Warum ich kein Christ sein will

Warum ich kein Christ sein will

Mein Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung

von Uwe Lehnert

Buch

Taschenbuch (426 Seiten)

4. überarbeitete u. erweiterte Auflage

Sprache: Deutsch

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Die Giordano Bruno Stiftung, eine "Denkfabrik für Humanismus und Aufklärung", der zahlreiche sehr bekannte Wissenschaftler, Philosophen und Künstler angehören (Vorstandssprecher: Dr. Michael Schmidt-Salomon) schrieb in ihrem Newsletter vom 31.3.2010: "Zwei Bücher ragen aus der Masse der (religionskritischen) Veröffentlichungen heraus: Uwe Lehnerts 'Warum ich kein Christ sein will' und ...". Wörtlich heißt es: "Unser Fazit: Ein überaus kluges, didaktisch hervorragend gemachtes Buch, das es auch interessierten Laien ermöglicht, die zentralen Grundideen einer humanistisch-naturalistischen Weltsicht zu verstehen."

Das Buch wendet sich an Leser, die eine zusammenfassende Darstellung von Argumenten gegen den christlich-kirchlichen Glauben und für ein naturalistisch-humanistisches Weltbild suchen. Die Kapitel I bis IV skizzieren ein naturalistisches Weltbild auf der Basis heutigen Wissens. Die Kapitel V und VI bauen darauf auf und zeigen, dass herkömmlicher Gottesglaube und christliche Lehre sich damit nicht mehr vereinbaren lassen. Aber auch Lebenserfahrung, Vernunftgründe und heutige ethische Maßstäbe widersprechen in eklatanter Weise der christlichen Lehre. In Kapitel VII beschreibt der Autor einen naturalistisch-humanistischen Gegenentwurf. Der Autor hat die Probleme soweit diskutiert, bis er das Gefühl hatte, für sich überzeugende und befriedigende Antworten gefunden zu haben. Dazu hat er die Argumente - klassische, neuere als auch von ihm entwickelte - zusammengetragen, die ihm am einleuchtendsten erschienen und dem entgegenkommen, was man den gesunden Menschenverstand nennt.

Der Autor will sich Klarheit verschaffen über den Stellenwert von Wissenschaft, speziell von Naturwissenschaft, für unser Leben, insbesondere der Geltung ihrer Erkenntnisse für Gestaltung und Deutung unseres Daseins. Es geht um Fragen nach unserer Stellung und Bedeutung im Kosmos, nach der möglichen Existenz Gottes und ob der Gott, der in der Bibel beschrieben wird, für uns heutige Menschen so überhaupt "glaubwürdig" sein kann. Der Autor fragt sich, warum so viele Menschen an Dinge glauben, die so offensichtlich im Widerspruch zu Vernunft und Wissen stehen. Auch versucht er, eine ihn überzeugende, sprich "vernünftige" Antwort nach dem Sinn des und auch seines Lebens zu finden. Der Autor möchte vor sich begründen und möchte anderen erklären können, warum er kein Christ sein kann und auch nicht sein will. Seine Ansichten und Bekenntnisse gründen auf der Überzeugung, dass es richtig und vernünftig ist, soweit es irgend möglich ist, sich seines Verstandes zu bedienen. Weder kirchlicher Glaube noch persönliche Erleuchtung anderer können für ihn Richtschnur seines Denkens sein.

Aus dem Inhalt: "Wenn ich dann fragte, wie man als Mensch des 21. Jahrhunderts glauben könne, nur durch ein göttlich veranlasstes Menschenopfer gerettet zu werden, das vor seinem Tode gefoltert und dann auf die denkbar brutalste Art und Weise hingerichtet wurde, habe ich meistens nur in schweigende Gesichter geblickt. Allenfalls kam als hilflose, aber die christliche Lehre missinterpretierende Reaktion, dass das alles nur symbolisch zu verstehen sei."


