Das zweite Leben des Herrn Roos - Ein Fall für Inspektor Barbarotti

Roman. Ein Fall für Inspektor Barbarotti

von Hakan Nesser

Buch

Taschenbuch (525 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Ante Valdemar Roos, 59 Jahre alt, ist der Prototyp des Langweilers: grau, unauffällig, in zweiter Ehe mit Alice verheiratet, seit mehr als zwanzig Jahren als Ingenieur in einer Firma beschäftigt, die mittlerweile nur noch Thermoskannen herstellt. Roos ist unzufrieden mit sich, dem Leben, seiner Ehe - bis eines Tages ein kleines Wunder geschieht. Er gewinnt im Toto. Doch anstatt seine Freude groß hinauszuposaunen, beginnt er ein Doppelleben in einem abgelegenen Häuschen im Wald. Schon bald wird die Idylle gestört - und Inspektor Barbarotti hat einen Mordfall zu klären ...


Produktdetails

Verkaufsrang: 11.483
ISBN-10: 3-442-74243-9
EAN: 9783442742431
Originaltitel: Berättelse om Herr Roos
Erschienen: 18.07.2011
Verlag: Btb Taschenbuch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 525
Gewicht: 420 g
Übersetzer: Christel Hildebrandt
Reihe: btb
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Hakan Nesser

Hakan Nesser, geboren 1950, ist einer der interessantesten und aufregendsten Kriminalautoren Schwedens. Dem deutschen Publikum ist er vor allem durch seine Reihe um Kommissar Van Veeteren bekannt, die bereits Millionen Fans hat. 'Kim Novak badete nie im See von Genezareth' gilt inzwischen als Klassiker in Schweden, das Buch wird als Schullektüre eingesetzt, und es hat seinen Ruf als 'absoluter Meister des Stils' (Göteborgs Posten) nachhaltig begründet. Für seine Kriminalromane um Inspektor Van Veeteren erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, sie sind in mehrere Sprachen übersetzt und wurden erfolgreich verfilmt. Hakan Nesser lebt in New York.

Christel Hildebrandt

Christel Hildebrandt, geboren 1952 in Lauenburg, studierte Germanistik, Soziologie und Literaturwissenschaft und wandte sich nach der Promotion der skandinavischen Literatur zu. Seit 1988 arbeitet sie als freie literarische Übersetzerin aus den Sprachen Norwegisch, Dänisch und Schwedisch. Sie erhielt den Paul-Celan-Preis nominiert wurde. Daneben reicht die Palette ihrer Übersetzungen von Henrik Ibsen bis zu Håkan Nesser, Jógvan Isaksen und Hanne Marie Svendsen. Mit ihrem Mann, drei Töchtern und einer Katze lebt Christel Hildebrandt in Hamburg.

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Buchhändlertipps

  • Barbarottis dritter Fall

    von Sabine von Prince, am 14.02.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Basel

    Das Buch ist in zwei Hälften geteilt, der erste Teil gehört ganz Valdemar Roos, der aus seinem Leben mit Ehefrau und angeheirateten Kindern aussteigt und sich eine Waldhütte mit Lottolos kauft, dort auf ein junges Mädchen trifft, das aus einem Heim geflohen ist und von einem Drogendealer verfolgt wird, der stirbt. Der zweite Teil beschreibt die Suche von Kommissar Barbarotti nach den beiden und deren Flucht. Tiefsinnig und fein geschrieben, die Charaktere eindringlich besonders Valdemar Roos, trägt uns das Buch ohne grossen Spannungsbogen bis zum Schluss. "Eine ganz andere Geschichte" hat mich tiefer berührt, trotzdem hat mir der dritte Band gut gefallen.

Kundenrezensionen

  • Das zweite Leben des Herrn Roos Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anke Hackler, am 13.10.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Hakan Nesser hat es wieder geschafft mich mit Inspektor Barbarotti in seinen Bann zu ziehen.
    Teil drei dieser Reihe ist vielleicht etwas ruhiger als seine Vorgänger, aber nicht minder spannend.
    Weiter so!

