Rezensent im Portrait
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Anspruchsvoller fesselnder philosophischer RomanRezension vom 13.06.2011Ein sehr bewegender, zum Nachdenken anregender Roman. Anfangs zwar etwas zäh und insgesamt nicht gerade einfach zu lesen, aber trotzdem eine sehr fesselnde, spannende und gut durchdachte Geschichte. Allerdings passt der Klappentext nicht ganz zum Inhalt, denn dort ist die Rede davon, dass die Hauptfigur Gregorius um sein Leben fürchten muss, was definitiv nach Krimi anmutet. Der Roman ist jedoch eine philosophische Familienerzählung mit vielen philosphischen Fragestellungen und Abhandlungen. Für einen philosophisch interessierten Leser sicher ein besonderer Leckerbissen. -
Wie das Leben manchmal so spielt...Rezension vom 13.06.2011Ein Buch, das ich von der ersten Seite an kaum mehr aus der Hand legen konnte. Ein wahres Lesevergnügen. Wie gut, dass es verregnete Feiertage gibt, an denen man sich ganz der Lektüre eines genialen Buches hingeben kann, denn das ist dieses Buch wahrlich- GENIAL!!!. Die Geschichte handelt von zwanzig Jahren unterschiedlicher Lebenswege von Emma und Dexter, von Liebe und Freundschaft, Nähe und Distanz.Ob die Liebesgeschichte schließlich ein Happy End hat wird nur erfahren, wer dieses wunderbare Buch liest. -
Ein Judith lennox Roman vom FeinstenRezension vom 15.05.2011Judith Lennox schreibt in Ihrem Roman "Der einzige Brief" über eine Frau Anfang des 20 Jhdts., die durch das Schicksal gebeutelt, erst ihren Mann durch einen tödlichen Unfall und dann ihren Sohn durch Intrigen an Familie ihres Mannes verliert. Sie heiratet in ihrer Not noch einmal, einen Mann den sie nicht liebt, nur um ihren Sohn wieder zu bekommen. Dies gelingt ihr leider nicht. Stattdessen bekommt sie Zwillinge, wovon eines im Alter von 2 J.stirbt und so muss sie sich dann lange Jahre als alleinerziehende Mutter durchschlagen. Von der Gesellschaft geächtet und mit übelster Nachrede bedacht, kämpft sie jedoch unermüdlich und gibt auch ihren erstgeborenen Sohn in ihrem Herzen nie auf.
Das Buch ist spannend, fesselnd, emotional und schmerzhaft intensiv geschrieben. Kurz und gut ein toller Roman, den man - einmal begonnen - nur noch schwer aus der Hand legen kann. -
Nicht nur für Kinder und JugendlicheRezension vom 14.05.2011... und weiter geht´s!
Nachdem mich mein Patenkind zum Lesen des ersten Tagebuches regelrecht überreden musste, war das beim 2. Buch nicht mehr nötig. Locker, flockig im Sprachstil von Pubertierenden beschreibt Greg seinen Alltag in Schule, Familie und sonstigem Umfeld. Genau die richtige Lektüre um Abends nach einem anstrengenden Arbeitsalltag abzuschalten. Danke Greg :-) -
Mehr Geschichtsbuch als RomanRezension vom 12.03.2011Unter dem Titel Marthe und Mathilde habe ich mir wesentlich mehr versprochen. Ich bin eine absolute Freundin von Schicksals- und Familiengeschichten aus der Kriegszeit und habe mich sehr auf das Lesen dieser Lektüre gefreut. Zugegeben das Buch beschreibt sehr gut die Zeit um den ersten Weltkrieg, die Situationen und die Schicksale denen die Bevölkerung damals ausgesetzt war. Für mich war das Buch jedoch zu sachlich und kam das Emotionale der Familiengeschichten von Marthe und Mathilde definitiv zu kurz. Durch die vielen geschichtlichen Details über die Situation des Elsaß um diese Zeit habe ich zwar viel gelernt und es ist sicher auch interessant dies mal gelesen zu haben, aber es wurde mir fast zu viel. Aus diesem Grund konnte ich das Buch auch nicht in einem Durchlesen, sondern habe Tage dafür gebraucht.
Schade, ich war ein bisschen enttäuscht! -
Kult für ehemalige Jugendliche der 80er JahreRezension vom 12.03.2011Nach "Herr Lehmann", welches mir eigentlich gut gefallen hat, weil ich es mal als eine ganz andere Art des Schreibens empfunden habe, bekam ich das Buch "Der kleine Bruder" geschenkt.
Das 3. Buch der Triologie fand ich allerdings nicht so der Hit.
