Buch
Taschenbuch (352 Seiten)
Sprache: Deutsch
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von Jack Ketchum
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Schon bald nach ihrer Hochzeit entdeckt Liddy die sadistische Ader ihres Mannes Arthur. Nach der Geburt ihres Sohnes gerät er zunehmend außer Kontrolle. Er verletzt Liddy, schlägt und missbraucht sie. Um ihres Kindes willen erträgt sie zunächst schlimmste Demütigungen. Doch dann begreift Liddy, wie wahnsinnig Arthur tatsächlich ist, und nimmt den ungleichen Kampf auf.
Sie informiert die Polizei und reicht die Scheidung ein. Arthurs Anwälten gelingt es jedoch, Liddy als nicht zurechnungsfähig hinzustellen. Während Liddy um ihr Sorgerecht kämpft, werden weibliche Leichen gefunden, die Opfer eines äußerst brutalen Serienkillers.
| Verkaufsrang: | 26.568 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-453-67552-5 |
| EAN: | 9783453675520 |
| Originaltitel: | Stranglehold |
| Erschienen: | 02.11.2009 |
| Verlag: | Heyne Taschenbuch |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 352 |
| Gewicht: | 280 g |
| Übersetzer: | Ralf Schmitz |
| Reihe: | Heyne-Bücher Allgemeine Reihe |
"Wer viel zu sagen hat, muss schneller reden", dieses selbst ausgesprochene Motto beschreibt den deutschen Comedian Ralf Schmitz schon sehr treffend. Als Kind schon hatte er ein großes Mitteilungsbedürfnis, sehr zum Leidwesen seiner Mutter meint Ralf Schmitz. Daher führte er seine endlosen kindlich philosophischen Gespräche mit seinem Wackeldackel bevor er sein Publikum bekam. Nach bestandener Schulzeit und überlebtem Zivildienst stürzte sich Ralf Schmitz erst auf eine Schauspielausbildung, dann in eine klassische Tanzausbildung und zu guter Letzt absolvierte er noch eine Gesangsausbildung. Städtische wie auch private Theater-, Musical-, Revueproduktionen und Comedyensembles engagierten ihn. Nach mehreren Jahren beim Improvisationstheater, drehte er von 2002 bis 2005 drei Staffeln "Die dreisten Drei" für das Fernsehen. 2003 wurde er mit dem Comedy Preis als bester Newcomer geehrt. Als gern gesehener Gast tritt er bei verschiedenen Fernsehproduktionen auf und auch im Kino wurde Ralf Schmitz schon Teil des Märchens 7 Zwerge. Mit seinem Romandebüt "Schmitz´ Katze: Hunde haben Herrchen, Katzen haben Personal" können nicht nur Fans über Wort und Witz von Ralf Schmitz lachen. Ralf Schmitz ist am 3. November 1974 in Leverkusen zur Welt gekommen und nach eigenen Angaben wusste er wohl schon drei Monate später, dass er Schauspieler werden will. Das hat der erfolgreiche Künstler geschafft und er wird es sicher auch schaffen weiterhin mit seiner quirligen Art Menschen zu begeistern und mit ihm zu lachen.
Meinung der Redaktion
Die Geschichten sind alle aus dem wahren Leben genommen und ich vergebe Pluspunkte für Schmitz charmante Art, sie rüberzubringen. Ralf Schmitz erklärt alles so, wie es wirklich ist und wenn man ihn sich dabei vorstellt, kann man nur noch mehr lachen! Sehr empfehlenswert.
Dallas William Mayr wählte als US-amerikanischer Schriftsteller ein Pseudonym, welches das Genre seiner Bücher schon von selbst erklären sollte. Jack Ketchum geht auf den Wildwest-Outlaw Thomas "Black Jack" Ketchum zurück, der Ende des 19.Jahrhunderts Anführer einer Gang war und letztendlich für seine Taten gefangen und aufgehängt wurde. Die genauere Bedeutung des Pseudonyms in einer freien Übersetzung des Namens verdeutlicht die Rolle des Autors. Mit "Jack Ketchum- Jack fang sie" erschuf Jack Ketchum ein Wortspiel, welches ihn als Henker seiner eigenen Geschichten bezeichnet. Seine Romane sind für ihre grausame Gewalt und unberechenbare Spannung bekannt.
