Die Einsamkeit der Primzahlen
von Paolo Giordano

Die Einsamkeit der Primzahlen

Ausgezeichnet mit dem Premio Strega 2008. Nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2010, Kategorie Preis der Jugendlichen

  • Erschienen: August 2009
  • EAN: 9783896673978
  • ISBN-10: 3-89667-397-1
  • Seitenzahl: 368
  • Stilrichtung: Romane
  • Sprache(n): Deutsch
  • Erschienen bei: Karl Blessing Verlag

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»Zum Teufel noch mal, was für ein großartiger Schriftsteller, schon mit 26 Jahren!« Andrea Camilleri


Ein einziger Tag in ihrer Kindheit, so scheint es, hat über ihr ganzes Leben entschieden. An einem solchen Tag verlor Alice für immer ihre Unbeschwertheit und das Vertrauen zu ihrem halsstarrigen Vater. Mattia hingegen verlor mit sechs Jahren seine Schwester, deren Hilfsbedürftigkeit er ein einziges Mal, für wenige Stunden, missachtet hatte. Seither quälen ihn Schuldgefühle, die er niemandem offenbart.


Sieben Jahre später lernen Mattia und Alice sich auf dem Gymnasium kennen. Die Anziehungskraft zwischen den beiden scheint unwiderstehlich. Jeder erkennt im anderen die eigene Einsamkeit. Alice ist der einzige Mensch, dem Mattia wenigstens einmal seinen Schmerz zu offenbaren wagt. Und umgekehrt würde sie nie einen anderen als ihn bitten, das Tattoo von ihrer Haut zu entfernen, mit dem sie ihre inneren Wunden gleichsam übermalen wollte. Doch mit den Jahren werden die Hindernisse, die die beiden einander unbewusst in den Weg legen, höher und höher. Bis sie sich entscheiden müssen.


In einer ebenso klaren wie poetisch-eindringlichen Sprache erzählt Paolo Giordano die Geschichte von Alice und Mattia, die wie Primzahlzwillinge nahe beieinanderstehen und doch immer durch eine Winzigkeit getrennt bleiben. Komplexe Seelenzustände schildert er so genau, dass sie fassbar werden und uns tief berühren. Paolo Giordano findet unvergessliche Bilder für die verschlungenen Wege, auf denen die Dramen der Kindheit in uns fortwirken. Seine Prosa verwandelt auf magische Weise Schmerz in Trost.


Ausgezeichnet mit Italiens renommiertestem Literaturpreis - dem »Premio Strega«. Mit 26 Jahren ist Paolo Giordano der jüngste Gewinner aller Zeiten.


Paolo Giordano
Paolo Giordano wurde 1982 in Turin geboren, wo er auch Physik studierte und lehrte.

"Mit traumwandlerischer Sicherheit und stilistischer Meisterschaft stellt Paolo Giordano die Schmerzen des Erwachsenwerdens und das Verlangen nach Anerkennung dar." (Corriere della Sera)

