BuchhändlerInnen im Portrait
aus Pforzheim
- Gesamte Rezensionen
- 52 (ansehen)
- Über mich
- Ich lese kreuz und quer durch alle Genre, aber die Phantastik ist mein zu Hause. :)
- Alter
- 24 Jahre
- Funktion
- Kundenbetreuer für elektronische Lesegeräte
- Lieblingsautoren
- Christoph Lode, Ralf Isau, Yann Martel, James M. Barrie, Ferdinand von Schirach, John R. R. Tolkien, James Frey, Gerald Brom, Suzanne Collins
- An meinem Beruf gefällt mir
- Bücher, Bücher, Bücher!
- Im Beruf seit
- 2010
- Das beste Buch aller Zeiten
- Ralf Isau 'Der Kreis der Dämmerung' und Christoph Lode 'Der letzte Traumwanderer'
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Düster, mystisch, unheimlich spannend!Rezension vom 05.04.2011Christoph Lode, ein Autor aus dem "Ländle" schreibt Fantasy und Historienromane, die sich sehen lassen können! Nach der Lektüre von "Der letzte Traumwanderer", dem ersten Teil der Pandaemonia-Trilogie, hatte ich nur zwei alles beherrschende Gedanken: "Was war das grade?!" und "Wo bekomme ich mehr davon?!!"
Die Welt, die Christoph Lode bis ins letzte Detail liebevoll beschreibt, ist ein düsterer Mix aus Steam-Punk Fantasy und aktueller Gesellschaftskritik. Die Charaktere sind liebenswert, die Story vielschichtig und spannend. Damit setzt "Der letzte Traumwanderer" für mich einen neuen Maßstab in der Fantasy. Absoluter Topp-Tipp, unbedingt lesen! -
Ein Anti-Mafia Polizist erzähltRezension vom 11.11.2010Mit Il Silenzio ist es Gianni Palagonia gelungen seine Lebensgeschichte als Polizist im Kampf gegen die sizilianische Mafia anschaulich und bedrückend plastisch zu schildern, ohne dabei auch nur eine einzige Seite gut recherchierter Hintergrundinformation auszulassen. Es wird dem Leser schmerzlich bewusst, mit welcher Hartnäckigkeit das organisierte Verbrechen sich immer und immer wieder dem Zugriff der Staatsgewalt entzieht, die selbst von mächtigen Bossen unterwandert zu sein scheint. Ein grandioses Buch, emotionaler und bodenständiger als Savianos Gomorrha, bei dem ich das Gefühl hatte eine Mischung aus philosophischer Grundsatzdebatte und dem napolitanischen Telefonbuch zu lesen. -
Ein Verbrechen es nicht zu lesenRezension vom 29.08.2010Ferdinand von Schirach, übrigens der Neffe des Reichsjugendführers Baldur von Schirach, ist praktizierender Rechtsanwalt in Berlin. Mit "Verbrechen" liefert er sein Debut als Autor von Kriminal-Kurzgeschichten. Der Schreibstil Schirachs ist zunächst gewöhnungsbedürftig, denn harte Hauptsätze, die sich zu kurzen, schlagkräftigen Absätzen zusammenfügen, dominieren das Schriftbild. Was bei anderen vielleicht Monoton wirkt, sorgt hier für eine ganz besondere Art von Nervenkitzel. Der Leser erfährt nie mehr, als er unbedingt braucht um seiner Fantasie einen Anstoß zu geben sich selbst in die tiefsten Abgründe der menschlichen Psyche zu begeben. Spannend, atemberaubend und meisterhaft komponiert. Meiner Meinung gibt es nur einen Makel: Das Buch ist viel zu kurz. -
Der Epos nimmt seinen LaufRezension vom 08.08.2010Sonea hat die Aufnahme hinter sich gebracht, sie ist nun, was sie nie zu träumen gewagt hätte - Ein Magier der Gilde. Aber damit ist der Ärger natürlich nicht vorbei, er hat sogar gerade erst angefangen. Ihre Klassenkameraden machen Ihr das Leben zur Hölle, Intrigen werden nicht nur um sie, sondern auch um ihre wenigen Freunde und schließlich sogar um ihren Mentor gesponnen und selbst die Lehrer behandeln sie teilweise wie eine Aussätzige. Als dann auch noch der Konflikt über das dunkle Geheimnis des hohen Lords auszubrechen droht, wird Sonea auf eine harte Probe gestellt.
