Rezensent im Portrait
aus Münster
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- Über mich
- lese viel und höre gerne viel gute Musik. Ich bewerte auch mal Filme, obwohl ich da eher nicht so bewandert bin. :)
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Teil 1: Ein ErbeRezension vom 20.08.2009Inhalt:
Stephanies Onkel Gordon wird tot aufgefunden. Anscheinend ein Herzinfakt. Als sie bei der Testamentseröffnung erfährt, dass sie sein Haus geerbt hat, ahnt sie noch nicht, was für ein Päckchen sie da zu öffnen hat...
Erzähl-/Schreibstil:
Da dieses Buch mehr ein Jugendbuch ist als eines für Ältere, so ist natürlich auch der Erzählstil etwas oberflächlich und nicht in die Tiefe gehend, da man den Leser nicht überfordern möchte. Der Schreibstil ist sehr schön und mit viel literarischem Feingefühl, was in die Zielgruppe auch passt.
Meine Meinung:
Landy zog mich mit seiner Geschichte um den Skelett-Helden sofort in seinen Bann. Da ich normalerweise seiten- und erzählstärkere Bücher lese, flutschte ich hier nur so durch und vor allen Dingen: Ich musste mich nicht auf 200 paranormale Sachen einstellen, sondern bekam immer schön Häppchenweise erzählt, wer was ist und was kann. Das der Band in ich abgeschlossen ist, ist noch positiver zu sehen! Dann kommen in den nächsten Teilen nicht immer ein Bösewicht vor, den es zu bekämpfen gilt (wie z. B. bei HP Lord Voldemort). Landy wählte kurze Kapitel, das Buch hatte ich innerhalb von zwei Tagen durch. Die Charaktere wirken sehr echt und realistisch, auch Stephanie gefällt mir sehr gut. Endlich mal keine Ängstlichkeit und ein Warten darauf, dass etwas passiert. Nein, die Devise von Stephanie ist eher: Was kommt als nächstes und wie packen wir's an? Sehr frisch und ernüchternd sind die Dialoge, in denen sich mit Stephanie und SP zwei von sich selbst überzeugte Typen (Menschen passt hier ja nicht ;)) widerspiegeln. Auch denkt sich Landy neue Zaubereien aus und kupfert nicht ab oder schreibt womöglich noch etwas, was wir schon wussten. Auch Landy zeigt uns in seiner Geschichte eines: Traue niemandem, nur dir selbst. Er hat Wendungen in seine Geschichte eingebaut, die selbst ich als passionierter Thrillerleserin nicht mehr erahnen konnte.
Fazit:
Ein Jugendbuch mit eigenwilligen Helden und zauberhafter Story! Für junge und alte Leser ein Geheimtipp! Lassen Sie sich entführen.... in die Welt von Skulduggery Pleasant und Walküre Unruh!! -
"Can you keep a secret?"Rezension vom 12.08.2009Inhalt:
Grace Bradley, 14 Jahre, wird in die Dienste auf Riverton Manor als Dienstmädchen gestellt. Wie zuvor schon bei ihrer Mutter, sind ihre Aufgaben äußerster Gehorsam und Fleiß. Sie ist die Wand mit den Ohren und hört in ihren Dienstjahren viel...
Erzählstil:
Kate Morton schreibt äußerst weich. Selbst die härtesten Auseinandersetzungen umschreibt sie mit sorgfältig gewählten Begriffen. Ihre Geschichten gehen weich ineinander über, obwohl sie am Anfang Einfindungsschwierigkeiten hatte. Sie zeichnet die Charaktere ihren Berufungen getreu und weicht auch nicht von der damaligen Zeit ab.
Meine Meinung:
Zunächst muss ich einmal sagen, dass meine Mutter das Buch nach knapp 100 Seiten gelangweilt an mich übergeben hat. Am Anfang hatte ich Schwierigkeiten, die verschiedenen Handlungen (damals und heute) in Einklang zu bringen, um sie zu einer Geschichte verbinden zu können. Doch dadurch habe ich mich gewunden und wurde von einer aussagekräftigen Saga überrascht. Sie bleibt Grace, dem Charakter treu, und schwenkt hinterher auch wieder deutlich auf sie um, als Hannahs Geschichte erzählt worden ist. Leider muss ich sagen, dass ich mir mehr über Grace erhofft hatte. Vor allen Dingen wundert es mich, dass Grace nicht einmal an ihrer Stelle gezweifelt hat, doch auch dies hat Morton klar und deutlich dar gelegt und insoweit passte es auch zu Grace' Charakter.