Alice Della Rocca hasste die Skischule. Sie hasste den Wecker, der auch jetzt in den Weihnachtsferien morgens früh um halb acht klingelte, und ebenso ihren Vater, der ihr beim Frühstücken zusah und dabei nervös mit dem Bein unter der Tischplatte wippte, wie um zu sagen: Los, beeil dich doch endlich. Sie hasste die Strumpfhose, die an den Oberschenkeln kratzte, die Skihandschuhe, in denen sie die Finger nicht bewegen konnte, den Helm, der ihre Wangen zusammenkniff und dessen Metallschnalle sich in ihren Unterkiefer bohrte, und vor allem diese Skischuhe, die viel zu eng waren und in denen sie wie ein Gorilla lief.
"Was ist denn? Trink doch endlich mal die Milch aus!", drängte ihr Vater weiter.
Und so kippte Alice eine halbe Tasse heiße Milch hinunter, die ihr zuerst die Zunge, dann die Speiseröhre und schließlich den Magen verbrannte.
"Na also. Und heute zeigst du ihnen mal, wer du bist", sagte er.
Und wer bin ich?, dachte sie.
Dann schob er sie hinaus, eingemummt in den grünen, mit Abzeichen und phosphoreszierenden Sponsorenlogos übersäten Skianzug. Um diese Tageszeit war es zehn Grad minus draußen, und die Sonne war nur eine dunkle Scheibe im Grau des Nebels, der alles umhüllte. Alice spürte, wie die Milch in ihrem Magen rotierte, während sie durch den tiefen Schnee stapfte, mit den Skiern auf der Schulter, die man selbst tragen musste, solange man nicht so gut war, dass andere sie für einen trugen.
"Halte die Spitzen nach hinten, sonst erstichst du noch jemanden", forderte ihr Vater sie auf.
Am Ende der Saison schenkte der Skiclub jedem Mitglied eine Anstecknadel, die mit Sternchen besetzt war. Jedes Jahr ein Sternchen mehr. Die erste erhielt man mit vier Jahren, wenn man groß genug war, um den Liftbügel zwischen die Beine zu klemmen, die letzte, wenn man neun war und sich den Bügel selbst greifen konnte. Drei silberne Sternchen und dann drei goldene. Jedes Jahr eine neue Anstecknadel, die einem sagte, dass man näher herangekommen war an die Wettkämpfe, vor denen es Alice so grauste. Schon jetzt dachte sie daran, obwohl sie erst drei Sternchen besaß.
Treffpunkt war der Sessellift, punkt halb neun, wenn die Anlage geöffnet wurde. Alices Kameraden waren bereits eingetroffen. In einer Art Kreis standen sie da, wie kleine Soldaten eingemummelt in ihre Skiuniformen und starr vor Müdigkeit und Kälte. Sie hatten die Enden ihrer kurzen Skistöcke, die im Schnee staken, unter die Achseln geklemmt und stützten sich darauf. Mit ihren baumelnden Armen sahen sie aus wie eine Schar Vogelscheuchen. Keiner hatte Lust zu reden, am allerwenigsten Alice.
Ihr Vater versetzte ihr zwei übertrieben kräftige Schläge auf den Helm, als wolle er seine Tochter in den Schnee rammen.
"Mach sie fertig. Und denk immer dran: Körpergewicht nach vorn, verstanden? Gewicht-nach-vorn."
Gewicht nach vorn, antwortete ihm das Echo in Alices Kopf.
Dann entfernte er sich, wobei er in seine zum Kelch zusammengelegten Hände hauchte. Schon bald würde er wieder in der warmen Stube sitzen und seine Zeitung lesen. Nach zwei Schritten hatte der Nebel ihn bereits verschlungen.
Alice ließ ihre Ski so achtlos zu Boden fallen, dass sie, hätte ihr Vater es gesehen, auf der Stelle vor aller Augen ein paar hinter die Ohren bekommen hätte. Bevor sie die Skischuhe in die Bindung einrasten ließ, klopfte sie mit den Stöcken gegen die Sohlen, um die festklebenden Schneeplacken zu lösen.
Es tröpfelte schon ein wenig. Wie eine Nadel, die sich in ihren Unterleib bohrte, spürte sie den Druck auf der Blase. Auch heute würde sie es nicht schaffen, das war ihr klar.
Jeden Morgen die gleiche Geschichte. Jeden Morgen schloss sie sich nach dem Frühstück im Bad ein und presste und presste, um alle Flüssigkeit loszuwerden. Dann saß sie da und zog so fest die Eingeweide zusammen, dass ihr von der Anstrengung ein Stich durch den Kopf fuhr und sie das Gefühl hatte, die Augäpfel träten ihr aus den Höhlen, wie das Fruchtfleisch mancher Traubensorten, wenn man die Schale ausquetschte. Dazu drehte sie den Wasserhahn ganz auf, damit ihr Vater die Geräusche nicht hörte, und ballte die Fäuste beim Pressen, um auch noch das letzte Tröpfchen herauszudrücken.
So blieb sie sitzen, bis ihr Vater gegen die Badtür pochte und rief: Los jetzt, Fräulein, mach mal fertig, wir sind schon wieder zu spät.
Aber es nützte alles nichts. Nach der Fahrt auf dem Sessellift musste sie immer so dringend, dass sie gezwungen war, die Skier zu lösen, um sich, ein wenig abseits, in den Neuschnee zu hocken. Sie tat so, als müsste sie die Schuhe fester schnallen, während sie in Wirklichkeit Pipi machte. Sie schaufelte ein wenig Schnee um die eng geschlossenen Beine zusammen und ließ es einfach laufen, machte sich in den Skianzug, in die Strumpfhose, während alle Kameraden zusahen und Eric, der Skilehrer, stöhnte: Jetzt müssen wir wieder mal auf Alice warten.
Wirklich eine Erleichterung, dachte sie jedes Mal, wenn sich diese angenehme Wärme zwischen ihren verfrorenen Beinen ausbreitete.
Oder es wäre eine Erleichterung, wenn mir nicht alle dabei zusähen, dachte sie.
Irgendwann werden sie es merken.
Irgendwann wird ein gelber Fleck im Schnee zurückbleiben. Und dann werden mich alle damit aufziehen.


