanistik, Philosophie und Kunstgeschichte zu studieren und promovierte 1994 in Germanistik. Danach arbeitete Richard David Precht mehrere Jahre als Journalist und freier Autor und schrieb 1999 seinen ersten Roman, der 2009 erneut unter dem Titel "Die Instrumente des Herrn Jörgensen" erschien. Sein Durchbruch kam mit dem Buch "Wer bin ich", das eine spannende und aufregende Reise durch die Philosophie bietet. Heute lebt Richard David Precht mit seiner Frau, einem Sohn und drei Stiefkindern in Köln.

Meinung der Redaktion
Richard David Precht ist aus dem Medienalltag nicht mehr weg zu denken! Mit seiner Art, nach den Hintergründen zu fragen begeistert er sowohl Leser als auch Zuschauer. Dabei stets anschaulich und leicht verständlich zu erklären und gut zu unterhalten ist die Kunst, die Precht perfekt beherrscht!

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Buchhändlertipps

  • Die liebe Liebe

    von Nicole Rütschlin, am 15.10.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Basel

    In "Liebe - ein unordentliches Gefühl" nähert sich Richard David Precht dem schönsten aller Gefühle auf den verschiedensten Bereichen. Angefangen von der Evolutionsbiologie über die Neurologie bishin zu Soziologie fasst Precht Meinungen und Erkenntnisse von Experten zusammen und kommentiert diese auf sehr unterhaltsame Weise.

    Ein tolles Buch nicht nur für Romantiker!

Kundenrezensionen

  • Liebe...nun ein erforschtes Gefühl! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Sandra, am 03.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Warum Frauen schlecht einparken und Männer nicht zuhören können? Eine Antwort auf diese und andere Stammtischfragen oder Themenschwerpunkte einer deutschen Zeitung mit vier großen Buchstaben erhält man in diesem Buch zum Glück nicht!

    Dafür aber einen leserfreundlich formulierten Überblick über aktuelle wissenschaftliche Forschungsergebnisse zur Verschiedenheit (und Gleichheit) von Mann und Frau.

    Ein Muss für jeden Leser, der genug hat von geschlechterspezifischen Klischees und verallgemeinernden Floskel!

    Am Ende bleibt für mich das Fazit: Männer sind anders, Frauen auch! Und das ist auch gut so!

    Danke für dieses erfrischende Buch!

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  • "Liebe" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Renate Strahl, am 30.08.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Liebe" von Richard David Precht. Man muß sich für dieses Buch etwas mehr Zeit nehmen, um es zu verstehen. Es ist aber sehr interressant geschrieben und lesenswert.

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  • Interessant, und dennoch nicht erklärend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Lena Waider, am 25.04.2009

    4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Precht macht zunächst klar, dass es in seinem Buch nicht um die Liebe im Allgemeinen geht, sondern eingeschränkt (13) "um die geschlechtliche Liebe zu einem Liebespartner".

    Positiv ist zunächst anzumerken, dass er sich seinem Thema nicht rein philosophisch nähert, sondern ganz bewusst auch auf der Grundlage des aktuellen Standes der Naturwissenschaften.

    Precht beginnt mit einer Beschreibung - und Kritik - des Standpunktes der Evolutionären Psychologie zum menschlichen Sexualverhalten. Sehr nachvollziehbar kritisiert er die Erklärungswut dieser Disziplin, die für fast jedes Phänomen eine angeblich plausible Begründung parat hat. Precht liefert hier zum ersten Mal einen seiner Haupteinwände: Nicht jedes beobachtbare Phänomen muss unbedingt auf einen Vorteil zurückzuführen sein. Es reiche, wenn es nicht nachteilig ist.

    Precht hält die Vermutung der Soziobiologen, dass neben dem Fortpflanzungstrieb auch unsere Liebe und Libido aus der Steinzeit stammen, für eine sehr mutige Behauptung (39).

    Sehr lesenswert fand ich seine Ausführungen zur und Kritik an der Gesamtfitness-Theorie Hamiltons, die Richard Dawkins später zur Theorie der egoistischen Gene popularisierte, man könnte vielleicht lediglich einwenden, dass er hier eine Spur zu spöttisch wirkt.

