Rezensent im Portrait

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Meine Rezensionen

  • Der Nachtwandler
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    Ein Einstieg mit Sogwirkung, aber…
    Rezension vom 22.04.2013
    Nachdem ich Sebastian Fitzek bei einer Lesung zu diesem Buch erleben durfte, musste ich es danach auch sehr schnell lesen, denn die Lesung war nicht nur unterhaltsam, sondern hat auch diesen Sog vermittelt, schnell weiterlesen zu wollen, um zu erfahren, wie es denn weitergeht… dumm nur, dass ich ja noch nicht am Lesen war. Jetzt habe ich es ausgelesen und musste feststellen, dass der Anfang des Buches durch eben diese Sogwirkung lebt. Es ist so unheimlich spannend, dass die Seiten sich beinahe von selbst umblättern und man mit Leon der Sache auf den Grund gehen möchte. Der sehr einfach gehaltene Schreibstil tat sein übriges dazu bei. Wenn man die Möglichkeiten hat, ist dieses Buch definitiv etwas für einen Abend. Nach diesem fulminanten Anfang konnte ich demnach nachvollziehen, wieso so viele Leser Fitzek in den Himmel loben, aber leider hat sich dieses Gefühl mit dem Fortschreiten des Buches etwas gelegt, da die Handlung zwischendurch so abstrus und undurchschaubar wurde, dass ich zwischenzeitlich dachte, ich hätte etwas Entscheidenes nicht verstanden und bei dem Versuch dies zu durchdringen, verknoteten sich regelrecht meine Hirnwindungen. Eigentlich mag ich Miträtseln und vom Autor an der Nase herumgeführt werden sehr gern, aber hier korrenspondierte dies nach meinem Empfinden nicht mit dem einfachen Schreibstil und der auch sonst irgendwie sehr flach gehaltenen Handlung. Zudem ist das Tempo des Buches unheimlich hoch, so dass die eigentliche Tiefe eins Buches abhanden kam und es sich eher anfühlte, als schaue man einen für das Fernsehen produzierten Film. Als dann die Auswertung nach dem Finale noch platter und auch noch abstruser wurde, konnte ich die vielen kritischen Stimmen, die es zu diesem Buch gibt, absolut nachvollziehen. Der Schluss hat mir leider gar nicht gefallen. Hätten sich nicht viele Fitzek-Fans negativ über dieses Buch geäußert und mir gleichzeitig andere sehr ans Herz gelegt, ich glaube, dies wäre mein erster und letzer Fitzek-Thriller gewesen. Denn konnte ich dem ersten Teil noch diese Sogwirkung zusprechen, “gethrillt” habe ich mich ab dem Mittelteil gar nicht mehr gefühlt und dies ist für ein Psycho-Thriller eigentlich ein Todesurteil. Diese vielen Punkte hinterlassen bei mir den Eindruck, als hätte Fitzek hiermit einen Schnellschuss gewagt. Die Idee zu diesem Buch ist sehr gut, nur hätte sie noch etwas reifen können, damit die Umsetzung besser gewesen wäre. Der Anfang des Buches lässt auch erahnen, welche schriftstellerischen Talente in Fitzek schlummern, doch das Gesamtwerk konnte mich nicht überzeugen!

    Fazit: Der zu einfache und schlichte Schreibstil kombiniert mit der abstrusen und sehr konstruiert wirkenden Handlung, legen leider keine gute Basis für ein mitreißendes Buch, das unter die Haut geht, wie es ein Thriller eigentlich sollte. Lediglich der gelunge Einstieg in das Buch, der eine regelrechte Sogwirkung erzeugte, wertet das Buch etwas auf. Da dieses Buch wie ein Schnellschuss wirkte, werde ich mich dennoch noch an dem einen oder anderern Fitzek-Thriller versuchen.