Die Handlung schleppte sich teilweise sehr hin, denn als Leser war ich schon sehr auf das Finale gespannt, dass ich anfing, das Unglück Hannahs zu überlesen. Hier wäre mir mehr Grace oder eine Kürzung sehr viel lieber gewesen. Auch hat Morton viel mehr Vergangenheit und Gegenwart erzählt. Die richtigen Gefühle Grace', als sie als alte Frau Riverton Manor noch einmal besuchte konnte sie mir nicht vermitteln. Auch die Beziehung Alfreds zu Grace' erschien mir immer sehr oberflächlich. Eine richtige Liebe konnte ich hier leider nicht erkennen.
Fazit:
Morton hat ein schönes Bild von Vergangenheit und Gegenwart zusammen gepuzzelt, was als Buch sehr gut wirkt. Mir hat die Zeit des Lesens sehr viel zum Nachdenken mitgegeben, denn sie schreibt sehr gefühlvoll und hinterfragt die damaligen Sitten. Dadurch, dass sie über mehrere Jahrzehnte schreibt, kann man die Entwicklung der Gesellschaft gut nachempfinden. Die Längen des Buches aber wirkten auf mich etwas langweilig und so vergebe ich nicht die volle Punktzahl. -
2. Teil: Layla und FoxRezension vom 07.08.2009Layla verschlug es aus New York nach Hawinks Hollow, die Stadt, die alle sieben Jahre heimgesucht wird. Dort soll sie zusammen mit ihren fünf Freunden den Dämon bekämpfen, damit wieder Friede einkehren kann. Doch einer, der Anwalt Fox O'Dell ist plötzlich viel mehr als ein Freund. Doch Layla traut ihren Gefühlen sowie den Umständen nicht...
Ein wunderbarer Einstieg war die Geschichte mit dem toten Hund der Nachbarn, den Nora Roberts gewählt hatte. Da ich kurz zuvor Abendstern beendet hatte, kam ich ganz fix wieder hinein. Doch Layla war eigentlich nicht mein Lieblingschara, vielmehr fand ich sie im ersten Teil viel zu ängstlich. Doch nun muss ich sagen, dass sie neben Quinn und Cybil mit ihrer gewandten und strukturierten Art sehr hervor sticht und sich auch nicht von Fox beirren lässt. Das Zusammenspiel der beiden, besonders in Fox' Kanzlei war sehr amüsant, da ich selber beim RA gelernt habe, und so träumen konnte, wie es ist, einen sexy Chef zu haben ;)!! Auch das Ende, in dem endlich auch etwas passiert ist und die Aufklärungen über Anns Leben waren sehr gut gewählt. So kommt der Leser auch in dem zweiten Handlungsstrang, neben der Liebesgeschichte gut mit. Besonders in der Liebesgeschichte ist Nora Roberts wieder ausführlicher geworden und hat sie nicht nebenbei erzählt.
Fazit: Für laue Sommerabende und kalte Winterabende eine schöne Lektüre zum Träumen. Ich, für meinen Teil, freue mich schon auf den dritten Teil, der die Story um die sechs in dem schönen Örtchen Hollow abrunden wird! -
"Fräulein in Nöten!"Rezension vom 05.08.2009Abbys Mutter hatte vor 20 Jahren Selbstmord begangen, doch plötzlich treibt ein Mörder sein Unwesen und tötet augenscheinlich wahlweise paarweise Menschen. Alle Morde führen unweigerlich zur Anstalt Our Lady Of Virtues, zu der Anstalt, in der Faith, Abbys Mutter ums Leben gekommen ist...
Lisa Jacksons Muster, den Detective und die Protagonistin zusammen zu führen, ist alt und wahrlich kein Gassenhauer mehr. Der Einstieg in die Geschichte war ziemlich umständlich erklärt, doch dann gewann die Geschichte sogar an Fahrt. Doch mit dem Charakter von Abby wurde ich in dieser Geschichte nicht warm. Kein Rückrat, keine Charakterstärke. So musste sie von dem großen, starken und wunderbar durch trainierten Detective Reuben Diego Simon (warum nicht noch mehr Zweitnamen?) Montoya immer zu gerettet werden. Und schwupps: Sie landen im Bett. Nein, wer hätte das gedacht?
Immer und immer wieder beschreibt Jackson die Morde, die IMMER nach dem gleichen Muster ablaufen. LANGWEILIG! So nimmt sie ihrem eigenen !Thriller!, der eigentlich keiner ist, vollends die Fahrt und er wird zur Farce. Das Ende ist - oh Wunder - nicht überraschend, auch, wenn man den Mörder bis dato noch nicht kannte.
