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von Tess Gerritsen
EAN: 9783894807894
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In der stickigen Hitze des Bostoner Sommers schlägt ein perfider Killer zu, der wegen seiner brutalen, aber präzisen Vorgehensweise von der Presse "der Chirurg" getauft wird. Die einzige Spur führt Detective Thomas Moore und Inspector Jane Rizzoli in das Bostoner Pilgrims-Hospital, zu der Chirurgin Dr. Catherine Cordell. Catherine will nichts mit den Ermittlungen zu tun haben, obwohl sie zwei Jahre zuvor das Opfer eines Angriffs war, bei dem der Täter auf exakt die gleiche Weise vorging. Doch dieser Mann ist tot – von ihr in Notwehr erschossen – und ein Zusammenhang unmöglich. Aber wer immer hinter diesen Morden steckt, er treibt ein gerissenes Spiel. Bald mehren sich die Zeichen, wer als nächstes Opfer auf der Liste des "Chirurgen" steht. Detective Moore versucht fieberhaft, Catherine zu beschützen, und kommt beinahe zu spät. Denn nur einer kennt den Täter: die Chirurgin – wenn sie ihm Auge in Auge gegenübersteht ...
Die Autorin
Tess Gerritsen war erfolgreiche Internistin, bevor ihr mit "Kalte Herzen" auf Anhieb der internationale Durchbruch als Spannungsautorin gelang. Seither hat sie fünf weitere fulminante Medizinthriller geschrieben, die allesamt zu Bestsellern wurden. Tess Gerritsen lebt mit ihrem Mann, dem Arzt Jacob Gerritsen, in Camden, Maine.
| ISBN-10: | 3-89480-789-X |
|---|---|
| EAN: | 9783894807894 |
| Erschienen: | 27.03.2003 |
| Verlag: | E-Books der Verlagsgruppe Random House |
| Einband: | |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Auflage: | 1 |
| Seitenzahl: | 416 |
| Übersetzer: | Andreas Jäger |
| Erschienen bei: | E-Books der Verlagsgruppe Random House |
| Übersetzt von: | Andreas Jäger |
| Spieldauer: | 972 KB |
| Kapitel: | 0 |
| Medium: |
Mit ihrem ersten medizinischen Thriller "Kalte Herzen" gelang der US-amerikanischen Schriftstellerin Tess Gerritsen 1996 der Durchbruch in die Bestsellerlisten. Am 12.Juni 1953 in San Diego, Kalifornien geboren und aufgewachsen, legte sie 1979 ihr Examen an der Universität von Californien in Medizin ab. Fortan arbeitete die spätere Autorin als Internistin in Honolulu. Erst während ihres Mutterschaftsurlaubs begann Tess Gerritsen sich mehr dem Schreiben zu widmen.
Ihre Karriere startete damals aufgrund eines Wettbewerbes in einer
Tageszeitung, den sie gewann. Heute ist Tess Gerritsen als erfolgreiche Krimiautorin bekannt
und übt nicht mehr den Beruf als Ärztin aus. Ihre exakte Wiedergabe wissenschaftlicher Fakten und die daraus hervorgehende Realitätsnähe, schöpft sie beim Schreiben aus ihrem fundierten medizinischen Fachwissen.
Nach ihrem ersten Romantik Thriller "Anruf nach Mitternacht" 1987 folgten noch acht
Romane und weitere Drehbücher. Aber als Tess Gerritsen sich entschloss mit "Kalte Herzen" einen reinen Medizinthriller zu schreiben, der durch den Einfluss eines Freundes entstand, der ihr
seine Geschichte erzählte, schaffte sie den Sprung auf die Bestsellerliste der New York Times. Der Erfolg dieses Romans zeigte sich zudem auch in dem Verkauf der Filmrechte an Paramount/Dreamworks und der Übersetzung in über zwanzig Sprachen.
Um in ihrer Freizeit einen Ausgleich zu ihrem Beruf zu finden, vergnügt sich Tess Gerritsen
gerne mit Gartenarbeit oder Musik. Dies genießt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren
zwei Söhnen in Camden, Maine.
Meinung der Redaktion
Spannung hat viele Gesichter. Es kann sogar so spannend sein, dass man sich bei Lesen vergewissert, ob alle Türen und Fenster ordnungsgemäß geschlossen sind. Nichts für schwache Nerven, trotz geschlossener Fenster.
