Klaviersdelikte

von Bodo Wartke

Musik

Genre: Kabarett

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Erschienen im: Reimkultur Musikverlag

In seinem jüngsten Programm beweist Bodo Wartke einmal mehr seine vielfältigen Qualitäten als Gentleman-Entertainer am Flügel. Ob er Liebeslieder singt, rappt, Gedichte rezitiert, Samba tanzt oder mehrere Instrumente gleichzeitig spielt: sein facettenreiches Klavierkabarett in Reimkultur ist unterhaltsam, mitreißend und immer auf den Punkt. Mit augenzwinkernder Leichtigkeit führt der Sprachjongleur das Publikum singend durch den Abend und erzählt seine Geschichten, die sich in einem rauschenden Bilderbogen entfalten. Seine Klaviersdelikte sind charmante Beobachtungen unseres Alltags und jener Komplikationen, die das zwischenmenschliche Miteinander aufwirft. So bietet das turbulente Leben in einer WG ebenso Stoff für eine Ballade, wie die allgegenwärtige akustische Umweltverschmutzung und die lieben Nachbarn, die, statt Stille zu zelebrieren, einen konstanten Lärmpegel um die Wohnung des dichtenden Künstlers aufrechterhalten. Der Kabarettist räumt auf mit dem verklärten Blick auf die Jugendzeit und fragt verschmitzt, ob Männer wirklich der Macht ihrer Hormone ausgeliefert sind. Erstaunliche Phänomene wie die überbordende Produktauswahl im Café oder die willkürliche Trennung der Musik in 'ernst' und 'unterhaltend' nimmt Bodo Wartke bissig ins Visier (und führt sie ad absurdum). Und er wagt einen humorvoll-utopischen Ausblick in eine Zukunft ganz ohne Werbung. Auch die eher funktionale denn ansprechende Architektur in Deutschland bekommt ihr kritisches-musikalisches Denkmal. Und die Liebe? Mit einer Dame aus Konstanz verbindet den Lateintänzer eine rasante Tanzromanze. Béguine- und Tangorhythmen bezeugen musikalisch einmal mehr den richtigen Riecher für eine leidenschaftliche Liebeserklärung, diesmal ans Odeur der Auserwählten. Und mit Christine ist dem Dichter ein zutiefst berührendes Lied gelungen, mit dem er sich als Meister der leisen, nachdenklichen Töne empfiehlt.

Ganz groß. Dieser Bodo Wartke war eine Überraschung, positiv. Man wird ihn sich merken müssen. Entertainment mit Tiefgang.
Berlin Magazin, zur Premiere am 27.1. in den Berliner Wühlmäusen


Produktdetails

EAN: 4260055231125
Erschienen: 01.03.2012
Medium: CD
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Kundenrezensionen

  • Berührend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Miriam Fricke, am 09.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bis jetzt brachte ich Bodo Wartke einzig und allein mit Humor und kritischen Beobachtungen in Verbindung.
    Mit dem Lied Christine jedoch lehrt er uns, dass er viel mehr als das kann, denn mit dem Lied „Christine“ hat er ein unglaublich berührendes, trauriges Lied mit auf das Album gebracht welches einen schwer beeindruckt zurück lässt.

    Der Rest des Albums beeindruckt natürlich wie gewohnt mit viel Witz und Humor. Hier und da wie gewohnt Kritik… auch an anderen Bahn-Fahrenden ;)
    Wer hier nicht lachen muss, der muss zumindest schmunzeln!

    Wirklich ein weiteres sehr empfehlenswertes Album von Bodo Wartke welches reifer und überlegter als die vorherigen wirkt.




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  • Einer wie keiner Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Volker M., am 25.02.2012

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wenn Bodo Wartke in die Tasten greift, passiert mir regelmäßig etwas, was ihm fast nie passiert: Mir fehlen die Worte. Und das ist vielleicht auch besser so, denn seine spitzengeklöppelten Texte erfordern ungeteilte Aufmerksamkeit. Es wäre um jede verpasste Zeile schade - sein Verlag heisst ja nicht umsonst "Reimkultur". In "Klaviersdelikte", seinem ersten Studioalbum, kommt aber gerade auch seine ungebremste Musikalität besonders zur Geltung. Live verzeiht, Studio verzeiht nichts. Dieser Mann ist in allen Stilen traumwandlerisch sicher zuhause und von einer musikalischen Präzision, dass ich ehrfürchtig auf die Knie sinke. Ich hatte mal das Vergnügen, ihn mit südamerikanischer Rappelkiste, Salsa-Schüttelei und Klavier auf der Bühne zu erleben. Er spielte alle drei gleichzeitig und sang noch dazu. Wer es nicht glaubt, kann sich ja mal auf Wartkes Webseite das artistische Video ansehen. Das ist musikalisches Entertainment auf allerhöchstem Niveau. Man muss kein Musiker sein, um dabei in Stürme der Begeisterung auszubrechen.

    Auf seiner neuen CD finden sich einige Stücke, die Bodo Wartke bereits in den Bühnenprogrammen erfolgreich angetestet hat ("Das sind Probleme, die ich früher nicht hatte", "Architektur in Deutschland") aber auch Neues, wie die zum Schreien komischen "Frühlingsgefühle". Die haben durchaus das Zeug, "Ja, Schatz" Konkurrenz zu machen, einem Stück, bei dem ich überzeugt bin, dass sich noch in 100 Jahren die Leute darüber schlapplachen werden. Ich kann's mittlerweile auswendig, so oft habe ich es schon gehört. In "Klaviersdelikte" fehlt es leider. Eigentlich schade, denn es gibt mittlerweile so viele Arrangementvariationen davon, dass auf jeder CD eine Platz haben sollte. Letztes Jahr hat The Master Himself in Edinburgh sogar eine hervorragend übersetzte Fassung auf Englisch gesungen. Kann man auch auf seiner Webseite anschauen.

    "Klaviersdelikte" ist schlichtweg ein Muss für alle Wartke-Fans und ein wunderbares Geschenk für alle anderen, um sie anschließend in die Gemeinde aufzunehmen. Viel Spaß! Garantiert!

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