Unsichtbar. rororo Taschenbücher, Band 25257

Roman

von Paul Auster

Buch

Taschenbuch (315 Seiten)

Sprache: Deutsch

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New York, 1967: Adam Walker will Dichter werden. Als ihm ein reicher Franzose namens Rudolf Born auf einer Party Geld zur Gründung einer Literaturzeitschrift anbietet, hält er das zunächst für einen Scherz. Einige Tage später kommt ein Scheck. Doch wie sich bald herausstellen wird, geht der eifersüchtige und jähzornige Born über Leichen.


Produktdetails

ISBN-10: 3-499-25257-0
EAN: 9783499252570
Originaltitel: Invisible
Erschienen: 02.01.2012
Verlag: Rowohlt Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 315
Gewicht: 265 g
Übersetzer: Werner Schmitz
Reihe: rororo Taschenbücher
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Paul Auster

Salman Rushdie, 1947 in Bombay geboren, studierte in Cambridge Geschichte. Mit seinem Roman «Mitternachtskinder» (1983) wurde er weltberühmt. Seine Bücher erhielten renommierte internationale Auszeichnungen und sind in über zwei dutzend Sprachen übersetzt worden. Zuletzt wurde ihm 1996 der Aristeion-Literaturpreis der EU für sein Gesamtwerk zuerkannt.

Werner Schmitz

Werner Schmitz wurde 2011 mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet. Er wurde für seine Übersetzungen zeitgenössischer amerikanischer Literatur, insbesondere für seine Übertragung der Romane Paul Austers geehrt.

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  • „Sex, Sex und dann auch noch Inzest” Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 07.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Während die grundlegende Story des Romans verwirrend klingt, erweist sich der Plot im Roman selbst als spannend und höchst interessant. So beschreibt der Roman nicht nur Walkers Lebensweg, sondern vermittelt auch einen interessanten Eindruck der Zeit und lässt tief in das amerikanische Selbstverständnis blicken.
    Spannend sind insbesondere die Figuren, deren Facettenreichtum nicht nur für zahllose Überraschungen sorgt, sondern einen großen Teil der Faszination des Romans ausmacht. So entwickeln sich die Charaktere unheimlich stark und sorgen dabei für viele Wendungen: Der großzügige Born, der zunächst zum sarkastischen Exzentriker und dann zum kaltblütigen Mörder wird; der schüchterne, unsichere Walker, der sich zum depressiven, aber sexgeilen Mann entwickelt oder die zurückhaltende Margot, die sich als selbstbewusste Verführerin präsentiert. Dabei bleibt die Entwicklung der Figuren trotz aller Wendungen jederzeit plausibel und nachvollziehbar.
    Ein beeindruckender Kniff ist aber auch die Erzählweise Austers: So ist der Roman mit verschiedenen zeitlichen Sprüngen und Rückblenden gespickt, so dass sich die Handlung des Romans über gute 40 Jahre hinzieht. Dabei enthalten diese Sprünge nicht nur wichtige Informationen über das Ende Walkers, sondern begründen seine Entwicklung auch psychologisch anschaulich. So zeigt sich, dass sein Leben sowohl durch die sexuelle Anziehungskraft seiner eigenen Schwester Gwyn, die zum Inzest führt, als auch den frühen Tod des kleinen Bruders und die dadurch entstandenen Schwierigkeiten im Elternhaus bestimmt worden ist. Diese verschiedenen Informationen und Eindrücke, die im Laufe des Romans vermittelt werden, fügen sich am Ende zu einem plausiblen Gesamtbild zusammen und sorgen so für eine klare Konzentration auf die Entwicklung Walkers.
    Hinzu kommt die Multiperspektivität, die in diesem Roman als postmodernes Element eingesetzt wird. So wird der Roman mal aus der Sicht Walkers, mal aus der Sicht eines alten Freundes von Walker geschildert. So liest dieser nicht nur stellvertretend für den Leser das erste Kapitel aus Walkers Autobiographie, sondern schreibt diese auf Basis von Walkers Notizen nach dessen Tod auch zu Ende. Diese verschiedenen Perspektiven sorgen für eine zusätzliche Variation des Bildes, das von den Figuren entsteht, da die einzelnen Elemente nur mosaikartig zum Vorschein kommen. Die zahllosen Erzählerkommentare bringen dabei zusätzliche Spannung in die Handlung.
    Der einzige wirkliche Schwachpunkt ist die Episode, wo Walker selbst nach Paris geht. So ist Walker zunächst scheinbar antriebslos in Paris, landet dann zufällig doch wieder mit Margot im Bett, will dann plötzlich doch Born für seinen Mord bestrafen, um schließlich fast mit Borns Stieftochter im Bett zu landen. Diese Passage ist als einzige nur ansatzweise plausibel und viel zu grob erzählt, um nachvollziehbar zu sein.

