Ehebrecher und andere Unschuldslämmer. Bastei-Lübbe Taschenbücher, Band 14407

Roman

von Kerstin Gier

Buch

Taschenbuch (335 Seiten)

9. Auflage

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

Als die schwangere Studentin Louisa nach dem Tod ihres Vaters von der Stadt zurück zu ihrer Mutter zieht, ist sie fest davon überzeugt, daß sie in der ländlichen Idylle versauern wird. Doch schon bald stellt sie fest, daß es in ihrer Heimatgemeinde schlimmer zugeht als einst in Sodom und Gomorrha. Das ist vor allem die Schuld des frisch geschiedenen Pfarrers, der sich nicht nur um das Seelenheil, sondern auch um das körperliche Wohl seiner weiblichen Schäfchen bemüht und somit aus frommen Unschuldslämmern reißende Hyänen macht. Um sich den attraktiven Junggesellen zu angeln, greifen die Damen tief in die weibliche Trickkiste. Ein gnadenloses Spiel aus Lügen, Listen sowie kleineren und größeren Verbrechen beginnt. Als Louisa merkt, daß sogar ihre eigene Mutter darin verwickelt ist, stürzt auch sie sich Hals über Kopf in das Intrigenspiel ...

Produktdetails

Verkaufsrang: 529
ISBN-10: 3-404-14407-4
EAN: 9783404144075
Erschienen: 11.05.2012
Verlag: Lübbe
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 9. Auflage
Seitenzahl: 335
Gewicht: 315 g
Reihe: Bastei-Lübbe Taschenbücher
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Kerstin Gier

Kerstin Gier wurde 1966 in der Nähe von Bergisch Gladbach geboren, wo sie auch heute mit ihrem Mann, ihrem Sohn, zwei Katzen und drei Hühnern wohnt. Bereits als Kind wollte sie Schriftstellerin werden und schrieb für Bücher, die sie gelesen hatte, eine Fortsetzung. Zuerst begann Kerstin Gier damit, Germanistik, Musikwissenschaft und Anglistik zu studieren, wechselte aber dann und schloss als Diplompädagogin ihr Studium ab. Nachdem Kerstin Gier keinen festen Arbeitsplatz fand, entschied sie sich 1995 dazu, Frauenromane zu schreiben. Ihr erstes Buch "Männer und andere Katastrophen" wurde 1996 mit Heike Makatsch verfilmt und auch die nachfolgenden Romane waren und sind noch heiß begehrt. Mit ihrem Roman "Das unmoralische Sonderangebot" wurde Kerstin Gier 2005 mit dem "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman ausgezeichnet. Seit 2007 ist sie zudem Jurymitglied bei "DeLiA", der Vereinigung deutschsprachiger Liebesroman-Autoren und -Autorinnen. Mit den Bänden rund um Gwendolyn und Gideon in London ("Rubinrot", "Saphirblau", "Smaragdgrün") schrieb Kerstin Gier zum ersten Mal eine Jugend- und Fantasyroman-Reihe. Kerstin Gier veröffentlicht auch unter den Pseudonymen Sophie Berard und Jule Brand.

Meinung der Redaktion
Die Romane sind gut zu lesen, manchmal mit spitzer Feder geschrieben und dadurch sehr komisch. Mit Witz und Humor und einer guten Prise Ironie zeigt sie, wie die Gesellschaft wirklich tickt.

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Kundenrezensionen

  • Der traurige Alltag Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das Buch wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Dorffrauen und Louisa beschrieben.
    Louisa reist aus Berlin an, um an der Beerdigung ihres Vaters teilzunehmen und ihre Mutter zu trösten, was eigentlich nicht nötig ist, weil diese schon anderweitigTrost findet. Bleiben noch die eigenen Probleme, von denen es genug gibt. Zum Beispiel die ungewollte Schwangerschaft und der Vater des Kindes, der auf Abtreibung plädiert, oder sonst keine Zukunft für die Beziehung sieht.
    Amelie, die Mutter von Louisa, muss mit den Verlust ihres Mannes klarkommen und lässt sich in dieser schweren Zeit, gerne von dem freundlichen Pfarrer trösten, worüber sie die Welt vergisst und sich den Abgrund der eigenen Seele entfernt.
    Carola wünscht sich nichts sehnlicher als endlich schwanger zu werden, was ein schwieriges Unterfangen ist, da ihr Ehemann Martin leider unfruchtbar ist. Der gutaussehende Pfarrer kommt da genau richtig und es werden Verführungskünste, sowie Lügen von feinsten aufgetischt.
    Irmela Quirrenberg genannt Irmi, Frau eines im Rollstuhl sitzenden Mannes, der nichts mehr genießt als sie jeden Tag zu schikanieren, wo er nur kann. In ihrer Verletzlichkeit genießt sie es die Aufmerksamkeit des Pfarrers zu bekommen, von welchen sie hofft, er würde sie „retten“.
    .
    Diese vier Personen wechseln sich in den Erzählungen immer ab, wobei das Buch nie unübersichtlich, oder verwirrend wird. Eine klare und verständliche Struktur bleibt immer erhalten. Eine Sache stört mich jedoch enorm, der Klappentext verweist auf eine Komödie, doch ich würde eher Tragödie dazu sagen. Lachen musste ich nie, dafür war einfach die Atmosphäre viel zu angespannt, es entstand mehr ein beklemmendes Gefühl, weil sich das Buch mit wichtigen Themen auseinandersetzt, dies in einer Art und Weise, dass der Leser mit den Protagonisten mitfühlt/mitleidet.
    Meiner Meinung nach ist es kein Buch für Zwischendurch, weil es stark zum Nachdenken anregt, was nicht tragisch ist, aber man es sich von Kerstin Gier nicht erwartet, da diese ja eher für ihre witzigen Frauenromane bekannt ist. Cover und Titel sind relativ irreführend, lassen nicht so ein ernsthaftes Buch erwarten.
    .
    Wie erwähnt, durchaus empfehlenswert, wenn man sich auch nicht eine Komödie erwarten darf.

