Nur der Tod kann dich retten

Roman

von Joy Fielding

Buch

Taschenbuch (477 Seiten)

Sprache: Deutsch

mehr zum Inhalt

Versandfertig innert 1-2 Werktagen.

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv
0
0
0
0
0

Fr. 19.90

In den Warenkorb

Auf den Merkzettel

  • tolino shine
  • Bookeen Cybook Odyssey
  • Bookeen HD FrontLight
  • Thalia eReading App (erhältlich im App-Store)
Diese Geräte unterstützen den Adobe Kopierschutz
  • tolino
  • alle Thalia eReader
  • Kobo, Sony Reader, andere eReader
  • Thalia eReading App für Android und iOS
  • Windows PC und Mac
  • Kindle und Linux unterstützen den Adobe Kopierschutz nicht
  • Kostenlose Lieferung ab
    Fr. 75
  • Lieferung zur Abholung in Ihre Thalia Filiale möglich

Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen

Verfügbarkeit prüfen

Andere Kunden, die "Nur der Tod kann dich..." kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen

Ein ermordetes Mädchen. Eine Hütte im Wald. Eine Stadt in Angst


Als die Lehrerin Sandy Crosbie gemeinsam mit ihrem Mann Ian und ihren Kindern nach Torrance in South Florida zieht, kann sie nicht ahnen, welch verhängnisvolle Ereignisse ihr bevorstehen. Denn kurz nach ihrer Ankunft verschwindet an der örtlichen High School ein Mädchen spurlos - und wird nach Tagen verzweifelter Suche tot aufgefunden. Doch während die Polizei sich noch bemüht, eine erste Spur ausfindig zu machen, hat der Täter sein nächstes Opfer bereits im Visier - und er ist entschlossen, sein grausames Werk so lange zu verrichten, bis sein Blutdurst gestillt ist ...


Produktdetails

ISBN-10: 3-442-46810-8
EAN: 9783442468102
Originaltitel: Heartstopper
Erschienen: 06.07.2009
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 477
Länge/Breite: 188mm/120mm
Gewicht: 400 g
Übersetzer: Kristian Aus d. Englischen v. Lutze
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
Nach oben

Joy Fielding

Joy Fielding wurde am 18. März 1945 in Kanada geboren - was sie allerdings scherzhaft bezweifelt, weil sie sich noch nicht so alt fühlt, wie sie von der Jahreszahl her zu sein hätte. Schon seit Jahren zählt Joy Fielding zu den absoluten Spitzenautorinnen für Spannungsliteratur. Ihre Thriller und Psychothriller spielen immer wieder mit den Abgründen der Gesellschaft und der Gewalt, die sich in ihr wiederfindet. Die Hauptfiguren sind meist Frauen, die gut ausgebildet und in einer scheinbar perfekten Welt mit toller Beziehung in amerikanischen Großstädten leben. Scheinbar harmlose Ereignisse fördern dann alte Geheimnisse oder Sehnsüchte der Figuren ans Licht, die das vorher perfekte Leben komplett zerlegen.
Beruflich machte Joy Fielding ein paar Umwege, obwohl ihr schon früh klar war, dass sie Schriftstellerin werden wollte. Als Achtjährige begann sie, Entwürfe an Zeitschriften zu schicken, die aber abgelehnt wurden, genauso wie ihre Geschichten, die sie im Teenageralter schrieb. Einen leichten Hang zur blutigen Feder lässt sich allerdings schon zu dieser Zeit entdecken: Ein Drehbuch handelte von einem Mädchen, dass seine Eltern umbringt. Während ihres Literaturstudiums ab 1963 in Toronto spielte Joy Fielding in mehreren Studentenfilmen mit und verwarf den Plan, Schriftstellerin zu werden. Stattdessen wollte sie Schauspielerin werden und zog nach dem Studium nach L.A. Nach einigen kleinen Rollen, aber ohne großen Durchbruch, begann Joy Fielding wieder zu schreiben. Anfang der 1970er Jahre kehrte sie nach Toronto zurück, finanzierte sich durch das Mitspielen in TV- Spots und schrieb nebenher an ihren Romanen, bis sie damit genug zum Überleben verdiente. Der internationale Durchbruch gelang ihr 1991 mit dem Roman "Lauf, Jane, lauf", der 1,8 Mio. Mal verkauft wurde. Die Autorin Joy Fielding lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Toronto, Kanada und in Palm Beach, Florida.