Werke von Tess Gerritsen
Die Rizzoli & Isles - Thriller
2001 Die Chirurgin - The Surgeon
2002 Der Meister - The Apprentice
2003 Todsünde - The Sinner
2004 Schwesternmord - Body Double
2005 Scheintot - Vanish
2006 Blutmale - The Mephisto Club
2008 Grabkammer - The Keepsake / Keeping the Dead
2010 Totengrund - Killing Place / Ice Cold
2011 Grabesstille - The Silent Girl
Weitere Titel der Autorin
1994 Gute Nacht, Peggy Sue - Peggy Sue got murdered
1996 Kalte Herzen - Harvest
1997 Roter Engel - Life Support
1998 Trügerische Ruhe - Bloodstream
1999 In der Schwebe - Gravity
2007 Leichenraub - The Bone Garden
von Jacqueline Opitz, am 09.04.2013
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von Blacky, am 02.06.2011
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von S. Schmidt, am 08.12.2010
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von Maike Hochapfel, am 30.11.2010
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von Rebecca Bäumer, am 04.11.2010
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von Kerstin Hirth, am 25.10.2010
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9 (S. 120-121)
Es waren keine Jungfrauen, die von den Wikingern geopfert wurden, sondern Huren. Im Jahre des Herrn 922 wurde der arabische Diplomat Ibn Fadlan Zeuge einer solchen Opferzeremonie bei einem Volk, welches er als Rus bezeichnete. Er beschrieb sie als hochgewachsene, blonde Männer von vollendetem Wuchs, die von Schweden her über die russischen Flüsse nach Süden reisten, zu den Märkten von Kazaria und dem Kalifat, wo sie Bernstein und Felle gegen Seide und Silber aus Byzanz eintauschten. Auf dieser Handelsroute, in einem Ort namens Bulgar an der Biegung der Wolga, geschah es, dass ein verstorbener Wikinger, der ein sehr bedeutender Mann gewesen war, auf seine letzte Reise nach Walhalla vorbereitet wurde.
Ibn Fadlan war bei der Totenfeier anwesend. Das Schiff des Toten wurde an Land gezogen und auf Birkenpfähle gesetzt. Auf Deck wurde ein Zelt errichtet, in dem sich eine mit griechischem Brokat bezogene Liege befand. Dann wurde der Leichnam, der schon zehn Tage zuvor beerdigt worden war, wieder ausgegraben. Zu Ibn Fadlans Überraschung strömte das geschwärzte Fleisch keinen Geruch aus. Die frisch ausgegrabene Leiche wurde nun in erlesene Gewänder gekleidet: Hosen und Strümpfe, Stiefel und Rock sowie ein Kaftan aus Brokat mit goldenen Knöpfen. Sie trugen den Toten in das Zelt und platzierten ihn, mit Kissen gestützt, in sitzender Haltung auf der Matratze. Um ihn herum stellten sie Schüsseln und Schalen mit Brot, Fleisch und Zwiebeln auf, dazu berauschende Getränke und süß duftende Pflanzen. Sie schlachteten einen Hund und zwei Pferde, einen Hahn und ein Huhn, und auch diese brachten sie in das Zelt, damit in Walhalla für alle seine Bedürfnisse gesorgt sei.
Zuletzt brachten sie das Sklavenmädchen. Während der zehn Tage, die der Tote in der Erde gelegen hatte, war das Mädchen zur Hurerei gezwungen worden. Man hatte sie mit Alkohol betäubt und sie von Zelt zu Zelt gezerrt, wo sie nacheinander jedem Mann im Lager zu Willen sein musste. Mit gespreizten Beinen lag sie da, um von einem schwitzenden, grunzenden Mann nach dem anderen bestiegen zu werden, und ihr geschundener Körper war das Gefäß, in das sich der Samen aller männlichen Stammesangehörigen ergoss. Solchermaßen geschändet und befleckt, war ihr Körper nun bereit für die Opferzeremonie. Am zehnten Tag wurde sie auf das Schiff gebracht, begleitet von einer älteren Frau, die man den Engel des Todes nannte. Das Mädchen legte seine Armbänder und Ringe ab. Sie trank in tiefen Zügen, um ihre Sinne zu berauschen.
Dann wurde sie in das Zelt gebracht, in dem der tote Mann saß. Und dort, auf der brokatbezogenen Matratze, wurde sie erneut geschändet. Sechsmal, von sechs verschiedenen Männern. Ihr Körper wurde herumgereicht wie ein Stück Fleisch beim Abendmahl. Und als es vollbracht war, als der Appetit der Männer gestillt war, wurde das Mädchen an die Seite ihres toten Herrn gelegt. Zwei Männer hielten ihre Füße fest, zwei ihre Hände, und der Engel des Todes schlang einen Strick um den Hals des Mädchens. Während die Männer den Strick stramm zogen, hob der Engel den Dolch mit der breiten Klinge und stieß ihn dem Mädchen in die Brust.
Wieder und wieder senkte sich die Klinge herab, und das Blut spritzte hervor, so wie ein ächzender, grunzender Mann seinen Samen verspritzt. Spitzes Metall bohrte sich in zartes Fleisch, und so wiederholte der Dolch den vorausgegangenen Akt der Schändung. Eine brünstige Ekstase der Gewalt, die mit dem letzten Stoß in der Verzückung des Todes gipfelte. »Es waren massive Blut- und Plasmatransfusionen notwendig, um sie zu retten«, sagte Catherine. »Ihr Blutdruck ist jetzt stabil, aber sie ist immer noch bewusstlos und wird künstlich beatmet. Sie werden einfach Geduld haben müssen, Detective. Und hoffen, dass sie wieder zu sich kommt.«