Buch
Taschenbuch (237 Seiten)
11. Auflage.
Sprache: Deutsch
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Wir betrachten unsere Art zu sprechen vielleicht nicht als "gewalttätig", dennoch führen unsere Worte oft zu Verletzung und Leid - bei uns selbst oder bei anderen. Die Gewaltfreie Kommunikation hilft uns bei der Umgestaltung unseres sprachlichen Ausdrucks und unserer Art zuzuhören. Aus gewohnheitsmäßigen, automatischen Reaktionen werden bewusste Antworten. Wir werden angeregt, uns ehrlich und klar auszudrücken und gleichzeitig anderen Menschen unsere respektvolle Aufmerksamkeit zu schenken. Wenn wir die Gewaltfreie Kommunikation in unseren Interaktionen anwenden, ob mit uns selbst, mit einem anderen Menschen oder in einer Gruppe, kommen wir an eine Tür, die auf allen Ebenen der Kommunikation, in allen Altersklassen und in den unterschiedlichsten Situationen im Beruf, im Privatleben und auf dem politischen Parkett erfolgreich geöffnet werden kann.
Die Gewaltfreie Kommunikation ist die verlorene Sprache der Menschheit, die Sprache eines Volkes, das rücksichtsvoll miteinander umg eht und die Sehnsucht hat, in Balance mit sich selbst und anderen zu leben. Mit Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächen macht Marshall Rosenberg in seinem Buch alltägliche Lösungen für komplexe Kommunikationsprobleme anschaulich.
Pressestimmen:
"Ein Buch, das man immer wieder lesen kann." - Forum "Für alle, die lernen wollen, ihre Gefühle auf den Punkt zu bringen." - emotion "Dieser Bestseller von Marshall B. Rosenberg postuliert eine spezielle Methode der gewaltfreien Kommunikation, die für die unterschiedlichsten Situationen im Beruf, im Privatleben und auf dem politischen Parkett erfolgreich Türen öffnet. Ein angenehm zu lesendes Buch und gleichzeitig ein Kommunikationsratgeber, der Denkanstösse gibt und unsere Einstellung zur Kommunikation positiv beeinflusst. Mit vielen Geschichten, Erlebnissen und beispielhaften Gesprächen, die die Umsetzung erleichtern." - Management mit gesundem Menschenverstand "Heute noch ist der siebzigjährige Rosenberg von Kolumbien über Kosovo bis nach Israel/Palästina unterwegs, spricht vor Offizieren und Soldaten, in Flüchtlingslagern und Gefängnissen, vor Professoren und Elterngruppen - und neuerdings vermehrt auch vor Anthroposophen. Einige Lehrer an Rudolf Steiner Schulen haben entdeckt, dass seine Methode der Gewaltfreien Kommunikation auch in Schulzusammenhängen fruchtbar angewendet werden kann. So konnte z.B. in der diesjährigen (59.) Studien- und Übungswoche der >>Freien Pädagogischen Vereinigung>Konfliktfähigkeit erüben>gute Mensch>gute Leben>globalen Dorf<< um nicht mehr und nicht weniger als die Fähigkeit, den Anderen in seinem Anderssein zu akzeptieren und die kulturelle und interkulturelle Auseinandersetzung als eine Bereicherung für die eigene Identität zu begreifen." - GEW Info Hildesheim "Rosenbergs sehr angenehm zu lesendes Buch ist mehr als ein Kommunikationsratgeber, denn es bietet Denkanstöße, die unsere Einstellung zur Kommunikation und zum Miteinander grundlegend positiv verändern können. Das Buch ist vorbildlich aufgemacht. Sehr spannend für alle, die sich mit Kommunikation und dem menschlichen Miteinander befassen. Ein Muss für Kommunikationstrainer." - www.zeitzuleben.de "Die Techniken in diesem Buch verwandeln potentielle Konflikte in friedliche Gespräche" - John Gray "Ich bin überzeugt, daß die Prinzipien und Techniken in diesem Buch die Welt buchstäblich verändern können" - Jack Canfield
| Verkaufsrang: | 423 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-87387-454-7 |
| EAN: | 9783873874541 |
| Originaltitel: | Nonviolent Communication |
| Erschienen: | 14.08.2001 |
| Verlag: | Junfermann Verlag |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 11. Auflage. |
| Seitenzahl: | 237 |
| Länge/Breite: | 242mm/172mm |
| Gewicht: | 420 g |
| Übersetzer: | Ingrid Holler |
Vera F. Birkenbihl ist Leiterin des Instituts für gehirn-gerechtes Arbeiten. Sie ist eine der ganz Großen der Seminar-Szene. Die Querdenkerin gehört zu den Erfindern von Infotainment, lange bevor es einen Begriff dafür gab. Sie nennt das "brain-friendly" und "gehirn-gerecht". Ihre Themenbereiche sind Brain-Management, Kreativität, Kommunikation, Persönlichkeitsentwicklung, Zukunftstauglichkeit, u.v.m..
