Buch
Taschenbuch (247 Seiten)
Sprache: Deutsch
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Der unterhaltsame Grundkurs für eine gelingende Partnerschaft
Auf den Traumpartner zu warten wie auf einen Lottogewinn hat wenig Sinn. Denn das Leben ist kein Glücksspiel, sondern folgt ganz bestimmten Gesetzmäßigkeiten. So ist es auch kein Zufall, wenn wir immer wieder an die "Falschen" geraten, denn sie sind die Richtigen, die wir unbewusst angezogen haben. Der bekannte Autor und Psychologe Hermann Meyer hält seinen Lesern so treffend den Spiegel vor, dass die eigenen problematischen Anziehungsmechanismen, Denk- und Verhaltensfehler, die zum "Frust in der Liebe" führen, offensichtlich werden. Wer sich darauf einlässt, lernt, den Partner anzuziehen, den er sich wünscht.
| ISBN-10: | 3-442-21873-X |
|---|---|
| EAN: | 9783442218738 |
| Erschienen: | 14.04.2009 |
| Verlag: | Goldmann Taschenbuch |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 247 |
| Länge/Breite: | 183mm/125mm |
| Gewicht: | 215 g |
| Illustrator: | Elke Pittermann |
| Reihe: | Goldmanns Taschenbücher |
Hermann Meyer ist Partnerschafts- und Schicksalsforscher. Nach dem Studium der Psychologie und Naturheilkunde widmete er sich der psychosomatischen Forschung und war lange Vorstandsmitglied von IPSE (Psychosomatisches Forschungszentrum). Heute leitet er in München das Institut für Energieflusscoaching (EFC), gibt Einzel- und Gruppenberatungen, bietet Ausbildungen an und hält regelmäßige Wochenendeseminare in verschiedenen Städten Deutschlands (München, Stuttgart, Köln etc.) sowie in Österreich und der Schweiz zum Thema Partnerschaft und Persönlichkeitsentfaltung.
Dieses Buch gibt längst fällige Antworten auf die uralte Streitfrage, wer verantwortlich dafür ist, wenn eine Partnerschaft nicht funktioniert. Wir sind es nämlich selbst, die den Grad der Harmonie oder Dissonanz innerhalb einer Beziehung bestimmen.
Entsprechend unserer (Un-)Fähigkeiten, den Aufgaben des Lebens zu begegnen, suchen wir uns nicht von ungefähr einen Partner, der sich als verheiratet, hysterisch oder »zurückgeblieben«, als Choleriker, Versager oder Trinker entpuppt.
So gilt es, sich der unbewussten Anziehungskräfte gewahr zu werden, um Fähigkeiten zu entwickeln, die eine bewusste Partnerwahl ermöglichen und das gemeinsame Glück auf eine realistische Basis stellen.
Am schwierigsten ist dabei sicherlich der Umgang mit den eigenen Gefühlen - sind sie es doch, weshalb wir uns wieder und wieder für eine Liebesbeziehung öffnen. Nicht zuletzt liegen Hass und Liebe, Vertrauen und Eifersucht, Zärtlichkeit und Schmerz deswegen so dicht beieinander, weil uns der Abstand fehlt - vor lauter Nähe.
Doch wollen wir nur einen kleinen Schritt weiterkommen, müssen wir unseren Verstand einsetzen, müssen wir Verständnis schaffen, auch wenn uns Projektionen, Identifikationen und andere unbewusste Abwehrmechanismen tagtäglich daran hindern. Umgeben von gesellschaftlichen Normen und Regeln, entfernen wir uns ansonsten immer mehr von einem verantwortungsvollen Umgang mit unserer Freiheit, die nur darauf wartet,erkannt und genutzt zu werden - sowohl zu unserem wie auch zum Wohle unseres Partners.
Somit kann dieses Buch weit mehr sein als nur eine interessante Lektüre: Es kann ein Beitrag zugunsten einer neuen Kultur des Miteinanders sein, sich selbstbewusst zu begegnen - in gegenseitigem Respekt.
Mit seiner klaren und logischen Denkweise ist Hermann Meyer der Pionier einer ganzheitlichen Psychologie, die dem Menschen seine Eigenverantwortung zurückgibt. Ob in seinem Klassiker »Die Gesetze des Schicksals« oder der »Lebensschule« - einem Schatzkästchen voller wertvoller Lebenshilfen -, er versteht es, einem die Augen zu öffnen für lebensnahe Einsichten in die Wirkungsweise menschlichen Handelns.
Auch in dem vorliegenden Band geizt er nicht mit verblüffenden Erkenntnissen, brillanten Schlussfolgerungen und mutmachenden Perspektiven, auch wenn er weiß, dass er mit einigen seiner Ausführungen so manchen wunden Punkt berührt.
Ein Buch also, das zu Diskussionen anregt - und auch anregen soll. Schließlich bekommt jeder den Autor, den er verdient.
