BuchhändlerInnen im Portrait

aus Basel

Gesamte Rezensionen
118 (ansehen)
Über mich
liebe diesen Job!
Alter
30 Jahre
Abteilung
EDV/Software/Naturwissenschaften
Funktion
Buchhändler
Lieblingsautoren
Patrick Süskind, Bernhard Cornwell, Gisbert Haefs, E.A. Poe, Scarlet Thomas, J.R.R. Tolkien, D.F. Wallace, Franz Kafka
An meinem Beruf gefällt mir
..die Erkenntnis, dass das geschriebene Wort bei vielen Menschen echte Glückseligkeit hervorrufen kann.
Im Beruf seit
2008
Das beste Buch aller Zeiten
..wird (hoffentlich!) niemals geschrieben werden
Zu meiner Buchhandlung Zu den Top 100: BuchhändlerInnen

Meine Favoriten

Meine Rezensionen

  • The Book of Eli
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    Durchschnittlich, aber unterhaltsam
    Rezension vom 07.09.2010
    Erst wusste ich nicht, was man von diesem Endzeitstreifen halten soll. Der Plot ist einfach zu simpel gestrickt, dazu noch besteht er aus einem reichlich kruden Stilmischmasch zwischen Endzeit-Science-Fiction, Erlösungsmythos mit stark christlicher Botschaft, Martial Arts und Western.
    Das war mir etwas zuviel des Guten, obschon die Optik als auch die Schauspieler zu gefallen wissen. Schlussendlich bleiben gute Bilder, teilweise herbe Action und etwas Anspruch, was "The Book Of Eli" alles in allem doch sehenswert machen, auch wenn die Geschichte zu Ungunsten der Logik bis zu Ende etwas arg starr an der religiösen Message festhält, was allzu früh allzu offensichtlich ist. Ach, ich weiss immer noch nicht so recht; Bin weder besonders begeistert noch speziell enttäuscht. Ich hatte einfach etwas anderes erwartet.
  • At The Edge Of Time
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    DER Soundtrack zum nächsten Fantasybuch
    Rezension vom 04.09.2010
    Gehören Sie zu denjenigen, die zur Lektüre eines guten Buches stets die passende musikalische Untermalung brauchen? Wenn Sie auch noch begeisterter Fantasy-Leser sind, dann BRAUCHEN Sie dieses Prachtexemplar von Album unbedingt!

    Blind Guardian sind seit ihrer Gründung darauf spezialisiert, Fantasy-Geschichten (die bevorzugte Literatur dieser deutschen Musiker) in packenden, epischen Melodic Metal-Songs zu vertonen, wobei es ihnen gelingt, Kitsch zu vermeiden und Bilder im Kopf der Hörer entstehen zu lassen. Umwerfend finde ich speziell die echten Orchesterparts, welche nicht bloss Selbstzweck oder schmückendes Beiwerk sind, sondern die immensen Möglichkeiten dieser Ausnahmeband nur unterstreichen. Andere stümpern hier aus Kostengründen oder aufgrund fehlenden Geschmacks künstliche Keyboardorchester zusammen.

    "At the Edge of Time" ist wuchtig und elegant zugleich, komplex und dennoch eingängig, angenehm heftig ohne die ruhigeren Momente zu vernachlässigen und vermag sehr verschiedene Stile von irischer Folklore über Musical, Klassik sowie natürlich Metal schlüssig in sich zu vereinen.
    Womit zumindest ich den Soundtrack zum nächsten Trip in phantastische Abenteuer definitiv gefunden habe. Grossartig!
  • The Final Frontier (Limited)
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    Alle Jahre wieder..
    Rezension vom 31.08.2010
    .. kommen die eisernen Jungfrauen mit einem neuen, uninspirierten Album von der Insel geschippert, welches sich die äusserst geduldige Fanschar brav schönhört. So geschehen zuletzt mit "Dance of death" und "Matter of live and death". Das letzte richtige Highlight in der Discographie des britischen Metal-Schlachtschiffes war "Brave new world" und hat auch bereits wieder über 10 Jahre auf dem Buckel.

    Und beim Anhören des lahmen Eröffnungssongs inklusive langatmigen Intro schwant einem denn auch schon Übles. Doch dann schnellen die Mundwinkel nach oben, obschon die Skepsis noch die ein, zwei nächsten Songs anhält, bevor einem die rockenden Mittfünfziger mit "The Alchemist" endlich den ersten richtigen Ohrwurm durch die Lauscher jagen. Von da an bleibt das Grinsen bis zum letzten Ton im Gesicht kleben, denn Iron Maiden wagen tatsächlich noch ein paar gelungene Experimente, wie etwa der richtig coole Jazz/Fusion-Part beim Kracher "Isle of avalon".

