Der weiße Tiger. dtv-Taschenbücher,  Band 13939

Der weiße Tiger. dtv-Taschenbücher, Band 13939

Roman. Ausgezeichnet mit dem Man Booker Prize 2008 und dem Galaxy British Book Award, Kategorie Author of the Year 2009

von Aravind Adiga

Buch

Taschenbuch (318 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Balram Halwai ist ein ungewöhnlicher Ich-Erzähler: Diener, Philosoph, Unternehmer, Mörder. Im Verlauf von sieben Nächten und in der Form eines Briefes an den chinesischen Ministerpräsidenten erzählt er uns die schreckliche und zugleich faszinierende Geschichte seines Erfolges - der ihm keineswegs in die Wiege gelegt war. Balram - der"weiße Tiger"- kommt aus einem Dorf im Herzen Indiens. Seine düsteren Zukunftsaussichten hellen sich auf, als er, der klügste Junge im Dorf, als Fahrer für den reichsten Mann am Ort engagiert wird und mit ihm nach Delhi kommt. Hinter dem Steuer eines Honda City entdeckt Balram - und wir mit ihm - eine neue Welt. Balram sieht, wie seinesgleichen, die Diener, aber auch ihre reichen Herren mit ihrer Jagd nach Alkohol, Geld, Mädchen und Macht den Großen Hühnerkäfig der indischen Gesellschaft in Gang halten. Durch Balrams Augen sehen wir das Indien der Kakerlaken und Call Center, der Prostituierten und Gläubigen, der alten Traditionen und der Internetcafes, der Wasserbüffel und des mysteriösen"weißen Tigers". Mit seinem ebenso unwiderstehlichen wie unerwarteten Charisma erzählt uns Balram von seiner Flucht aus dem Hühnerkäfig, dem Sklavendasein - eine Flucht, die ohne Blutvergießen nicht möglich ist. Eine Geschichte voller sprühendem Witz, Spannung und fragwürdiger Moral,erzählt in einem unnachahmlichen und fesselnden Ton. Keine Saris, keine exotischen Düfte und Gewürze, keine Tabla-Musik und Maharadschas - dies ist das Indien von heute. Und mehr als das. In seiner Kritik am Sklavendasein ist es ein Angriff der dritten auf die erste Welt. Amoralisch und respektlos, anrührend und absolut zeitnah.

Produktdetails

Verkaufsrang: 10.616
ISBN-10: 3-423-13939-0
EAN: 9783423139397
Originaltitel: The White Tiger
Erschienen: 01.12.2010
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 318
Gewicht: 265 g
Übersetzer: Ingo Herzke
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Ingo Herzke

Ingo Herzke lebt als Literaturübersetzer in Hamburg. Studium der klassischen Philologie, Anglistik und Geschichte in Göttingen und Glasgow. Er übersetzt u.a. Werke von A.L. Kennedy, Paula Fox, Rick Moody und Jay McInerny.

Aravind Adiga

Aravind Adiga, wurde 1974 in Madras geboren, wuchs teilweise in Sydney, Australien, auf, studierte englische Literatur an der Columbia University und am Magdalen College in Oxford. Er arbeitete als Korrespondent für die Zeitschrift Time und für die Financial Times. Er lebt - ohne Diener - in Mumbai, Indien.

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Kundenrezensionen

  • Der weiße Tiger. Das wahre Indien. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Gisela Busemann, am 12.04.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    ndien, wer kommt da nicht ins Träumen und der Wunsch wird wach, dieses fremde Land nur einmal zu sehen. Da nun mal nicht alle Träume in Erfüllung gehen, hier mein Rat. Lesen sie das Buch „Der weiße Tiger „ von Aravind Adiga. Und ich bin überzeugt dass Sie die Geschichte in ihren Bann zieht und Sie von Anfang an gefesselt sind.

    Als Ich-Erzähler und in Form eines Briefes an den chinesischen Ministerpräsidenten, der Indien in absehbarer Zeit besuchen wird, macht Balram Halwai ihn auf die oft merkwürdigen Sitten und Gebräuche seiner Landsleute aufmerksam. Unter anderem erzählt er auch seine Lebensgeschichte, die nicht immer von Erfolg gekrönt war. Er kennt alle Höhe und Tiefen des Lebens. Mit einer lebhaften, leichten Sprache bringt er dem Leser alte Traditionen nahe, immer mit einer leichten Ironie und mit sehr viel Spott. Es fällt einem leicht, die Welt und die Menschen auf diesem fernen exotischen Kontinent mit den Augen Balrams zu sehen. Er lässt keine Frage offen und es ist ein großes Vergnügen seinen Ausführungen und Erklärungen zu folgen.

