BuchhändlerInnen im Portrait

aus Basel

Gesamte Rezensionen
178 (ansehen)
Alter
32 Jahre
Funktion
Sortimentsbuchhändlerin
Im Beruf seit
2000
Das beste Buch aller Zeiten
Charlotte Brontë: Jane Eyre
Zu meiner Buchhandlung Zu den Top 100: BuchhändlerInnen

Meine Rezensionen

  • Grischa - Goldene Flammen
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    Zaristisch...
    Rezension vom 29.08.2012
    Ein wirklich gelungener Auftakt einer süchtig machenden Trilogie. Der erste Band ist schon vollendet, drei weitere sollen folgen – wenn sie nur schon halb so gut werden bin ich zufrieden!
    Die Umstände! Rawka ist ein Land das sich in einem Dauerkrieg nach allen Seiten befindet, Technologie findet im Sinne von Waffen statt, aber ansonsten ist das Leben der gemeinen Menschen dröge und äusserst einfach. Das Land wird vom Zaren und „dem Dunklen“ regiert, sowie der dritten Macht, dem Asketen (Rasputinentlehnt). Neben den Menschen gibt es auch diejenigen die nicht von dieser Welt scheinen – die Grischas. Sie haben verschiedene Fähigkeiten (Fluter, Stürmer, etc.pp) und tragen Keftas in den entsprechenden Farben. Auch sie kämpfen an der Seite der Menschen in der ersten Armee oder wohnen im Palast und dienen dem Zaren.
    Zum Inhalt! Alina und Maljen haben viele Gemeinsamkeiten: Sie sind Waisen mit mirakulösen Fähigkeiten, wurden zusammen gross gezogen, dienen in derselben Armee und gehören einfach zusammen. Da jeder Mitbürger eine Aufgabe erhält, ist Alina Kartographin und Maljen Fährtenleser in der ersten Armee geworden. Zur Bekämpfung der sich weiterhin ausdehnenden und alles Leben verschlingenden Schattenflur wird ihr Regiment ausgesandt. Nach einer missglückten Überfahrt um nach Nowokribisk zu gelangen offenbaren sich Alinas gewaltige Kräfte, die Beiden werden getrennt und das Buch beginnt erst so richtig.
    Ich habe das Buch innert kürzester Zeit gelesen. Es hat mich in einen Bann geschlagen den ich nicht erwartet hätte und ich kann auch mit dem Ende, das gar nicht so Cliffhangerlastig ausfällt gut leben. Der Schreibstil ist süffig, leicht und der Spannungsbogen hält.
    Jugendliche, Junggebliebene und Dysotopieanhänger werden das Buch lieben!
  • Wo ist mein Hut
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    Herrlich hutig!
    Rezension vom 29.08.2012
    Was für ein herrliches Kinderbuch!
    Nicht nur für die Kinder zum Kichern und Mitraten, auch für die Erwachsenen ist es ein absolut witziges Vorleseerlebnis. Die grafisch einfach gehaltenen Illustrationen erinnern an Bilderbücher wie Frederick (z.B. Frederick und seine Freunde 9783407799029) und lassen in Erinnerungen schwelgen. Die Sprache ist einfach gehalten, so können auch Erstleser gut mitlesen.
    Der vermisst seinen Hut schmerzlich. Er sucht und sucht, fragt sich durch den ganzen Wald – doch niemand hat den Hut gesehen. Niemand?? Das ist hier die grosse Frage…
    Es ist eine Geschichte übers Lügen und erwischt werden, aber keineswegs nur moralisch.
  • Der Hals der Giraffe
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    Inge Lohmark würde das Buch lieben!
    Rezension vom 22.08.2012
    Für Freunde schöner, gekonnter Schreibe ist dieser sehr schön gemachte Band ein Muss (auch als Taschenbuch wird es sicher ein spezielles Buch werden).

    Die Person, pardon, Gymnasiallehrerin, Inge Lohmark die vor ihrer Klasse steht und über sich, das Leben an sich, Mutterliebe und vieles weitere Gedanken macht, ist nicht zu fassen. Denkt man, man hätte sie, entwindet sie sich wieder und man steht vor einem neuen Rätsel. Darf man sie mögen, verachten, für überheblich halten oder sollte man sie einfach nur so hinnehmen?

    Der Schreibstil ist fulminant, trocken und doch so farbig, dass man gerne in dieser Welt versinkt. Auch wenn sie grau und unwirtlich erscheint.

    Lesen!
  • Herr Hase und Frau Bär feiern Geburtstag
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    Alles Gute zum Geburtstag!
    Rezension vom 22.08.2012
    Ich muss gestehen - ich bin ein grosser Fan des Herrn Hasen und der Frau Bär. Und das neue Abenteuer steht den vorangehenden in Nichts nach.

