Verdammnis

Der Roman zum Film. Mit Bonusmaterial. Ausgezeichnet mit dem Schwedischen Krimipreis 2006

von Stieg Larsson

Buch

Taschenbuch (765 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel: Amts- und Würdenträger der schwedischen Gesellschaft vergehen sich an jungen russischen Frauen, die gewaltsam ins Land gebracht und zur Prostitution gezwungen werden. Als sein Informant tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt.


Mit umfangreichem Bonusmaterial zur Verfilmung

Produktdetails

Verkaufsrang: 25.701
ISBN-10: 3-453-50386-4
EAN: 9783453503861
Originaltitel: Flickan Som Lekte Med Elden (Millennium 2)
Erschienen: 04.01.2010
Verlag: Heyne Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 765
Gewicht: 455 g
Übersetzer: Wibke Kuhn
Reihe: Heyne-Bücher Allgemeine Reihe
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Stieg Larsson

Stieg Larsson, der am 15.August 1954 in Skelleftehamn als Sohn zweier noch sehr junger Eltern zur Welt kam, war Autor, Journalist und Herausgeber des antirassistischen Magazins EXPO. Bis er acht Jahre alt war wuchs Stieg Larsson in Nordschweden in armen Verhältnissen bei seinen Großeltern auf, die beide große Krimifans waren. Schon früh bekam er eine Schreibmaschine geschenkt, die den Grundstein für seine Karriere als Journalist und Autor legte. In den 80ern arbeitete er als Journalist und Anti-Faschismus-Experte, der auch mit Scotland Yard kooperierte. Wegen seiner Sachbücher die er vor seinen Romanen veröffentlichte, erhielt er Morddrohungen. Trotzdem lies er sich vom Kampf gegen Ungerechtigkeit und Rechtsextremismus nicht abbringen. Inspiriert von den Lieblingsautoren seiner Großeltern, die eine 10-teilige Krimireihe geschrieben hatten, wollte auch Larsson eine 10-teilige Serie schreiben. Seine "Workaholic-Mentalität" ließ ihn tagsüber an den Recherchen gegen Rechtsextremismus arbeiteten und nachts an seinen Romanen weiterschreiben. Der Lebenswandel von Stieg Larsson war, so wie das seines Alter Egos Mikael Blomkwist, eher ungesund. Die Folge war ein Herzinfarkt, der der Grund für den Tod von Stieg Larsson am 9. November 2004 war. Erst nach seinem Tod wurden seine Werke richtig berühmt, 2006 erhielt er für "Verblendung" den Skandinavischen Krimipreis und die Verfilmung 2009 trat noch größere Begeisterungsstürme los.

Meinung der Redaktion

Larsson ist allein aufgrund seiner Biografie, brillant, spannungsreich und aufregend. Seine Romane und die Verfilmungen zeigen Gesellschaftskritik, kleine Anspielungen schwedischer Klassiker und bewegen. Fesselnd, aufregend, bietet Suchtpotenzial bis zur letzten Seite oder Minute...

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Kundenrezensionen

  • Teil 2 Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Doris Oberauer, am 14.02.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Weiter geht es mit dem Journalisten Mikael Blomkvist und der Hackerin Lisbeth Salander. Der Journalist recherchiert in einem Fall wo es um Mädchenhandel geht. Als der Informant tot aufgefunden wird, steht Lisbeth unter Verdacht. Sehr spannend, im nu verschlungen.

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  • Spannend geht es weiter Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Staiger, am 07.04.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein absolut empfehlenswertes Buch, meiner Meinung nach sogar noch besser als der erste Teil der Trilogie. Auch dieses mal wieder äußert spannend und fesselnd geschrieben. Ein Roman den man nicht aus den Händen legen will und ein Muss für alle Fans von „Verblendung“.

