Der Mann ohne Gesicht

Eine Enthüllung

von Masha Gessen

Buch

gebunden (384 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

In einer Wahl, die nicht mehr als eine Farce ist, wird Wladimir Putin am 1. März 2012 in das Präsidentenamt Russlands zurückkehren. In den Jahren seiner Herrschaft – erst selber als Präsident, dann als Ministerpräsident, jetzt dann wieder als auch formell erster Mann in Russland – hat er eines der größten Länder der Erde zu seinem persönlichen Herrschaftsbereich gemacht. Er regiert wie ein Zar, nur effektiver. Die zaghaften demokratischen Ansätze nach dem Ende des Kommunismus hat er erstickt: Die Opposition ist mundtot gemacht, prominente Kritiker wie Anna Politkowskaja oder Alexander Litwinenko wurden ermordet. Eine dünne Oberschicht wird unermesslich reich – wenn sie Putin folgt. Wenn nicht, landet sie im Gefängnis, wie der früher so reiche und mächtige Michail Chodorkowski. Putin ist schnell bei der Hand mit politischen Prozessen. – Das Buch erscheint gleichzeitig in zwölf Ländern am 1. März 2012. Bis dahin ist das Manuskript unter strengstem Verschluss, denn Masha Gessen lebt (noch) in Moskau und muss um ihr Leben fürchten.

Pressestimmen:

»'Der Mann ohne Gesicht' ist ein kritisches, begeisterndes Buch, das getragen wird von einem manchmal ins Private kippenden Ton, der den Groll auf diesen ewigen KGB-Mann nicht verbirgt. Gessen schafft es eindrucksvoll, die Welt aufscheinen zu lassen, in der jemand wie Zar Wladimir groß werden konnte. (…) Es ist ein politischer, ein moralischer Thriller, den Gessen erzählt, sie schreibt Geschichte, als sei es Literatur, und betreibt dabei doch Aufklärung.«, Spiegel, null null, 02.03.2012

Produktdetails

Verkaufsrang: 31.094
ISBN-10: 3-492-05529-X
EAN: 9783492055291
Erschienen: 04.03.2012
Verlag: Piper
Einband: gebunden
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 384
Länge/Breite: 222mm/120mm
Gewicht: 620 g
Übersetzer: Norbert Juraschitz, Henning Dedekind
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Masha Gessen

Masha Gessen, geb. 1967 in Russland, emigrierte 1981. Sie arbeitete als Journalistin und Zeitschriftenredakteurin in den USA und kehrte 1994 wieder nach Russland zurück. Masha Gessen ist feste Mitarbeiterin der Zeitschrift 'Itogi' und politische Kolumnistin der Zeitung 'Matador'; außerdem arbeitet sie als Redakteurin für die amerikanische Zeitschrift 'Lingua Franca' und als Russlandkorrespondentin für 'New Republic'.

Henning Dedekind

Henning Dedekind,Jahrgang 1968, Studium der Amerikanistik, Soziologie undRechtswissenschaften, ist Autor des Buches "Krautrock.Underground, LSD und kosmische Kuriere", Höfen 2008, und übersetzt aus dem Englischen, u. a. Stacia Deutsch, IainDickie, David Buckley, Joshua M. Greene und Ben Ratlif

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Kundenrezensionen

  • Wladimir Putin Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Helmuth Fahrngruber, am 28.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Der Prozess rund um die Punkband Pussy Riot hat die politische Situation in Russland einmal mehr ins Blickfeld der Weltöffentlichkeit gerückt.
    Das sehr kritische Portät des russischen Präsidenten, verfasst von der amerikanisch-russische Journalistin Masha Gessen, geht mit Wladimir Putin hart ins Gericht und stellt ihn als skrupellosen Mafiapaten dar, der die demokratische Öffnung Russlands in den 1990er Jahren konsequent rückgängig gemacht und das Land in eine Diktatur verwandelt hat.
    Absolut lesenswert!

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  • Ein Blaskonzert gegen Demonstranten – Zitronen gegen ein Blaskonzert Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von D. Heina, am 07.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.


    Ich gebe es zu, mit der russischen Gegenwartsgeschichte hab ich mich bisweilen nicht beschäftigt, bis ich letztens eine Reportage über die russische Parlamentswahl gesehen habe. Danach hab ich sofort das Enthüllungsschreiben „ Der Mann ohne Gesicht Wladimir Putin“ durchgelesen. Und ich muss sagen- dieses Buch – ist – packender – als – jeder – Thriller. Denn Masha Gessen hat einen wunderbaren, reflektierenden, analytischen aber gleichzeitig unterhaltsamen Schreibstil. Sie verknüpft Zitate aus bereits geschriebenen Biografien, lässt ehemalige Freunde zu Wort kommen und berichtet aus ihrem eigenen Privatleben.
    Die Mischung, macht dieses Buch hochexplosiv.
    Gänsehaut.

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  • Tyrann oder Patriot? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Thomas Fritzenwallner, am 13.03.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Sein wahres Gesicht kennt niemand. Für die amerikanisch-russische Journalistin Gessen ist der Bald-Wieder-Präsident des flächenmäßig größten Landes der Welt nichts anderes als ein Mafiapate, der sich und die seinen immer reicher macht, der missliebige Kritiker ermorden oder einsperren lässt und der die zarten demokratischen Ansätze vom Beginn der 90er-Jahre im Keim erstickt hat. Putin regiert wie ein Zar, nur effektiver.
    Putin, ein Monster? Wohl kaum. Eher ein Produkt aus geschlossenem kommunistischem System, KGB und Zufall. Ja, Zufall. Denn wenn man der Autorin Glauben schenken will, wurde Putin rein zufällig Präsident. Als man einen Nachfolger für Jelzin suchte, verfiel der russische Oligarch und Jelzin-Freund Beresowski auf Putin. Beresowski schildert das im Buch so: "Ich sagte: Wir haben doch Putin, der im Geheimdienst tätig war, oder nicht? (...) Ich glaube, das wäre eine Option. Denk darüber nach, er ist schließlich ein Freund. Und Jelzins Stabschef Jumaschew sagte: Er hat einen ziemlich niedrigen Dienstgrad. Ich entgegnete: Naja, da ist eine Revolution im Gange, alles ist völlig durcheinander, also ..." Am 9. August 1999 ernennt Jelzin Putin zum Ministerpräsidenten, 2000 wird er Präsident ...
    Das Buch zeigt Putin aber auch von einer anderen Seite.
    Wladimir Putin kann schwimmen. Er kann auch Judo, er hüpft dann erst etwas tapsig durch eine Turnhalle und wirft nachher seinen Gegner auf den Boden. Oder der Gegner wirft ihn auf den Boden. So oder so, er steht auf, streicht sich seinen Gi glatt und verneigt sich vor dem Gegner.
    Jeder, der eine Tageszeitung liest, sollte dieses Buch lesen. Er wird es lesen wie einen Thriller: entsetzt und hilflos, aber er wird es nicht aus der Hand legen können, bis er fertig damit ist.

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