Hoffnung ist Gift

Roman

von Iain Levison

Buch

gebunden (254 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Jeff Sutton, Taxifahrer in Dallas, USA, fährt eine Frau vom Flughafen in eine noble Villengegend. Da sie nicht genug Geld dabeihat, bittet ihn die Dame noch mit ins Haus. Als kurz darauf ihre zwölfjährige Tochter verschwindet, steht für die Polizei fest, dass hier nur einer als Täter in Frage kommt. Der unbescholtene Taxifahrer wird in Untersuchungshaft genommen und im Trakt der Todeskandidaten untergebracht. Dort ist sein einziger Gefährte Robert, ein gefühlskalter Mörder. Ausgerechnet er glaubt an Jeffs Unschuld - aber glaubt Jeff selbst noch an Gerechtigkeit? Am Tag der Urteilsverkündung nimmt sein Fall eine überraschende Wendung ... Ein Krimi, der auf einer wahren Geschichte beruht.


Pressestimmen:

"Ein elegant geplotteter und erzählter Alptraum.(...) Dass der einzig mögliche Ausweg aus diesem Labyrinth des Schreckens die Aussicht auf Profit und Gewinn ist, ist die bösartigste Wendung ist diesem überaus beklemmenden, brillantem Remake von Kafkas 'Prozeß'." Thomas Wörtche, kaliber.38, 16.07.12

"Der Autor begnügt sich nicht damit, die Geschichte eines Justizirrtums zu erzählen, er verblüfft durch überraschende Wendungen, die man nur als kafkaesk bezeichnen kann." Ingeborg Sperl, Der Standard, 29.07.12

"Dieser Roman erreicht das Beste, was man von einem Buch erwarten kann: Er verändert die Wahrnehmung. Levison schafft beim Leser ein wenig heilsame Verunsicherung darüber, ob nicht mancher "Täter", über den die Medien berichten, in Wahrheit unschuldig ist." Sylvia Staude, Frankfurter Rundschau, 04.08.12

"Levisons Roman ist eine Vivisektion des amerikanischen Rechtssystems aus der Sicht eines Justizopfers. (...) Als Leser erlebt man Jeff Suttons Fall im Kopf des zu Unrecht Beschuldigten. Knapp und trocken erzählt er seine Geschichte, mit sarkastischen Untertönen." Frank Meyer, Deutschlandradio, 06.08.12

"Ein so nüchtern wie elegant geplotteter, schmaler Roman, der das amerikanische Rechtssystem aufs Korn nimmt - und in all seiner Absurdität vorführt." Ulrich Noller, WDR, 05.09.12

"Iain Levison berichtet trocken von Ermittlungspfusch und dem Irrsinn des US-Justizsystems, das "Hoffnung ist Gift" lehrt. Dass er sich auf einen echten Fall berufen kann, steigert das Entsetzen noch." stern, 27.09.12

Produktdetails

ISBN-10: 3-552-06194-0
EAN: 9783552061941
Originaltitel: The Cab Driver
Erschienen: 30.07.2012
Verlag: Zsolnay
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 254
Länge/Breite: 215mm/126mm
Gewicht: 396 g
Übersetzer: Walter Goidinger
Reihe: Deuticke im Zsolnay
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Iain Levison

Iain Levison, Sohn deutscher Eltern, ist 1963 in Schottland geboren und lebt in den USA. Nach dem Dienst bei der britischen Armee war er lange Zeit arbeitslos und schlug sich mit Gelegenheitsjobs durch.

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Buchhändlertipps

  • Unschuldig bis zur Anklage Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Katrin Schamaun, am 21.06.2012 aus der Thalia-Buchhandlung in St. Gallen

    Ein Fingerabdruck auf einem Fenster und ein frisch geputzes Auto werden Jeff Sutton zum Verhängnis. Er wird der Kindesentführung und -ermordung beschuldigt, festgenommen und bis zum Prozess im Hochsicherheitstrakt bei den Todeskandidaten untergebracht.

    Obwohl er unschuldig ist, glaubt keiner an ihn, noch nicht einmal er selbst ist sich noch sicher, was er getan hat und was nicht. Bald scheint die Situation auswegslos.

    Die Polizei ist indes hoch zufrieden, einen Schuldigen zu haben und lässt keine Zweifel zu. Da werden dann auch mal Beweise unterschlagen und Augenzeugen gekauft.

    Ein spannender Krimi ohne Blut und Leichenteile, trotzdem oder gerade deswegen wahnsinnig gruselig, spannend und bewegend.