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  • Starring: Lisbeth Salander Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Josef Eckl, am 11.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im zweiten Band der Millenium-Triologie wird endlich das aufgerollt, was mich persönlich schon im ersten Teil interessiert hat: Wie ist Lisbeth Salander zu dem Menschen geworden, der sie ist? Was ist ihre Geschichte?
    Stieg Larssons Bücher stehen und fallen für mich mit dieser Figur und da sie im Unterschied zum ersten Band diesmal im Zentrum der Geschichte steht, fand ich ihn gleich nochmal so spannend.

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  • ....nicht ganz so toll wie immer gesagt..... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von leser61, am 12.01.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Zugegeben: auf den letzten 250 Seiten zieht die Spannung rund um den einzig interessanten Charakter dieser Trilogie (Lisbeth Salander) und ihre tragische Vergangenheit rapide an - und das Weiterlesen in Teil 3 ist eigentlich Pflicht.

    Dennoch hat dieser mit 750 Seiten deutlich längere Roman als Teil 1 (und Teil 3 ist noch länger) auch einige Längen: die ersten rd. 200 Seiten sind relativ ereignis- und bedeutungslose Entwicklung der Geschichte und könnten durchaus kürzer ausfallen. Der Mitteiteil ist mit 300 Seiten schon dann etwas interessanter, zieht sich aber auch recht lang. Dazu kommt, dass Larsson die Handlung auf recht bedeutungslose Nebenpersonen in den Reihen der Ermittler wie der "Bösen" viel zu weitschweifig ausdehnt und diese Charaktere ingesamt blass und uninteressant ausfallen (das ganze Repertoire kennt man bestens aus der üblichen Genre-Literatur).

    Somit ist der Charakter von Lisbeth Salander, ihr Schicksal und die dramatische Entwicklung rund um diese Person das einzig wirklich Interessante an diesem Roman - die "Rahmenhandlung" ist eigentlich nur Nebensache. Dazu kommt, dass Larsson - im Vergleich zu Romanen eines Henning Mankell - zu oberflächlich und belanglos schreibt und erzählt. Es fehlt die psychologische Dichte und Atmosphäre, die man beispielsweise aus den Wallander-Krimis kennt.

    Fazit: ich halte den Hype um die Millenium-Trilogie für leicht überzogen, auch was das schriftstellerische Talent von Stieg Larsson angeht. Dennoch bleibt ein ordentlich spannend erzählter Plot, der sich wie gesagt zum Ende hin deutlich steigert und das Weiterlesen rechtfertigt. Daher noch gerade 2 Bewertungspunkte

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  • 2. Band der "Millennium-Trilogie" Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Martin Berger, am 30.09.2010

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    Dem Journalisten Mikael Blomkvist wird eine explosive Story über Mädchenhandel und
    Prostitution angeboten.
    Eines Tages sind der Autor der Reportage und seine Frau tot - ermordet, die Tatwaffe weist
    Fingerabdrücke von Lisbeth Salander auf.
    Die Ermittlungen führen Blomkvist tief in Salanders dunkle Vergangenheit ...
    Eine gelungene Fortsetzung von "Verblendung"!

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  • Lisbeth Salander erobert die Liebe der Leser im Sturm Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von dola, am 01.05.2010

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das ist wohl auf den Punkt getroffen.
    Der Charakter von Lisbeth wird dem Leser Stück für Stück näher gebracht. Man weiss schon am Anfang, dass Lisbeth nicht an allem Schuld sein kann, doch die Frage ist: Wer dann? Und was ist "All das Böse"?
    Larsson hält die Spannung konstant hoch und vermag einen mitzureissen. Empfehlenswert!

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  • sehr spannend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Blacky, am 09.01.2010

    4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung:
    Mikael Blomkvist recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, die Hintermänner bekleiden höchste Regierungsämter. Als sein Informant tot aufgefunden wird, fällt der Verdacht auf Blomkvists Partnerin Lisbeth Salander. Eine mörderische Hetzjagd beginnt.

    spannend, spannend, spannend !!!
    Ein Roman voll aus dem Leben gegriffen, in dem von Spannung überPolitik bis Erotik alles vertreten ist.
    Ich fand den ersten Band schon klasse, aber dieser übertrifft ihn noch.
    Ich freue mich schon auf Teil 3.