    Den soziobiologischen Überlegungen schließt sich ein Kapitel über den Unterschied zwischen dem biologischen und sozialen Geschlecht (Gender) an. Hier waren mir seine Aussagen viel zu allgemein gehalten. Es ist zwar richtig, dass die Geschlechtsrollenunterschiede zwischen Frauen und Männern nicht allesamt biologisch begründet sein müssen, sondern zum Teil oder sogar in Gänze sozial konstruiert sein können, das heißt aber noch lange nicht, dass sie im statistischen Mittel vollständig angeglichen werden können.

    In den Folgekapiteln geht es dann um die zentrale Frage, wieso es überhaupt Frauen und Männer gibt (141ff.). Dieser Abschnitt ist für mich der bei Weitem schwächste des ganzen Buches. Richard David Precht stellt zunächst verschiedene Hypothesen vor, die erklären wollen, weshalb es eine getrenntgeschlechtliche Fortpflanzung gibt, um diese dann aber allesamt mehr oder weniger als wenig stichhaltig zurückzuweisen. Einmal mehr merkt er an (147): "Phänomene wie die sexuelle Fortpflanzung müssen nicht deshalb entstanden sein, weil sie einen Vorteil boten, der größer war als ihr Nachteil." Und das ist - mit Verlaub gesagt - leider völlig absurd.

    Wie Mersch in "Evolution, Zivilisation und Verschwendung" stringent nachweist, hätte es ohne die getrenntgeschlechtliche Sexualität auf der Erde nur ein Fressen-und-Gefressen-werden gegeben, denn erst mit der getrenntgeschlechtlichen Sexualität kam eine der größten Erfindungen der Evolutionsgeschichte überhaupt: das "Gefallen-wollen", was auch die Grundlage der Liebe schlechthin sein dürfte.

    Das Problem an dieser Stelle ist, dass Precht einen bedeutenden Teil der Biologie schlicht und ergreifend ignoriert. Ich fragte mich immer wieder, wie man ein Buch über die sexuelle Liebe schreiben kann, ohne Bücher wie Geoffrey F. Millers "Die sexuelle Evolution", Matt Ridleys "Eros und Evolution" oder Zahavis "Signale der Verständigung" (Handicap-Prinzip) auch nur zu erwähnen.

    Der letzte Abschnitt "Liebe heute" (Kapitel 11-14) hat mir dagegen wieder sehr gut gefallen. Ich habe dennoch drei Sterne vergeben, weil das Buch insgesamt sehr interessant ist, und sich die meisten Leser möglicherweise vor allem für den dritten - gelungenen - Abschnitt interessieren werden.

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  • ein ordentliches Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 03.04.2009

    2 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Nach seinem äußerst erfolgreichem Buch "Wer bin ich - und wenn ja, wie viele", daß sich mit der Philosophie beschäftigte, folgt nun sein nächstes Buch, "Liebe - Ein unordentliches Gefühl.

    Hier beschäftigt sich der Autor mit dem Thema, welches alle beschäftigt: mit der LIEBE!

    Dabei nähert er sich diesem Thema so ähnlich, wie in seinem vorherigen Buch, das von der Philosophie handelte. Geschichte, führende Wissenschaftler, Biologie, Soziologie, Psychologie der Liebe. Dabei ist dieses Buch kein Ratgeber, sondern soll uns das Phenomän Liebe erklären oder zumindest näher bringen.

    Dabei bedient er sich seinem schon bekannten Schreibstil, teils witzig, teils erklärend, manchmal aber auch zu trocken und sich in kleinen Details verlierend.

    Alles in allem ein Buch, das man lesen kann oder auch sollte, der sich mit dem Thema Liebe beschäftigen möchte oder beschäftigt und mehr darüber wissen möchte, auch rein wissenschaftlich. Andere sollten sonst einen Bogen um dieses Buch machen.