Kundenrezensionen

  • Hoffnung ist Gift Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Hackler, am 03.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Hoffnung ist Gift" ist eine beeindruckende Justiz-Geschichte, über Schuld und Unschuld, Zermürbung, Selbstzweifel und Hoffnungslosigkeit....mit einem überraschenden Ende.
    Lesen Sie selbst - ein tolles Buch!

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  • Lakonisch - Provokativ - Lesen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefan Heidsiek, am 11.09.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Levisons in der Ich-Perspektive erzählte Geschichte über den Taxifahrer Jeff Sutton aus Dallas, der, einfach zu falschen Zeit am falschen Ort, aufgrund kruder Beweisführungen in den Knast einfahren muss, ist ein erschreckender Trip durch die Widersprüchlichkeiten des amerikanischen Justizsystems. Ein Fingerabdruck hat genügt, um aus einem unbescholtenen Bürger einen Kindesentführer zu machen. Der Verdacht allein reichte der Polizei als Vorwand Sutton in die Mangel zu nehmen, dessen Unschuldsbeteuerungen niemand, nicht mal sein Anwalt, glauben schenken will. Von jetzt auf gleich liegt das Leben des Mannes in Trümmern, werden ihm neben der Freiheit noch Freunde, Taxilizenz und Wohnung genommen. Und wir als Leser sind direkt dabei, in Suttons Kopf und können und wollen wie er nicht glauben, was da um uns herum geschieht. Denn dieses „uns“, und das ist die große Stärke des Buches, fühlt man von Beginn an.

    Sutton, der das mit ihm Geschehene in einem tiefschwarzen, lakonischen Tonfall kommentiert, ist dem Leser weit näher als der übliche Protagonist in einem Kriminalroman. Er ist vielmehr ein mögliches „Ich“, ein Jedermann, dessen Schicksal man, nicht nur als US-Amerikaner, durchaus teilen könnte. Und die Freiheit, dieses selbstverständliche Gut – sie ist es offensichtlich wohl nicht. Levison, der sich bei „Hoffnung ist Gift“ von einem realen Fall inspirieren ließ, legt die menschenverachtenden Methoden von Einrichtungen bloß, die eigentlich installiert wurden, um Recht zu sprechen und die Wahrheit zu suchen. In der Wirklichkeit sieht dies anders aus: Die Wahrheit ist lediglich das, was reicht, um eine Jury zu überzeugen. Und Recht ist gesprochen, wenn die Mehrheit mit dem Urteil leben kann. Dafür, für einen schnellen, reibungslosen Ablauf, werden dann auch schon mal Zeugen bestochen, Beweise fingiert oder unterschlagen. Aufwand und Ertrag dienen als Gradmesser für den Pflichtverteidiger. Das Wohl des Klienten steht an letzter Stelle.

    In einem Zustand der dauerhaften Empörung und des fassungslosen Kopfschüttelns verfolgt man Suttons rasanten Abstieg, stets hoffend, irgendjemand würde ihm doch endlich Gehör schenken, den Fall neu aufrollen, endlich erkennen, dass hier der Falsche bestraft wird. Und trotzdem traut sich der Leser, wie auch der Erzähler selbst, nicht zu hoffen. Denn Hoffnung ist tatsächlich Gift. Und ein Eingeständnis einer Niederlage, die man auch als Leser kommen ahnt, jedem Wunschdenken zum Trotz. So sitzt man zusammen mit Sutton auf einer Tribünentreppe im Todestrakt, lauscht den Ausführungen eines mit inhaftierten Serienmörders, welche logischer, ehrlicher und nachvollziehbarer klingen, als alles was die Staatsanwälte, Polizisten und Psychologen im gesamten Buch von sich gegeben haben. Hat Levison hier übertrieben? Ist das vielleicht alles viel zu überspitzt dargestellt? Oder ist das amerikanische Rechtssystem tatsächlich in vielen Dingen zu einer derartigen Farce verkommen? Es sind diese Fragen, die bleiben. Noch mehr nach dem letzten Satz des Buches, welcher den letzten dreißig Seiten eine ganze andere Perspektive verleiht und den (Teufels-)Kreis sinnvoll schließt.

    Iain Levison hat mit „Hoffnung ist Gift“ eine einfache, aber dennoch besondere und tiefschürfende Geschichte geschrieben, die wieder mal viel zu wenige Leute lesen werden und deren wahren Wert man vielleicht auch erst mit ein paar Tagen Abstand erkennt.