    Reihenfolge der Buchreihe um Michael Blomkvist:

    1 Verblendung
    2 Verdammnis
    3 Vergebung

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Er hatte sie mit Lederriemen auf einer schmalen, stählernen Pritsche gefesselt. Ein straff gespannter Riemen verlief über ihren Brustkorb. Sie lag auf dem Rücken. Die Hände hatte er zu beiden Seiten auf Hüfthöhe an das Stahlgestell gebunden.
Den Versuch, sich loszumachen, hatte sie schon lange aufgegeben. Obwohl sie wach war, hielt sie die Augen geschlossen, denn um sie herum war es dunkel. Nur ein schmaler Streifen Licht drang durch den Spalt über der Tür. Sie hatte einen widerlichen Geschmack im Mund und sehnte sich danach, sich die Zähne putzen zu dürfen.
Unbewusst horchte sie immer mit einem Ohr nach dem Geräusch von Schritten, mit dem er sich ankündigte. Sie hatte keine Ahnung, wie spät es schon war; es kam ihr allerdings so vor, als ob es langsam schon zu spät für seinen Besuch wäre. Als ihre Liege plötzlich leicht vibrierte, öffnete sie die Augen. Es war, als hätte man irgendwo im Haus eine Maschine angeworfen. Doch nach ein paar Sekunden war sie schon nicht mehr sicher, ob sie sich das Ganze einbildete oder ob das Geräusch tatsächlich existierte.
Im Geiste hakte sie einen weiteren Tag ab.
Heute war der dreiundvierzigste Tag ihrer Gefangenschaft.
Ihre Nase juckte, und sie drehte den Kopf zur Seite, um sich am Kissen reiben zu können. Sie schwitzte. Im Zimmer herrschte schwüle Wärme. Sie trug ein schlichtes Nachthemd, das unter ihrem Körper Falten schlug. Wenn sie die Hüften hob, konnte sie mit Zeigefinger und Mittelfinger gerade eben den Stoff zu fassen bekommen und das Hemd einen Zentimeter hinunterziehen. Dann wiederholte sie die Prozedur mit der anderen Hand. Trotzdem blieb im Kreuz eine hartnäckige Falte.
Ihre Matratze war durchgelegen und unbequem. Durch die völlige Isolation steigerte sich jeder geringfügige Reiz, den sie sonst kaum wahrgenommen hätte, um ein Vielfaches. Immerhin waren ihre Lederfesseln so locker, dass sie ab und zu ihre Stellung ändern und sich auf die Seite drehen konnte, aber das war auf die Dauer auch nicht sonderlich bequem, denn dann blieb eine Hand hinter ihrem Rücken, und der Arm schlief ihr ständig ein.
Trotz ihrer allgegenwärtigen Angst spürte sie, wie sich von Tag zu Tag mehr Wut in ihr aufstaute.
Gleichzeitig wurde sie von ihren Gedanken gequält, von unschönen Fantasien, was mit ihr geschehen würde. Sie hasste die Hilflosigkeit, in die er sie gezwungen hatte. So sehr sie auch versuchte, sich auf etwas anderes zu konzentrieren, um sich die Zeit zu vertreiben und ihre Situation zu verdrängen, so hing die Angst doch über ihr wie eine Gaswolke und drohte jeden Moment durch ihre Poren zu dringen und ihr Dasein völlig zu vergiften. Mittlerweile hatte sie jedoch eine Methode entdeckt, mit der sie ihre Angst in Schach halten konnte: Sie fantasierte sich ein Szenario zusammen, das ihr ein Gefühl von Kraft einflößte. Sie schloss die Augen und beschwor den Geruch von Benzin herauf.
