Das Dekameron

Das Dekameron

Mit d. Werkbeitr. aus Kindlers Literaturlexikon

von Giovanni di Boccaccio

Buch

Taschenbuch (912 Seiten)

2. Auflage

Sprache: Deutsch

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Italien im Jahr 1348: Während in Florenz die Pest wütet, flieht eine Gruppe junger Leute auf ein toskanisches Landgut und erzählt sich an zehn Tagen genau 100 Geschichten über die Liebe. Einfacher kann die Grundidee eines Buches kaum sein, und vor allem seine Einfachheit hat Boccaccios >Dekameron<, diese Feier des Lebens und der Liebe, zu einem Meisterwerk europäischer Erzählkunst gemacht, das Unterhaltungsliteratur im besten Sinn des Wortes ist. Mit dem Werkbeitrag aus Kindlers Literatur Lexikon. Mit Daten zu Leben und Werk, exklusiv verfasst von der Redaktion der Zeitschrift für Literatur TEXT + KRITIK.

Produktdetails

Verkaufsrang: 70.874
ISBN-10: 3-596-90006-9
EAN: 9783596900060
Originaltitel: Il Decamerone
Erschienen: 19.01.2012
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 2. Auflage
Seitenzahl: 912
Gewicht: 550 g
Übersetzer: Karl Witte
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
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Giovanni di Boccaccio

Giovanni Boccaccio, geb. 1313 als unehelicher Sohn eines Kaufmanns und einer Französin in Florenz, absolvierte in Neapel Kaufmannslehre und Studium. 1349 kehrte er nach Florenz zurück. 1350 lernte er Petrarca kennen; die beiden Wegbereiter der Renaissancekultur blieben eng befreundet und führten bis zum Tode Petrarcas eine anregende Korrespondenz. Neben seiner schriftstellerischen Arbeit war Boccaccio Botschafter des stadtstaates Florenz und humanistischer Gelehrter. Er starb 1375 auf seinem Landgut in Certaldo (Toskana).

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  • Sex im Mittelalter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Lorenz Laudenberg, am 17.05.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.


    Sieben Frauen, drei Männer, die vor der Pest in Florenz im Jahre 1348 an einen abgelegenen Ort geflohen sind, erzählen sich zum Zeitvertreib abwechselnd Geschichten, insgesamt 100 Novellen, ein "Zehntagewerk", in denen es um die "Liebesmoral" geht. Im Mittelpunkt der Geschichtensammlung, deren Ursprung wir in der antiken Literatur, in Märchenmotiven, in kirchlichen Legenden oder auch Städtechroniken ausmachen können, stehen amouröse Abenteuer, teils recht grobe, heftige erotische Ausschweifungen, bei denen Liebestolle, betrogene Eheleute und lüsterne Kleriker die Hauptrollen spielen. Wir finden aber auch formvollendete, sehr schöne, teils tragische Liebesgeschichten, kleine Kunstwerke, die so detailliert und genau erzählt sind, dass sie mich manchmal an kurze Tatsachenberichte in den Zeitungen erinnern. Die Menschlich- Allzumenschlichen, thematisch recht unterschiedlichen Novellen haben diese lit. Gattung zur Kunstform erhoben, bilden eine Urform der europäischen Erzählkunst. Der Autor, Giovanni Boccaccio (1313- 1375 bei Florenz) hat sich, zusammen mit Petrarca, sehr für eine Wiederbelebung des Lateinischen eingesetzt, eine Übersetzung Homers in die lateinische Sprache angeregt.
    Sein "Dekameron" hat viele andere Schriftsteller beeinflusst, die Novelle war noch bis zum Barock eine vorherrschende Erzählform.

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