Dr. Marshall B. Rosenberg ist international bekannt als Konfliktmediator und Gründer des internationalen Center for Nonviolent Communication in den USA. Die von ihm entwickelte Methode der Gewaltfreien Kommunikation hat sich als machtvolles Werkzeug herausgestellt, um Differenzen auf persönlichem, beruflichem und politischem Gebiet friedlich zu lösen. In den letzten dreißig Jahren hat Dr. Rosenberg die Gewaltfreie Kommunikation in mehr als zwei Dutzend Ländern an Ausbilder, Schüler, Studenten, Eltern, Manager, medizinisches und psychologisches Fachpersonal, Militärs, Friedensaktivisten, Anwälte, Gefangene, Polizisten und Geistliche weitergegeben. Derzeit lebt Dr. Rosenberg in New Mexico/USA. Er lehrt in Europa und den USA, reist regelmäßig in die Krisengebiete in Afrika, Osteuropa und den Mittleren Osten, wo er Ausbildungen und Konfliktmediationen anbietet.
Ingrid Holler ist Autorin und Seminarleiterin und in der Gewaltfreien Kommunikation sowie als Coach und Mediatorin aktiv. Sie ist anerkannte Mediatorin und Ausbildungsleiterin im Bundesverband Mediation und Vorstandsmitglied im Fachverband Gewaltfreie Kommunikation. Ingrid Holler lebt und arbeitet in München und freut sich über so manche fröhliche und vertrauensvolle Facette, die die GFK in ihr Leben gebracht hat.
von Michele Bomio, am 18.11.2009 aus der Thalia-Buchhandlung in Basel
von Jost Weiss, am 18.07.2010
2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Unser Repertoire an Schimpfwörtern ist oft umfangreicher als der Wortschatz, mit dem wir unseren Gefühlszustand klar beschreiben können. Ich habe einundzwanzig Jahre lang verschiedene amerikanische Bildungsstätten durchlaufen und kann mich nicht daran erinnern, daß mich einmal jemand gefragt hätte, wie ich mich fühle. Gefühle wurden einfach nicht als wichtig angesehen. Was sehr geschätzt wurde, war "die richtige Art zu denken" - nach Definition derer, die Stellungen von Rang und Autorität innehatten. Wir werden eher dazu trainiert, "außenorientiert" zu leben, als mit uns selbst in Kontakt zu sein. Wir lernen "in unserem Kopf" zu sein und uns zu fragen: "Was halten die anderen für richtig in dem, was ich sage und tue?" Eine Auseinandersetzung, die ich im Alter von etwa neun Jahren mit einer Lehrerin hatte, macht deutlich, wie die Entfremdung von unseren Gefühlen ihren Anfang nehmen kann. Eines Tages versteckte ich mich nach der Schule im Klassenraum, weil draußen ein paar Jungen warteten, um mich zu verprügeln. Eine Lehrerin entdeckte mich und sagte mir, ich solle die Schule verlassen. Als ich ihr erklärte, daß ich Angst hätte rauszugehen, verkündete sie: "Große Jungs haben keine Angst." Ein paar Jahre später, im Sportunterricht, wurde diese Haltung noch mehr verstärkt. Es war typisch für die Trainer, ihre Sportler einzustufen nach deren Bereitschaft, "alles zu geben" und immer weiterzuspielen, egal wie weh ihnen gerade etwas tat. Ich lernte diese Lektion so gut, daß ich einmal mit einem