Fragen Sie den Papagei,  Band 2

Fragen Sie den Papagei, Band 2

Roman. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie International 2009

von Richard Stark

Buch

Taschenbuch (253 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Kennen Sie Parker? Er ist das durch und durch Böse. Parker ist nach einem Banküberfall auf der Flucht, verfolgt von einer Meute Polizisten mit Spürhunden. Reiner Zufall, dass er auf Tom Lindahl stößt, einen Außenseiter mit Papagei, der ihm eine Fluchtmöglichkeit und ein Dach über dem Kopf bietet. In dem tristen kleinen Ort in Massachusetts schmieden die beiden einen nicht ungefährlichen Plan, und jeder, der diesem in die Quere kommt, scheitert an Parkers Skrupellosigkeit. Parker ist "der hartgesottenste unter den Hartgesottenen, ein wahrhaft furchterregender Typ" (The Guardian). Mit diesem Thriller beginnt Zsolnay die Wiederentdeckung des Autors Richard Stark. Viele Parker-Romane wurden verfilmt, darunter "Point Blank" mit Lee Marvin in der Hauptrolle.

Produktdetails

ISBN-10: 3-552-05446-4
EAN: 9783552054462
Originaltitel: Ask the Parrot
Erschienen: 30.07.2008
Verlag: Zsolnay
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 253
Gewicht: 343 g
Übersetzer: Dirk van Gunsteren
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Dirk van Gunsteren

Dirk van Gunsteren, geboren 1953 in Düsseldorf, arbeitet seit 1994 als Übersetzer und hat unter anderem Thomas Pynchon, V. S. Naipaul, Philipp Roth und Patricia Highsmith ins Deutsche übertragen.

Richard Stark

Richard Stark (Jahrgang 1933) ist eines von mehreren Pseudonymen des mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Schriftstellers Donald E. Westlake, dem Grandseigneur des amerikanischen Noir-Krimis.
Donald E. Westlake ist am 31.12.2008 im Alter von 75 Jahren verstorben.

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Kundenrezensionen

  • Ein Thriller jenseits des Mainstream Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Simon Marshall, am 26.01.2010

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    Ich bin begeistert! Fragen Sie den Papagei ist ein Episode aus dem Leben eines Schwerverbrechers namens Parker. Das Buch hat fängt an und hört auf ohne viel zu erklären und ohne die Handlung einzuleiten oder zum Abschluss zu bringen. Diese Unvermitteltheit prägt das ganze Buch. Wir begleiten diesen Verbrecher bei seiner "Arbeit" und stellen auch noch fest, dass man das sogar ganz ok findet, was Parker da macht. Gewalt gehört halt zum Geschäft, das ist gleichzeitig real und erschreckend banal. Ich mußte beim Lesen oft an Quentin Tarantino denken und die Darstellung von Gewalt in seinen Filmen, wenn einem Pulp Fiction gefallen hat, dann wird einem auch dieses Buch gefallen.Ich habe etwas in dieser Form noch nicht gelesen und ich habe es mit großem Vergnügen getan. Allen Krimifans, die meinen, sie hätten schon alles gesehen, sei dieses Buch wärmstens ans Herz gelegt.

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  • Parker at it`s best!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 07.01.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich bedauere es sehr dass Donald Westlake (Richard Stark) just nachdem er in Europa wieder entdeckt wurde gestorben ist. Somit wirds keine weiteren Parker Romane geben und das ist äusserst bedauerlich,denn bessere Krimis gibts wirklich kaum. Parker ist einfach die coolste Hundeschnauze von allen und dermassen schön unmoralisch und kriminell und seltsamerweise in homöopatischen Dosen auch wieder menschlich,da geht einem das Herz auf! Der äusserst knappe,lakonische und zurückgenommene Stil Richard Starks machen die Bücher auch stilistisch zum wahren Hochgenuss und nachdem ich die bisherigen vier Parker Romane allesamt verschlungen und bereits doppelt gelesen habe, warte ich nun ungeduldig und voller Vorfreude auf den nächsten Geniestreich! Lieber Zsolnay Verlag,bitte ALLE Parker Bücher herausbringen!

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  • Die Faszination des Bösen... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Dr. Christian Rößner, am 30.04.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Im Mittelpunkt von "Fragen Sie den Papagei" steht der Erzgauner - ohne Vornamen - Parker, der nach einem gescheiterten Banküberfall auf der Flucht ist. Das wirklich Besondere des Buchs ist, dass Stark den Leser von Anfang an tiefe Einblicke in Parkers Gangster- und Gefühlsleben gewährt. Wenn man eigentlich vor seiner skrupellosen Amoralität zurückschrecken sollte, ertappt man sich doch beim (un-)heimlichen Sympathisieren für seine „unkonventionellen“ Methoden. Ähnlich wie bei den legendären Ripley-Romanen von Patricia Highsmith findet sich der Leser auf der Seite des „Bösen“ wieder, der sich knallhart gegen alle stümperhaften Widersacher durchsetzt. „Fragen Sie den Papagei“ trotz vor Zynismus, schwarzem, kompromisslosem Humor und einer knallharten Handlung! Unbedingt empfehlenswert!