Geboren wurde der Schriftsteller Mayr 1946. Sein Lebenslauf liest sich ungewöhnlich, da er vor seiner Karriere als Autor sein Glück schon als Schauspieler, Sänger, Lehrer, Literaturagent, Handlungsvertreter und mehr versuchte. Lange verharrte Jack Ketchum alias Mayr mit seinen Romanen in den Regalen, bevor auch andere sein Talent erkannten. Den Bram Stoker Award gewann er für seine Geschichten gleich zweimal und auch Stephen King hält ihn für einen begabten Horrorgeschichtenerzähler, das ist auch im Vorwort der deutschen Ausgabe "Evil" nachzulesen. Neben weiteren Nominierungen wurde auch Hollywood auf ihn aufmerksam und verfilmte einige Geschichten von Jack Ketchum.
Meinung der Redaktion
Der Mann ist mindestens so gut wie Stephen King...Haarsträubend gut.
von einer Kundin/einem Kunden, am 12.08.2011
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von Kerstin Ponleitner, am 25.05.2011
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von Alex, am 28.01.2011
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von Anja Neugebauer, am 20.09.2010
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von Carina Kokot, am 07.08.2010
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von natascha, am 12.02.2010
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
von einer Kundin/einem Kunden, am 29.12.2009
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von Bücherholic88, am 05.12.2009
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von Chris Steinberger, am 24.11.2009
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von einer Kundin/einem Kunden, am 17.11.2009
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von cornelia watson, am 09.11.2009
1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ellsworth, New Hampshire • Ostern 1953
Es reicht, dachte sie. Himmelherrgott, jetzt reicht's. Das Baby weinte.
Das Baby wollte die Brust. Oder das Baby wollte auf den Arm genommen werden. Oder das Baby hatte sich vollgeschissen oder vollgepisst. Oder es wollte sie vollpissen oder vollscheißen. Vielleicht wartete es auch, bis sie in seine Windel sah, um ihr die ganze Scheiße, die es in sich hatte, ins Gesicht zu spritzen. Es wäre nicht das erste Mal gewesen.
Sie stand auf und ging zum Gitterbettchen. Der Mann neben ihr schlief weiter.
Sie nahm das Baby und fühlte an seiner Windel. Die Windel war trocken. Sie wiegte das Baby auf und ab. Es weinte noch lauter.
Tja, die Brust würde es nicht bekommen.
Ihre Nippel waren jetzt schon wund.
Sie war immer noch eine gut aussehende Frau. Und das würde auch so bleiben.
Ab morgen kriegst du die Flasche, dachte sie. Mir egal, was die Ärzte sagen.
Ich kann mit dir machen, was ich will, dachte sie. Ist dir das klar? Du gehörst mir.
Ihr war von dem vielen Portwein nach dem Abendessen immer noch ein bisschen schummerig. Sie hatte Kopfweh.
Sie trank sonst nicht viel. Außer in letzter Zeit. In diesem Moment wollte sie nur noch zurück ins Bett und sich ausschlafen, aber nein, stattdessen musste sie sich wieder mit dem Baby befassen. Jede Nacht die gleiche verdammte Geschichte. Jede Nacht das Baby. Ihr Mann wurde nie wach. Gut, hin und wieder schon, aber dann drehte er sich bloß auf die andere Seite und teilte ihr mit, dass das Baby weinte. Als wüsste sie das nicht bereits. Als hätte sie nicht schon längst wachgelegen und darauf gewartet, dass das Baby sich wieder beruhigte.
Anscheinend musste das Baby nicht pinkeln. Sie schon.
Sie nahm das Baby mit in der Hoffnung, dass es vielleicht wieder einschlafen würde, wenn sie es hin und her trug. Man konnte ja nie wissen.
Sie tappte den Flur entlang zum Badezimmer, zog ihr Nachthemd hoch und hockte sich mit dem Baby in den Armen hin. Sein Gesicht war vor Wut rot gefleckt, sein Mund stand weit offen und der Lärm, den es machte, schlug ihr ins Gesicht, beschallte den winzigen Raum, unaufhörlich, unerbittlich. Sie roch den strengen Duft ihres Urins und den warmen, eigenartig fleischigen Geruch des Babys. Selbst sein Geschrei schien einen Geruch zu haben.
Manche Menschen mochten ja den Duft von Babys.
Sie nicht.
Für sie roch das Baby nicht mal menschlich.