Thomas Witzel
Redakteur und Autor
Denkvoraussetzungen
Das Anlagen-Modell - Unfähigkeiten erkennen, um fähig werden zu können
Ein Sprichwort sagt: Jedes Volk hat die Politiker, die es verdient. Man kann den Faden jedoch auch noch weiterspinnen und sagen: Jeder hat den Arbeitsplatz, den er verdient. Jeder hat die Wohnung, die er verdient. Und last not least: Jeder bekommt den Partner, den er verdient.
Sind solche Behauptungen nicht makaber und zynisch, ein Hohn gegenüber allen Arbeitslosen, gegenüber den Menschen, die über beengte Wohnverhältnisse klagen oder gegenüber all denjenigen, die unter einem hinterlistigen oder gar rabiaten Partner leiden?
Mitnichten! Dieses Buch will nicht anklagen oder gar im Sinne eines reaktionären Gedankengutes dem Mitmenschen eine Schuld zuweisen, zumindest nicht eine »Schuld« im Sinne einer Erbsünde oder einer »Schuld« im Sinne von Moral und Konvention.
Man könnte so sagen: Es gibt Ursachen für Missgeschick, Misserfolg und Unglück. Aber damit verbunden ist in den meisten Fällen keine Schuld im rechtlichen Sinne, sondern die Tatsache, dass der Betreffende dem Leben etwas schuldig geblieben ist, d. h., es gelang ihm nicht, die wertvollen Anlagen und Fähigkeiten seiner wahren Natur zu entwickeln und einzusetzen. Und gerade dies wäre notwendig, um im Leben ein angenehmes Schicksal zu erwirken.
Genauso wie Geld nicht unter dem Kopfkissen aufbewahrt werden sollte, sondern investiert werden muss, damit es Gewinn bringen kann, so müssen die Anlagen und Fähigkeiten der menschlichen Natur eingesetzt werden, damit wir - auf welchen Lebensgebieten auch immer - Erfolg ernten.
Diese einfache Tatsache steht jedoch im Widerspruch zu der Erziehung, die ein Großteil von uns genossen hat.
Meist sind wir dazu erzogen worden, brav und anständig zu sein, uns zurückzunehmen, uns anzupassen und unterzuordnen und gerade nicht Anlagen wie Durchsetzungsfähigkeit, selbstständiges Handeln oder ein eigenes Vorstellungsvermögen auszubilden.
Viele von uns haben zu Hause statt realem Durchsetzungsvermögen Aggression und Wut erlebt, statt Sinnfindung religiöse Dogmen, statt Übernahme von Verantwortung Flucht und Sucht ...
Noch katastrophaler sieht der Einfluss des herkömmlichen Schulsystems aus: Es wird am Leben vorbeigelernt.
Man lernt nicht das, worauf es im Leben ankommt, was man wirklich zum Leben braucht. Man lernt nichts über Gesundheitslehre, obwohl man permanent mit diesem Körper leben muss; nichts über Ernährung, obwohl sie täglich auf Körper, Seele und Geist einwirkt; nichts über Psychologie, obwohl man sich doch zeit seines Lebens mit der eigenen Psyche und der der Mitmenschen auseinandersetzen muss; nichts über Soziologie, obwohl man in diese Gesellschaft integriert ist; nichts über gesundes Bauen und Wohnen, obwohl wir uns über die Hälfte der Lebenszeit in unserer Wohnung aufhalten; nichts über Pädagogik, obwohl unsere Kinder die Zukunft der Menschheit bedeuten; nichts über Schicksalskunde, obwohl jeder davon betroffen ist; nichts über Erfolg, obwohl fast jeder ihn erreichen will; nichts über die Gesetze der Kommunikation, obwohl sie in jeder Begegnung von entscheidender Bedeutung sind; und letztendlich auch nichts über Partner- und Beziehungsfähigkeit, obwohl diese Fähigkeit für Glück und Unglück eines Menschen eine so gravierende Rolle spielt.
Aus all diesen Gründen wird klar, dass niemanden eine Schuld trifft, wenn er im Elternhaus und in der Schule nichts oder nur wenig von den menschlichen Anlagen und Fähigkeiten erfahren und ausbilden konnte.
Und dennoch zieht der Einzelne aufgrund der daraus resultierenden Anlagendefizite unbewusst negatives Schicksal an. Hat er etwa seine Kommunikationsfähigkeit nur ungenügend ausgebildet, kann sich dies im Berufsleben und in der Partnerschaft ungünstig auswirken. Jede nicht ausgebildete Anlage zieht einen Rattenschwanz an Spannungen, Konflikten und Schwierigkeiten nach sich, beeinträchtigt die eigene Lebensqualität und die der Mitmenschen.
Doch die Crux liegt darin, dass kaum jemand weiß, was ihm fehlt, welche seiner mannigfachen menschlichen Anlagen er noch nicht zur Verfügung hat.