gebrochenen, unbehandelten Handgelenk einen Monat lang weiter Baseball spielte. In einem GFK-Workshop erzählte ein College-Student von einem Mitbewohner, der die Musik so laut aufdrehte, daß er nicht schlafen konnte. Auf die Frage nach seinen Gefühlen in der geschilderten Situation antwortete der Student: "Ich habe das Gefühl, daß es nicht in Ordnung ist, nachts so laut Musik zu hören." Ich wies darauf hin, daß, wenn er nach dem Wort fühlen das Wort dass sagt, er eine Meinung äußert, aber nicht seine Gefühle offenlegt. Auf die nochmalige Bitte, seine Gefühle auszudrücken, erwiderte er: "Ich habe das Gefühl, die Leute, die so was machen, haben eine Persönlichkeitsstörung." Ich erklärte ihm, daß auch dies eine Meinung statt einer Gefühlsäußerung sei. Er machte eine nachdenkliche Pause und sagte dann vehement: "Ich habe überhaupt keine Gefühle dazu!" Dieser Student hatte offensichtlich starke Gefühle. Leider wußte er nicht, wie er sich seiner Gefühle bewußt werden, geschweige denn sie in Worte fassen konnte. Diese Schwierigkeit, Gefühle wahrzunehmen und auszudrücken, ist weit verbreitet, besonders bei Anwälten, Ingenieuren, Polizisten, Managern und Leuten, die im Militär Karriere machen - Menschen, deren Fachsprache sie von Gefühlsäußerungen abhält. Familien müssen einen hohen Preis bezahlen, wenn ihre Mitglieder sich keine Gefühle mitteilen können. Die Country- und Western-Sängerin Reba McIntire schrieb einen Song nach dem Tod ihres Vater: "Der tollste Mann, den ich nie kannte". Damit drückt sie zweifelsohne die Gefühlslage vieler Menschen aus, die nie in der Lage waren, die emotionale Verbindung zu ihrem Vater aufzubauen, die sie gerne gehabt hätten. Ich höre immer wieder die Feststellung: "Verstehen Sie mich nicht falsch - ich bin mit einem wunderbaren Mann verheiratet - ich weiß nur nie, was er fühlt." Eine dieser unzufriedenen Frauen brachte ihren Mann mit zu einem Workshop, wo sie zu ihm sagte: "Ich fühle mich, als wäre ich mit einer Wand verheiratet." Daraufhin gab der Mann eine ausgezeichnete Imitation einer Wand zum besten: Er saß da, steif und stumm. Verzweifelt drehte sich die Frau zu mir und rief aus: "Sehen Sie! Genau das passiert die ganze Zeit. Er sitzt da und sagt nichts. So lebt es sich mit einer Wand." "Das hört sich für mich so an, als wären Sie einsam und hätten gerne mehr emotionalen Kontakt zu Ihrem Mann", sagte ich. Als sie zustimmte, versuchte ich ihr aufzuzeigen, daß Äußerungen wie: "Ich fühle mich, als wäre ich mit einer Wand verheiratet" nicht dazu geeignet sind, ihrem Mann ihre Gefühle und Wünsche nahezubringen. Sie werden sogar höchstwahrscheinlich als Kritik gehört und nicht als Einladung, mit den Gefühlen in Kontakt zu kommen. Des weiteren führen solchen Äußerungen zu sich selbst erfüllenden Prophezeiungen. Ein Ehemann hört z.B. die Kritik, daß er sich wie eine Wand verhält; er ist verletzt und entmutigt und reagiert nicht; und so bestätigt sich das Bild seiner Frau von ihm als Wand.