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Dies ist ein Buch über Frauen und Männer. Und über etwas sehr schönes Seltsames, das zwischen ihnen passieren kann - die Liebe. Die Liebe ist das beliebteste Thema des Menschen. Romane ohne Liebe sind selten, Filme ohne Liebe noch seltener. Auch wenn wir nicht immer über die Liebe reden, so ist sie uns gleichwohl immer wichtig. Möglicherweise war das nicht immer so in der Geschichte der Menschheit. Aber heute, so scheint es, ist dies der Stand der Dinge. Kein Deo wandert ohne Liebesversprechen über den Ladentisch, und keinem Popsong fällt noch ein anderes wichtiges Thema ein.
Das Thema Liebe ist gewaltig. Es umfasst nahezu alles. Von »Warum gibt es überhaupt Mann und Frau?« bis »Was muss ich tun, um meine Ehe zu retten?«. Und es ist uferlos. Man kann Frauen mit schiefergrauen Augen lieben und Vollmondnächte in der Taiga. Man kann seine Gewohnheiten lieben und Männer, die Zahnpastatuben ordentlich ausdrücken. Man kann Siamkatzen lieben und blutige Steaks, den Kölner Karneval und buddhistische Klosterstille, Bescheidenheit, einen Sportwagen und seinen Herrgott. Man kann all dies getrennt lieben. Man kann es parallel lieben. Und manches sogar gleichzeitig.
Von all diesem vielen Lieben und Liebenswerten geht es in diesem Buch nur um das eine: um die geschlechtliche Liebe zu einem Liebespartner. Ein Buch über die Liebe kann man nicht schreiben, und dies ist kein Buch über alles. Das Thema Frau und Mann (auch Frau und Frau und Mann und Mann) ist schwierig genug. Denn die geschlechtliche Liebe ist hoch verdächtig; als ein Sujet nämlich, an dem sich zwar die besten Dichter, aber nur selten die klügsten Philosophen versucht haben.
So wichtig sie uns ist, in der abendländischen Philosophie gilt die geschlechtliche Liebe seit Platon als U-Musik. Solange Philosophen den Menschen über seine Vernunft definierten, war die Liebe kaum mehr als ein Unfall, eine Verwirrung der Gefühle mit bedauerlichen Folgen für den umnebelten Verstand. Gefühle als Herren oder Herrinnen unserer Seele waren lange disqualifiziert. Denn was man nicht als vernünftig ausweisen konnte, darüber wollte man lieber schweigen. Die bekannten Ausnahmen in der Geschichte der Philosophie bestätigen diese Regel. Friedrich Schlegel, Arthur Schopenhauer, Sören Kierkegaard, Friedrich Nietzsche, Jean-Paul Sartre, Roland Barthes, Michel Foucault oder Niklas Luhmann mögen noch so viel Bedenkenswertes über die Liebe gesagt haben - mit einer Vorlesungsreihe über die Liebe macht sich ein Philosoph in der akademischen Welt bis heute verdächtig, und der Spott seiner Kollegen ist ihm sicher. Die Philosophie ist ein sehr konservatives Fach, und die Vorbehalte sitzen tief. Wahrscheinlich gibt es bis heute weit mehr intelligente philosophische Bücher über formale Logik oder über das Kategorienproblem bei Kant als über die Liebe.
Im Gegenzug allerdings wird niemand allen Ernstes auf die Idee kommen wollen, die Probleme der formalen Logik wichtiger für das Menschsein zu finden als die Liebe. Doch mit den Skalpellen der Philosophie, so scheint es, lässt sie sich schwer sezieren. »Die Liebe ist die unbegreiflichste, weil grundloseste, selbstverständlichste Wirklichkeit des absoluten Bewusstseins«, meinte Karl Jaspers. Sie ist schlüpfrig und schwer zu fassen. Aber haben es die Psychologen leichter? Oder gar, wie es neuerdings scheinen will, die Chemiker und Biologen? Wissen sie, wo sie herkommt, die Liebe, und warum sie so oft dahingeht? Und was macht sie mit uns in der Zwischenzeit?