  • Vilja und das Räuberfest
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    Noch einen Tick besser als der Vorgänger
    Rezension vom 07.04.2013
    Band eins Vilja und die Räuber hat mir bereits sehr gut gefallen, doch ich muss sagen, dass dieser zweite Band noch eine kleine Schippe drauf legen kann, da die lange Einführung der Charaktere und die Erklärung des Lebenswandels der Räuberbergs wegfiel und stattdessen die Handlung recht schnell losgeht und vor allem viel Fahrt aufnimmt und somit mehr Spannung enthält als noch Band eins.
    Der Verlag empfiehlt ein Lesealter ab 10 Jahren. Das Buch ist zwar noch umfangreicher als Band eins, doch die Geschichte wieder so fesselnd, frisch und spannend, dass lesemotivierte Kinder ihre Freude an diesem Buch haben werden. Hinzu kommt, dass der Großteil der Kapitel wirklich sehr kurz sind und daher jederzeit eine Lesepause eingelegt werden kann. Durch die recht kurzen Kapitel auch ein gutes Buch zum Vorlesen!
    Mir hat das Zusammenspiel der verschienen Charaktere wieder sehr gut gefallen: Jedes Familienmitglied der Räuberbergs ist anders. So ist z.B. Kalle, der jüngste Spross der Gentleman unter den Räubern und möchte eigentlich viel lieber etwas ganz anders machen, nämlich zur Schule gehen. Durch das Ziel seines Vaters Räuberherrscher zu werden, sieht er seine Schulkarriere gefährdet. Kalles größere Schwester Hele ist da ganz anders. Sie lebt für das Räuberdasein und ist ein kleiner Rebell, ausgestattet mit Köpfchen und viel Geschicklichkeit, hat sie sich mittlerweile zum Vize- bzw. Wochenendräuberkapitän gemausert. Die Räubermutter Hilda hat einen sehr abenteuerlichen Fahrstil… Schön ist in diesem Band auch die Entwicklung, die die Charaktere gemacht haben: Vilja ist selbstbewusster, Kalle liebt seine Schule und auch mit Hilda ist etwas passiert, das ich hier nich verraten möchte. Gelungen ist auch, dass sich auch Viljas Familie am Ende des Buches nachdem sie nun zweimal erleben mussten, wie eine ihrer Töchter geraubt wurden, weiterentwickelt hat und zwar in eine positive und vor allem notwendige Richtung.
    Es gibt allerdings zwei Dinge, die ich an diesem Buch kritisieren müsste: Zum einen fehlt mir mitunter etwas die Tiefe. Manche gelungenen und spannenden Dinge und Szenen (wie das Ferienlager zu Beginn) werden nur angerissen, wenn ich mir eine kleine Vertiefung gewünscht hätte. Sicher, ist dies schwierig, wenn der Text mit knapp 400 Seiten für ein Kinderbuch eh schon sehr lang geraten ist, doch es fehlt eben noch dieses kleine Sahnehäubchen über der Geschichte des Buches. Zum anderen verhält sich Vilja immer stärker weniger altersgemäß. War sie im ersten Band noch 10 Jahre alt, ist sie nun 11 verhält sich jedoch – ähnlich wie Hele – eher wie 13. Dies sind zwar rechnerisch nur zwei Jahre Unterschied, doch in diesen Jahren entwickeln sich Kinder besonders stark. Zum Glück wurde eine Liebelei noch außen vor gelassen.

