Fight Club

Roman

von Chuck Palahniuk

Buch

Taschenbuch (253 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Sie sind jung, sie sind stark - und sie sind gelangweilt: Normale, berufstätige Männer und Familienväter auf der Suche nach einem Mittel gegen die Leere in ihrem Leben. Sie treffen sich auf Parkplätzen und in Kellern von Bars, um mit nackten Fäusten gegeneinander zu kämpfen. Der Anführer dieser "Fight Clubs" ist Tyler Durden, und er ist besessen von dem Plan, furchtbare Rache an einer Welt zu nehmen, in der es keine menschliche Wärme mehr gibt ...






Pressestimmen:

"Palahniuk hat mit seinem scharfen Erzählton zweifellos einen Nerv getroffen, der nicht mehr nur eine kultische Subkultur-Fraktion begeistert." Der Spiegel
"Der Grund, warum Menschen Palahniuks Bücher lesen, sind seine klugen, scharfzüngigen Beobachtungen des Lebens von heute: komische Anti-Liebesgrüße an die moderne Welt." Time Magazine
"Mit lakonischer Schärfe knöpft sich Palahniuk thematisch immer wieder aufs Neue die Familie vor und spiegelt in ihr die Verwerfungen der amerikanischen Gesellschaft. Konsequenterweise nannte eine Kritiker Palahniuk den Leichenbeschauer des 20. Jahrhunderts', seine Romane Autopsieberichte einer an Übersättigung verendeten Kultur'. Kollegen wie Bret Easton Ellis trauen ihm sogar die Nachfolge von Ikonen wie Thomas Pynchon und Don DeLillo zu. Im deutschsprachigen Raum dagegen gilt es, den Autor erst noch zu entdecken." Sonntagszeitung

Produktdetails

Verkaufsrang: 2.915
ISBN-10: 3-442-54210-3
EAN: 9783442542109
Originaltitel: Fight Club
Erschienen: 01.12.2004
Verlag: Goldmann Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 253
Länge/Breite: 187mm/118mm
Gewicht: 202 g
Übersetzer: Fred Künzel, Werner Schmitz, Fred Kinzel
Reihe: Goldmanns Taschenbücher
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Chuck Palahniuk

Der amerikanische Autor Chuck Palahniuk, geb. 1962, träumte lange davon, Schriftsteller zu werden. Doch erst ein persönlicher Einschnitt in seinem Leben gab ihm schließlich den Impuls, seinen Traum zu verwirklichen. Seit seinem Überraschungserfolg 'Fight Club' genießt Palahniuk nicht nur bei zahlreichen Lesern Kultstatus, er hat sich mit seinen folgenden Romanen auch in die Riege amerikanischer Bestsellerautoren geschrieben. Chuck Palahniuk lebt in Portland, Oregon.

Werner Schmitz

Werner Schmitz wurde 2011 mit dem "Heinrich Maria Ledig-Rowohlt-Preis" ausgezeichnet. Er wurde für seine Übersetzungen zeitgenössischer amerikanischer Literatur, insbesondere für seine Übertragung der Romane Paul Austers geehrt.

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Kundenrezensionen

  • Empfehlenswertes Buch übers WE Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.03.2013

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sehr gutes Buch zum Film.

    Die Story im Buch weicht in kleinen Details vom film ab, ist jedoch identisch, was selten ist wie ich finde bei Verfilmungen von Bücher (Bsp.: purpurnen flüsse, bourne Identität)
    Sehr frech geschrieben und sehr gut vor allem.

    Auf jeden Fall für eine kurze Lektüre sehr empfehlenswert.

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  • Wie ein Schlag ins Gesicht Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Nicole Godknecht, am 03.12.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    »Ich will, dass du mich so fest schlägst, wie du nur kannst.«

    Es sind junge Männer. die von ihrem eigenen Leben und Dasein gelangweilt sind. Sie wollen Action und den totalen Adrenalinkick. Egal, ob Clubs, Bars oder Parkplätze. Jeder Ort ist ihnen recht, um ihre Kämpfe auszutragen.
    Das Buch beginnt ohne große Einleitung. Direkt und fast schon ein wenig heftig wird der Leser ins Geschehen gestoßen. Und wenn man einmal anfängt, kann man nicht mehr aufhören zu lesen. Dieses Buch fesselt einen so dermaßen, dass man sich nach kurzer Zeit wundern, warum die Achterbahnfahrt denn schon vorbei ist.

    Ein sehr empfehlenswert Buch von einem ebenfalls sehr empfehlenswerten Autor, dessen Bücher es definitiv in sich haben.

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  • Auch wer den Film kennt... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    ... wird vom Ende überrascht sein. So gings mir jedenfalls, als ich das Buch an einem Freitagabend komplett durchgelesen hab.