Er saß in seinem Auto, das Fenster war heruntergelassen. Sie rannte zum Auto, goss das Benzin durchs Fenster und riss ein Streichholz an. Das dauerte nur einen Augenblick. Im nächsten Moment loderten auch schon die Flammen auf. Er wand sich in Todesqualen, und sie hörte seine erschrockenen, schmerzerfüllten Schreie. Der Geruch von verbranntem Fleisch drang ihr in die Nase, und dazwischen der stechende Gestank von verkohltem Plastik und der versengten Polsterung des Autositzes.
Sie musste eingenickt sein, denn sie hatte gar keine Schritte gehört. Als die Tür aufging, war sie jedoch sofort hellwach. Das Licht, das durch die Türöffnung hereinfiel, blendete sie. Er war also gekommen.
Er war groß. Sie wusste nicht, wie alt er war, aber er war auf jeden Fall schon erwachsen. Er hatte rotbraunes, zotteliges Haar, trug eine Brille mit schwarzem Gestell und ein dünnes Kinnbärtchen. Und er roch nach Rasierwasser.
Sie hasste seinen Geruch.
Schweigend blieb er am Fußende ihrer Pritsche stehen und betrachtete sie eine geraume Weile. Sie hasste sein Schweigen.
Im Gegenlicht sah sie nur seine Silhouette und konnte sein Gesicht nicht erkennen. Plötzlich sprach er mit ihr. Er hatte eine tiefe, klare Stimme, mit der er jedes Wort pedantisch betonte.
Sie hasste seine Stimme.
Er erzählte, dass heute ihr Geburtstag sei und er ihr gratulieren wolle. Dabei war seine Stimme weder unfreundlich noch ironisch, sondern völlig neutral. Sie konnte sein Lächeln ahnen.
Sie hasste ihn.
Er kam näher und trat ans Kopfende. Dann legte er ihr seine feuchte Hand auf die Stirn und strich ihr mit den Fingern über den Haaransatz. Wahrscheinlich sollte diese Geste freundlich wirken. Das war sein Geburtstagsgeschenk für sie.
Sie hasste seine Berührung.
Er sprach mit ihr. Sie sah, wie sich sein Mund bewegte, blendete den Ton seiner Stimme jedoch aus. Sie wollte nicht zuhören. Sie wollte nicht antworten. Sie hörte, wie er die Stimme hob. Eine Spur von Gereiztheit über ihre mangelnde Reaktion hatte sich in seine Stimme geschlichen. Er sprach von gegenseitigem Vertrauen. Nach ein paar Minuten verstummte er endlich. Sie ignorierte seinen Blick. Schließlich zuckte er die Achseln und überprüfte ihre Fesseln. Nachdem er den Lederriemen über ihrer Brust ein wenig enger geschnallt hatte, beugte er sich über sie.
In der nächsten Sekunde warf sie sich, so schnell sie konnte, nach links, so weit wie möglich von ihm weg, so weit, wie es die Riemen zuließen. Sie zog die Knie unters Kinn und stieß ihm dann mit aller Kraft ihre Füße gegen den Kopf. Eigentlich hatte sie auf seinen Adamsapfel gezielt, aber sie traf ihn nur mit der Zehenspitze irgendwo unterm Kinn. Er hatte schnell reagiert und war ausgewichen, sodass sie ihn nur ganz leicht streifte. Als sie einen zweiten Tritt versuchte, war er bereits außer Reichweite.
Sie ließ die Beine wieder auf die Liege sinken.
Ihre Decke hing auf den Boden, ihr Nachthemd war ihr bis weit über die Hüften hochgerutscht.
Eine ganze Weile blieb er wortlos stehen. Dann ging er zum Fußende und nahm die Fesseln, die dort an der Pritsche hingen. Sie versuchte, die Beine anzuziehen, doch er packte sie beim Knöchel, drückte mit der anderen Hand ihr Knie auf die Matratze und fesselte ihren Fuß mit dem Lederriemen.

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