    Fazit:
    Alles in Allem ist Austers „Unsichtbar“ ein Roman, der ersten Güteklasse: Eine anspruchsvolle, intelligent gemachte Geschichte wird auf unterschiedlichste Art und Weise im Roman erzählt und präsentiert, bleibt dabei aber jederzeit spannend und glaubwürdig. Die höchst interessanten und facettenreichen Figuren sind dabei extrem faszinierend und fesseln auf diese Weise den Leser. Wer postmoderne Romane (wie auch andere Werke von Paul Auster wie Moon Palace) mag, wird auch mit diesem Roman glücklich werden. Wer hingegen weniger anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur sucht, sollte sich einen Kauf gut überlegen.

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  • Sex, Sex und dann auch noch Inzest Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 23.03.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Während die grundlegende Story des Romans verwirrend klingt, erweist sich der Plot im Roman selbst als spannend und höchst interessant. So beschreibt der Roman nicht nur Walkers Lebensweg, sondern vermittelt auch einen interessanten Eindruck der Zeit und lässt tief in das amerikanische Selbstverständnis blicken.
    Spannend sind insbesondere die Figuren, deren Facettenreichtum nicht nur für zahllose Überraschungen sorgt, sondern einen großen Teil der Faszination des Romans ausmacht. So entwickeln sich die Charaktere unheimlich stark und sorgen dabei für viele Wendungen: Der großzügige Born, der zunächst zum sarkastischen Exzentriker und dann zum kaltblütigen Mörder wird; der schüchterne, unsichere Walker, der sich zum depressiven, aber sexgeilen Mann entwickelt oder die zurückhaltende Margot, die sich als selbstbewusste Verführerin präsentiert. Dabei bleibt die Entwicklung der Figuren trotz aller Wendungen jederzeit plausibel und nachvollziehbar.
    Ein beeindruckender Kniff ist aber auch die Erzählweise Austers: So ist der Roman mit verschiedenen zeitlichen Sprüngen und Rückblenden gespickt, so dass sich die Handlung des Romans über gute 40 Jahre hinzieht. Dabei enthalten diese Sprünge nicht nur wichtige Informationen über das Ende Walkers, sondern begründen seine Entwicklung auch psychologisch anschaulich. So zeigt sich, dass sein Leben sowohl durch die sexuelle Anziehungskraft seiner eigenen Schwester Gwyn, die zum Inzest führt, als auch den frühen Tod des kleinen Bruders und die dadurch entstandenen Schwierigkeiten im Elternhaus bestimmt worden ist. Diese verschiedenen Informationen und Eindrücke, die im Laufe des Romans vermittelt werden, fügen sich am Ende zu einem plausiblen Gesamtbild zusammen und sorgen so für eine klare Konzentration auf die Entwicklung Walkers.
    Hinzu kommt die Multiperspektivität, die in diesem Roman als postmodernes Element eingesetzt wird. So wird der Roman mal aus der Sicht Walkers, mal aus der Sicht eines alten Freundes von Walker geschildert. So liest dieser nicht nur stellvertretend für den Leser das erste Kapitel aus Walkers Autobiographie, sondern schreibt diese auf Basis von Walkers Notizen nach dessen Tod auch zu Ende. Diese verschiedenen Perspektiven sorgen für eine zusätzliche Variation des Bildes, das von den Figuren entsteht, da die einzelnen Elemente nur mosaikartig zum Vorschein kommen. Die zahllosen Erzählerkommentare bringen dabei zusätzliche Spannung in die Handlung.
    Der einzige wirkliche Schwachpunkt ist die Episode, wo Walker selbst nach Paris geht. So ist Walker zunächst scheinbar antriebslos in Paris, landet dann zufällig doch wieder mit Margot im Bett, will dann plötzlich doch Born für seinen Mord bestrafen, um schließlich fast mit Borns Stieftochter im Bett zu landen. Diese Passage ist als einzige nur ansatzweise plausibel und viel zu grob erzählt, um nachvollziehbar zu sein.