    Vor allem, wenn man mal ein bisschen über die Philosophie des 'Fight Clubs' und seines 'Gründers' nachdenkt, ist dies ein Buch, was einen auch nach dem lesen noch beschäftigt.

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  • Das Buch vor dem Film Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Paul Gilius, am 29.12.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Kaum jemand weiß, dass der Film "Fight Club" auf dem gleichnamigen Buch des Autors Chuck Palahniuk basiert. Aber jeder, der es gelesen hat, weiß, dass es mindestens genauso gut ist wie der Film. Zwischen witzigen und surrealen Situationen versucht man als Leser die eigene Realität des Buches zu greifen und taucht in die Welt von "Fight Club" ein, ohne es kontrollieren zu können. Dieses Buch ist wie ein Sog, dem man sich nicht entziehen kann. Vor allem Männer, die "eigentlich" nicht lesen, werden an dieser Geschichte Gefallen finden.

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  • Fight Club Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von S. Krausen, am 12.04.2010

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    Im Mittelpunkt des Romans steht ein namenloser, unter Schlaflosigkeit leidener Protagonist, der auf den ersten Blick absolut gewöhnlich und unauffällig ist.
    Ungewöhnlich ist allerdings sein Hobby: um seine innere Leere zu füllen, besucht er verschiedene Selbsthilfegruppen von Schwerkranken.
    In einer dieser Selbsthilfegruppen trifft er auch die kaputte Marla Singer, die ihn abwechselnd fasziniert und abstößt.
    Während einer Dienstreise lernt er dann noch den höchst charismatischen, aber völlig unkonventionellen Tyler Durden kennen
    und sein Leben nimmt eine radikale Wende.
    Durch eine harmlose Straßenschlägerei ausgelöst, entsteht der erste Fight Club.
    Zunächst sind die Fight Clubs dazu gedacht Dampf abzulassen und sich selbst zu beweisen, noch am Leben zu sein, doch dann verselbstständigen sie sich und werden zu einem Hort des Terrors...
    Ein komischer, scharfzüngiger, trotz seiner Härte großartiger Roman!

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  • Chaotisch, Anarchisch und Charismatisch...Tyler Durden! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Elke Albust, am 06.04.2010

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    Dieses Buch hat mich total überrascht und egal, wie oft ich es schon gelesen habe, ich entdecke immer wieder neue Seiten daran.

    Die Handlung ist vom Film her allgemein bekannt: Der Protagonist, der die ganze Zeit über ohne Namen bleibt, lebt ein normales Durchschnittsleben in den USA. Er arbeitet bei einer Versicherung und alles beginnt damit, dass er nicht mehr schlafen kann. Eines Abends trifft er einen charismatischen Mann namens Tyler Durden, der ihn hineinzieht in eine Welt des Chaos und der Anarchie. Bald schon findet sich unser Protagonist in einer Welt wieder, die er auf der einen Seite kennt, ihm doch aber total neu erscheint.

    An all jene, die den Film schon kennen, unbedingt das Buch lesen! Ihr werdet eine Überraschung erleben und auch den Film ganz neu erleben.

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  • Fight Club Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Brock, am 15.09.2009

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    So hiermit breche ich die ersten beiden Regeln des Fight Clubs und rede darüber. Alles beginnt ganz harmlos mit unseren Erzähler und seinen Schlafproblemen. Als Rückrufkoordinator des Autoherstellers FMC lebt er nicht gerade den typisch amerikanischen Traum. Auch seine Wohnung ist mehr Teil eines schwedischen Katalogs, als ein Ruhepol. Doch auch Menschen die ein schwarzes Leben haben, durchlaufen manchmal Abschnitte die noch schwärzer sind. Wie der Tag an dem er Tyler Durden kennenlernt und mit ihm zusammen einen Club gründet. Doch was klein auf Parkplätzen und in Kellern beginnt, erreicht bald mit „Projekt Chaos“ den Zenit eines großen Fehlers. Wer den Film "Fight Club" mag, wird dieses Buch von Chuck Palahniuk lieben. Die Geschichte ist rasant und vor allem extrem fesselnd. Schon allein der originelle Schluss ist das Lesen wert.
    P.S. „Alles, was du hast, hat irgendwann dich…“ [Tyler Durden ]

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  • Ohne Worte... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kai Wolter, am 10.07.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es gibt wohl kaum die richtigen Worte um diesen Meilenstein der Literatur zu beschreiben.
    Ich kann nur sagen das es brilliant geschrieben ist und mein Leben bis zum heutigen Tage deutlich beeinflusst.
    Es lindert die Frustration, die man täglich im Leben erfährt.
    Übrigens ist Fight Club mein erstes gekauftes und gelesenes Buch. Früher hab ich Bücher gehasst aber seitdem dieses Stück Literaturgeschichte mein Regal ziert lese ich regelmäßig mit Freude.

