Kalte Herzen. Blanvalet Taschenbücher, Band 35880

Roman

von Tess Gerritsen

Buch

Taschenbuch (383 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Als junges Mädchen musste Abby hilflos miterleben, wie ihr kleiner, herzkranker Bruder seinen Kampf auf Leben und Tod verlor. Damals schwor sie, später als Ärztin andere Kinder zu retten. Jahre danach gehört sie zum Top-Transplantationsteam eines Krankenhauses in Boston. Als jedoch eine keineswegs todkranke, aber reiche Frau trotz Abbys Widerspruch eines der raren Spenderherzen erhält, wird Abby misstrauisch. Sie forscht auf eigene Faust nach und stellt fest, dass dieses Herz aus dunklen Kanälen stammt ...




Produktdetails

Verkaufsrang: 4.425
ISBN-10: 3-442-35880-9
EAN: 9783442358809
Originaltitel: Harvest
Erschienen: 01.01.2003
Verlag: Blanvalet
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 383
Gewicht: 285 g
Übersetzer: Kristian Lutze
Reihe: Blanvalet Taschenbücher
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Tess Gerritsen

Mit ihrem ersten medizinischen Thriller "Kalte Herzen" gelang der US-amerikanischen Schriftstellerin Tess Gerritsen 1996 der Durchbruch in die Bestsellerlisten. Am 12.Juni 1953 in San Diego, Kalifornien geboren und aufgewachsen, legte sie 1979 ihr Examen an der Universität von Californien in Medizin ab. Fortan arbeitete die spätere Autorin als Internistin in Honolulu. Erst während ihres Mutterschaftsurlaubs begann Tess Gerritsen sich mehr dem Schreiben zu widmen.
Ihre Karriere startete damals aufgrund eines Wettbewerbes in einer Tageszeitung, den sie gewann. Heute ist Tess Gerritsen als erfolgreiche Krimiautorin bekannt und übt nicht mehr den Beruf als Ärztin aus. Ihre exakte Wiedergabe wissenschaftlicher Fakten und die daraus hervorgehende Realitätsnähe, schöpft sie beim Schreiben aus ihrem fundierten medizinischen Fachwissen. Nach ihrem ersten Romantik Thriller "Anruf nach Mitternacht" 1987 folgten noch acht Romane und weitere Drehbücher. Aber als Tess Gerritsen sich entschloss mit "Kalte Herzen" einen reinen Medizinthriller zu schreiben, der durch den Einfluss eines Freundes entstand, der ihr seine Geschichte erzählte, schaffte sie den Sprung auf die Bestsellerliste der New York Times. Der Erfolg dieses Romans zeigte sich zudem auch in dem Verkauf der Filmrechte an Paramount/Dreamworks und der Übersetzung in über zwanzig Sprachen.
Um in ihrer Freizeit einen Ausgleich zu ihrem Beruf zu finden, vergnügt sich Tess Gerritsen gerne mit Gartenarbeit oder Musik. Dies genießt sie zusammen mit ihrem Mann und ihren zwei Söhnen in Camden, Maine.

Meinung der Redaktion
Spannung hat viele Gesichter. Es kann sogar so spannend sein, dass man sich bei Lesen vergewissert, ob alle Türen und Fenster ordnungsgemäß geschlossen sind. Nichts für schwache Nerven, trotz geschlossener Fenster.

Werke von Tess Gerritsen
Die Rizzoli & Isles - Thriller
2001 Die Chirurgin - The Surgeon
2002 Der Meister - The Apprentice
2003 Todsünde - The Sinner
2004 Schwesternmord - Body Double
2005 Scheintot - Vanish
2006 Blutmale - The Mephisto Club
2008 Grabkammer - The Keepsake / Keeping the Dead
2010 Totengrund - Killing Place / Ice Cold
2011 Grabesstille - The Silent Girl

Weitere Titel der Autorin
1994 Gute Nacht, Peggy Sue - Peggy Sue got murdered
1996 Kalte Herzen - Harvest
1997 Roter Engel - Life Support
1998 Trügerische Ruhe - Bloodstream
1999 In der Schwebe - Gravity
2007 Leichenraub - The Bone Garden

Kristian Lutze

Lee Vance studierte in Harvard und arbeitete lange Jahre für Goldman Sachs, eine der ältesten und angesehensten Investmentbanken der Welt. Er lebt mit seiner Familie in New York.