Einer der Väter trat jetzt auf Eric zu und fragte, ob der Nebel an diesem Morgen nicht zu dicht sei, um hinaufzufahren. Alice horchte auf, von leiser Hoffnung erfüllt, doch Eric konterte mit seinem perfekten Lächeln. "Neblig ist es nur hier unten", erklärte er. "Oben beim Gipfel knallt eine Sonne, dass es die Felsen sprengt. Auf jetzt! Los geht's."
Auf dem Sessellift bildete Alice ein Pärchen mit Giuliana, der Tochter eines Kollegen ihres Vaters. Die ganze Strecke über wechselten sie kein Wort miteinander. Dabei waren sie sich weder sympathisch noch unsympathisch. Sie hatten einfach nichts gemeinsam, höchstens die Tatsache, dass sie nicht da sein wollten, wo sie jetzt gerade waren.
Die einzigen Geräusche waren das Rauschen des Windes, der über den Gipfel des Mont Fraiteve fegte, sowie das gleichmäßige metallische Surren des Stahlseils, an dem Alice und Giuliana hingen, das Kinn tief im Jackenkragen verborgen, um sich mit dem eigenen Atem zu wärmen.


Gewicht: 1372 g
Einband: gebunden
Übersetzt von: Bruno Genzler
Ausstattung: 22,5 cm
Auflage: 2. Auflage

Sprache(n): Deutsch

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"Schmerzhaft schön",

von Birgit Matthews aus St. Pölten (26.07.2010)


Die Geschichte erzählt von zwei jungen Menschen, Alice und Mattia, die unterschiedlicher nicht sein könnten und doch eines gemeinsam haben,ein schreckliches Erlebnis in ihrer Kindheit.
Ihre Wege kreuzen sich in der Jugend und sie werden enge Freunde.Trotzdem gelingt es ihnen nicht ein Paar zu werden. Die Geschichte ist berührend und die Sprache poetisch.
Dennoch konnte mich das Buch nicht fesseln. Mir fehlte mehr Lebendigkeit.

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"Die Einsamkeit der Primzahlen",

von Buchwurm Top 100 Rezensent aus Ober-Ramstadt (30.05.2010)


Alice und Mattia haben in ihrer Kindheit beide ganz unterschiedliche traumatische Erlebnisse gehabt, die sie bis ins Erwachsenenalter entscheidend geprägt haben.
Viele Jahre später kreuzen sich die Lebenswege dieser beiden ungewöhnlichen Menschen und sie finden ineinander Vertraute, da beide "anders" sind. Alice, die sich ihre Magersucht nicht eingesteht und Mattia, das Mathegenie, der sich aber zwanghaft selbst verletzen muss.
Beide sind füreinander bestimmt, schaffen es aber nicht, über den Status tiefer Freundschaft hinaus zu gelangen. Und so trennen sich ihre Wege, bis sie sich nach weiteren vielen Jahren erneut begegnen...

