Wenn das Schlachten vorbei ist
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Wenn das Schlachten vorbei ist

von T.C. Boyle

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Weitere Artikelinformationen

Zwei Fraktionen von Umweltschützern liefern sich einen erbitterten Kampf. Schauplatz sind die Channel Islands vor der Südküste von Kalifornien, wo die Umwelt vom Menschen empfindlich gestört wurde. Soll man das Gleichgewicht des Ökosystems mit viel Steuergeldern wiederherstellen - was zwangsläufig die Ausrottung mancher Tierarten bedeutet -, oder soll man um jeden Preis das Töten verhindern? T. C. Boyles furioser, apokalyptischer Roman handelt von der Ausbeutung der Natur durch den Menschen und den katastrophalen Folgen. Boyle hat eines seiner ältesten Themen weiterentwickelt, nie war er so bitter und böse, nie war es ihm so ernst.

Produktdetails

Verkaufsrang: 7.697
ISBN-10: 3-446-23952-9
EAN: 9783446239524
Erschienen: 06.02.2012
Verlag: Carl Hanser Verlag
Einband: EPUB
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 1
Seitenzahl: 464
Übersetzer: Dirk van Gunsteren
Erschienen bei: Carl Hanser Verlag
Übersetzt von: Dirk van Gunsteren
Spieldauer: 1297 KB
Kapitel: 0
Medium: EPUB
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Dirk van Gunsteren

Dirk van Gunsteren, geboren 1953 in Düsseldorf, arbeitet seit 1994 als Übersetzer und hat unter anderem Thomas Pynchon, V. S. Naipaul, Philipp Roth und Patricia Highsmith ins Deutsche übertragen.

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Kundenrezensionen

  • Wenn die Grenzen der Legalität verschwimmen! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Corinna Teickner, am 05.08.2012

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    Auf den Inseln vor Santa Barbara kam es in den letzten Jahrzehnten zu einigen schwerwiegenden Veränderungen in den einzelnen Ökosystemen der Inseln. Zum Teil naturbedingt, aber auch durch den Menschen verursacht, haben sich Tierpopulationen und Artenvielfalt stark verändert.
    Die Umweltschützerin Alma möchte einen "ursprünglichen" Zustand wiederherstellen. Teilweise mit drastischen Mitteln. Ihr gegenüber steht der Tierschützer Dave LaJoy, der auch nicht gerade zimperlich ist, um seine Überzeugungen durchzusetzen. Einige Male bewegt er sich auf einem schmalen Grad zwischen Legalität und Kriminalität.
    Beide Parteien meinen das Richtige im Namen der Umwelt zu wollen und geraten dabei immer wieder aneinander.
    Doch wo sind die Grenzen? Wie weit darf man eingreifen und auf wessen Kosten geschieht das?
    Umweltschutz mal anders, man erkennt die Wichtigkeit und wird zum nachdenken angeregt und sieht auch die Gefahren, wenn der Mensch mal wieder über sein Ziel hinaus schießt!

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  • Gibt es eine einzige Wahrheit beim Umweltschutz Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Helene Oberleitner, am 09.06.2012

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    Auf den Channel Islands vor der Küste Kaliforniens spielt der Großteil der Handlung dieses Buches, das den Konflikt zwischen Naturschützern, die von eingeschleppten Tierarten gefährdeten Verhältnisse wieder herstellen wollen einerseits und radikalen Tierschützern andererseits thematisiert. Rund um zwei Hauptfiguren erzählt Boyle nicht linear, sondern zum Teil in Rückblenden die manchmal sehr dramatischen Geschichten der Beteiligten.
    Durch die Konstruktion spannend zu lesende Auseinandersetzung mit dem Thema Natur und Umwelt an Hand der Schicksale der durchaus widersprüchlichen Figuren. Für Leser wie mich besonders erfreulich, die Landkarte im Umschlag des Buches.

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  • Umweltschützer VS Tierschützer Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kai Reinhard, am 27.02.2012

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    In Boyles neuem Roman stehen sich zwei Menschen gegenüber, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Auf der einen Seite versucht Alma, eine Wissenschaftlerin das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder herzustellen, indem sie Ratten vergiften lässt, dessen Population dafür gesorgt hat, dass einige Vögel auf der Insel fast ausgestorben sind und auf der anderen Seite kämpft der fanatische und zugleich romantische Rabauke Dave LaJoy mit allem Mittel darum, genau diese Ratten zu retten. Dieser Kampf spitzt sich nach und nach immer mehr zu. Sehr gut hat mir gefallen, dass es in diesem Roman kein Gut oder Böse gibt, kein Richtig oder Falsch. Der Leser wird mit den einzelnen Betrachtungsweisen der einzelnen Protagonisten konfrontiert und muss sich selbst seine Gedanken machen. So ist er hin und her gerissen, zwischen den verschiedenen Betrachtungsweisen. Leider hätte hier meiner Meinung nach Boyle etwas mehr daraus machen können und manchmal baut er in dem Roman einen sehr guten Spannungsbogen auf, bricht diesen aber dann leider ab, ohne ihn richtig zu Ende zu führen. Zwar nicht Boyles bester Roman, aber für alle, die sich für das Thema interessieren empfehlenswert zu lesen.