    Fazit: Vilja und das Räuberfest ist meiner Meinung nach noch ein kleines bisschen besser als der Vorgänger, so ist es durch das Räuberfest mit anschließender Kürung des Räuberherrschers noch ein ganzes Stück spannender. Ansonsten hat dieses Buch dieselben Qualitäten wie Vilja und die Räuber. Eine absolute Leseempfehlung für alle lesebegeisterten Kinder, trotz des großen Textumfangs! Tipp: Am Besten in den Sommerferien lesen! ;-)
  • Pestmond
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    Alte Stärken und neue Schwächen
    Rezension vom 24.03.2013
    Fazit: Das Buch ist theoretisch wie die Vorgänger auch ein typischer neuer Chronikband mit denselben Stärken und Schwächen und nach einem ähnlichen Schema. Wer die anderen mochte, wird auch hier auf seine Kosten kommen. Dennoch bleiben hier einfach viel zu viele essentielle Fragen zurück, von denen zumindest einige hätten beantwortet werden müssen. So lässt das Buch mich sehr frustriert zurück, endet es doch einfach, zwar nach einem Sinnabschnitt, aber dennoch so, dass man denkt, ja jetzt kommt die Erklärung, jetzt wissen wir gleich wie es weitergeht, aber nein: ENDE. Der Eindruck, dass Hohlbein seine Chronik eher lieblos ohne Gesamtkonzpt schreibt bleibt leider nach wie vor erhalten. Dennoch, nach diesem Ende muss es einfach noch einen 15. Band geben, den ich dann auch lesen muss. Einfach auch, um die Fragen aus diesem Band (hoffentlich – wir kennen Hohlbein) erklärt zu bekommen.
  • Lämmerweid
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    Rangnick hat es wieder geschafft
    Rezension vom 24.03.2013
    Die „Krimis“ von Herrn Rangnick sind keine klassischen Krimis. Statt eines ermittelnden Kriminalbeamten ist die Hauptperson der Investigativ-Journalist Robert Walcher. Doch nicht alle seine Romane sind so gestrickt. Rückwirkend betrachtet ist wirklich jeder der bisher bei List erschienenen Bücher für sich gesehen anders und manchmal muss Walcher, was den Fokus betrifft etwas zurückstecken und andere Charaktere werden wichtig. Dies finde ich sehr erfrischend: Im Prinzip weiß man, was man bekommt: Eine umfangreich gestaltete Kriminalgeschichte um Walcher im beschaulichen Allgäu mit Alpenpanorama. Und doch kommt alles ganz anders. Gemein haben die Bücher, dass stets ein politisches oder gesellschaftliches Thema kritisch von Walcher in Augenschein genommen wird. In diesem Buch ist dies die Lebensmittelchemie- und Agrarindustrie. Dieses Thema finde ich nicht nur an sich sehr bedeutend und interessant, nein, in diesem Buch wird es auch noch gekonnt in Szene gesetzt. Mich hat es jedenfalls zum Nachdenken gebracht, zu lesen, was Chemikalien und genmanipulierte Pflanzen für Auswirkungen auf Mensch und Umwelt haben können. Ganz zu schweigen davon, was wir täglich durch die Light-Pordukte zu uns nehmen. Mir hat die Umsetzung im Buch jedenfalls sehr gut gefallen.
    Doch auch der Krimi kommt hier nicht zu kurz. Walcher muss in diesem Buch allein “ermitteln”, da sein Freund Kommissar Brunner Distanz zu ihm wahrt, da Walcher in den laufenen Ermittlungen unter Verdacht gerät. Wieder einmal kommt der Journalist den Bösen zu nahe und muss sich um das Wohl seiner Lieben sorgen. Dies erzeugt Spannung und dies ist das erste Buch von Rangnick, dass ich wirklich nicht mehr aus der Hand legen konnte. Der fehlende Spannungsbogen, war meist der größte Kritikpunkt der Vorgängerbände.
    Auch in diesem Band lässt Rangnick es nicht aus, den typischen Allgäuer-Charme hervorzuheben – ein weiterer Grund, warum mir seine Bücher so gut gefallen. Zwar fallen sie durch den gesellschaftkritischen Grundton und dem Journalisten Walcher aus dem typischen Allgäu-Krimi-Schema heraus, bieten aber damit eine gelungene Abwechslung. Die Mischung zwischen dem Allgäu-Charme und dem politischen Spiegel, den der Autor dem Leser vorhält, schätze ich an seinen Büchern sehr.

    Fazit: Lämmerweid ist wieder ein gesellschaftskritischer Roman mit einer realistischen Geschichte, die diesmal jeden etwas angeht, da jeder auf eine Weise mit Lebensmittel- und Agrarchemie in Kontakt gerät – ich zumindest habe mich in manchen Punkten auch angesprochen gefühlt. Endlich stimmt nicht nur die Thematik, sondern die Spannung bleibt konstant hoch. Meiner Meinung nach Rangnicks bisher bester Roman.
