Buch
Taschenbuch (87 Seiten)
Sprache: Deutsch
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von Heinrich Kleist
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Beim Erscheinen im Jahr 1808 wurde Heinrich von Kleists 'Die Marquise von O...' wegen der angedeuteten Vergewaltigung als Skandalgeschichte empfunden. Heute gilt die Erzählung als ein frühes Beispiel weiblicher Emanzipation. Am Schicksal der Marquise, die in einem existenziellen Konflikt zu sich selbst findet und Selbstständigkeit gewinnt, hinterfragt Kleist traditionelle Werte und die Konventionen familiären Lebens. In der 'Marquise von O...' erzählt Kleist nicht linear, sondern - wie in einer Kriminalgeschichte - werden erst nach und nach die Zusammenhänge enthüllt und immer neue Spannungsbogen aufgebaut.
Das 'Erdbeben in Chili', erschienen im Jahr 1807 unter dem Titel 'Jeronimo und Josephe. Eine Scene aus dem Erdbeben zu Chili, vom Jahr 1647', ist die erste gedruckte Erzählung Heinrich von Kleists. Eine fürchterliche Naturkatastrophe, die mit dem Schicksal von Jeronimo Rugera und Donna Josephe verknüpft ist, führt zu einer Rettung der beiden aus dem Gefängnis; doch die Geschichte endet in einer schrecklichen menschlichen Katastrophe.
Text in neuer Rechtschreibung. - Mit Anmerkungen von Sabine Doering und einem Nachwort von Christian Wagenknecht.
| Verkaufsrang: | 1.475 |
|---|---|
| ISBN-10: | 3-15-008002-9 |
| EAN: | 9783150080023 |
| Erschienen: | 1986 |
| Verlag: | Philipp Reclam Jun. |
| Einband: | Taschenbuch |
| Sprache(n): | Deutsch |
| Seitenzahl: | 87 |
| Gewicht: | 46 g |
| Reihe: | Reclam Universal-Bibliothek |
Heinrich von Kleist wurde am 18. Oktober 1777 in Frankfurt/Oder geboren. Er schlug zunächst die Offizierslaufbahn ein, begann später sein Studium der Rechtswissenschaften und unternahm Reisen durch Frankreich und die Schweiz. In Dresden gründete er 1808 die Zeitschrift "Phöbus", in der einige seiner Dramen und Erzählungen erschienen. Am 21. November 1811 nahm er sich am Wannsee bei Berlin das Leben.
Dr. rer. nat Christian Wagenknecht ist Professor für Informatik an der Hochschule Zittau/Görlitz und lehrt auch an der Staatlichen Studienakademie Sachsen (BA Bautzen) sowie der Fernfachhochschule Darmstadt.
Sabine Doering studierte deutsche Philologie und evangelische Theologie. 1992 wurde sie mit einer Arbeit über Hölderlin promoviert. 1998 habilitierte sie sich an der Universität Regensburg. Seit dem Wintersemester 2000/01 Professorin für Neuere deutsche Literaturwissenschaft an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg. Außerdem Literaturkritikerin für die FAZ.§
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