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  • Tess Gerritsen - Kalte Herzen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Kerstin Stutzke, am 06.05.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    in einer bostoner klinik ist ein spenderherz verfügbar, doch es gibt zwei empfänger, ein teenager und eine reiche frau. abby sorgt dafür, dass der junge das herz bekommt, doch schon zwei tage später, erhält auch die frau ein spenderherz. zufall, daran glaubt abby nicht. sie beginnt nachzuforschen und stellt fest, dass das zweite spenderherz, wie auch einige der letzten jahre, anscheinend alle aus einer kleinen stadt kommen. der ehemann der frau setzt derweil alles daran, ihren ruf und ihre karriere zu zerstören. ihr freund, ebenfalls mitglied des transplantationsteams, versucht sie zu beruhigen, dass alles seine richtigkeit hat. dann findet sie jedoch unterlagen von ihm, nach denen er sich ein boot gekauft hat und den kaufpreis einer halben million dollor in bar bezahlt hat. ist ihr freund mit in die verschwörung verwickelt? dann überschlagen sich die ereignisse und am ende liegt abby selbst auf einem op-tisch, bereit zur organentnahme.

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  • Entschuldigung, Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 10.01.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    aber dieser Roman gefällt mir besser, als die Romane um "Jane Rizzoli"! Gelungene Hauptfiguren, gelungene Story und einfach auch mal anders. Sehr lesenswert....
    Fünf Sterne plus

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  • Grandios Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von S. Knöpper, am 07.11.2010

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    Als junges Mädchen mußte Abby miterleben, wie ihr herzkranker Bruder Pete seinen Kampf auf Leben und Tod verlor. Damals schwor sie, eines Tages als Ärztin anderen Kindern dieses Schicksal zu ersparen.Diszipliniert erkämpft sich die aus armen Verhältnissen stammende Abby ein Stipendium, besteht alle Medizinprüfungen mit Bravour und wird schon nach zwei Jahren als Assistentin in das Transplantationsteam des Boston Hospital aufgenommen. Doch ihre Karriere gerät in Gefahr, als sie vor eine schwere Entscheidung gestellt wird. Ein Medizinthriller der Spitzenklasse!

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  • Total spannend... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von linovi, am 13.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wieder ein wunderbares Buch von Tess Gerritsen, dass einen von der ersten bis zur letzten Seite fesselt. Ein Roman über illegalen Organhandel, die russische Mafia, Geld, Macht und ein anerkanntes Transplantationszentrum, das in diese Dinge verstrickt ist. Das Ganze ist so gut geschrieben und überzeugend, dass man sich durchaus vorstellen kann, dass sowas heutzutage wirklich stattfindet.
    Wirklich lesenswert!

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  • Mitreißend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Socke, am 27.06.2009

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    Anfangs etwas verwirrend aber dann einfach hammer spannend. Man kann sich gut in die Person reinversetzen. Super Buch!

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  • wunderbar Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Blacky, am 29.03.2009

    1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beschreibung:
    Als junges Mädchen musste Abby hilflos miterleben, wie ihr kleiner, herzkranker Bruder seinen Kampf auf Leben und Tod verlor. Damals schwor sie, später als Ärztin andere Kinder zu retten. Jahre danach gehört sie zum Top-Transplantationsteam eines Krankenhauses in Boston. Als jedoch eine keineswegs todkranke, aber reiche Frau trotz Abbys Widerspruch eines der raren Spenderherzen erhält, wird Abby misstrauisch. Sie forscht auf eigene Faust nach und stellt fest, dass dieses Herz aus dunklen Kanälen stammt ...


    Wunderbar.

    Man stellt sich immer wieder die Frage. Kommt das wirklich vor und warum sollte es nicht genauso sein.