  • Wenn Hunde sprechen könnten!
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    Wunderschön illustriert
    Rezension vom 24.03.2013
    Der Klappentext hatte mich derart überzeugt, dass ich dieses Buch unbedingt haben musste. Als Hundebesitzserin, -Liebhaberin und bald mit der Leitung einer Grundschulklasse betraut, deren Masskottchen ein Hund sein soll, dachte ich, ist so ein Buch, in dem ein Hund Fragen wie ein Kind stellt und dabei einiges über diese tollen Tiere erklärt, genau das Richtige für mich. Das erste Durchblättern machte mir schon einmal große Augen, denn die Illustrationen von Günter Mattei sind nicht nur großzügig in Anzahl und Größe, sondern auch wirklich gelungen! Allein das Buch durchzublättern macht eine sehr große Freude!
    Die angsprochenen Themen waren ausnahmslos interessant und sogar ich konnte noch viel Neues über mein Haustier lernen. Dabei standen nicht nur die Rassen von Olga und Maxi im Vordergrund, sondern es wurde auf eine Vielzahl von bekannten und mittlerweile ausgestorbenen Hunderassen Bezug genommen. Allerdings ließ meiner Meinung nach die Ausdrucksweise zu Wünschen übrig. So habe ich das Buch auch in Hinblick darauf gelesen, ob meine potentielle neue Klasse damit etwas anfangen könnte und für das Klientel, dass ich da vor Augen habe, ist der Text schlichtweg zu schwer. Es wird zwar von einem Hund auch mal gesagt: “Das verstehe ich nicht.” Woraufhin eine nähere Erklärung folgt, doch meist wird zu viel Detailwissen geboten und die Wortwahl ist zu wissenschaftlich für Kinder. Nach meinem persönlichen Eindruck würde ich das Buch daher für Kinder ab 10 empfehlen und dies ist nicht das Alter, für das ich das Buch gern genutzt hätte.
    Die Idee die beiden Hunde sich unterhalten zu lassen, ist eigentlich sehr gut. So reden die beiden frei Schnauze und so naiv, wie Kinder auch sind. Das Fachwissen haben sie sich bei ihrem Herrchen abgeschaut. In der Theorie echt eine schöne Sache, in der Praxis bin ich mir bei dem vielen “sagte Olga”, “fragte Maxi” irgendwie blöd vorgekommen. Wenn ich für mich selbst lese, lasse ich diese Teile meist weg, da sich auch aus dem Verlauf ergibt, wer was sagt, nur das geht beim Vorlesen leider nicht. So fühlte ich mich von den vielen “sagte Olga” ziemlich gestört. Ein weiterer Minuspunkt für die vielen Dialoge ergibt sich beim Schriftbild. Durch die viele wörtliche Rede sieht der Text auf einer Seite manchmal ganz schön zerstückelt aus. Dabei wurde ansonsten Wert darauf gelegt, dass alles hübsch übersichtlich bleibt, indem man z.B. neu angesprochene Rassen fett hervorgehoben hat.

    Fazit: Durch dieses Buch konnte selbst ich noch Neues über Hunde erfahren, doch leider ist die Ausdrucksweise nicht mehr wirklich grundschulgerecht und damit leider nicht für mich zu gebrauchen. Einzig die Bilder könnte man gut ausstellen, denn diese sind wirklich sehr gut geworden!
  • Die wilde Jagd
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    Ein neuer Hauptcharakter tritt ins Bild
    Rezension vom 24.03.2013
    Fazit: Der zweite Band der Serie bietet dem Leser einen neuen Hauptcharakter, dessen Geschichte zwar sehr unterhaltsam ist, doch aufgrund des verschobenen Fokus entwickelt sich die Geschichte an sich nicht wesentlich weiter. Einige der Charaktere aus dem ersten Band haben zwar noch ihre eigene Perspektive, kommen aber generell etwas kurz weg. Dies ist zwar schade, hat mir beim Lesen den Spaß jedoch nicht verdorben. Stattdessen wurde mit Teia ein neuer interessanter Charakter eingeführt und ich bin gespannt, wie die Fäden zusammenlaufen werden.