Wie bereits im ersten Teil ist die Story lückenlos und mörderisch spannend. Wer es schafft, zwischen diesen beiden Büchern eine Pause einzulegen, muss über Nerven wie Drahtseile verfügen. Canavans Meisterwerk verspricht aber sogar noch Spannender zu werden... -
Eine große Fantasy Chronik beginntRezension vom 08.08.2010Manchmal muss man sich ja ein bisschen dazu durchringen eine größere Chronik anzufangen, denn meistens haben es diese Werke an sich - wenn sie gut sind - einen zu fesseln und von allem abzuhalten was man eigentlich noch tun wollte. So war das auch bei Trudi Canavan's "Die Gilde der Schwarzen Magier". Und was soll ich sagen, es kam wie es kommen musste. Teil 1 eröffnet mit einer liebevoll gestalteten Welt, tollen Charakteren, einer detaillierten Hintergrundgeschichte und authentischen Handlungen. Zwei Tage hintereinander fand ich mich um halb 3 Uhr in der Nacht immernoch lesend, weil es absolut unmöglich war, das Buch aus den Händen zu legen. Ganz, ganz großer Kauftipp! -
Unterhaltsam gem. §859 der SpaßverordnungRezension vom 06.08.2010Dieses kleine aber feine Büchlein parodiert auf gekonnte Art und Weise die Tücken des Deutschen Gesetzeswesens und des Beamtendeutsches im Allgemeinen. Die bei ähnlichen Büchern oft an den Tag gelegten Ungenauigkeiten, die einem bei näherer Betrachtung den Spaß verderben, fehlen hier vollständig. Jede Pointe basiert auf tatsächlichen Formulierungen des Gesetzgebers. Kauftipp!! -
Informativ und unterhaltsamRezension vom 05.08.2010Wer kennt diese Situation nicht: Man steht auf der Autobahn - vorzugsweise im Sommer bei 35°C - im Stau und vor einem befindet sich ein Familienvan, Marke "Kevin an Bord", in dem Schni-Schna-Schnappi bis zum Anschlag aufgedreht und in Dauerschleife dudelt, sodass man die 2-9 Stunden plötzlich nicht mehr auf einer regulären deutschen Schnellstraße, sondern auf dem direkten Weg in die Vorhölle zu verbringen scheint. Aber woher kommt dieser Vordermann denn überhaupt? MTK? Wo liegt das denn?
Nun, diese Frage kann das Lexikon der Autokennzeichen uns beantworten (es ist der Main-Tauber-Kreis).
Die Aufmachung des Buches ist schlicht aber übersichtlich, kleine Kästchen am Rand, neben den alphabetisch geordneten Autokennzeichen-Präfixen von A wie Augsburg bis ZW für Zweibrücken, in denen man weitere Orte finden kann, die im Umkreis der Zulassungsstelle liegen und die deshalb das selbe Ortskennzeichen tragen, helfen beim Zurechtfinden. Überdies finden sich zu jedem Ort zusätzlich interessante Informationen aus allen Lebensbereichen, die eben jenes Gebiet besonders auszeichnen, sowie häufig ein kleines Bild einer besonders markanten Sehenswürdigkeit.
Einziges Manko: Europäische Kennzeichen werden nicht gesondert erwähnt, man findet nur die innerdeutschen Abkürzungen. Sonst aber ein wirklich tolles kleines Buch, das seinen festen Platz in meinem Handschuhfach hat. -
Gesprächstaktik für jede LebenslageRezension vom 01.08.2010In 'Satanische Verhandlungskunst' lehrt uns Wolf Ruede-Wissmann, wie unfaire psychologische Tricks in Verhandlungssituationen funktonieren, wie sie gedeutet werden können und vorallem - wie man sie kontern kann. Natürlich liegt es nahe nun zu vermuten, der Autor verstecke dahinter eigentlich nur die moralisch höchst fragwürdige Intention, dem Leser die Möglichkeit zu bieten, seine Gesprächspartner nach Strich und Faden zu manipulieren. Nun, dieses Risiko ist auch durchaus gegeben, obwohl - wie im Untertitel bemerkt - auch ein nicht unerheblicher Teil des Buches davon handelt die Konterstrategien auf unfaires Verhalten zu üben. Man muss nunmal wissen wie das Übel tickt, das man zu bekämpfen sucht...