Das mit dem emotionalen Schock ist frecherweise noch abgekupfert worden von "Lauf, Jane, Lauf", dem wunderbaren Thriller von Joy Fielding. Und die Liebesszenen kommen denen einer Nora Roberts, die Könnerin ist auf ihrem Gebiet, gleich!
Fazit: Ich sage nur: Lieber schlecht kopiert, als selber gemacht! Kein Wunder, dass Jackson für ihren ersten eingereichten Roman nur Absagen erhielt: Wer nicht schreiben kann, sollte draußen bleiben. -
Wenn eine Familie zerbrichtRezension vom 03.08.2009Sarah Sullivan, sechs Jahre alt, verschwindet beim Rodeln spurlos. Es gibt nur eine dünne Spur, die zu Pater Jonah führt, ein alter Mann, der an Krebs erkrankt ist. Als dieser stirbt, werden zahlreiche Beweise gefunden, die ihn als Mörder aufdecken. Doch Mike Sullivan, Sarahs besorgter Vater, gibt die Suche nach der Wahrheit nicht auf...
Tja, Mooney schwankt immer und immer wieder um, bis er das Rätsel aufdeckt, dem er nur ein paar Seiten des knapp 400 Seiten starken Buches schenkt. Zwischendurch leuchtet er den Scheinwerfer auf Mikes Vater Lou, der genug Dreck am stecken hat, lässt diesen aber fallen, was mich zusehends verwirrte. Mooney muss mehr Struktur in seine Storys einbringen. Schon in Secret, was ich just davor gelesen hatte, gelang ihm das nicht ganz. Vorwürfe mache ich ihm gar nicht wegen den gut ausgefeilten Charakteren oder dem durchweg spannenden und schnellen Tempo, sondern vielmehr wegen der zahlreichen Fährten, die er dem Leser auslegt. Vielleicht ist das aber auch sein schriftstellerisches Markenzeichen, das ich als Leser nicht zu erkennen gewagt habe.
Fazit: Alles in allem ein temporeicher Krimi (aber kein Thriller!), der einen mitdenken lässt. Da das Ende aber überraschend kurz ausfällt und dem Leser Verwirrung durch die Spuren aufkommt, kann ich nicht die volle Punktzahl vergeben. -
Erwartungen nicht erfülltRezension vom 01.08.2009Darby McCormick gehört nun zum Spitzenteam, der CSU, ein Team, in dem nur ausgezeichnete Ermittler mitwirken dürfen. Untersuchen müssen sie zwei Fälle wegen Mordes an Studentinnen. Während das Team noch puzzelt, entführt der Killer eine weitere Frau. Und dann mischt sich noch ein ehemaliger FBI-Agent ein, der persönlich Rache-Engel spielen möchte.
Was möchte mir Chris Mooney mit diesen beiden Geschichten, zusammen gefasst in einer, sagen? Ganz recht ist mir das Ende nicht gewesen. Darby wurde im Laufe des Buches immer blasser und auch viel Privates hat man von ihr, außer ein paar Schlagabtauschen mit ihrem Partner Coop, nicht erfahren. Weiterentwickelt hat sich kein Charakter, was sehr wichtig für die Handlung gewesen wäre! Die Sache mit dem FBI-Agenten und seine Ermittlung auf eigene Faust war hingegen eine willkommene Abwechslung. Ich konnte mich als Leser sehr gut in den Mordwunsch hineinversetzen, da man ja immer gegen das Schwein ist, dass die Menschen ermordet hat. Das Ende war mir persönlich, wie o. g., viel zu lasch. Hier hätte weniger Konstruktion in der Geschichte und die ewigen Wiederholungen der Fakten (irgendwann weiß man ja, dass z. B. Emma Hale aus reichem Hause kommt!) weggestrichen werden müssen! Für mich als Leser war es, nach einer kurzen Unterbrechung, mühsam wieder ins Geschehen einzusteigen. Hier fehlte der Run im Thrillerstil, der einen Seite für Seite aufsaugen lässt.
Fazit: Chris Mooney hat leider das Tempo von Victim, seinem Debutroman nicht halten können, dies wünsche ich mir aber für Missing, was ich nun angefangen habe. Darby gehört weiterentwickelt, denn starke Frauen kann es in der Literatur nicht genug geben. Auch etwas Romantik wäre ich nicht unbedingt abgeneigt ;). Alles in allem solide 3 Sterne (leider).