    Spannung pur. Sehr empfehlenswert. Wer die Chirurgin gelsen hat sollte auch kalte Herzen lesen und umgekehrt

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  • Auf dem Operationstisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Polar, am 20.01.2009

    4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieser Thriller ist nichts für jemanden, der nicht gerne zum Arzt geht und weißen Kitteln misstraut. Abseits der bewährten Serientäter, die Jane Rizzoli jagt, erzählt Tess Gerritsen in Kalten Herzen mitten aus dem Operationssaal, einem Bereich, in dem sie sich bestens auskennt. Und so führt die Autorin uns durch eine Welt, in der Entscheidungen über Leben und Tod gefällt werden, wo jegliche Moral am besten ausgeklammert wird, um Karriere zu machen und das Gewinnstreben zur obersten Maxime erklärt wird. Natürlich gibt es auch da Menschen, die sich einen Rest Mitgefühl bewahrt haben und Fragen stellen, die Kollegen unangenehm sind. Auch wenn gleich zu Beginn. der Plot um russischen Organhandel durchscheint, auf den Gerritsen ein Polizist aufmerksam gemacht haben soll, gelingt es ihr, der angehenden Chirurgin Abby zunehmend eine Schlinge um den Hals zu legen. Das Ganze beginnt, als sie sich entscheidet, einem Jungen zu helfen, der ohne Transplantation sterben würde, und die Erfahrung machen muss, dass man sich besser nicht gegen das eigene Krankenhaus stellen sollte, wenn ein reicher Ehemann auf Rache sind. Die Götter in Weiß sind nicht unangreifbar. Auch sie kann man mit fingierten Prozessen überhäufen. Brenzlig wird es erst wenn die Kollegen einen im Regen stehen lassen. Dem Plot fehlt es mitunter an Spannung, erinnert in ihrer Chefetagenkriminalität an Die Firma von Grisham doch die Innenansicht macht das platte Konstrukt wett. So abschreckend, dass man sich ernsthaft fragt, ob man seinen Spenderausweis noch bei sich tragen will. Als Ersatzteillager ohne Einfluss wandert eine Niere schon mal in den Müll, wenn sich zu gegebener Zeit kein Abnehmer findet, während vielleicht Herz und Leber auf Wanderschaft gehen. Allein der Gedanke, dass mit einem gehandelt wird, macht die Galle schon unbrauchbar.

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  • Macht Lust auf weitere Geschichten... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Melanie Böhm, am 22.12.2008

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    „Kalte Herzen“ ist die Geschichte der jungen Assistenzärztin Abby, die durch Zufall einem illegalen Organhandelsring auf die Spur kommt. Doch wer vom Top-Transplantationsteam des Bostoner Krankenhauses gehört dazu? Ihr Ausbildungsleiter? Oder gar ihr Verlobter?
    Abby beginnt mit ihren Nachforschungen, doch ihre Gegner setzen alles daran, sie davon abzuhalten und zu diskreditieren. Erst als eine ihrer Patientinnen stirbt und Abby unter Mordverdacht gerät beginnt sie, sich zu wehren…

    Dieser spannende und flüssig geschriebene Roman von Tess Gerritsen macht Lust auf weitere Geschichten der Autorin.

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  • Kalte Herzen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Andrea Koßmann, am 31.08.2008

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Da ich die Bücher der "Jane-Rizzoli-Reihe" von Tess Gerritsen förmlich verschlungen habe, war es nur logisch, dass ich mehr von dieser Autorin lesen wollte. Also griff ich zu 'Kalte Herzen' in dem es um das schmutzige Geschäft des Organhandels geht.

    Das Buch fängt sehr spannend an und zwischen den Kapiteln wird über verschiedene Schauplätze geschrieben, die sich natürlich irgendwann an einem Punkt treffen. Der Schreibstil von Tess Gerritsen ist auch hier sehr flüssig und spannend gehalten. Es gibt nicht ganz soviele blutrünstige Stellen, wie man es sonst von der Autorin gewöhnt ist, aber die Stellen, die tatsächlich blutig sind, sind dies schon arg. Allerdings bin ich solchen Szenen gegenüber nicht abgeneigt.

    Zur Mitte hin wird dieses Buch allerdings sehr langatmig und das hat mich schon ein wenig enttäuscht. Das Ende ist fast vorhersehbar. Die Handlung an sich beschäftigte mich sehr, da sie gar nicht mal so fiktiv ist. Ich könnte mir sehr gut vorstellen, dass es solche Machenschaften um Organe tatsächlich in der realen Welt gibt und das ist natürlich schon sehr erschreckend.