Dieses Buch hätte ich mir niemals gekauft, aber als ich es in der Bücherei fand, nahm ich es mit, da es interessante Rezensionen gab. Und ich muss sagen: ich liebe Giordanos Schreibstil! Das Buch liest sich wunderbar in einem Stück durch, wird niemals langweilig oder schwülstig. Es ist einfach eine großartige Geschichte, die volle 10 Punkte verdient hat und definitiv jeden Euro wert ist!! Absolute Leseempfehlung von mir.

(Rezension vom 29.03.2010)

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"Die Einsamkeit der Primzahlen",

von Rosina Lange-Wildsmith aus Rhein/Main (11.05.2010)


Die Einsamkeit der Primzahlen ist ein wunderbar anderes Buch, das so speziell ist wie sein Titel. Kaum zu glauben, dass es sich hier um das Erstlingswerk des 1982 geborenen Giordano handelt. Ich war fasziniert davon, wie intensiv uns der Autor an der Wahrnehmung und dem Leben zweier sehr besonderer in verschiedener Weise verletzter Menschen teilnehmen lässt. Es ist spannend, einmal ganz neue Perspektiven kennenzulernen, auch wenn sie fremd bleiben. Wenn Sie sich auf eine solche "Sehschule" einlassen mögen, dann ist dieser Roman genau das Richtige für Sie.

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"Veranstaltung li.Cologne 13.03.2010",

von Katharina Voß aus Siegburg (23.03.2010)


Die Einsamkeit der Primzahlen-ein mathematischer Ausdruck im Titel?!

Das kann ja gar nichts für mich sein...Falsch gedacht!
Auf Empfehlung einer Kollegin wagte ich mich an das Buch des jungen Italieners und ich muss gestehen, dass mir etwas fehlen würde, wenn ich es nicht gelesen hätte.
Wie ein Primzahlenpaar geistern Alice und Mattia umeinander. Einerseits voneinander angezogen wie Magnete und gleichermaßen stoßen sie sich ab, wie zwei gleiche Pole.
Die beiden verbindet eine große Einsamkeit, die durch zwei völlig verschiedene aber einschneidende Traumata entstanden ist.
Ich habe mich gefragt, wie man wohl mit Themen dieser Schwere einen Abend auf der lit.Cologne gestalten kann ohne bedrückend zu sein und war positiv überrascht als ich die lange Schlange vor dem Anleger sah...
Es hat mich begeistert, wie groß das Interesse an diesem Ausnahmeroman ist.
Giordano hat es durch seinen italienischen Charme und seine tolle Ausstrahlung mit Leichtigkeit geschafft, das Publikum in seinen Bann zu ziehen.
Sein warmherziges und ansteckend fröhliches Auftreten machen ihn noch authentischer und sympathischer.
Trotz Diskussionen über Einsamkeit in der Jugend und den Umgang mit großen Verletzungen brachte er mich immer wieder zum Schmunzeln.
Der absolute Höhepunkt war die Lesung seinerseits aus der deutschen Übersetzung. Durch das Tempo der MS RheinEnergie gewann er an Kühnheit und überzeugte zusätzlich durch wirklich gutes Deutsch.
Der promovierte Physiker hat zu unserem Glück gänzlich den Naturwissenschaften den Rücken gekehrt und arbeitet bereits an einem neuen Werk.
Wir können ihm nur wünschen, dass er sich von der Kritik seiner Freundin an den ersten Entwürfen nicht entmutigen lässt und weitermacht.
Also, Daumen drücken und hoffen, dass wir Paolo Giordano bald wieder mit einem vergleichbar wunderbaren Werk auf der lit.Cologne treffen dürfen.