  • Herzblut. Kommissar Kluftinger 07
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    Endlich wieder mehr Spannung
    Rezension vom 24.03.2013
    Kluftingers bisher neuster Fall ist nun erstmals bei Droemer und nicht mehr bei Piper erschienen, was der Serie ein etwas anderes Aussehen bescherte. Doch auch dieser siebte Fall reiht sich passend in die wirklich geniale Serie um Kommissar Kluftinger ein und steht den anderen in nichts nach was Humor und Lokalcholorit angeht. Kluftinger ist eben eine ganz eigene Type, die dem Buch unheimlich viel Charme verleiht. In diesem Band dreht sich alles um das Herz. Beim bereits zu Beginn fast abgeschlossenen Fall des Taxismörders wurde der Taxifahrer durch einen Schuss von hinten ins Herz getötet und bei der nächsten gefundenen Leiche fehlt gar das Herz. Dass Klufti meint, dass er einen brutalen Mord mit seinem Handy aufgezeichnet hat, tut sein übriges dazu bei, seine persönlichen Herzschmerzen zu forcieren. Dabei ist dem kauzigen Kommissar gleich klar, dass diese Schmerzen nur auf sein baldiges Ableben hindeuten können. Da hilft es auch nicht gerade, dass die Kollegen alles anderes als überzeugt sind, dass die Geräusche auf Kluftis Alt-Handy wirklich zu einem Mord gehören, vor allem, da dieser das Gespräch während einer wichtigen Pressekonferenz angenommen hat…
    Dieser Fall ist dieses Mal nicht nur gut konstruiert, sondern es kommt auch wieder mehr Spannung ins Spiel. Vor allem gegen Ende beginnt ein regelrechter Wettlauf gegen die Zeit, als es heißt das letzte geplante Opfer des Serientäters zu retten. Noch spannender wird es, da es ein guter Bekannter ist… Durch Kluftis Herzleiden ist diesmal das Grundthema etwas düsterer. Klufti sieht überall Herzkranke Menschen, hört von deren Ableben, wenn sie sich ein bestimmtes Gerät nicht leisten können und entscheidet sich schließlich sein Leben zu ändern. Da nicht nur eine Ernährungsumstellung dem Herzen gut tun soll, sondern auch eine grundlegende positive Einstellung, erlebt der Leser mitunter einen etwas anderen Klufti als sonst. Darunter leidet jedoch weder seine geniale Intuition, noch der Humor, der sich hier mal wieder vor allem im Zusammenspiel mit Kluftis Busenfreund Langhammer und in seiner Technikaversion zeigt.

    Fazit: Nun im neuen Verlag hat Kluftinger nichts von dem verloren, was ihn bisher ausmachte. Dieses Buch ist geprägt von Kluftis Herzleiden, da der aktuelle Fall ihn stets darauf verweist. Der Fall hat zudem wieder mehr Spannung als der letzte, tauchen doch “endlich” wieder Leichen auf. Mit der gewohnten Portion Humor und Lokalcholorit ist Herzblut ein typischer Kluftinger-Roman. Hoffentlich lässt der nächste Fall nicht zu lange auf sich warten!
  • Der Weg der Helden
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    Spannender politischer Einzelroman
    Rezension vom 24.03.2013
    Fazit: Der Weg der Helden ist ein wirklich gut gelungener für sich stehender Einzelroman über die dem Untergang geweihte Rasse der Avatar, die es kurz vor dem Ende noch schafft Helden hervozubringen, welche gegen die Invasion einer feindlichen Rasse kämpfen. Bei diesem Buch spielt Politik eine ebenso große Rolle wie die Magie durch die Kristalle. Dadurch, dass die arroganten und selbstgefälligen Avatar durch die Amecs einen Spiegel vor die Nase gesetzt bekommen und durch so manche Erkenntnis, die die Avatar im Laufe des Buches machen, erhält Der Weg der Helden eine schöne, positive Botschaft. Mir hat das Buch wirklich gut gefallen und Gemmell ist ein Autor, von dem ich gern mehr lesen würde. Ich würde mich jedenfalls über die eine oder andere Neuauflage der Bücher, des leider bereits verstorbenen Engländers, freuen.