Die Liebe ist das vielleicht wichtigste Thema an der Schnittstelle von Natur- und Geisteswissenschaft. Sie erschließt sich weder durch Logik noch durch eine philosophische »Letztbegründung«. Aber sollte man deshalb den Statistikern das Feld überlassen, den Meinungsumfragen, den Psycho-Experimenten, den Blutanalysen und Hormontests?
Vielleicht ist die Liebe auch dafür zu kostbar. Zu wichtig und kompliziert auch für die schlauen Ratgeber zum Liebes- und Beziehungsmanagement. Ihre Zahl ist nahezu unbegrenzt, ihr Einluss schwer abzuschätzen, aber sicher zu fürchten. All die klugen Tipps, die verraten, mit welchem Geheimplan man den richtigen Partner oder die richtige Partnerin findet, wie man seine Liebe jung hält, wie man ein feuriger Liebhaber oder eine feurige Liebhaberin wird und bleibt. All die Techniken über und unter der Bettdecke, das Handwerk und die »Kunst des Liebens« wurden handlich beschrieben. Und die verballhornte Hirnforschung verrät uns in hundert Titeln, warum Frauen mit der rechten Gehirnhälfte denken und Männer mit der linken und weshalb Männer eben nichts im Kühlschrank finden und Frauen nicht einparken können. Männer werden durch Sex glücklich und wollen immer auf die Venus. Frauen dagegen suchen die Liebe oder zumindest ein Mars, denn auch Schokolade macht Frauen glücklich. Man muss also nur das richtige Buch lesen, und man lernt sich und den anderen endlich kennen. Alles wird gut. Und wenn schon nicht im wirklichen Leben, so immerhin auf den Buchseiten.
Tatsächlich wissen wir nicht sehr viel. Und die Frage nach Mann und Frau und ihrer wechselseitigen Anziehung und Zuneigung ist ideologisch verhärteter als jede Politik. So wichtig sie uns ist - gerade bei der Liebe begnügen wir uns gerne mit Halbwissen und Halbwahrheiten. Angesichts der Bedeutung und der Brisanz des Themas ein erstaunlicher Befund. Wir sind froh für jede einfache Erklärung, lassen uns sagen, wie die Männer und die Frauen sind, obwohl wir in unserem täglichen Leben nur Charakteren begegnen und keinen Geschlechtern. Trotzdem sind wir bei den Antworten zumeist weniger wählerisch als beim Klingelton unseres Handys, den wir so lange aussuchen, bis wir meinen, dass er tatsächlich zu uns passt.
Gegen all dies ist es an der Zeit, die Frage nach Mann und Frau und nach der Liebe aus den alten und neuen Würgegriffen und Weltbildern zu befreien. Die Messlatte liegt hoch: »Was Prügel sind, das weiß man schon; was aber Liebe ist, das hat noch keiner herausgebracht«, vermutete bereits Heinrich Heine. Vielleicht muss man es auch nicht selbst herausbringen wollen. Etwa, weil es die Liebe gar nicht gibt. Und vielleicht reicht es schon, den »Wahnsinn der Götter« des Philosophen Platon und das »Gespenst« des Moralisten La Rochefoucauld mit Worten gut zu umzingeln, auf dass sie sich genauer zu erkennen geben.
Die Liebe ist eine Welt, in der starke Emotionen bunte Vorstellungen auslösen. Das teilt sie mit der Kunst und mit der Religion. Auch hier haben wir es mit Vorstellungswelten zu tun, die ihren Wert in der unmittelbaren sinnlichen Erfahrung haben und nicht in Vernunft und Wissen. Man mag also meinen, dass diese gleitende Logik der Liebe ihren eigentlichen Platz nur in der Literatur haben kann, die sie, nach Ansicht mancher Philosophen und Soziologen, sogar erfunden haben soll. Aber sind wir mit den Dichtern wirklich schon am Ende?
In einem Kapitel meines Buches Wer bin ich? hatte ich in einem kleinen Kapitel über die Liebe nur mit der Taschenlampe in den Nachthimmel geleuchtet.

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