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  • großes Lesevergnügen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Edith Berger, am 26.02.2012

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    Wie legitim ist es, ein Leben zugunsten eines anderen auszulöschen?
    Alma Boyd Takesue ist Biologin . Auf der kalifornischen Kanalinsel Anacapa droht eine, dort heimische, seltene Vogelart auszusterben. Das Überleben dieser Vogelart ist nur zu sichern, wenn das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem wieder hergestellt wird. Das heißt allerdings - Ratten und Schweine müssen zur Gänze von der Insel verschwinden. Sie sollen abgeschossen werden. In David Francis LaJoy hat Alma einen erbitterten Feind. Er ist fanatischer Tierschützer und stellt sich mit all seiner Kraft gegen diese Pläne.
    "Wenn das Schlachten vorbei ist" ist ein großes Lesevergnügen.

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  • Naturschutz- persönlich, schwierig, gegensätzlich Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin Bär, am 21.02.2012

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    Naturschutz ist eine schwierige Sache, und wie bei fast allen Dingen gibt es verschiedene Sichtweisen und Meinungen: soll man eine Insel in den ursprünglichen, d. h. den Zustand, der herrschte, bevor der Mensch diverse Arten (Pflanzen und Tiere) einschleppte, zurückführen? Oder ist das halt der Lauf der Natur, Arten werden von wem auch immer auf andere Inseln gebracht, und jedes (auch das eingeschleppte) Tier ist schützenswert?

    Alma Takesue ist als Biologin der Umweltbehörde zuständig dafür, sogenannte invasive Arten auf den Santa-Barbara-Inseln zu eliminieren, um den ursprünglich einheimischen Tieren eine Überlebenschance zu geben. Dazu müssen zuerst die Ratten auf Anacapa getötet werden.

    Dave LaJoy ist ihr Gegenspieler: ein fanatischer Tierschützer, der mit aller Macht gegen die „Tierkiller“ vorgehen will und mit seiner Gruppe diverse Sabotageakte plant.

    Nachdem so ein Sabotageakt misslingt, ist Alma mit ihrer Aktion, die Ratten zu vergiften und Anacapa wieder für die Vögel sicherer zu machen, erfolgreich. Doch schon tut sich die nächste Front auf: Die Schweine auf Santa Cruz müssen aus ihrer biologischer Sicht weg…

    T.C. Boyle schildert diesen Kampf zweier engagierter Naturschützer, indem er die Figuren in all ihrer charakterlichen Vielschichtigkeit zeigt, man fühlt mit beiden und ist sich nicht sicher, auf wessen Seite man sich schlagen soll. Neben Alma und Dave ist Anise die wichtigste Figur, sie hat ihre eigene, spezielle Geschichte mit den Inseln. Auf über 450 Seiten werden diese drei ausgeleuchtet, mit ihren Familiengeschichten und deren Dramen. Großartig erzählt, mir hat’s sehr gut gefallen!

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  • Töten um zu retten? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Martina Wolf, am 13.02.2012

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    Zwei Gruppen von Umweltschützern liefern sich einer erbitterten Schlacht. Schauplatz sind die Channel Islands vor der Südküste Kaliforniens. Die Biologin Alma und ihr Freund Tim haben den offiziellen Auftrag, das aus dem Gleichgewicht geratene Ökosystem auf den Inseln wieder herzustellen, um die heimischen Tierarten zu retten. Dies gelingt natürlich nur, wenn sie die dort eingewanderten (oder von Menschen eingeschleppten) Ratten vergiften und massenweise Wildschweine abschießen. Der fanatische Tierschützer Dave LaJoy und seine Freunde sind damit gar nicht einverstanden, gilt es doch jedes Lebewesen dieser Erde zu schützen. Uns so entsteht ein Kampf, bei dem nicht nur so mancher Vierbeiner sein Leben verliert.
    Ein guter, spannender, bitterböser Roman zu einem hochinteressanten Thema. Allerdings wird so mancher Boyle-Fan den scharfen Witz seiner früheren Bücher vermissen.

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