    Balram Halwai ist Journalist und Schriftsteller. Der weiße Tiger ist sein erster Roman. Ich persönlich freue mich auf weitere Werke von ihm. Er lebt in Mumbai.



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  • Indische Spielregeln Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Fugu, am 31.12.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Geschichte vom weissen Tiger hat es in sich und sprudelt nur so von indischen Klisches. Mit viel schwarzem Humor wird der Leser unterhalten und es gibt so manch unerwartete und hervorragende Pointe.
    Mir war es aber auch manchmal einen indischen Touch zu viel. Dennoch - das Buch ist wirklich unterhaltsam, witzig, erstaunlich und lesenswert.

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  • Das Beste was ich seit langem gelesen habe! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Volker M., am 24.08.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es ist das Indien jenseits der Tourismusbroschüren und Wirtschaftsnachrichten: Das Indien der rechtlosen Mehrheit, der Armen, die sich nur mit Not über Wasser halten können. Balram aus der Kaste der Teeköche und Zuckerbäcker wächst in einem kleinen nordindischen Dorf auf und wird sich im Verlauf der Geschichte seiner fast aussichtslosen Lage bewusst. Seine Erleuchtung erlangt er nicht durch religiöse Hingabe sondern alleine durch seine täglichen Beobachtungen, die in ihm einen Plan reifen lassen: Er wird seinen Herrn umbringen, um endlich aus dem 'Hühnerkäfig' auszubrechen, in den ihn die indische Tradition und der Kastendünkel gesteckt hat. Wer in Indien reich ist, muss sich vor nichts fürchten (ausser vor den korrupten Politikern), er steht über dem Gesetz und hat im wahrsten Sinne alle Freiheiten. Dort will Balram hin, und wie er es dahin schafft, das schreibt er in einem lakonischen, manchmal zynischen Stil dem Ministerpräsidenten von China, Wen Jiabao, damit dieser sich nicht von den schönen Worten blenden lässt, die dieser anlässlich seines bevorstehenden Staatsbesuches von den indischen Politikern ins Ohr geträufelt bekommen wird. So enttarnt Balram sukzessive eine durch und durch korrupte Gesellschaft, die empörende Scheindemokratie Indiens, das zerrüttete Rechtssystem und die zynische Arroganz der Reichen, die ihr Vieh besser behandeln als ihre Dienerschaft.
    Dieses Buch gehört zum Besten, das ich in den letzten Jahren gelesen habe. Es ist nicht nur brilliant geschrieben (2008 gab es den renomierten Booker Preis dafür) sondern es öffnet einem die Augen für das Indien hinter den euphorischen Wirtschaftsnachrichten, die nur zu leicht verhüllen, von wessen Rücken der Fortschritt eigentlich getragen wird. 80% der Inder sind arm und vollkommen rechtlos. 40% können nicht lesen oder schreiben. Es fehlt selbst in den großen Städten an frischem Wasser und Elektrizität. Die Infrastruktur ist katastrophal.
    Ich fühlte mich oft an einen Aufenthalt in Delhi erinnert, bei dem ich Szenen wie aus dem Vorhof der Hölle gesehen habe. Natürlich nicht an den touristischen Sammelpunkten, sondern in den Seitenstraßen, dort, wo einen ein indischer Touristenführer niemals hinführen würde. Dort, wo uns selbst indische Passanten aufgefordert haben, nicht hinzugehen, damit wir nicht mit eigenen Augen sehen sollten, wie Indien wirklich ist. Es war einfach entsetzlich und grauenhaft. Der 'Weisse Tiger' ist zwar ein Roman, aber der Autor Aravind Adiga weiss genau wovon er spricht. Er kennt Indien ohne Zweifel besser als ich es in 4 Wochen kennenlernen konnte. So, oder so ähnlich könnte es sich abgespielt haben, so oder so ähnlich spielt es sich jeden Tag ab. Da habe ich nicht den geringsten Zweifel.
    Es ist ein Buch, das die Augen öffnet. In jeder Hinsicht. Die Vielschichtigkeit der Geschichte, die ich hier auch nur anreissen kann (was könnte man alleine über den Zynismus referieren, dass diese Anklage an Indiens korrupte Politikerkaste ausgerechnet an Wen Jiabao gerichtet ist...), beschäftigt einen lange. Es wäre dem Buch zu wünschen, dass es in Indien jeder lesen darf. Aber das ist wohl ein frommer Wunsch in einem Land mit 40% Analphabeten, die mit Sicherheit nicht umsonst dumm gehalten werden...