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"Die Einsamkeit der Primzahlen",

von Sandra Becker aus Bergisch Gladbach (09.03.2010)


Paolo Giordano hat eine wunderbare Sprache, die den Leser sofort in die Geschichte reinzieht. Manches Mal möchte man Mattia und Alice einen kleinen Schubs geben, die Vergangenheit doch endlich ruhen zu lassen, aber irgendwie soll es nicht sein, daß die beiden dies schaffen. Wer also die übliche Liebesgeschichte mit Happy-End erwartet ist hier vielleicht falsch. Dennoch sollte man dieses Buch gelesen haben und sich in Alice und Mattia einfühlen, es lohnt sich!

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"Gutes Debüt",

von Alessandra Top 100 Rezensent aus Wien (17.02.2010)


Der Debütroman von Paolo Giordano wurde allerseits hoch gelob und wurde sogar mit dem Premio Strega ausgezeichnet. Der Roman hat etwas sehr schmerzliches und beklemmendes an sich und man nimmt diese Stimmund während des Lesens irgendwie in sich auf. Ich fand den Roman gut geschrieben, flüssig und leicht zu lesen, aber irgendwie habe ich mir mehr erwartet, nach all den Lobeshymnen. Trotzdem kann ich den Roman guten Gewissens weiterempfehlen.

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"Unbedingt lesen !!!",

von einer Kundin/ einem Kunden aus Windischgarsten (30.01.2010)


Einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören zu lesen; Erzählkunst vom Feinsten!!!

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"Ganz grosse Literatur",

von Anne Granzow aus Aarau (21.01.2010)


Alice und Mattia verbindet eins miteinander: ein Tag in ihrer Kindheit verändert ihr ganzes Leben. Als sie sich Jahre später auf dem Gymnasium kennenlernen wird schnell klar, dass sie aufeinander eine starke Anziehungskraft ausüben. Sie scheinen füreinader bestimmt, unbewusst jedoch tun sie alles dafür, nicht zueinander zu finden. Der Titel beschreibt es treffend: Die Einsamkeit der Primzahlen.

Ein Meisterwerk des jungen Autors Paolo Giordano, bei dem man sich fragt, wie ein so junger Mensch ein so starkes, raffiniertes, sprachlos machendes Buch schreiben kann! Mehr davon!!!!

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"Einfühlsam, verträumt und... ",

von Paula (10.01.2010)


... absolut genial:). Mehr braucht man eigentlich gar nicht sagen. Alice und Mattia sind beide auf ihre Art einzigartig und wahre Primzahlenzwillinge, die ihre Einsamkeit und den Abstand zueinander überwinden wollen und letztendlich- durch die Kluft, die zu groß ist scheint und immer riesiger vor ihnen klafft- die Einsamkeit akzeptieren und damit zu leben beschließen.
Toll! Man kann sich von der ersten Seite ab einfühlen und schließlich das Buch nicht mehr zur Seite legen(ich hatte es an einem Tag durch;)).

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"Die Einsamkeit der Primzahlen",

von Lisa Kreitmeyer aus Dortmund (11.12.2009)


Detailliert beschreibt Paolo Giordano das Leben von Alice und Mattia, ihre Gefühle, ihre traumatischen Erlebnisse in der Kindheit und ihre Beziehung zueinander.
Sie begleiten sich auf Distanz durch ihr weiteres Leben, kommen nie ganz zusammen und verlieren sich doch nie ganz aus den Augen.
Ein schönes, tief berührendes und mitreißendes Buch um zwei Menschen, denen es nicht gelingt aus ihrer Einsamkeit zu entfliehen und zueinander zu finden. Von der ersten bis zur letzten Seite absolut lesenswert.

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"Ein Buch das einen noch lange beschäftigt.",

von Matthias Koßin aus Rheine (14.11.2009)


Mein persönlicher Favorit 2009.
Paolo Giordano macht neugierig darauf was noch kommen wird.
Er erzählt die Geschichte zweier junger Menschen und schafft es den Leser mit seiner wunderbar klaren Sprache zu fesseln.
Dürfen Bücher so enden?
Kann man mit Worten Beklemmung und Freude beim Leser hervorrufen?
Paolo Giordano kann.
Wie gesagt, ein Buch das einen noch lange Zeit beschäftigt nachdem man es bereits aus der Hand gelegt hat. Ein Genuss.