So habe ich dann lange überlegt, ob ich mir das 2. Buch von Sven Regener überhaupt noch "antue". Aber irgendwie hat es mich dann doch "gejuckt" das Buch Neue Vahr Süd zu lesen und es war dann doch angenehmer zu lesen als erwartet. Der 20 jährige Frank, der anfangs noch bei den Eltern wohnt, dann zwar eigenständig werden und sich abnabeln will, ist nicht wirklich erwachsen. So hat er es einfach nur "versäumt" die Wehrpflicht zu verweigern und lebt ohne Ziele in den Tag hinein. Die bunte Generation des Frank Lehmanns in den 80Jahren wird durch die Darstellung der verschiedenene typischen Jugendkulturen dieser Zeit gut dargestellt. Ich selbst bin eine Jugendliche der späten 80Jahre und habe mich ziemlich in die Zeit zurückversetzt gefühlt. Auch fand ich die Beschreibungen der Wehrzeit sehr interessant und amüsant. Die Triologie von Sven Regener hat tatsächlich ewas Kultstatus, vor allem für die Generation in der die Geschichte spielt. -
"Nett"- aber teilweise etwas überzogenRezension vom 12.03.2011Der Buchtitel ist eigentlich ansprechend und hat mich deshalb auch dazu animiert das Buch zu lesen, selbst wenn ich erst Anfang 40 bin. Ich dachte man kann sich ja nicht früh genug wappnen und mit dem Thema auseinandersetzen. Es ist "nett" zu lesen, ein bisschen amüsant, teilweise auch nachdenklich machend. Das Letztere vor allem im Zusammenhang mit der Krebserkrankung eines guten Freundes der Hauptdarstellerin. Das Thema Krankheit, vor allem Krebs und Tod trifft ja auch schon Jüngere und ich finde es ist wichtig, dass auch dieses Thema in Büchern behandelt wird. Durch die lockere Seite des Buches bekommt der Leser aber dsbzgl. glücklicherweise nicht nur die Schwere und Tragik vermittelt.
Mein Fazit ist: Durchaus ein "nettes" Buch, aber nicht mehr. Teilweise aus meiner Sicht etwas überzogen, was vermutlich mit der amerikanischen Herkunft der Schriftstellerin zusammenhängt?! Ich bin auch überzeugt, dass das Buch nicht prinzipiell, die Generation um die 60 anspricht, den der Stil ist nicht Jedermann´s/frau´s Sache. Den Hype um das Buch kann ich leider nicht ganz nachvollziehen. -
Skurriler GenerationenromanRezension vom 10.02.2011Eigentlich ein wichtiges Thema in unserer Zeit, das Überwinden der Kluft zwischen den Generationen. Mehrgenerationenwohnen, das voneinander Lernen und Profitieren, das gegenseitige Stützen von Jung und Alt wird in der heutigen Gesellschaft wieder als zukunftsträchtige Lebensweise und -form gesehen.
Der Autor hat versucht diese Thema auf eine lockere amüsante Weise anzugehen und Verständnis für das jeweilige Alter zu wecken und das Verbindende darzustellen. Die Geschichte ist nett zu lesen, allerdings ziemlich schräg und überzogen, fast schon märchenhaft, so dass meiner Ansicht nach leider die Ernsthaftigkeit des Themas verloren geht. Schade, dass die eigentlich nette Idee des Romans in komödiantischen Aktionen untergeht. -
1-A historische LektüreRezension vom 10.02.2011Ein sehr interessanter und spannender historischer Roman der Anfang des 15 Jhdt.in Ravensburg spielt. Dabei geht es wie in vielen anderen historischen Romanen natürlich um das Alltagsleben der Menschen im späten Mittelalter. Der Kluft zwischen arm und reich, Bürger- und Betteltum. Den Rahmen dieses Roman bildet aber die Judenverfolgung im Bodenseeraum 1429/1430. Eingebettet darin eine dramatische Liebesgeschichte zwischen dem verwitweten studierten jüdischen Arzt David, der als Pfandleiher tätig ist, und der verheiraten christlichen Kaufmannstochter Christine. Das Buch ist gut zu lesen und die 556 Seiten lassen sich wie im Flug "verschlingen". -
Mit Mut und Willenstärke zurück ins LebenRezension vom 08.02.2011Sehr beeindruckend wie die Geschichte aus der Sicht der Patientin Helene, die ein Aneurysma erlitten hat und im Wachkoma liegt, geschrieben ist. Sie kann zu Beginn nicht sprechen und sich nicht bewegen, trotzdem kämpft sie sich mühsam wieder zurück ins Leben und erlebt hier einiges existentiell Bedrohliches. Alte längst vergessene und vergrabene Geschichten und Begebenheiten kommen ans Tageslicht und sie versucht die Vergangenheit und die Geschehnisse in der Realität auseinanderzuhalten. Das Buch hat mich zwar sehr beeindruckt und bewegt, aber leider mein Inneres nicht völlig berührt, was vielleicht daran gelegen haben mag, dass ich die Geschichte stellenweise etwas langatmig empfand.

