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  • White tiger! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Alphéus, am 15.06.2011

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    Ein fantastisches Debüt. Wieder ein Buchtipp von einem sehr guten Freund. Ein interessanter Einblick in das heutige Indien. Gute Mischung aus Wahrheit, Ironie und Humor. Muss man gelesen haben.Die Lebensgeschichte von Munna-einfacher Junge über Balram-ergebener Diener zu Ashok-selbständiger Unternehmer! Freu mich schon auf weitere Bücher von A.Adiga.

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  • Eine Geschichte voller schwarzem Humor Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Andreas Hack, am 19.04.2011

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    Aravind Adiga erzählt in seinem Roman "Der weiße Tiger" die Geschichte von Balram Halwai, der in Indien vom Sklaven zum reichen Mann mit eigener Firma aufsteigt.
    Mit schwarzem Humor und ätzender Wut beschreibt der Autor die Wirklichkeit im modernen Indien, in dem die große Mehrheit der Bevölkerung in Armut und Rechtlosigkeit lebt, drangsaliert und ausgebeutet von der eigenen Familie, kriminellen Organisationen und korrupten Behörden.
    Adigas Roman liest sich flüssig, ist sarkastisch, spannend, amüsant und oftmals schockierend.
    "Der weiße Tiger" ist eines der besten Bücher, die ich bislang über Indien gelesen habe.

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  • Das moderne Indien! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Ulrich Harthun, am 06.02.2011

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    Balram Halwai - ein indischer Taxiunternehmer schildert in diesem hervorragenden Roman in fiktiven Briefen an den chinesischen Präsidenten sein Leben: von der Zwangsarbeit in einer Teestube als kleiner Junge, den Jobs als Bauhelfer in indischen Metropolen, Chauffeur und Gelegenheitsmörder bis zu seiner Tätigkeit als erfolgreicher Unternehmer in Bangalore. Dabei wird ein "amüsanter" Blick auf das indische Kastensystem sowie politische Mauschelein geworfen und ein Bild der Auswirkungen der Globalisierung in der aufstrebenden Wirtschaftsmacht aufgezeigt.
    Denn Ungerechtigkeit und Ungleichheit sind bei Balram die besten Vorraussetzungen für seinen persönlichen Erfolg, sowie für das ganze heutige Indien...

    Der weiße Tiger wird sie mit seinem Klauen packen und Ihnen das heutige globale Dorf
    näher bringen. Ein geniales Debüt von Aravind Adiga.

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  • erschreckend, witzig, einzigartig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sabrina Küpper, am 05.01.2011

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    In Indien gibt es mehr Unternehmer als in China und Balram Halwai glaut zu wissen warum.
    Die Erklärung dafür liefert seine Lebensgeschichte. In 6 Nächten und 6 Briefen erzählt er sie dem chinesischen Ministerpräsidenten.
    Es beginnt die Reise eines jungen Mannes der sich weigert im 21. Jahrhundert an dem Kastensystem Indiens festzuhalten. So philosophiert Balram über das Leben in Indien und konfrontiert uns unverblühmt, aber mit einer zauberhaften leichtigkeit, mit der Realität. Als logische Konsequenz wird wie Selbstverständlichkeit aus einem kleine Jungen ein Lügner, Betrüger und Mörder wird.
    Ein grandioses Buch für jeden der außergewöhnliche und schräge Geschichten liebt.
    Mein Buch 2010 !

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  • Der Roman des Man Booker-Preisträgers endlich als Taschenbuch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Judith Lehner, am 29.11.2010

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    Wer schöne und teilweise verkitschte Ansichten von Indien lesen will, ist bei Aravind Adiga falsch. Wer aber ein ehrliches Bild des ständig wachsenden Dritte-Welt-Landes kennen lernen will, ist hier genau richtig. Anhand der Lebens- und Erfolgsgeschichte des Ich-Erzählers Balram Halwai erzählt Adiga ein erschreckendes aber gleichzeitig faszinierendes Porträt des gegenwärtigen Indiens. Der Leser liest über die Traditionen und Hintergründe der indischen Gesellschaft und Kultur sowie die heutigen Zustände des Landes – und wird dabei ständig den Kopf schütteln. Aber gerade auf Grund dieser mutigen und absolut schonungslosen Darstellung ist diese großartige Geschichte ein absolutes Muss.

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  • Adiga, Der weisse Tiger Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Odilie Pressberger, am 22.11.2010

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    Was für ein Erstlingsroman! Makellos und sehr spannend! Der junge Balram Halwai hat sich vom Fahrer eines reichen Mannes, der ihn gleichzeitig als "Haushaltssklave" benutzt, über die Stationen: Lügner, Philosoph, Betrüger, Mörder hochgearbeitet zum erfolgreichen, indischen Unternehmer. Das alles erzählt er uns und dem chinesischen Ministerpräsidenten in sechs Nächten und in sechs Briefen. Warum? Das lesen Sie bitte schnell selber!

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