    Fazit:
    Alles in Allem ist Austers „Unsichtbar“ ein Roman, der ersten Güteklasse: Eine anspruchsvolle, intelligent gemachte Geschichte wird auf unterschiedlichste Art und Weise im Roman erzählt und präsentiert, bleibt dabei aber jederzeit spannend und glaubwürdig. Die höchst interessanten und facettenreichen Figuren sind dabei extrem faszinierend und fesseln auf diese Weise den Leser. Wer postmoderne Romane (wie auch andere Werke von Paul Auster wie Moon Palace) mag, wird auch mit diesem Roman glücklich werden. Wer hingegen weniger anspruchsvolle Unterhaltungsliteratur sucht, sollte sich einen Kauf gut überlegen.

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  • Wahrheit oder Phantasie?? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ingrid Böhmer-Pietersma, am 15.03.2012

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    Paul Auster schreibt so unglaublich gut. Worte, die nachhaltig beeindrucken, Geschichten, die nachhaltig bedrücken – er spricht Tabuthemen an, die unangenehm berühren, aber Sogwirkung ausüben. Hat man sich in die Irre führen lassen?? Wahrheit oder Phantasie, geschicktes Taktieren – und immer für eine absurde Überraschung gut. Ganz grosses Kino.

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  • Die Abgründe der menschlichen Seele Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Reinhard, am 30.01.2012

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    Paul Auster erzählt in seinem Roman die Geschichte des jungen Mannes Adam Walker und meisterlich schildert er die Abgründe der menschlichen Seele. Der Roman gliedert sich in vier Teile:
    Im ersten Teil des Buches kommt Adam Walker selbst zu Wort und schildert seine Erlebnisse im Jahre 1967 in New York.
    Der zweite Teil wird erzählt, als ob ein guter Freund von Walker die ganze Geschichte schildern würde und spielt kurz nach den schicksalhaften Ereignissen, die diesem ­wiederfahren sind, bis kurz bevor dieser nach Paris reist.
    Der dritte Teil erzählt die Erlebnisse von Walker in Paris.
    Der vierte und letzte Teil sind die Tagebucheinträge der gealterten Cecile.

    Paul Auster versteht es meisterlich, mit dem Leser zu spielen. Nie weis man genau, welche der geschilderten Ereignisse jetzt von Adam erfunden wurden und welche der Realität entsprechen. Die Sprache des Romanes fesselt den Leser von der ersten bis zur letzten Seite. Ich würde sogar sagen, das dieser Roman sein bisher bester ist. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und ich war hin und her gerissen zwischen Mitleid für Adam und den abschreckenden Ereignissen, die geschildert werden. Paul Austers Roman hat mich tief bewegt und ich kann ihm jedem nur empfehlen.

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  • Literarisches Spiel der Postmoderne – genialer neuer Roman von Paul Auster Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Judith Lehner, am 23.01.2012

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    Der junge Literaturstudent Adam Walker trifft auf einer Party den reichen Franzosen Rudolf Born. Dieser will Adam ohne triftigen Grund finanziell unterstützen und ihm Geld für eine Literaturzeitschrift geben. Adam wird bereits früh misstrauisch, was ihn aber nicht daran hindert mit Borns Freundin ein Verhältnis zu beginnen…
    Soweit der Anfang einer faszinierenden Geschichte, die noch um vieles komplexer wird. „Unsichtbar“ wird zu einem Roman über Geld, Verbrechen, Moral, Verantwortung, Familie und Liebe. Vor allem aber macht Paul Auster seinem Name als postmoderner Autor alle Ehre und wechselt zwischen verschiedenen literarischen Genres (u.a. Briefroman, Tagebuchaufzeichnungen), Erzählstimmen und Perspektiven (Ich, Du, Er). Der Erzählfluss wird ständige unterbrochen, da Auster wie immer mit der Rolle des Autors, Herausgebers und Erzählers spielt, so dass es am Schluss mehr Fragen als Antworten gibt. Anspruchsvolle Leser und Fans der Postmoderne werden – wie ich – Paul Austers aktuellen Roman einfach genial finden.

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  • Paul Auster in Bestform Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Helene Oberleitner, am 03.01.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Zufall regiert wieder einmal in einer Geschichte von Paul Auster.
    Die Lebensgeschichte von Adam Walker, der im Jahr 1967 eine schicksalhafte Begegnung mit Rudolf Born wird erzählt von Walker selbst, einem alten Sudienfreund und Celine, die damals in Paris so unglaublich ihn ihn verliebt war. Die abwechselnden Erzählperspektiven machen den Roman so spannend, immer wieder erhält man eine neue Sichtweise des Geschehenen, die Wahrheit verändert sich ständig. Die Figuren sind einem so vertraut als wären sie gute Freunde von uns und man wünscht sich, dieses Buch möge nie enden.

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