Als sie aufstand und spülte, schrie das Baby noch lauter.
Schrie wie am Spieß.
Sie schüttelte es. "Herrgott", sagte sie. "Wirst du um Himmels willen ruhig sein?" Das Baby weinte. Sie fühlte, wie der Zorn wie ein heißer Wind in ihr aufstieg. Ich werd dafür sorgen, dass du ruhig bist, dachte sie. Und zwar für immer.
Sie klappte die Klobrille hoch, packte das Baby bei den Füßen und hielt es mit dem Kopf nach unten über der Schüssel. Hab ich wirklich vor, das zu tun?, dachte sie. Wirklich? Und die Antwort lautete: Ja, verdammt nochmal, und ob. Mir steht das Geschrei, das Jammern, Saugen, Sabbern, Pissen und Scheißen bis hier. Ich hab die Schnauze gestrichen voll.
Sie tauchte seinen Kopf ins Wasser.
Und hielt es so.
Blubbern.
Strampeln.
Erbärmlich, kläglich.
Spucken.
Schwächer jetzt.
Das Baby starb.
Ihr Baby.
Oh Himmel oh Himmel Gott oh Himmel.
Sie zog es heraus. Es war tropfnass, die winzigen Augen aufgerissen, erstaunt. Aus dem weit geöffneten Mund strömte Wasser aus der Kloschüssel, und es war ruhig, einen schrecklichen Augenblick lang wollte es einfach nicht atmen, sein Mund stand offen, aber nichts passierte, und dann begann sie es zu tätscheln, klopfte ihm auf den Rücken, es hustete, dann schrie es, wie sie es oder überhaupt irgendetwas noch nie zuvor hatte schreien hören, starrte sie die ganze Zeit aus weit aufgerissenen Augen an, als würde der Kleine sie zum ersten Mal vor sich sehen und direkt in ihre kranke, wilde Seele blicken, so dass sie ihn fest an sich drücken musste, und sei es nur, um seinen Augen zu entgehen, dieser erstaunten Anklage, und so presste sie ihn an sich und dachte, was habe ich getan? Was, in Gottes Namen, habe ich getan? Baby, Baby, Baby, flüsterte sie.
Kinder
Wolfeboro, New Hampshire • Juni 1962
Das kleine Mädchen hatte aufgehört gegen die Tür zu hämmern. Das brachte sowieso nichts.
Sie konnte die da draußen nicht mal mehr hören.
Die feuchte, stickige Luft in der Hütte roch schwer nach Erde und altem, fauligem Holz. Es wurde allmählich dunkel. Das Licht durch die Spalten in den fensterlosen Wänden wurde schwächer und schwächer.
Sie hatten irgendwas in den Türrahmen geklemmt, ein Stück Holz oder so. Sie konnte die Tür keinen Zentimeter von der Stelle bewegen. Zusammengekauert saß sie gegen die schwitzende, glitschige Wand gelehnt, roch den feuchten Lehmboden und den vollen Moschusgeruch ihrer Tränen und dachte: Keiner wird mich finden.
Sie stellte sich vor, wie sie irgendwo da draußen im Sumpf - gut möglich, dass sie inzwischen schon eine halbe Meile entfernt waren - durch flaches, schwarzes Wasser und Morast stapften, der einem die Gummistiefel von den Füßen ziehen konnte, und mit ihren zweizackigen Metallspießen nach Fröschen stachen. Jimmy hatte bestimmt schon ein paar beisammen, die jetzt tot oder sterbend in seinem Eimer lagen. Billy war nicht so schnell wie Jimmy und deshalb womöglich leer ausgegangen.
Das musst du dir ansehen, hatten sie gesagt. Das ist cool.
Die alte Blockhütte lag irgendwo am Ende der Welt. Ihr Daddy nannte so etwas ein scheußliches Bauwerk. Seit Jahren schon versank die Hütte langsam im Sumpf, und für Jagdausflüge wurde sie schon lange nicht mehr benutzt.
Liddy war erst sieben.
Sie hatte nicht reingehen wollen.
Die Jungen, Jimmy und Billy, waren neun und zehn. Warum hatte sie also als Erste reingehen sollen?
Warum immer sie?
Das hatte sie sich insgeheim gedacht, war dann aber doch durch die offen stehende Tür gegangen. Schließlich durfte sie die Jungs nicht merken lassen, dass sie Angst hatte.
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