    PS: Das Ende im Buch ist ein anderes als im Film also kauft es euch auch wenn ihr den Film schon kennt.

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  • Erkenne dich selbst Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 11.05.2006

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Hast du schon einmal daran gedacht, dass die Möglichkeit besteht, dass Gott dich nicht liebt, dass ihm egal ist, was du tust und was dir geschieht. Erst, wenn dir bewusst ist, dass du sterben wirst, kannst du dein Leben meistern. Auch wenn der Titel sich nur nach Action anhört, so finden sich in diesem Buch philosphische Ansätze zur Frage nach dem Sinn des Lebens, die in einem einfachen Fazit enden: Sei, wer du sein willst, mach dich frei von äußeren Zwängen und lass dem Leben seinen Lauf. Eine Richtung findet sich. Das Buch könnte auch unter der Rubrik "Lebenshilfe" oder "Wege zum Erfolg" gehandelt werden. Die eindringliche, intensive Sprache des Autors macht das Buch außerdem extrem lesenswert.

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  • absolut geniales Buch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 21.05.2005

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wer dieses Buch versteht ist nacher nicht mehr der geiche wie vor dem lesen.

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Er beugte sich vor, sein Atem roch nach Whiskey, aus der Flasche getrunken. Sein Mund nicht ganz geschlossen. Seine blauen Augen nicht mehr als halb offen. In der einen Hand ein aufgerolltes Seil, ein altmodisches Hanfseil, blond wie sein Haar. Gelb wie sein Cowboyhut. Ein Cowboyseil. Er fuchtelte mir beim Sprechen mit dem Seil vorm Gesicht herum. Hinter ihm eine offene Tür, durch die eine Treppe zu sehen war, die nach unten ins Dunkle führte.
Er war jung, hatte einen flachen Bauch, trug ein weißes T-Shirt und braune Cowboystiefel mit dicken Absätzen. Die blonden Haare unter einem Strohhut. Ein Gürtel mit einer großen Metallschnalle hielt seine Jeans zusammen. Seine dünnen weißen Arme, glatt und gebräunt wie die Spitzen seiner Cowboystiefel.
Seine Augen mit einem Dickicht kleiner roter Linien geädert. Er sagt, ich soll das Seil nehmen und festhalten - fest. Er zieht am Seil und fängt an runterzusteigen, seine Cowboyabsätze hämmern auf die Stufen, einmal, noch einmal, und noch ein harter, hölzerner Schritt in den dunklen Keller hinab. Er zieht mich in das Dunkel hinunter, sein Atem riecht nach Whiskey, wie der Wattebausch beim Arzt, die kalte Berührung von Alkohol unmittelbar vor einer Injektion.
Noch einen Schritt ins Dunkel hinein, und der Cowboy sagt:
»Regel Nummer eins der Spuktunneltour heißt: Man redet nicht darüber.«
Und ich bleibe stehen. Das Seil hängt wie ein schlaffes Lächeln zwischen uns.
»Regel Nummer zwei der Spuktunneltour heißt«, sagt der Cowboy, sagt sein Whiskeyatem: Man redet nicht darüber...«
Das Seil, die geflochtenen Fasern, ist fest gedreht und liegt fettig glatt in meiner Hand. Ich stehe immer noch, ziehe an dem Seil und sage: Hey.
Aus dem Dunkel fragt der Cowboy: »Was: hey?«
Ich sage, ich hab dieses Buch geschrieben.
Das Seil zwischen uns wird straffer, straffer, straff.
Und das Seil stoppt den Cowboy. Aus dem Dunkeln sagt er: »Geschrieben? Was?«
Fight Club, sage ich.
Und da macht der Cowboy einen Schritt auf mich zu. Das Klopfen seines Stiefels auf der Stufe: näher. Er schiebt den Hut zurück, um besser sehen zu können, stößt mit seinen Augen nach mir, heftig blinzelnd, sein Atem kräftig wie der eines Kesselschmieds, alkomatenkräftig, und sagt:
»Das gab's als Buch?«
Ja.
Bevor es den Film gab.
Bevor Landjugendvereine in Virginia zerschlagen wurden, weil sie Fight Clubs veranstalteten.
Bevor Donatella Versace Rasierklingen in Männerkleidung einnähte und das den Fight Club Look nannte. Bevor Gucci-Models ohne Hemd und mit Veilchenaugen, blutig und bandagiert über den Laufsteg gingen. Bevor Modehäuser wie Dolce & Gabbana ihre neue Herrenkollektion - Satinhemden im 70er-