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"-Einsamkeit der Primzahlen-",

von Karin Streimelweger aus Villach ATRIO (13.11.2009)


Erzählt wird die Geschichte zweier junger Menschen, die gezeichnet sind von einschneidenden, traumatischen Erlebnissen der Kindheit.
Sie grenzen sich ab und sind meist für sich allein.
Der Umgang mit anderen Menschen ist oft schwierig.
Ähnlich jenen Zahlen, die nur durch eins und sich selbst teilbar sind - den Primzahlen.

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"Die Einsamkeit der Primzahlen",

von Teresa Kopp aus Pforzheim (09.11.2009)


Vielleicht wäre Mattia kein Sonderling, der sich nur wohlfühlt, wenn er hochkomplizierte Mathematikaufgaben lösen kann, wenn seine Zwillingsschwester damals nicht verschwunden wäre und er nicht diese Schuldgefühle hätte. Vielleicht wäre Alice nicht magersüchtig, wenn sie gelernt hätte, Vertrauen in sich und ihre Umwelt zu haben und dieser Skiunfall nicht geschehen wäre. Vielleicht wären beide nicht so allein, wenn sie in ihrer Kindheit diese einschneidenden Erlebnisse nicht gehabt hätten…
Giordano schafft mit Mattia und Alice zwei Charaktere, die den Leser nicht so schnell loslassen. Er schreibt und beschreibt einfühlsam, präzise und schlicht wunderbar und erreicht so, dass seine Figuren Fragen aufwerfen und uns noch lange nach Ende der Lektüre weiterhin beschäftigen. Kurz: Großartig!

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"Die besonderen Zahlen",

von Nicolai Walter Wolf aus Bremen (07.11.2009)


Inhalt: Alice und Mattia. Zwei verschiedene Personen. Zwei verschiedene Leben, zwei verschiedene, bewegende Geschichten. Beide suchen Zuflucht in ihrer kleinen kaputten Welt und versuchen ihr Leben so zu leben, wie es ihnen möglich und vor allem erträglich ist. Zwei Leben, die aufeinander treffen und auch irgendwie nicht.
Rezension: Ich bin mit ganz anderen Erwartungen an dieses Buch gegangen und muss sagen, dass ich selten so ein beeindruckendes Buch gelesen habe, wie „Die Einsamkeit der Primzahlen“. Jeder kennt irgendwie irgendwo Geschichten, die vergleichbar mit denen von Alice oder Mattia sind, doch sehen wir nicht, was wirklich dahintersteckt und wie die Personen versuchen ihr Leben auf die gerade Bahn zu kriegen, was fast unmöglich scheint. Und gerade das zeigt uns Paolo Giordano intensiv und ungemein realitätsnah. Selten war ich beim Lesen eines Buches den Tränen so nahe und musste darauf doch wieder lächeln, da es eine Geschichte ist, die in unserem Umkreis jeder Zeit stattfinden kann.
Fazit: Ein bewegendes Buch, welches große Gefühle weckt und einen lange mit den eigenen Gedanken zurücklässt.

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"Eine Schicksalsgeschichte zweier Menschen",

von Jasmin Jungiereck aus Weiterstadt (05.11.2009)


Die beiden Italiener Alice und Mattia erleben beide in ihrer Kindheit schwerste Schicksale, die sie ihr Leben lang begleiten und sich in Magersucht und Selbstzerstörung wiederfinden. Der Titel dieses Buches verwirrte mich zunächst und ich wußte nicht so recht, ob ich es lesen möchte. Doch sobald ich die ersten Seiten gelesen hatte, war mir klar, das ist ein ganz besonderes Buch. Giordano ist ein wahnsinniger guter sowohl inhaltlich als auch sprachlicher Tragikroman gelungen. Ich kann nur jedem sagen: "Unbedingt lesen!"