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  • Parker is back! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefan Heidsiek, am 08.01.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Richard Stark. Lange Zeit war der Name aus den Regalen der Buchhandlungen verschwunden. Und mit ihm viele Bände aus der bereits seit Beginn der 60er Jahre laufenden Parker-Reihe. Nun beginnt der Zsolnay-Verlag mit „Fragen Sie den Papagei“, dem letzten Roman, den Richard Stark vor seinem Tod am 31.12.2008 auf Papier gebracht hat, die Wiederentdeckung des Autors. Grund genug für mich mal einen näheren Blick drauf zu werfen und zu schauen was dran ist, an all den Lobeshymnen, die unter anderem von Literaturkollegen wie John Banville und Ed McBain auf Richard Stark gesungen werden. Den Begeisterungssturm der oben genannten Autoren vermag ich leider nicht zu teilen. „Fragen Sie den Papagei“ ist ohne Zweifel ein lesenswertes Stück Literatur, der richtige Funke wollte bei mir aber bis zuletzt nicht überspringen, was jetzt bei einer Story, die man so schon wohl mehr als einmal gelesen hat, auch nicht weiter verwunderlich ist. Im Stile der klassischen Samstagnachmittagserien des US-Fernsehens springt der Leser direkt ins Geschehen. Parker, von dem man bis heute nicht seinen Vornamen weiß, ist nach einem Bankraub auf der Flucht und wird von Hunden quer durch die Wälder des Staates New York gehetzt. In dieser ausweglosen Lage trifft er auf den alten Einsiedler Tom Lindahl, der ihn sofort als den flüchtigen Bankräuber erkennt und dennoch beschließt diesem zu helfen, um sich einen seit jeher gehegten Traum zu erfüllen. Lindahl, dem sein einsames Dasein immer mehr zusetzt und der sich vom Leben ungerecht behandelt fühlt, plant schont lange einen Raubzug gegen die alte Pferderennbahn, in der er bis zu seinem Rentenantritt gearbeitet hat. Nun, mit Parker an seiner Seite, sieht er sich in der Lage diesen oft verworfenen Plan in die Tat umzusetzen. Doch schon bald wird ihm klar, dass er einen Pakt mit dem Teufel geschlossen hat. Der letzte Parker-Roman ist, man hört es wohl schon aus der Inhaltsangabe heraus, ein typischer Vertreter des Krimi-Noir. Stark spart mit Worten, schreibt knapp, direkt und ohne große Umschweife. Mithilfe vieler Schauplatzwechsel treibt er die Handlung voran und schafft es dabei trotzdem die einzelnen Personen detailliert zu zeichnen. Allen voran natürlich Parker, der in jeder Situation Herr der Lage und der Mann mit dem Überblick zu sein scheint. Mittels geschickter Manipulation spannt er, dem keine Schwäche verborgen bleibt, gleich mehrere Personen für seine Zwecke ein und schlägt der Polizei damit immer wieder ein Schnippchen. Und die Frage die den Leser bis zum Schluss bei der Stange hält, ist ob diese genial-böse Figur mit seinen Schachzügen durch- und davonkommt. Richtige Spannung kommt, so war es zumindest bei mir, dabei zwar nicht auf, aber allein das tolle Ende und die knappe Sprache entschädigen für vieles. Was es näheres mit dem Titel auf sich hat, soll übrigens hier nicht verraten werden. Nur soviel: Er ist mehr als gut gewählt. Insgesamt ist „Fragen Sie den Papagei“ ein kurzweiliges, aber auch nicht übermäßig sensationelles Leseerlebnis, das in erster Linie von der gelungenen Figurenzeichnung und dem Namen des Autors lebt, von dem ich mir aber insgeheim mehr erhofft hatte.

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  • Parker ist wieder da Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Polar, am 21.08.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wer weiß, wie schwer es ist, einem Papagei das Sprechen beizubringen, den verwundert es nicht, dass in Richard Starks Roman das Tier erst angesichts eines Gewehrlaufs, der auf ihn gerichtet ist, ein paar Wortfetzen nachahmt. Starks Humor gepaart mit knallhartem Suspense zeichnet diese Geschichte aus, in der einmal mehr Parker steht, dem der Autor bereits mehrere Bücher gewidmet hat. Er ist cool. Gefahren ausgesetzt, reagiert er nicht über, sondern entdeckt in seinem Gegenüber sogleich eine Schwäche, die er für sich ausnutzt. Er erinnert in seinem Lonesome-Cowboy Image an Garry Dishers Wyatt. Beide sind auf der Suche nach dem großen Coup und beide schlagen sich mit den Folgen menschlichen Versagens, wie Fehlplanungen herum. Stark gewinnt diesem allzu bekannten Plot durch überraschende Wendungen immer wieder neue Seiten ab. Die Idee den verfolgten Bankräuber in die eigene Suchtruppe einzuschleusen, ist ebenso famos wie der Einfall, dass Parker von einem Verbitterten aufgegriffen wird, der ihn zu einem Einbruch auf der Rennbahn zu verleiten versucht. Perspektivwechsel, wie gnadenlos kurze Kapitel setzt Stark geschickt ein, um die Handlung zum Höhepunkt voranzutreiben. Dabei entwirft er Miniaturbiographien jener Randfiguren, deren Leben Parker streift. Nicht zuletzt der eines schießwütigen Bürgerwehrteilnehmers. Ein gelungener, überaus spannender Thriller im Stile des Krimi Noirs.

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