    Herr Hase und Frau Bär wohnen bekanntlich im Wald in einem Haus im Wald, bilden eine sympathische Wohngemeinschaft mit Dauerbesuch der drei Bärenbrüder. Die dürfen auch in diesem Abenteuer nicht fehlen...
    Doch lesen und erzählen Sie selbst. Kichern, zum Nachdenken anregen und Geburtstagfeiern - die Topthemen der Bilderbuchwelt wunderbar illustriert vereint.

    Sehr geeignet zum Verschenken und umgehend Vorlesen.(Und vielleicht braucht man dann auch gleich die anderen Bände der beiden Helden... :))
  • Jagd auf den Lebkuchenmann
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    "Komm auf meine Nase, ...."
    Rezension vom 22.08.2012
    Ich habe selten so eine charmante Variante des flüchtigen Lebkuchenmannes gelesen.

    Die frischen Illustrationen im Comicstil sprechen Jung und Alt an, ein bisschen wie ein Wimmelbuch entdeckt man immer mal wieder etwas Aussergewöhnliches auf den Seiten und das Rezept am Ende rundet die Geschichte wunderbar ab.

    Meine Lieblingsfiguren im Buch? Das badende Schwein und die sich bräunende Kuh.

    Ein Buch, das sich zum Vor-, Miteinanderlesen oder einfach Verschenken lohnt. Witzig, pfiffig, cool.
  • Dark Love
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    Mit der der elektrischen Droschke ins 2195
    Rezension vom 22.08.2012
    Willkommen im Jahr 2195. Die Welt hat sich zugrunde gerichtet, zig Kriege zwischen den wenigen verbleibenden Ländern haben die letzten Ressourcen zerstört, die Menschheit ist voll automatisiert. Das Klassendenken ist nach der grossen Katastrophe an seinem Höhepunkt angelangt.
    Die Frauen tragen wieder Korsett und Reifrock, werden in Regeln des viktorianischen Zeitalters gezwängt und denken trotzdem sehr emanzipiert. Die Upper- und Lower Society (im mehrstöckigen Gewölbe der Oberschichtensiedlung kann halt nicht jeder an der Oberfläche wohnen. Zum Einen ist es zu unsicher und zum Anderen ist die Bevölkerungsdichte zu gross.) und die Punks bekriegen sich Die eigentlich schon nicht mehr menschliche Kreaturen unterstützen die Menschen, in der Hoffnung auf Heilung. Diese Krankheit soll der Vater Heldin heilen können. Oder doch nicht? Stirbt auch er daran? Darf sie sich verwirklichen inmitten der Zwänge und Gefahren? Darf sie mit ihrer grossen Liebe zusammen kommen und kann sie dies auch bleiben?

    Der Schreibstil gefiel, der Spannungsbogen stimmte, der Plot war herrlich beängstigend, dennoch hat mich das Ende dann doch nïcht überzeugt. Eventuell bin ich auch einfach die falsche Zielgruppe für dieses Buch.

    Fazit: Superspannend zu lesen, Spannungsbogen stimmt und Sprache auch. Mir war es zu dysotopisch. Für die Fans dieses Buches (die es durchaus zuhauf gibt) sei verraten, dass noch mehr Bände dieser ungewöhnlichen Liebesgeschichte folgen...

    Wer soll es lesen: Die jugendlichen Seelen für gutes Lesefutter die auch düsteres Szenario geniessen möchten.
  • Unter dem Herzen
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    Eine gute Kürthy!
    Rezension vom 21.08.2012
    Nach dem Erstling „Mondscheintarif“ war ich begeistert vom spritzig leichten Stil der Autorin, der doch nie zu plump und leicht war. Dieses süffige Leseerlebnis mochte ich einfach sehr.
    Ich versuchte sie dann immer wieder zu lesen, doch irgendwie schienen ihre Sorgen nicht die meinen zu sein, der Identifikationsfaktor blieb aus und ich brach die Leserei bald wieder ab. Als dann dieses Buch angekündigt wurde, beschloss ich ihr wieder eine Chance zu geben. Und auch wenn ich keineswegs in der gleichen Situation bin und auch nicht immer das gleiche über dies und jenes denke, war ich sehr zufrieden mit der Lektüre.
    Im humorigen, sehr reflektierenden Stil, der Ildiko von Kürthy einfach eigen ist, lesen wir hier ihr Schwangerschaftstagebuch der ersten Schwangerschaft.
    Angereichert mit Zeichnungen, viel Farbdruck und schwerem Papier bringt das Buch schon Gewicht mit sich. Das ist der negative Teil daran – mir war es einfach zu schwer. Aber inhaltlich, stilistisch und von der Art her (ich liebe Tagebuchstil-Bücher) fand ich die Lektüre ausgesprochen unterhaltend. Wenn man so möchte ist das Buch auch als Ratgeber nützlich und ansonsten einfach nur dazu da, leichte Schreibkunst zu geniessen.
    Wer es lesen soll? Junge Frauen, egal ob schwanger oder nicht. Und zwar als Roman, nicht als Ratgeber.
  • Zeiten der Hoffnung
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    Historischer Roman, 1. WK
    Rezension vom 15.08.2012
    Einen historischen Roman habe ich nun schon längere Zeit nicht mehr gelesen. Bis mir dann dieses Insel-Buch in die Hände geriet.