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  • Überaus gelungen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Isabella, am 16.06.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Louisa will gerade ihren Freund davon in Kenntnis setzten, dass sie schwanger ist, da kommt der Anruf von zu Hause - ihr Vater ist tot. Also fährt Louisa in ihr Heimatstädtchen Jahnsberg und dort erwartet sie eine höchst skurrile Situation. Pfarrer Hoffmann, gutaussehend und auf etwas schmierige Weise charmant wickelt reihenweise Frauen um den Finger: Die sensible Irmi, die ihren MS-kranken, überaus tyrannischen Mann pflegen muss, Carola, die selbstbewusst und schön ist aber unter ihrem unerfüllten Kinderwunsch leidet und zu allem Übel auch noch Amelie, Louisas Mutter, die förmlich im Selbstmitleid zerfließt und gar nicht mehr mitbekommt, was um sie herum eigentlich passiert. Aber da wären ja da auch noch Gilbert und seine Mutter, die gewiss auch nicht zu unterschätzen sind und noch für die ein oder andere Überraschung sorgen und auch Louisa ist von Pfarrer Hoffmann alles andere als angetan ...
    Ich habe dieses Buch innerhalb weniger Stunden verschlungen und es hat sich wirklich gelohnt. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Amelie, Carola, Irmi (in der dritten Person) und Louisa (in der ersten Person) erzählt. Louisa ist eine unglaublich sympathische Heldin und bewundernswert schlagfertig. Das Buch ist humorvoll, gut geschrieben und vorallem so wahr, denn letzendlich werden wichtige familiäre Probleme im Leben einer Frau aufgegriffen: Zerbrochene Ehe, tickende biologische Uhr, Verlust eines geliebten Menschen, Krankheit, unerwünschte bzw. ungeplante Schwangerschaft und so weiter. Vollkommen authentisch werden die Situationen der einzelnen Figuren beschrieben und man kann, unabhängig davon, ob man das Verhalten der Figur gutheißt oder nicht letzendlich immer verstehen, warum sie sich verhält, wie sie es eben tut. Vorallem das Ende hat es in sich, denn jeder bekommt genau das, was er verdient. Besonders angetan hat es mir auch die Atmosphäre des Buches, die herbstlich und trotz des Humors immmer leicht melancholisch ist. Zusammenfassend kann man das Buch eigentlich schon fast als Studie über das Familienleben von vier denkbar unterschiedlichen Frauen in einer Kleinstadt, in der jeder jeden kennt, beschreiben. Ich kann das Buch also in jedem Fall empfehlen. Man sollte keine Lachkrämpfe erwarten, denn der Humor ist eher subtil. Wer gute Frauenliteratur mit Tiefgang und Humor schätzt, trifft mit diesem Roman aber sicherlich eine gute Wahl.

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  • Ein tolles Buch für zwischendurch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von I. Christ, am 31.12.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieser Roman war mein zweiter von Kerstin Gier und ich fand ihn klasse!
    Sehr empfehlenswert zum Abschalten.

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  • Schwarze Schäfchen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Stefanie Eckert, am 06.03.2007

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    ... und noch viel mehr. Wieder ein super Buch um ein langweiligen Nachmittag zu überbrücken. Leider ist das Buch nicht so ausegangen wie ich es erhofft hatte, aber es war trotzdem einfach nur super. Vielen Dank Kerstin Gier.

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  • Recht amüsant Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.06.2005

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Lustig und unterhaltsam, hab jedoch schon spritzigere Bücher von Kerstin Gier gelesen.

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  • Ein Meisterstück des schwarzen Humors... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sehr amüsant - wie auch schon in ihren anderen Werken - schildert Kerstin Gier die verschiedenen Formen der Trauerbewältigung und die "Diplomatie" der lieben Verwandtschaft nach Schicksalsschlägen. Leichte, aber "totkomische" Lesekost für triste Wintertage.

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