    Resumée: Das Buch hat mir gut gefallen, jedoch kommt es bei weitem nicht an die Spannung und süchtigmachende Schreibart der Jane-Rizzoli-Bücher ran. Leider habe ich auch ein paar Rechtschreibfehler zuviel gefunden, die das Lesen ab und zu ins Stocken geraten ließen. Das alles bringt mich aber nicht davon ab, auch weiterhin Bücher von Tess Gerritsen zu lesen, denn sie gehört für mich zu den besten Thriller-Autorinnen, die es momentan gibt.

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  • Spannend bis zur letzten Seite! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.05.2008

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich dachte mir gleich mit den russischen Waisenkindern stimmt was nicht und ich hab' mich einfach beim Lesen unwohl gefühlt. Als dann Abby das "freigewordene" Herz nicht bei dem Jugendlichen transplantieren sollte, sondern bei einer steinreichen Frau, die auf der Liste ziemlich weit unten stand, hat sich mein Verdacht dann bestätigt...
    Ich kann nur eins sagen: Spannend bis zur letzten Seite. Hat mich während des Lesens immer wieder an Darja Behnsch' Mariposa und Diagnose: Schiziphasie erinnert! Ich find nichts besser, als Bücher, die einen fesseln bis zum Schluss und man einfach nicht drauf kommt, was als nächstes passiert. Super! Beide Bücher!
    "Kalte Herzen" verdient ohne Zweifel 5 Sterne!
    Pete, Berlin

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  • Ein beklemmender Medizinthriller über Organhandel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mario Pf., am 09.03.2008

    2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ihr erster waschechter Medizinthriller Harvest/Kalte Herzen war es, der aus der Autorin romantischer Spannungsromane, Tess Gerritsen, schließlich zum John Grisham der Medizinthriller werden ließ, auch wenn spätere Thriller nicht mehr reine Medizinthriller waren.

    Die Assistenzärztin Dr. Abby DiMatteo wähnt sich auf dem Höhepunkt ihres Glücks, als sie nach fünfeinhalb Monaten bei ihren Freund, dem Thoraxchirurgen Dr. Mark Hodell eingezogen ist und der berühmte Dr. Archer sie in sein Herztransplantationsteam aufnehmen will, als eine der Besten der Besten. Man hilft sich dort auch gegenseitig und so wäre Abby in der Lage einen großteil ihrer Schulden und Darlehen, die sie durch das Studium auf sich genommen hat in Windeseile wieder zurückzuzahlen.

    Doch als ein junger Mann im Sterben liegt und dringend eine Herztransplantation benötigt zögert sie nicht die leitende chirurgische Assistenzärztin zu unterstützen und eine gerade eingelieferte hirntote Patientin dafür in Betracht zu ziehen. Die Operation gelingt, der Junge ist gerettet, doch für Abby fangen die Probleme erst an, hätte doch die Frau des Industriellen Victor Voss, dieses Herz für sich beansprucht. Diese wird kurz darauf zwar operiert und erhält ein anderes Herz, doch das hindert ihren Mann nicht daran, Abby seine Rechtsanwälte auf den Hals zu hetzen. Als sich Nina Voss nach der Operation jedoch nicht so schnell erholt und Fieber entwickelt, bemüht sich Abby trotzdem den Grund dafür herauszufinden und unter starkem Druck mehr über ihr Spenderherz herauszufinden, dass in keiner Datenbank verzeichnet zu sein scheint...

    Die Karriere einer jungen Ärztin ist in Gefahr, der Mann einer Patientin versucht ihr das Leben schwer zu machen und als die Patientin offenbar schwer erkrankt beginnt sie Nachforschungen anzustellen, die sie auf einer Spur der Korruption bringen und auch ihr kollegiales Umfeld ins Zwielicht rücken, könnte doch die Russenmafia im Bayside Hospital Organhandel im großen Stil organisieren. Das klingt ja auch nach einem sehr spannenden Plot und besonderer Dramatik, aber erst auf den letzten 100 Seiten kommt die Handlung so richtig in Fahrt und wird auch derart spannend wie man es sich aufgrund der Inhaltsangaben und guten Kritken erwartet. Kalte Herzen hat etwas sehr hinterlistiges an sich, das Buch selbst ist eher mittelmäßig, nur das Finale kann einigermaßen begeistern und es ist daher etwas anders, schlicht und einfach langweiliger wenn man es wirklich selbst liest.