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  • sehr spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 05.08.2012

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    Jeff Sutton ist Taxifahrer in Dallas. Es sollte seine letzte Fahrt für diesen Tag sein. Eine elegante Dame läßt sich in ihre Villa chauffieren. Als sie nicht genügend Geld dabei hat, begleitet er sie aus Höflichkeit ins Foyer ihrer Villa.
    Die Dame begibt sich kurz ins Obergeschoss um das restliche Geld zu holen. Ohne besondere Vorkommnisse verläßt Jeff Sutton die Villa und fährt nach Hause. Als kurz darauf die 12jährige Tochter dieser Dame verschwindet, wird Jeff als Hauptverdächtiger sofort verhaftet.
    Der Roman basiert auf einer wahren Begebenheit. Beklemmend und sehr spannend.

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  • Unschuldig verurteilt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Markus Riedelsheimer, am 04.08.2012

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    Jeff ist Taxifahrer in Dallas und wird aus heiterem Himmel (oder weil blöd gelaufen?) beschuldigt ein 12-jähriges Mädchen entführt und getötet zu haben. Iain Levison erzählt den Roman "Hoffnung ist Gift" aus der Sicht Jeffs und dieser ist dann sehr überrascht, wie Polizei und Staatsanwalt alles dafür tun seine Schuld zu beweisen. Er kommt kaum zu Wort und landet im Gefängnis. Die unglaublich dichte und atmosphärische Schilderung des Gefängnisalltags und die Gedanken, die einem unschuldig verurteilten Menschen durch den Kopf gehen, machen "Hoffnung ist Gift" zu einem besonderen Roman. Und der Schluß ist einfach nur atemberaubend. Meine Kinnlade wanderte einige Zentimeter nach unten.

    Jetzt im Sommer einer der heißesten neuen Krimitipps mit Niveau. Lesen ist (fast) Pflicht.

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  • Hoffnung ist Gift Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Silke Herzger-März, am 28.07.2012

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    Die Geschichte um den Taxifahrer Jeff Sutton ist von Anfang an spannend geschrieben und zieht ihren Leser in den Bann.

    Jeff wird erst verdächtigt und dann angeklagt, ein zwölfjähriges Mädchen entführt und ermordet zu haben.

    Da wir den Ich-Erzähler dabei begleiten, wie er seine Fingerabdrücke an dem vermeintlichen Tatort hinterlässt, wissen wir, dass er die Tat nicht begangen hat. Leider kann der Leser, genau wie Jeff Sutton, dies den ermittelnden Polizisten nicht mitteilen und so verfolgen wir den Fall von der Festnahme, über den Gefängnisaufenthalt im Todestrakt bis zur Verurteilung.

    Doch dann gibt es eine überraschende Wendung und einen Schluss, der für Verblüffung sorgt.

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  • Albtraum Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Joke Hoogendoorn, am 25.07.2012

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    Jeff Sutton ist Taxifahrer in Dallas. Wenn es eines Tages an seiner Tür klingelt, beginnt ein Albtraum: Er wird davon beschuldigt, ein 12-jähriges Mädchen entführt zu haben. Jeff kann die Polizei nicht davon überzeugen, dass er mit der Sache nichts zu tun hat. Er landet im Gefängis, sogar in die Todeszelle, weil er da als mutmaßlichen Kindesentführer am Sichersten aufgehoben ist. Er bekommt einen Anwalt zugewiesen, aber der setzt sich nicht sehr aktiv für ihn ein. 10 Monate verbringt Jeff im Gefängnis. Während dieser Zeit verliert er alles, was er hat: Seine Wohnung mit all seinen Sachen, seine Taxilizenz, seine Freunde. Jeff lebt von Tag zu Tag. Jeder Gedanke an Hoffnung verdrängt er, denn das würde ihn nur schwach machen. Dass er nach seinem Prozess nicht wieder ins Gefängnis muss, ist ein Wunder. Es stellt sich heraus, dass die Polizei große Fehler gemacht hat. Außerdem wird das vermisste Mädchen lebendig wiedergefunden.
    Dieses Buch basiert auf einer wahren Geschichte. Und immer wieder hört oder liest man eine Nachricht über jemanden, dessen Unschuld doch noch bewiesen wird, manchmal sogar nach vielen Jahren im Gefängnis. Es wird leider immer wieder passieren, dass ein Unschuldiger eingesperrt wird. Ein Albtraum für die Betroffenen. Wie machtlos muss man sich fühlen, wenn alles gegen einen spricht, man aber wirklich unschuldig ist!
    Als ich das Buch zugeschlagen hatte, war ich erleichtert, dass Jeffs Unschuld letztendlich bewiesen wurde. Und ich kann nur hoffen, dass ich nie im Leben mit so etwas konfrontiert werde! Iain Levison hat aus dieser Geschichte einen spannenden, sehr fesselnden Roman gemacht. Klasse!

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