Jahre-Stil, bedruckt mit Plakatmotiven, Hosen in Tarnfarben, enge, tief sitzende Lederhosen - in schmutzigen Mailänder Betonkellern präsentierten .
Bevor junge Männer sich mit Lauge oder Sekundenkleber Kussmünder in die Hände ätzten.
Bevor junge Männer in aller Welt offizielle Anträge stellten, ihren Namen in »Tyler Durden« zu ändern.
Bevor die Band Limp Bizkit ihre Website mit dem Satz begann: »Dr. Tyler Durden empfiehlt eine starke Dosis Limp Bizkit.«
Bevor ein amerikanischer Bürobedarfslieferant Paketaufkleber mit dem Aufdruck »An Tyler Durden, Paper Street« auf den Markt brachte ...
Bevor in brasilianischen Nachtclubs Faustkämpfe organisiert wurden, bei denen junge Männer sich gelegentlich totprügelten.
Bevor The Weekly Standard »Die Krise der Männlichkeit« ausrief.
Bevor Susan Faludi das Buch Männer: Das betrogene Geschlecht veröffentlichte.
Bevor die Studenten der Brigham Young University für das Recht kämpften, sich an Montagabenden zu prügeln - mit der Begründung, dass aus den Vorschriften der Mormonen kein Verbot ihres »Provo Fight Club« abzuleiten sei.
Bevor der Sohn des Gouverneurs von Utah, Mike Leavitt, weil er in einer Mormonenkirche einen Fight Club organisiert hatte, wegen Ruhestörung und Hausfriedensbruchs vor Gericht gestellt wurde.
Bevor die Zeitung The Onion einen Artikel über »Das Nähkränzchen« brachte, einen Kreis alter Damen, die sich im Kellerraum einer Kirche trafen, um »mit bloßen Fäusten auf ihre Stickrahmen loszugehen«, und »Regel Nummer eins des Nähkränzchens heißt: Man redet nicht darüber.«
Bevor in Saturday Night Live der »Fight-Like-A-Girl-Club« eingeführt wurde.
Bevor Zeitschriften- und Zeitungsherausgeber bei mir anriefen und wissen wollten, wo es in ihrer Gegend einen typischen Fight Club gebe, um dort für eine Insider-Story einen Reporter einzuschleusen, und mir versicherten, mit keinem Wort gegen die Geheimhaltungsvorschriften des betreffenden Clubs verstoßen zu wollen.
Bevor Zeitschriften- und Zeitungsherausgeber mich aufs Übelste beschimpften, weil ich darauf beharrte, dass die ganze Idee der Fight Clubs bloß von mir erfunden sei. Bloß von mir erfunden.
Bevor in politischen Karikaturen der »Kongress-Fight-Club« die Runde machte.
Bevor die Universität von Pennsylvania Tagungen veranstaltete, auf denen Fight Club auf alle mögliche Art und Weise auseinander genommen wurde, von Freud über Puppenspiel bis Ausdruckstanz.
Bevor unzählige »Fuck Club«-Porno-Webseiten auftauchten.
Bevor unzählige Restaurantkritiken unter der Überschrift »Bite Club« erschienen.
Bevor die Firma Rumble Boys ihre Herrenpflegemittel, Schaumfestiger und Gels mit Tyler-Durden-Zitaten anpries.
Bevor man auf Flughäfen scherzhafte Aufrufe hörte wie »Tyler Durden. Tyler Durden bitte ans weiße Servicetelefon .«
Bevor man in Los Angeles Sprüche wie »Tyler Durden lebt« an die Wände gesprüht sah.
Bevor man in Texas T-Shirts mit dem Aufdruck trug: »Rettet Marla Singer«.
Bevor es illegale Inszenierungen von Fight Club gab.
Bevor mein Kühlschrank mit Fotos, die mir Fremde geschickt hatten, voll geklebt war: grinsende, zerschlagene Gesichter, wilde Kampfszenen auf Hinterhöfen.
Bevor das Buch in einem Dutzend Sprachen erschienen war: Club de Combate und De Vechtclub und Borilacki Club und Klub Golih Pesti und Kovos Klubas...
Bevor das alles geschah.
Am Anfang war es bloß eine Kurzgeschichte. Nur ein Experiment, einen langweiligen Nachmittag auf der Arbeit totzuschlagen. Statt jemanden in einer Geschichte von einer Szene zur anderen zu führen, musste es doch auch etwas Schnelleres geben - harte Schnitte. Sprünge. Von einer Szene zur anderen. Ohne dass der Leser auf der Strecke blieb. Jeden Aspekt einer Geschichte aufzeigen, aber nur den Kern jeden Aspekts. Den entscheidenden Augenblick. Dann den nächsten entscheidenden Augenblick. Und den nächsten.
Dazu brauchte ich so etwas wie einen Refrain. Irgendeine eher belanglose Kleinigkeit, die den Leser nicht ablenkte, sondern als Signal für den Sprung zu einem neuen Aspekt oder Blickwinkel der Geschichte dienen sollte.

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