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"Absoluter Ausnahmeroman",

von Katharina Voß aus Siegburg (04.11.2009)


Zwei Jugendliche,die beide eine traumatische Kindheit mit sich tragen, treffen sich und ziehen sich einerseits an wie Magnete und stoßen sich gleichermaßen ab wie zwei gleiche Pole...Giordano zieht den Leser ins Innere der beiden Protagonisten und schafft es eine absolute Faszination für die psychologischen Facetten der Beiden zu erzeugen.Trotz der ganzen Tragik begeisterte mich die angenehme Sprache,die nie ihre Leichtigkeit verliert...
Dieses Buch ist wirklich etwas Besonderes!

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"Eines der besten Bücher, die ich in letzter Zeit gelesen habe",

von Andrea Felsner aus Krems (01.11.2009)


Ein schmerzhafter, aber sehr warmherziger Roman über das Erwachsenwerden und die Wunden der Kindheit. Tief berührend und beklemmend zugleich. Alice und Mattia lernen sich auf dem Gymnasium kennen und fühlen sich
sofort voneinander angezogen. Beide gezeichnet von den Erlebnissen in ihrer Kindheit und dem Schmerz , der niemals aufhört.Man leidet mit und kann die körperlichen Qualen fast spüren.Und obwohl sie wissen , dass sie zusammengehören, können sie nicht zueinander finden. Denn die Hindernisse, die sie sich gegenseitig in den Weg legen, werden immer größer, je älter sie werden.
Ein außergewöhnlicher Roman von einem außergewöhnlichen jungen Autor, der nicht umsonst in Italien monatelang Platz 1 der Bestsellerlisten war. Hoffentlich hören (lesen) wir noch mehr von Paolo Giordano.

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"Dieses Buch werden Sie nicht mehr aus der Hand legen...",

von Melanie Fischer aus Amstetten (29.10.2009)


Unglaublich, wie ein so junger Autor diese zwei Schicksale erschaffen konnte. Man lebt mit den Protagonisten und wartet ständig auf den nächsten Schritt, der die beiden zueinander führen soll..

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"Überwältigend !",

von Annegrit Fehringer aus Kassel (26.10.2009)


Alice Della Rocca und Mattia Balossino wachsen beide in gutsituierten Familien in Norditalien auf. Beide müssen in ihrer Kindheit traumatische Erlebnisse verkraften.
Auf dem Gymnasium kreuzen sich zum ersten Mal ihre Wege. Von da ab scheinen ihre Schicksale miteinander verknüpft. Man könnte auch sagen, Alice und Mattia sind wie zwei Parallelen, die sich im Unendlichen treffen.
Ein wahrhaftig einmaliger und hochspannender Entwicklungsroman! Großartig!

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"Es beginnt und endet spannend wie ein Krimi",

von bookmark (24.10.2009)


Wie beschreibt man dieses wunderbare Buch?

Das Buch berichtet über den Einfluß traumatischer Erlebnisse in der Kindheit auf das ganze weitere Leben.
Wenige Minuten entscheiden darüber, in welcher Verfassung man den Rest seines Lebens verbringen wird.
Schauen Sie sich die Denkweise von Hochbegabung an, man kann sich, Dank Giordano, mal in Menschen mit
Magersucht hineinversetzen. Die Protagonisten haben noch einige "Macken" mehr und jede davon
kann man so eindringlich mitfühlen und nachvollziehen.
Man bekommt diese unglaubliche Verantwortung für Kinder vor Augen geführt und hat hinterher
noch mehr Verständnis für die Menschen, die eben anders sind als andere Menschen.
Diese Zerrissenheit zwischen Schuld, Einsamkeit und der Suche nach Liebe, wird von
Giordano wirklich großartig und fesselnd umgesetzt. Ein Buch für alle, die Menschen
lieben und für angehende Psychologie-Studenten ;-) Großartig!

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