    Der Plot ist gut konstruiert, auch einigermaßen unvorhersehbar und besitzt gute Ansätze in Sachen Dramatik und Spannung, besonders wenn Ärzte die der Eastern Connection auf der Spur sind plötzlich tot aufgefunden werden. Doch gerade die im Klappentext groß angepriesene Hintergrundgeschichte Abby DiMatteos findet kaum Platz und man erfährt wenig über ihre Motivation Chirurgin zu werden. Auch sind die anderen Charaktere sehr einfach und flach dargestellt, es gibt nur gut und böse, also Prinzipientreue und Geldgier. Kalte Herzen mag ein gelungenes Debüt sein, besonders weil man sich im Nachhinein ja besser an das Buch erinnert als es tatsächlich war, doch es ist kein Vergleich zu den Jane-Rizzoli-Thrillern.

    Fazit:
    Zwar meilenweit von den Jane-Rizzoli-Thrillern entfernt, doch immerhin ein lesenswertes Buch mit spannendem Finale.

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  • Packender Medizin-Thriller um Organhandel Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Mandurah, am 06.04.2007

    2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Tess Gerritsen ist mit ihrem Debütroman ein überaus kurzweiliger und packender Medizin-Thriller um das Thema Organhandel gelungen. Ich weiß nur nicht so recht, ob mir eher der leider nicht zu leugnende Realitätsbezug oder doch mehr die erschreckende Naivität der Protagonistin die Haare zu Berge stehen ließ… Doch es ist wohl so, Liebe macht blind und da Abby DiMatteo doppelt liebt – nämlich ihren Job und ihren angesehenen Kollegen Mark Hodell – ist sie lange blind für die Machenschaften rund um ihren Job als Assistentin in einem Transplantationsteam. Bald kämpft sie jedoch nicht mehr nur um das Leben ihrer Patienten sondern sieht auch ihres in Gefahr.

    Die Handlung ist klar strukturiert und wird mit zunehmendem Tempo vorangetrieben ohne dass der Leser dabei den Überblick verliert. Der Autorin gelingt es zudem, den Krankenhausalltag und medizinische Vorgänge für den Laien interessant und leicht verständlich rüberzubringen.

    Für die Mußestunden daheim auf dem Sofa, auf dem Weg zur Arbeit im Zug oder auf dem Liegestuhl im Urlaub eine durchaus unterhaltsame Lektüre.

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  • ohne Worte, ... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Anita, am 01.04.2007

    3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Dieses Buch hat schon nach mehreren Seiten meinen Verstand gepackt und meine Emotionen durcheinander gewirbelt. Voller Faszination und Abscheu habe ich dieses Buch gelesen, und wenn Kinder im Spiel sind dann begleiten meine Gedanken Tränen der Bitterkeit, dass dieses Szenario keine abstruse Idee ist, sondern tatsächlich in der Realität stattfindet oder stattfinden kann. Denn wer vermisst schon ein paar Kinder in einem anderen Land in dem das Leben nichts als Leid und Chaos ist. Dieses Buch führt einem die Vergänglichkeit menschlicher Werte vor Augen, nur um das eigenen Leben materiell zu bereichern. Kauft Euch dieses Buch und der nächste Krankenhausbesuch wird mit anderen Augen gesehen, versprochen.

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  • Typisch Gerritsen - Einfach genial Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Tanja, am 27.07.2006

    2 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Habe dieses Buch erst nach einigen anderen dieser Autorin gelesen - ich bin begeistert; auch hier wieder mal Spannung pur. Ich sage nur: alle Fans und NIcht-Fans: es lohnt sich wirklich!!!

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  • Spannung pur Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.10.2004

    1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Obwohl ich eigentlich nicht so gerne "Krimis" lese, fand ich dieses Buch superspannend, wenngleich auch manchmal Operationen sehr deutlich beschrieben werden (was etwas gruselig ist für mich). Aber es lohnt sich, dieses Buch zu lesen, man kann es kaum noch weglegen.