    "The Final Frontier" ist zwar wieder nicht der ganz grosse Wurf geworden - vor allem aufgrund der mauen ersten 15 Minuten, doch für einige glänzende Perlen mit den gewohnten und beliebten Markenzeichen der Band (hymnische Refrains, Galoppel-Rhythmen, Gitarrensolo-Duelle und Bruce Dickinsons unvergleichliche Sirenen-Stimme) hat es schlussendlich doch gereicht. Diese Scheibe hat durchaus Wachstumspotenzial. Zudem gibt's nach zwei grausam hässlichen Covern das obligate, gruselig-schicke Eddie-Cover. Up the irons!
  • Männer die auf Ziegen starren
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    Abgedrehtes Gag-Feuerwerk
    Rezension vom 20.08.2010
    Bob Wilton braucht dringend eine Story, um seine Reporterkarriere anzukurbeln und gerät per Zufall an Lyn Cassady, der ihm diese auf dem Silbertablett serviert: Cassady war nämlich Mitglied einer Geheimtruppe, welche auf telepatische Kriegführung spezialisiert war und ist nun auf der Suche nach seinem ehemaligen Sergeant, Bill Django, der als verschollen gilt. Obwohl er den Behauptungen seines neurotischen Gegenübers kaum glauben mag, lässt er sich darauf ein.

    Die unglaubliche Story über Männer, die u.a.Ziegen (sic!) durch Anstarren töten, strotzt vor Gags und abgedrehten Ideen, die Dialoge und Situationskomik sind getränkt mit schwarzem Humor.

    Am meisten überzeugen natürlich die Hauptdarsteller George Clooney (herrlich neurotisch), Ewan McGregor als dusseliger Journalist und Jeff Bridges in der massgeschneiderten Rolle des abgewrackten, versoffenen Ex-Sergeant. Ich habe mir fast die Hosen vollgemacht vor lachen.. fast!
  • Das Buch des Teufels
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    Krimikost für Geschichtsinteressierte
    Rezension vom 17.08.2010
    Es gibt definitiv nicht gar viele, die es so gekonnt schaffen, Historienroman und den guten alten Krimi zu verschmelzen. Zum vierten Mal hat Matthew Shardlake alle Hände voll zu tun, um (wieder einmal) mehrere Rätsel zu lösen, unter Einsatz seines Lebens.

    Überzeugend sind nicht nur die Figuren, sondern auch die historische Atmosphäre Londons, dessen Gestank und Hitze im Sommer 1537 einem förmlich in die Nase stechen. Der ein wenig an eine mittelalterliche Version von Wallander erinnernde Shardlake ist ausserdem eine Identifikationsfigur, dessen Persönlichkeit viel von der Anziehungskraft dieses Buches ausmacht. Genau so stark wie die drei Vorgängerromane, wenn nicht besser!
  • A Serious Man
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    Auf perfekte Weise absurd - oder: So ist das Leben!
    Rezension vom 16.08.2010
    Eins vorweg: Wer kurzweiliges, starbesetztes Popcornkino will, oder ein Problem mit den Absurditäten des Lebens hat, sollte diesen Film gleich sein lassen. Wie immer bei Coen-Filmen gilt: Hasse es oder liebe es, dafür aber abgöttisch.

    Wie auch immer man dazu stehen mag, Tatsache ist, dass die beiden Regie-Brüder eine einmalige Handschrift besitzen, wie nur wenige andere. Und zudem zeigen Filme wie dieser durch bizarre, überzeichnete Figuren, wie einem das Leben manchmal mitspielen kann.

    Bitterböse, sarkastisch, schräg - aber immer mal wieder saulustig - entscheiden Sie selbst, ob Ihnen das bekommt!
  • Wolfman - Extended Director`s Cut - Steelbook
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    Gruselklassiker im neuen Gewand
    Rezension vom 07.08.2010
    England, 19. Jahrhundert, ein abgelegenes Dorf, umgeben von Wald und Moor. Nebel hüllt die Häuser in schaurige Stimmung, als Lawrence nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkommt, um den verschollenen Bruder zu suchen. Doch man hat ihn bereits gefunden, oder besser: was von ihm übrigblieb, denn irgend etwas hat ihn im Wald buchstäblich in Stücke gerissen...

    Die Horrormär vom Wolfsmenschen faszinierte die Kinobesucher schon 1941, als der Originalstreifen gedreht wurde. Auch 2010 vermag der blutdurstige Vollmondanbeter in der Person Benicio Del Toros die Gänsehaut den Rücken hochfahren zu lassen. Ein nostalgisch-schauriges Heimkinoerlebnis, auch als Blu-Ray erhältlich!