Meinung der Redaktion
Einmal Joy Fielding - immer Joy Fielding! Ihre Romane sind fesselnd, spielen mit den Abgründen der Gesellschaft und zeigen, dass jeder zwei Seiten hat. Pointiert und manchmal brutal schildert Fielding, wie sich Menschen ändern können und wie sie sich in Ausnahmesituationen verhalten. Einfach nur spannend und eine Lesedroge.

Kristian Aus d. Englischen v. Lutze

Lee Vance studierte in Harvard und arbeitete lange Jahre für Goldman Sachs, eine der ältesten und angesehensten Investmentbanken der Welt. Er lebt mit seiner Familie in New York.

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

Kundenrezensionen

  • Totenbuch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wie bei bislang allen Büchern die ich von Joy Fielding gelesen habe, hat mich auch dieses wieder voll überzeugt.

    Es spielt in der Kleinstadt Torrance in Süd-Florida, wohin es Sandy mit ihrer Familie auf Wunsch ihres Mannes Ian hinverschlagen hat. Doch kurz nach Ankunft verlässt dieser seine Familie wegen einer anderen Frau, mit der er schon vor ihrem Umzug eine Affäre begonnen hatte. So ist Sandy also dem Spot der ganzen Stadt ausgesetzt und muss zudem auch noch die Tochter von Ians Geliebter unterrichten. Dass die neue Heimat für Sandy nicht viel Gutes bereithält setzt sich im Laufe der Geschichte weiter fort. Ganz anders ergeht es ihrer Tochter und ihrem Sohn, die schnell Freunde finden und sich zum ersten Mal verlieben.

    Getrübt wird diese Idylle als plötzlich junge Frauen verschwinden, die nach einer Weile tot im Sumpfgebiet aufgefunden werden. Schnell beherrschen Angst und Panik den Alltag der Bewohner und Sheriff Weber versucht alles um den Täter zu fassen.

    Abwechselnd wird die Geschichte mal aus Täter- und Ermittlersicht geschildert und auch die anderen Protagonisten schildern die Ereignisse aus ihrer Sicht.

    Das Ende war für mich völlig unerwartet und wird absolut grandios ausgebaut. Auch das „Nachwort“ aus Tätersicht klärt die letzten noch offen gebliebenen Fragen.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Todesangst! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von roland pfeifer, am 10.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Todesangst auf einer Highschool irgendwo in Nordamerika,wo ein Psychopath sein Unwesen treibt!Ein weiblicher Teenager nach der anderen verschwindet oder wird vermisst ohne das eine Lösegeldforderung gestellt wird,eine sehr merkwürdige Situation bis auch die Tochter der Klassenlehrerin entführt wird und endlich Licht in das Grauen gebracht wird!Spannung bis zum Schluss!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Sehr zu empfehlen, spannend bis zum Schluss Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 06.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mein erster Roman von Joy Fielding und ich muss sagen ich bin begeistert. Der Einblick in die verschiedenen Personencharaktere und die Sichtweise des Täters halten die Spannung bis zum Ende aufrecht.
    Diesen Roman kann ich nur weiterempfehlen!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Sehr spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 09.01.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das war das erste Buch, das ich von Joy Fielding gelesen habe und ich war echt hin und weg. Sehr spannend! Am besten hat mir jedoch gefallen, dass ich mich in die einzelnen Personen einfühlen konnte, das hat das Buch noch spannender und aufregender gemacht.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Sehr spannend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 30.12.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Habe das Buch soeben gelesen und fand es sehr spannend. Man tappt eigentlich bis zur letzten Seite im Dunkeln, bis dann alles aufgelöst wird und dann erscheint es doch so klar. Kann ich nur empfehlen für alle Fans des mörderischen Geschmacks! ;)