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  • Hervorragend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.10.2003

    1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    War das erste Buch, dass ich von dieser Autorin gelesen habe. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Meiner Mutter, die dieses Buch im Moment liest, geht es genauso...
    Spannend - verworren - einfach ein gutes Buch! Auf alle Fälle empfehlenswert!

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Er war klein für sein Alter, kleiner als die anderen Jungen, die in der Unterführung in Arbats-Kaya bettelten, doch mit elf hatte er schon alles ausprobiert. Er rauchte seit vier Jahren Zigaretten, stahl, seit er acht war, und ging seit zwei Jahren auf den Strich. Letzteres mochte Jakov nicht besonders, aber Onkel Mischa bestand darauf. Wie sollten sie sonst Brot und Zigaretten kaufen? Als kleinster und blondester von Onkel Mischas Jungen trug Jakov die Hauptlast des Geschäfts. Die Freier bevorzugten immer die jungen und blonden. Das Fehlen seiner linken Hand schien sie nicht zu stören; die meisten bemerkten den verkümmerten Stumpf gar nicht. Sie waren zu angetan von seinem zierlichen Wuchs, seinen blonden Haaren und seinen unerschrockenen blauen Augen. Jakov sehnte sich danach, zu alt für dieses Geschäft zu werden und sich seinen Lebensunterhalt durch Taschendiebstähle zu verdienen wie die anderen Jungen. Jeden Morgen, wenn er in Onkel Mischas Wohnung aufwachte, und jeden Abend vor dem Einschlafen packte er mit seiner gesunden Hand das Kopfteil seiner Pritsche und reckte sich in der Hoffnung, seiner Größe wenigstens ein paar Millimeter hinzuzufügen. Jakov war klein, weil er aus einer verkümmerten Linie stammte. Die Frau, die ihn vor acht Jahren in Moskau allein zurückgelassen hatte, war auch verkrüppelt gewesen. Jakov konnte sich kaum an die Frau erinnern, genausowenig wie an irgend etwas anderes von seinem Leben in der Stadt. Er wußte, was Onkel Mischa ihm erzählt hatte, und glaubte davon höchstens die Hälfte. Für das zarte Alter von elf Jahren war Jakov nicht nur kleinwüchsig, sondern auch ungewöhnlich helle.
Deshalb betrachtete er den Mann und die Frau, die mit Onkel Mischa am Eßtisch über Geschäfte sprachen, auch mit natürlicher Skepsis.
Das Paar war in einem großen, schwarzen Wagen mit getönten Scheiben vorgefahren. Der Mann hieß Gregor und trug einen Anzug mit passender Krawatte und Schuhe aus echtem Leder. Nadja, die Frau, war eine Blondine in einem Rock und einer Jacke aus edler Wolle. Sie trug einen Hartschalenkoffer. Nadja war keine Russin, das war allen vier Jungen in der Wohnung sofort klar. Vielleicht Amerikanerin oder Engländerin. Sie sprach fließend russisch, aber mit einem Akzent. Während die beiden Männer bei einer Flasche Wodka das Geschäftliche beredeten, wanderte der Blick der Frau durch die winzige Wohnung. Sie registrierte die an die Wand gerückten alten Feldbetten, die Haufen dreckiger Laken und die vier in ängstlichem Schweigen zusammengekauerten Jungen. Nadja hatte hellgraue Augen, schöne Augen, und sie musterte die Jungen nacheinander. Zuerst betrachtete sie Pjotr, der mit fünfzehn der älteste war, dann den dreizehnjährigen Stepan und den zehnjährigen Alexei. Und zuletzt sah sie Jakov an.
Jakov war es gewohnt, von Erwachsenen auf diese Art gemustert zu werden, und er erwiderte ihren Blick ruhig. Ungewohnt war es, so rasch übergangen zu werden. Normalerweise ignorierten die Erwachsenen die älteren Jungen, aber diesmal war es der hagere, pickelige Pjotr, der die Aufmerksamkeit der Frau auf sich zog.