  • Schlingen, fransen, knoten
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    Ein Textilbuch für den häuslichen Gebrauch
    Rezension vom 11.03.2013
    Anfang des Schuljahres 12/13 durfte ich das erste Mal fachfremd Textiles-Gestalten an einer Grundschule unterrichten und bekam dieses Buch empfohlen. Nach einem Durchgang in Klasse 3 und Klasse 4 ziehe ich nun ein Resümee zur Arbeit mit diesem Buch. Vorweg sei gesagt, dass ich einen Textilunterricht, wie ich ihn selbst genossen habe, nicht erteilen kann, da meine Schüler beinahe ausnahmslos zu wenig Erfahrung mit Textilien und Wolle gemacht haben, so dass ich wirkliche Grundlagen vermitteln muss und nicht wie ich damals schöne, manchmal auch nützliche Objekte in der Schule anfertigte.
    Das Buch ist durchweg sehr hübsch und farbig bebildert, hinzu kommen zahlreiche Illustrationen und vorlagenartige Abbildungen. So machte das Buch auf den ersten Blick einen sehr guten Eindruck. Es ist in einzelne Kapitel gegliedert: Dies und das, nähen, sticken, häkeln, stricken, weben-flechten-knoten, färben und drucken und filzen.
    Die meisten Dinge habe ich tatsächlich nicht im Unterricht umsetzen können, wie es das Buch vorschlug. Zum einen war es ein sehr kurzes Schuljahr, so dass jeweils nur die Standards wie Kordel, Flechtzopf, Pompom durchgeführt wurden, zum anderen sind manche Beispiele etwas übertrieben intensiv dargestellt. So habe ich mit meinen Schülern zwar die Grundlagen von Stoff sowie schneiden und reißen von Stoff erarbeitet (wie es im Buch auch beschrieben ist), doch bei der praktischen Durchführung habe ich statt die vorgeschlagenen Bischöfe basteln zu lassen, doch lieber ein Deckblatt für die Textilmappe gestalten lassen. Hinzukommt, das große Teiles des Buches für meinen vierten Jahrgang zu schwer waren, z.B. die Vorschläge für das Häkeln: Ich war froh dass sie alle am Ende Luftmaschen häkeln konnten und die ganz Geschickten schlichte Reihen von festen Maschen – an Blümchen oder Formen war nicht zu denken. Ebenso kam das gesamte Kapitel “stricken” für mich nicht in Frage.
    Andererseits haben mir vor allem die Ideen zum Sticken gut gefallen. Ich habe sie zwar zeitlich nicht umsetzen können, doch bei einem längeren Schuljahr werde ich mit Sicherheit auf sie zurückgreifen. Schön umsetzen konnte ich die Idee mithilfe der Technik “rundweben” Untersetzer herzustellen. Doch dabei habe ich festgestellt, dass die Erklärungen und die dafür angefertigten erkärenden Illustrationen für die Schüler zu schwer zu verstehen waren. Ich bin durchweg so verfahren, dass ich die Erklärungen gegeben habe, ohne ein unterstüzendes Arbeitsblatt. Hinzukommt, dass selbst ich so manche Erklärung wie z.B. beim Vorschlag “Rundgeflechte” als schwer verständlich empfunden habe und nicht wirklich nacharbeiten konnte.