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Fesselnd Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tanna, am 28.07.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eine spannende und fesselnde Geschichte, bei der man lange Zeit im Dunkeln tappt und doch immer mit raten möchte. Am Ende ist doch alles so einfach und logisch und doch vorher nicht zu durchschauen!
    Auf jeden Fall lesen!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Spannung bis zur letzten Seite Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Hirth, am 21.02.2010

    0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Seit es die Lehrerin Sandy Crosbie mit ihrem Mann und ihrer Tochter Megan in die beschauliche Kleinstadt Torrence in South Florida verschlagen hat, häufen sich die Probleme in ihrem Leben: Ihre Ehe gerät in eine Krise, und ihre Arbeit mit den rebellischen Teenagern an der örtlichen High School ist alles andere als einfach. Doch schlagartig gerät dies alles in den Hintergrund, als Liana Martin, ein Mädchen im Alter ihrer Tochter, spurlos verschwindet und wenig später tot in einem Graben aufgefunden wird. Als man eine zweite Leiche entdeckt und Schmuckstücke der Opfer bei einem Ortsansässigen findet, glaubt Sheriff John Weber den Schuldigen gefunden zu haben... Ein fataler Irrtum, wie sich herausstellen wird, denn der Täter ist noch auf freiem Fuß...

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Nur der Tod kann dich retten Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 05.01.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Meiner Meinung nach war das Buch gut zu lesen. Wobei es ruhig ein wenig spannender hätte sein können. Trotzdem 4 Sterne für den flüssigen Schreibstil und im geasamten einer tollen Geschichte.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Das Besster von Joy Fielding Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Helena, am 06.11.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe fast alle Bücher von Joy Fielding und war von diesem Buch total begeistert. Den Erzählstil aus mehreren Sichten fand ich super und sehr interessant. Das Buch war die ganze Zeit voll mit Spannung und ich konnte es kaum aus der Hand legen. Bis zum ende konnte ich mir auch nicht vorstellen, wer hinter all den Verbrechen steckt!
    Das Buch würde ich jedem weiter empfehlen!!!!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Zu sehr Mainstream Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Kristina, am 13.09.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Stellenweise ganz spannend, aber die Teeniesorgen und die Auflösung, wer der Mörder ist und was seine Motive sind, sind mir zu trivial. Nicht besser als ein durchschnittlicher amerikanischer Teenie-Gruselfilm.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Spannung mit überraschendem Finale Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von A. Wisniewski, am 27.08.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sandy Crosbie zieht mit ihrer Familie in eine Kleinstadt in Florida, um dort als Lehrerin zu arbeiten. Dann verschwindet plötzlich ein Mädchen und wird wenig später tot aufgefunden! Die Polizei fängt an zu ermitteln, tappt aber vorerst im dunkeln. Dann verschwindet plötzlich Sandys Tochter...
    Sehr spannend und ein völlig überraschendes Finale! Super!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Knistert vor Spannung Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 02.08.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Habe das Buch gerade gelesen und wollte ein kurzes Feedback geben. Wer nach einer wirklich spannenden Lektüre sucht, ist hier wirklich bestens bedient. Ist aber nichts für schwache Nerven - das nur am Rande!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