"Sie tun das Richtige, Mikhail Isayevich", sagte Nadja zu Mischa. "Diese Kinder haben hier keine Zukunft. Wir bieten ihnen eine einmalige Gelegenheit!" Sie lächelte den Jungen zu.
Stepan, der Dummkopf, grinste zurück wie ein verliebter Idiot. "Sie wissen, daß sie kein Englisch sprechen", sagte Onkel Mischa. "Nur das eine oder andere Wort." "Kinder schnappen so was schnell auf, praktisch mühelos." "Sie werden Zeit brauchen zum Lernen. Die Sprache, das Essen - ".
"Unsere Agentur kennt die Anpassungsprobleme und Bedürfnisse der Jungen. Wir arbeiten mit zahlreichen russischen Kindern, Waisen wie diese. Für eine Weile werden sie eine Spezialschule besuchen, um die notwendige Zeit zur Umstellung zu erhalten."
"Und wenn sie es nicht schaffen?"
Nadja zögerte. "Hin und wieder gibt es Ausnahmen, Kinder mit emotionalen Problemen." Ihr Blick wanderte über die vier Jungen. "Gibt es einen, der Ihnen besondere Sorgen macht?" Jakov wußte, daß er derjenige mit den Problemen war, von denen sie sprachen. Derjenige, der selten lachte und nie weinte. Derjenige, den Onkel Mischa sein "kleines Steinmännchen" nannte. Jakov wußte nicht, warum er nie weinte. Wenn den anderen Jungen weh getan wurde, vergossen sie große Tränen. Jakov dagegen schaltete einfach ab. Totale Mattscheibe, so wie im Fernsehen spätabends, wenn die Sender abgeschaltet hatten. Kein Programm, keine Bilder, nur dieses beruhigende weiße Flimmern.
"Sie sind alle gute Jungen", versicherte Onkel Mischa. "Prachtburschen."
Jakov musterte die drei anderen Jungen. Pjotr hatte eine vorstehende Stirn und leicht vorgebeugte Schultern wie ein Gorilla. Stepan hatte komische Ohren, klein und faltig, dazwischen ein Hirn von der Größe einer Walnuß. Alexei lutschte am Daumen.
Und ich, dachte Jakov und betrachtete den Stumpf seines Unterarms, habe bloß eine Hand. Warum nennen sie uns Prachtkerle? Doch genau das war es, was Onkel Mischa nicht aufhörte zu beteuern. Und die Frau nickte. Ja, es waren gute Jungen, gesunde Jungen.
"Selbst ihre Zähne sind in Ordnung!" betonte Mischa. "Kein bißchen verfault. Und sehen Sie, wie groß Pjotr ist."
"Der da sieht ein bißchen unterernährt aus." Gregor zeigt auf Jakov. "Und was ist mit seiner Hand passiert?"
"Er wurde schon so geboren."
"Die Strahlung?"
"Ansonsten ist er vollkommen intakt. Ihm fehlt nur die Hand." "Das sollte kein Problem sein", sagte Nadja und erhob sich von ihrem Stuhl. "Wir müssen aufbrechen. Es wird Zeit." "Schon so bald?"
"Wir haben einen Terminplan einzuhalten." "Aber ihre Kleidung?"
"Die Agentur wird sie neu einkleiden. Und besser."
"Muß denn alles so schnell gehen? Haben wir keine Zeit, uns voneinander zu verabschieden?"
Ein Anflug von Verärgerung blitzte in den Augen der Frau auf. "Aber nur einen Moment. Wir wollen unsere Anschlüsse nicht verpassen."
Onkel Mischa sah seine Jungen an, seine vier Jungen, die weder durch Blutsbande noch Liebe, sondern allein durch gegenseitige Abhängigkeit und Bedürftigkeit an ihn gebunden waren. Er umarmte einen nach dem anderen. Als er zu Jakov kam, drückte er ihn ein wenig enger und länger. Onkel Mischa roch nach Zwiebeln und Zigaretten. Es waren vertraute Gerüche, gute Gerüche. Doch Jakov zog sich instinktiv zurück. Er mochte es nicht, umarmt oder berührt zu werden, von niemandem. "Denk immer an deinen Onkel", flüsterte Mischa. "Wenn du reich bist in Amerika, denk daran, wie ich mich um dich gekümmert habe."

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