    Es wird eine Vielzahl an Materialien verwendet. Dabei sind klassische wie Stoff, Wolle, Knöpfe usw. aber auch außergewöhnliche wie ein gebrauchter Pulli und ein Fahrradschlauch. Die Ergebnisse sehen zwar prima aus, sind aber meiner Meinung nach nur zu Hause ökonomisch umsetzbar. Die Energie, die man hineinsteckt um für die Schule eine ausreichende Anzahl an Schläuchen/nicht mehr gebrauchte Pullis zu bekommen, ist meines Erachtens verschwendet bzw. das Ergebinis oder den Lernerfolg nicht wert. Außerdem sind z.B. eine ganze Reihe von Beispielen zum Nähen/Sticken an der Maschine aufgeführt, die man zwar mit textilaffinen eigenen Kindern gut umsetzen kann, doch nähen an der Nähmaschine ist für die Grundschule doch etwas arg schwer.
  • Paddington hilft, wo er kann und andere Geschichten
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    Neues von Paddington
    Rezension vom 11.03.2013
    Nach der gelungenen Neuauflage der ersten beiden Paddington-Bände in einem Buch, die mir sehr gefallen hat, ist nun endlich der zweite Doppelband um den kleinen Bären aus dem dunkelsten Peru, der bei der Familie Brown in London lebt, erschienen.
    Für mich ist Paddington ein Stück Kindheitserinnerung, da wir es in meiner Schulzeit entweder selbst gelesen haben oder die Lehrerin aus dem Buch vorgelesen hat. Für beides ist es jedenfalls hervorragend geeignet, da die Kapitel zum einen nicht zu lang sind, zum anderen jedes Kapitel für sich eines von Paddingtons Abenteuern beinhaltet. Demnach hat dieses Buch 14 kleine Geschichten, in denen Paddington jeweils ein Abenteuer erlebt – was meist bedeutet, dass ihm irgendetwas gehörig schief geht – und ein schönes Ende findet. Einzig der zweite Teil des Buches, der früher als Der kleine Bär macht Ferien erschienen ist, baut teilweise aufeinander auf und bildet so ein kleines Buch für sich. Die Kapitel des ersten Teils des Buches, kann man jedoch auch losgelöst vom Gesamtkonzept vorlesen, z.B. wenn man mit Kindern Dinge im Haushalt (Kochen, Wäsche waschen…) thematisieren will, denn gerade in diesem Teil versucht sich Paddington in solchen Dingen. Doch auch Auktionen, ein Kino-Besuch und (Hand-)Werken sind Themen, die hier angesprochen werden und deren Episoden zu passenden Gelegenheiten vorgelesen werden können. Außerdem ist der Humor des Buches, der durch Paddingtons Tollpatschigkeit erzeugt wird, nicht nur kindgerecht, sondern auch ich musste sehr oft breit grinsen. Dennoch bin ich der Meinung, dass die Kenntnis der ersten Kapitel des ersten Paddingtonbuches schon bekannt sein sollten, damit man diese Episoden gut genießen kann, da dort beschrieben ist, wie der kleine Bär zur Familie Brown kam.
    Ergänzt wird jeder Abschnitt durch sehr gelungene sw-Illustrationen von Peggy Fortnum.
    Paddington ist einfach goldig, denn auch wenn bei dem Marmelade liebenden Bären vieles schief geht, stellt er doch durch Höflichkeit und gutes Benehmen ein Vorbild für Kinder dar. Und die Botschaft, die das Buch vermittelt ist auch sehr wichtig: Auch wenn dir mal etwas schief geht: Zusammen kann man jedes Probelm wieder lösen.

    Fazit: Paddington hilft, wo er kann ist eine gelungene Fortsetzung von Geschichten von Paddington. Beides sind Bücher, die in ein gut sortiertes Kinderbuchregal gehören, da sie nicht nur lustig -, sondern durch Botschaft und Humor abslout kindgerecht sind. Darüber hinaus bereitet es auch Erwachsenen beim Vor- oder selber lesen sehr viel Freude. Durch die kurzen, meist für sich stehenden Kapitel ist es wiklich gut geeigent zum (themenorientierten) Vorlesen vor dem Zubettgehen oder in der Schule. Ich hoffe, dass der Verlag auch die weiteren Paddington-Bände neu auflegt!