Das Mädchen wacht auf.
Sie rührt sich, die mascaraverklebten Lider flattern verführerisch, bevor sie die großen blauen Augen aufschlägt, wieder schließt und erneut öffnet, länger diesmal, um beiläufig die unvertraute Umgebung zu registrieren. Dass sie an einem fremden Ort ist, ohne sich daran zu erinnern, wie sie hierhergekommen ist, wird ihr erst in einigen Sekunden dämmern. Dass ihr Leben in Gefahr ist, wird sie unvermittelt mit der Wucht einer riesigen Sturzwelle treffen und sie wieder auf die schmale Pritsche zurückwerfen, die ich vorausschauend bereitgestellt habe.
Das ist das Beste, beinahe noch besser als alles, was später kommt.
Ich war nie ein großer Fan von Blut und Eingeweiden. Diese neuen Fernsehserien, die jetzt so beliebt sind, mit Top-Pathologen in hautengen Hosen und Push-up-BHs, lassen mich mehr oder weniger kalt. All die Leichen bringen es einfach nicht - all die Pechvögel, die mit einer exotischen Vielfalt immer blutrünstigerer Methoden ins Jenseits befördert worden sind und die nun in ultramodernen Pathologiesälen auf kalten Stahlplatten liegen, um von behandschuhten Fingern leidenschaftslos geöffnet und begrapscht zu werden. Selbst wenn die Leichen nicht so offensichtlich künstlich wären, würden sie mich nicht anmachen - wobei die künstlichsten Gummileiber immer noch echter aussehen als die allgegenwärtigen Brustimplantate, die von den tapferen Push-up-BHs im Zaum gehalten werden. Gewalt an sich war nie mein Ding. Ich fand den Spannungsaufbau vor der Tat immer interessanter als die Tat selbst.
Genauso wie mir die nie ganz perfekte, natürliche Form echter Brüste immer lieber war als die künstlich aufgeblasenen - und absolut schrecklichen - Ungetüme, die heutzutage allseits so beliebt sind. Und das nicht nur im Fernsehen. Man sieht sie überall. Selbst hier an der Alligator Alley, mitten in Florida.
Am Arsch der Welt.
Ich glaube, es war Alfred Hitchcock, der den Unterschied zwischen Schock und Thrill definiert hat. Ein Schock war seiner Ansicht nach eine stoßartige Attacke auf alle Sinne, die kaum eine Sekunde dauert, während Thrill eher ein langsames Reizen ist. Ungefähr so wie der Unterschied zwischen einem ausgedehnten Vorspiel und einem verfrühten Samenerguss, möchte ich hinzufügen und stelle mir vor, dass der alte Alfred schmunzelnd zustimmen würde. Er hat den Thrill dem Schock immer vorgezogen, weil es aufregender und letztendlich befriedigender war. Da bin ich ganz seiner Meinung, obwohl ich wie Hitch auch einem gelegentlichen Schock nicht abgeneigt bin. Es soll schließlich spannend bleiben.
Wie dieses Mädchen bald herausfinden wird.
Sie sitzt jetzt aufrecht auf ihrer Pritsche, die Hände ängstlich zu Fäusten geballt, während sie ihre schwach beleuchtete Umgebung mustert. Der verwirrte Ausdruck in ihrem hübschen Gesicht - zum Sterben schön, wie mein Großvater immer sagte - verrät mir, dass sie sich anstrengt, ruhig zu bleiben, nachzudenken und zu begreifen, was geschehen ist, während sie sich weiter an die Hoffnung klammert, dass das Ganze vielleicht doch nur ein böser Traum ist. Denn eigentlich kann das alles doch nicht wahr sein. Sie kann nicht tatsächlich auf der Kante einer winzigen Pritsche in einem Raum sitzen, der aussieht wie ein Keller, wenn Häuser in Florida denn Keller hätten, was jedoch in der Regel nicht der Fall ist, weil der Staat Florida fast ausschließlich auf Sumpfland gebaut ist.