    Der Schreibstil passt in die vergangene Zeit und ist angenehm süffig. Die handelnden Personen sind authentisch geschildert, die Handlungsorte und Geschichte gut recherchiert.

    Wilhelm von Schwemer wächst mit seinen Geschwistern Elisabeth, Karl und Adalbert in einem wunderbaren Haus im kaiserlichen Berlin auf. Sein Vater ist ein hohes Tier im Kolonialamt, seine Mutter Helène bekannt für die Abendgesellschaften in mondänen Kreisen. Wer hier geladen wird, der gehört zum erlesenen Kern der Gesellschaft.
    Am ersten Abend, dem Beginn des Buchs, wird die Verlobung zwischen dem Husaren des vierten kaiserlichen Reiterregiments (Wilhelm) und der namhaften Charlotte von Doering bekannt gegeben, er erlebt in der Folge die deutschen Kolonien in Togo, den ersten Weltkrieg (an verschiedenen, immer wieder entscheidenden Stellen) und findet seine Liebe zu Adèle wieder – oder doch nicht?

    Es ist ein herrliches, nicht zu langes, nicht zu schnulziges und doch reales Geschichtskapitel mit romantischen Beilagen und schöner Sprache.

    Wer soll es lesen?
    Geschichtsinteressierte, Freunde der guten, leichten Schreibe und Unterhaltung. Und da es einen guten Einblick in den Geschichtsverlauf des ersten Weltkriegs aus deutscher Sicht gibt, auch für gern lesende Schüler geeignet.
  • Die Langerudkinder
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    Norwegisches Heidi
    Rezension vom 07.06.2012
    Langerud hat mich sehr an die Kinderliteratur vergangener Tage erinnert, als ich noch "Einer vom Hause Lesa", "Schloss Wildenstein" (etc.) von Johanna Spyri oder "Vreneli" und "Theresli" von Elisabeth Müller las (um nur einige der alten Kinderbuchklassiker zu nennen!).
    Die Langerud-Kinder Ola, Einar, Ingerid und Martha leben auf einem kleinen Hof mit einer grossen Alm, zusammen mit ihren Eltern und ein paar Tieren. Als Bauern sind die sehr arbeitsam und dauerbeschäftigt, die vier Geschwister verleben glückliche, freie, aber auch harte Zeiten. Sind aber zufrieden und freuen sich, wenn sie endlich auf der Alm als Hütejungen arbeiten dürfen oder merken, dass sie sonst wie gebraucht werden.

    Ein Stück heile Welt trifft die heutige Literatur - schön.
    Die Geschichten werden in kurzen Kapiteln erzählt die sich sehr zum vorlesen eignen.

    Ich mochte die Lektüre sehr, denn Nostalgie und norwegisches Leben kennenlernen macht Spass!
  • Skulduggery Pleasant 01. Der Gentleman mit der Feuerhand
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    Ein entzückend schlagfertiges Skelett...
    Rezension vom 07.06.2012
    Ein entzückend schlagfertiges Sekelett namens Skulduggery Pleasant kreuzt bei der Testamentseröffnung von Stephanies Onkel Gordon ihren Weg. Sie erbt unerwartet ein Haus "und anderes Vermögen", zieht den Zorn und Neid der Verwandten auf sich und besichtigt als erstes einmal ihr Haus.
    Unglückliche Umstände zwingen sie dazu, die Nacht allein in Ihrem Erbstück zu verbringen und sie freut sich auf sturmfrei und Genuss - weit gefehlt, sie wird bedroht und trifft wieder auf den ungewöhnlichen Skulduggery. Irgendwas ist doch da nicht geheuer. Das reizt sie natürlich und schlagfertig, flink und clever wie sie ist, ist sie ein veritabler Gewinn für die Zweitwelt Dublins.
    Wie es anders nicht kommen kann, hat sich die Zwölfjährige bald einen Zaubernamen zugelegt -Walküre Unruh- den sie von nun an in dieser nächtlichen/täglichen Welt im Rahmen ihrer gewagten Abenteuer tragen wird.

    Spritzig, witzig, süchtig machend und lecker ironisch - mich hat dieser Serienauftakt total überzeugt.

    Freunde des schwarzen Humors, der mutigen Mädchen und tapferen Jungs sei das Buch empfohlen. Und selbstverständlich den AnhängerInnen ungewöhnlicher Welten und skurriler Begebenheiten.

    Wirklich lohnenswert anders im "Fantasy- und All-Age-Aufwasch".

    PS: Das Hörbuch soll auch super zum hören sein.
    PPS: Sichern Sie sich die patente und kultig aussehende Erstauflage der Taschenbücher, die haben nämlich einen eingefärbten Buchblock...