Der zerbrochene Krug

Lustspiel

von Heinrich von Kleist

Buch

Taschenbuch (96 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Die Uraufführung von Heinrich von Kleists Lustspiel 'Der zerbrochne Krug', die unter der Leitung von Johann Wolfgang Goethe 1808 am Hoftheater in Weimar stattfand, wurde zu einem Misserfolg; erst von 1820 an eroberte das Stück die Bühnen. 'Der zerbrochne Krug' ist das Lustspiel vom Dorfrichter Adam, der gezwungen wird, über seine eigenen Verfehlungen zu Gericht zu sitzen. Das Stück lebt von seinen raschen Dialogen und prallen Charakteren, allen voran dem Dorfrichter selbst. Nur Kleists Humor, sein Sprachwitz und der versöhnliche Schluss des Stücks verhindern, dass aus dem Komödienstoff eine Tragödie wird, denn letztlich handelt das Stück von Vertrauen und Vertrauensmissbrauch. Der "Krug" ist ein Meisterwerk des Lustspiels und gehört zu den meistgespielten Stücken auf deutschsprachigen Bühnen.
Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Helmut Sembdner und einem Nachwort.

Produktdetails

Verkaufsrang: 12.954
ISBN-10: 3-15-000091-2
EAN: 9783150000915
Erschienen: 1986
Verlag: Philipp Reclam Jun.
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 96
Länge/Breite: 147mm/98mm
Gewicht: 63 g
Reihe: Reclam Universal-Bibliothek
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Heinrich von Kleist

Heinrich von Kleist, dessen Werk bereits auf die Moderne vorausweist, wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Die Beschäftigung mit Kants Philosophie löste 1801 eine Krise aus, die zur Infragestellung der Lebenspläne Kleists führte. Es folgten Reisen durch Deutschland, Frankreich und die Schweiz. 1807 wurde Kleist von französischen Behörden unter Spionageverdacht verhaftet. 1809 publizierte er patriotische Lieder und Aufsätze gegen die französische Besatzung. Von 1810-11 war er Herausgeber der Berliner Abendblätter , zunehmende Schwierigkeiten mit der Zensur führten zu deren Verbot. Gemeinsam mit der krebskranken Henriette Vogel beging Kleist am 21. November 1811 am Ufer des Wannsees in Berlin Selbstmord. Von den Dichtern der Goethezeit ist Heinrich von Kleist einer der lebendigsten und zerrissensten. Sowohl sein Leben als auch sein Werk standen im Zeichen einer aus den Fugen geratenen Zeit, und die extremen Gefühlslagen und radikalen Zweifel, die sich in den Werken dieses zu Lebzeiten erfolglosen Dichters Bahn brachen, sind auch heute noch höchst aktuell.

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Kundenrezensionen

  • Einen Richter wie den Adam möchte ich nicht haben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Twins, am 12.03.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe dieses Reclam-Heftchen im Deutschunterricht gelesen. Da wir den passenden Film zuerst geschaut haben, konnte ich mich schnell in die Handlung hineinversetzen. Das Lustspiel war an manchen Stellen wirklich unterhaltsam. Doch einen Richter wie den Adam möchte ich nicht haben. Er ist die Zentralfigur in der Geschichte und weiß gar nicht was er als Richter alles tun muss. Er ist ein richtiger Tollpatsch. Die Schreibweise des Autors hat mir gut gefallen und es war eins der besten Bücher, die wir im Deutschunterricht gelesen haben.

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  • Der zerbrochene Krug Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.10.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie in vielen von Heinrich von Kleists Werken handelt auch der zerbrochene Krug von Recht und Gerechtigkeit. Am Anfang erfährt der Leser nichts vom Ausgang des Werkes, er bleibt im Dunkeln und erfährt nur durch seine Beobachtungen immer mehr über die Geschehnisse. Man bleibt sehr lange im Dunkeln darüber, welche Version der Geschehnisse der Wahrheit entspricht, da natürlich alle Zeugen eine andere Geschichte präsentieren. Am Ende ist man jedoch sehr überrascht über den Ausgang der Geschichte, allerdings ist der Gerechtigkeit genüge getan und jeder erhält das, was er verdient.

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  • absolut langweilig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Blacky, am 23.04.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung
    Dorfrichter Adam hat die Zerstörung eines wertvollen Kruges aufzuklären. Die Besitzerin hat am Vorabend den Bauernsohn Ruprecht im Zimmer ihrer Tochter Eve ertappt und verdächtigt diesen, den Krug vom Fensterbrett geworfen zu haben. Dieser wiederum hat einen Fremden beim eiligen Verlassen von Eves Zimmer beobachtet..

    Wir haben dieses Buch als Klassenlektüre gelesen und als Abschluss auch noch die Theateraufführung angesehen .
    Ich fand und finde beides absolut langweilig.
    Es gibt erheblich bessere Klassiker, die man lesen kann !!! (z.B Goethes Faust)

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  • Vor Gericht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Polar, am 20.09.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    *****
    Wie vermag man, die Ungerechtigkeit, die Willkür besser zu brandmarken als durch ein Lustspiel. Zu Zeiten der Zensur muss die Kritik so fein ausfallen, dass am besten der Kritisierte, über sich selbst lachen kann. So dumm wie Adam kann doch keiner sein. Ein Tölpel. Gezeichnet von seinen nächtlichen Eskapaden tritt er von Anfang an auf. Heinrich von Kleist setzt seinen Dorfrichter Adam der Lächerlichkeit aus. Der Zuschauer, Leser kann amüsiert dabei zusehen, wie er seinen Hals zu retten versucht. Gleichzeitig seziert Kleist ein Gerichtssystem, in dem ein Mensch wie Adam an eine Schaltstelle der Macht gelangen kann. Ein zerbrochener Krug wird zum Symbol für die in Gefahr geratene Ehre. Die des Mädchens gilt es zu wahren, den Schein des Richters zu retten. Dass die Aufklärung eines Falles verhindert werden soll, war weder zu Kleist Zeiten, noch ist es in unseren Zeiten ein Einzelfall. Recht ist, was als Recht gesprochen wird. Es kommt auf den Richtern an. Im Fall des zerbrochenen Krugs steckt das Intrigenspiel eines Mannes dahinter, der sich ein Mädchen gefügig machen will. Trotz aller Komödie, trotz des genial simplen Gegenstands
    ein vergnügliches Spiel um Machtmißbrauch und dörfliche Rechtsprechung.

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  • Ein Lustspiel der Extraklasse – noch immer! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Buechermaxe, am 22.03.2006

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der zerbrochene Krug von Heinrich von Kleist zählt noch heute zu einem der besten Lustspiele oder Komödien der Deutschen Literaturgeschichte. Vielleicht ließe sich damit noch vergleichen Patrick Süßkinds Psychogramm "Der Kontrabaß" oder bestimmte Komödien von Nestroy. Viele andere gute Komödien finden sich dagegen nur in den Literaturen anderer Nationen, weniger in der deutschen Literatur. Dazu scheinen wir zu ernst unser Leben zu fristen oder gleich im romantischen Elfenbeinturm – frei nach Goethes Werk Wilhelm Meisters Lehrjahre – zu versinken. Daher ist die Selbstentzauberung des Dorfrichters Adam von dem von seinen Zeitgenossen gröblichst unterschätzten Selbstmörder aus Verzweiflung Heinrich von Kleist bis heute dialogisch wie bildlich unübertroffen.

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