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  • herrlich skurril Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Britta Weiler, am 13.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Was macht man mit einem Millionengewinn, wenn man in einer erdrückenden Ehe lebt und nur noch wenige Jahre zur Rente fehlen? Herr Roos entscheidet sich für die Geheimhaltung, kauft ein kleines Ferienhaus und beginnt ein Doppelleben, in das unerwartet eine junge Frau auf der Flucht tritt...

    Trotz einiger Längen und wenig Überraschungen schafft Nesser es wieder einmal, prächtig zu unterhalten. Das liegt nicht nur an den herrlich skurrilen Figuren und dem Witz, mit dem er seinen Inspektor Barbarotti immer wieder ausstattet, sondern auch an seiner sprachlichen Klasse.

    Wie immer bei Barbarotti: Krimispaß garantiert!

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  • Barbarottis dritter Fall Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Auch mit dem dritten Teil der Inspektor Barbarotti Reihe hat Hakan Nesser mir wieder einen Sonntag versüßt.
    Spannend bis zum Ende und einfach schön zu lesen.

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  • Meisterhaft Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 29.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Genauso wie bei Van Veeteren, die ich alle gelesen habe, ist es Hakan Nesser gelungen die Spannung bis zur letzten Seite zu erhalten. Es ist sehr schwer das Buch zur Seite zu legen und aufzuhören. Inspektor Barbarotti ist eine sehr sympatische Figur in den man sich verlieben könnte.

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  • Ein eher "ruhiger" Krimi Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von J.G., am 14.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Hakan Nesser hat mit seinem dritten Buch der Barbarotti-Reihe einen „ruhigen“ Krimi geschrieben.

    Die erste Hälfte des Buches besteht aus zwei vorläufig unabhängigen Handlungssträngen. Der eine Handlungsstrang widmet sich dem Leben und den Geschehnissen um die Figur von Valdemar Roos. Valdemar Roos wird von den Menschen in seiner Umgebung als ein Langweiler oder auch als „ein Möbelstück“ betrachtet. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und hat zwei Stiefkinder, die ihn nicht ernst nehmen. Zu seinem leiblichen Sohn hat er keinen Kontakt. Seine Arbeit und seine Arbeitskollegen langweilen ihn. Den Großteil seiner Gedanken widmet er seinem nach einem Suizid verstorbenen Vater. Doch eines Tages überkommt ihn das große Glück und er gewinnt knappe 2 Millionen Kronen. Hals über Kopf gibt er seinen Job auf und kauft sich ein kleines Häuschen in einem Waldstück. Seiner Familie gaukelt er vor, dass er sich täglich zur Arbeit begibt.
    Im zweiten Handlungsstrang wird der Werdegang von Anna Gambowska beschrieben. Sie befindet sich in einem Heim für Drogensüchtige. Als sie flüchtet, findet sie im Haus von Valdemar Roos Zuflucht. Aber ihre Vergangenheit holt sie ein und beeinflusst auch das Leben von Valdemar Roos. Denn mit einem Mordfall in der Nähe des Häuschens, kommt Inspektor Barbarotti ab der zweiten Hälfte des Buches zu seinem Auftritt.

    „Das zweite Leben des Herren Roos“ ist ein eher „ruhiger“ Krimi. Im Vordergrund stehen die Charaktere und deren Lebensgeschichten sowie die psychologische Seite. Und das ist Hakan Nesser wirklich gelungen. Er schafft mit Valdemar Roos einen sehr detailliert beschriebenen und vielschichtigen Charakter, einen Menschen den man sich genau vorstellen kann, den man genau vor Augen hat. Es fällt dem Leser schwer sich zu entscheiden, ob man ihn sympathisch finden soll oder nicht, ob man mit ihm Mitleid haben soll oder ihn für seine Handlungen einfach nur verachtet.