Gleich wird die Panik einsetzen. Sobald ihr klar wird, dass sie nicht träumt, dass ihre Lage vielmehr real und ziemlich verzweifelt ist, dass sie in einem verschlossenen Raum eingesperrt ist, dessen einzige Lichtquelle eine Lampe auf einem Sims weit jenseits ihrer Reichweite ist, selbst wenn es ihr gelänge, die Pritsche aufzurichten und hochzuklettern. Das hatte das letzte Mädchen versucht und war dabei auf den Lehmboden gestürzt. Dort saß sie, hielt ihr gebrochenes Handgelenk und weinte. Und dann fing sie an zu schreien.
Das war ganz spaßig - eine Zeit lang.
Gerade hat sie die Tür entdeckt, aber im Gegensatz zu dem letzten Mädchen geht sie nicht direkt darauf zu. Stattdessen sitzt sie einfach da, beißt sich auf die Unterlippe und blickt sich ängstlich um. Sie atmet laut und sichtbar, ihr pochendes Herz droht ihre Brust zu sprengen, ihre großen hängenden Brüste - die wenigstens echt sind - beben wie die einer hyperventilierenden Kandidatin bei Der Preis ist heiß. Soll sie sich für Tür Nummer eins, zwei oder drei entscheiden? Nur dass es hier bloß eine Tür gibt, und wer weiß, was sich dahinter verbirgt. Die Dame oder der Tiger? Rettung oder Vernichtung? Meine Lippen kräuseln sich zu einem Lächeln. Sie wird gar nichts finden. Zumindest noch nicht. Nicht, bevor ich so weit bin.
Sie hat sich von der Pritsche erhoben, ihre Neugier treibt sie an, die Füße voreinander zu setzen und zur Tür zu gehen, selbst wenn eine bohrende Stimme ihr warnend ins Ohr wispert, dass Neugier der Katze Tod ist. Verlässt sie sich auf das alte Ammenmärchen, dass eine Katze neun Leben hat? Glaubt sie, ein paar nutzlose alte Weiberweisheiten könnten sie retten?
Mit zitternder Hand greift sie nach dem Türknauf. »Hallo?«, ruft sie, leise zunächst, die Stimme ebenso zittrig wie ihre Finger. »Hallo?«, wiederholt sie kräftiger. »Ist da jemand?«
Ich bin versucht, ihr zu antworten, aber ich weiß, dass das keine gute Idee ist. Zunächst einmal würde es ihr verraten, dass ich sie beobachte. Im Augenblick ist ihr der Gedanke, dass sie observiert werden könnte, noch nicht gekommen, und wenn das geschieht, vielleicht in ein oder zwei Minuten, wird sie panisch die Augen aufreißen und den Raum absuchen. Vergeblich. Sie kann mich nicht sehen. Das Guckloch, das ich in die Wand gebohrt habe, ist zu klein und viel zu weit oben, als dass sie es entdecken könnte, vor allem in dem schwachen Licht. Außerdem würde der Klang meiner Stimme ihr nicht nur eine Ahnung von meiner Anwesenheit und meinem Aufenthaltsort geben, er könnte ihr auch helfen, mich zu identifizieren, was ihr einen unnötigen Vorsprung in der anstehenden Psycho-Schlacht verschaffen würde. Nein, ich werde mich schon früh genug zu erkennen geben. Es hat keinen Sinn, dem Spiel vorauszueilen. Das Timing wäre einfach nicht richtig. Und Timing ist, wie man so sagt, alles.
»Hallo? Irgendjemand da?«
Ihre Stimme klingt jetzt drängender, verliert ihr mädchenhaftes Timbre und wird schrill, beinahe feindselig. Das ist eines der interessanten Phänomene, die ich über weibliche Stimmen herausgefunden habe - wie schnell sie von herzlich in herrisch umschlagen, von tröstend in enervierend, wie schamlos sie alles enthüllen wollen, wie kühn sie ihre angstvollen Worte in die ahnungslose Luft schleudern. Die sanfte Flöte wird von einem wilden Dudelsack übertönt, das Kammerorchester von einer Marschkapelle niedergetrampelt.
»Hallo?« Das Mädchen packt den Türknauf und versucht, die Tür in ihre Richtung aufzuziehen. Aber die Tür gibt nicht nach. Schnell verkommen ihre Bewegungen zu einer Folge unbeholfener Posen, die immer unüberlegter und hektischer werden.

Nach oben