    Im dritten Fall von Barbarotti ist der Leser allwissend. Während Barbarotti und seine Kollegin im Dunkeln tappen, ist der Leser den beiden immer einen Schritt voraus. Darum fehlte es leider aus meiner Sicht ein wenig an Spannung. Aber dennoch fand ich das Ende sehr gelungen. Des Weiteren leitet nicht Barbarotti den Fall, sondern ist auf der Suche nach einem Tagger, der in der Stadt sein Unwesen treibt. Der Leser wird hier aber nur insoweit eingebunden, dass er am Ende erfährt, wer der Täter ist. Aus meiner Sicht ein absolut überflüssiger Bestandteil des Buches.
    Leider stand das Privatleben von Barbarotti ein bisschen zu sehr im Hintergrund und war sehr oberflächlich beschrieben. Gerade die Mischung aus Privatleben und Auflösung des Falles fand ich in den ersten beiden Teilen sehr gut. Das Privatleben seiner Kollegin Backman stand eher im Vordergrund.

    Wie immer empfand ich den Schreibstil und die Atmosphäre des Werkes von Hakan Nesser sehr angenehm und ich freue mich bereits jetzt auf den vierten Teil.

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  • Traum oder Alptraum? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Brigitte Bouman-Mengering, am 02.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Für Ante Roos,der eigentlich schon mit dem Leben abgeschlossen hat,beginnt ein Abenteuer.
    Mit einem Lottogewinn macht er keine Herrenboutique in Wuppertal auf,nein,er baut sich ein zweites,geheimes Leben auf.Und diese Heimlichtuerei gibt ihm wieder neuen Lebensmut und einen Sinn.Ein Mädchen auf der Flucht verirrt sich in seine private Idylle und so langsam humpelt dann auch endlich Barbarotti auf den Plan.Es geht mir wie meinem Kollegen,der vorher rezensiert hat.Manchmal erwarte ich mitten im Wald Vicco von Bülow.Aber Barbarotti mit wehem Bein und Liebesschmerz ist auch ein guter Ersatz.Endlich ist dieser Fall auch im Taschenbuch erhältlich.Spass macht er ganz sicher.

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  • Barbarotti - Klappe die dritte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Christian Oertel, am 18.07.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.




    Zwei Millionen Kronen, ein Häuschen im Wald und so etwas wie Glück.

    Ante Valdemar Roos, wenige Monate vor seinem Sechzigsten, trübsinnig, mutlos und übellaunig, stets müde, ja lebensmüde. Seine Ehe: er zehn Jahre zu alt, sie fünfundzwanzig Kilo zu schwer; ein eisiges Schweigen, hin und wieder von Beleidigungen durchzogen. Und dann, ja dann die grundlegende, schicksalsschwere Veränderung: ein Totogewinn, zwei Millionen Kronen! Valdemar kündigt und kauft heimlich ein Häuschen, abgeschieden, in einem Wald. Kaffee, ein Nickerchen am Nachmittag, ein Pfeifchen... so etwas wie Glück.

    "Er merkte... zu seinem eigenen Schrecken, dass er vor sich hinpfiff. Ich muss mich beruhigen, dachte Ante Valdemar Roos... neutralisierte seine Gesichtszüge und näherte sich schweren Schrittes seinem Heim."

    Wie die sieben Zwerge Schneewittchen, findet er eines Tages eine junge Frau in seinem Heim vor, auf Entzug, auf der Flucht.
    Selbstverständlich gibt es auch eine Leiche und Kommissar Barbarotti ermittelt, mit gegipstem Bein und schwer verliebt.

    Ein gewohnt witziger Kriminalroman um familiären Alltag, der zerrütteter und somit realistischer kaum sein könnte. Man stelle sich vor, Loriot moderiere Aktenzeichen XY und erkläre dem Zuschauer wie uns die Lotterie des Lebens, eine Zufälligkeit zum Verbrecher machen kann.

    Herr, du mein Schöpfer, sorge dafür, dass noch viele Fälle für Kommissar Barbarotti folgen mögen. Danke.

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  • in sich stimmig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ivonne Wiese, am 13.06.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein eher ruhiger Skandinavien-Krimi. Der Schreibstil ist auch eher ruhig. Es wird aber trotzdem eine Grundspannung aufgebaut. Herr Roos gewinnt im Lotto und kauft sich heimlich ein Häuschen im Wald, wo bald ein toter auftaucht. Doch wie kommt er da jetzt raus ohne sein zweites Leben seiner nicht mehr geliebten Frau zu offenbaren? Sehr ruhig, nur das Ende versucht noch mal einen auf Knall zu machen und endet dann doch ruhig. In sich stimmig.

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