Produktdetails

Verkaufsrang: 39.871
ISBN-10: 3-939520-70-5
EAN: 9783939520702
Erschienen: Januar 2011
Verlag: Teia Ag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Auflage: 4. überarbeitete u. erweiterte Auflage
Seitenzahl: 426
Gewicht: 678 g
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Kundenrezensionen

  • Wissen statt glauben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 04.11.2011

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Univ.-Prof. Dr.-Ing. Uwe Lehnert befasst sich in seinem klugen und didaktisch hervorragend gemachten Buch „Warum ich kein Christ sein will“ mit der Lehre und Geschichte des Christentums und beurteilt sie im Lichte der Vernunft und heutiger wissenschaftlicher Erkenntnisse. Er zeichnet den Weg vom christlichen Glauben zu einer naturalistisch-humanistischen Weltanschauung und fragt im Kapitel V „Ist Moral ohne Gott möglich?“ Seine Antwort bestätigt viele meiner selbst gemachten Gedanken und ich teile die Meinung des Autors vollumfänglich, dass eine biblische Moral göttlichen Ursprungs nichts zu tun hat mit unserem modernen Verständnis von Ethik und deren Errungenschaften wie die Menschenrechte (also das Recht auf Leben und Freiheit) oder die Religionsfreiheit, die Meinungsfreiheit, das Recht auf freien Zugang zu Informationen oder die Gleichberechtigung zwischen Mann und Frau.

    Die ersten vier Kapitel des Buches stellen ein hervorragendes Update des aktuellen Stands von Naturwissenschaft und Philosophie dar. Da ich weder akademisch gebildet noch einen Hochschulabschluss habe, war ich an diesen gerafften „Nachhilfe-Lektionen“ sehr interessiert. Uwe Lehnert erklärt die Grundlagen der evolutionären Erkenntnistheorie, der Relativitätstheorie, der Quantenmechanik und der Hirnforschung (Neurobiologie) und stellt nüchtern fest, dass nur ca. 1% der Menschheit über den letzten Stand dieser naturwissenschaftlichen Bereiche Bescheid weiß und vor allem Theologen und Geisteswissenschaftler damit kokettieren, dass sie von Naturwissenschaft keine Ahnung haben und dies auch nicht zu wissen brauchen. Dieser Umstand – das Nichtwissen oder Ignorieren der neuesten naturwissenschaftlichen Erkenntnisse – sei begründet in der Angst, religiös motivierte Sinnbilder könnten an ihrer Nicht-Plausibilität scheitern, da diese Sinnzuschreibungen und Deutungsmuster heutigen naturwissenschaftlichen Einsichten widersprechen oder auf bloßen Behauptungen oder willkürlichen Annahmen beruhen, so Uwe Lehnert.

    Wem Richard Dawkins „Gotteswahn“ zu akademisch und Christopher Hitchens „Der Herr ist kein Hirte“ zu polemisch ist, der wird die sachliche, fast zurückhaltende und stets um Verstehen der Gegenseite bemühte Art Uwe Lehnerts zu schätzen wissen. Der Autor betont im Klappentext, dass er weder Theologe noch Philosoph ist, sondern nur ein „ganz normaler Mensch wie Du und ich“. Es sei ein Buch für Menschen, die der Kirche kritisch bis ablehnend gegenüber stehen und für ihre Einstellung Argumente suchen.

    Dies ist dem Autor in ganz hervorragender Weise gelungen. Das Buch gefällt mir grade weil es leicht verständlich geschrieben ist und komplizierte Sachverhalte aus Wissenschaft, Philosophie und Religionsgeschichte in komprimierter Form akribisch zu erklären weiß. Daher ist aus meiner Sicht „Warum ich kein Christ sein will“ die besser geeignete Lektüre für „Otto Normalverbraucher“ als die oben erwähnten Bücher von Dawkins und Hitchens. Der Titel des Buches könnte jedoch gläubige Christen abschrecken, weil er impliziert, das Buch sei nur für Atheisten oder Agnostiker von Interesse. Dieses Buch ist selbstverständlich auch (oder gerade) für Menschen geeignet, die ihrem christlichen Glauben treu bleiben wollen - schließlich haben sie ihn aus Kindertagen ins Erwachsenenalter hinübergetragen - obwohl sie der Absolut- und Unfehlbarkeitsanspruch der kirchlichen Dogmen gelegentlich nachdenklich stimmt. Die Ausführungen Uwe Lehnerts erweitern also auch den Horizont jener Gläubigen, die ihren Glauben an Gott bis anhin nicht hinterfragt haben, indem er ihnen mit erschütternden Zitaten aus der Bibel bewusst macht, worauf ihr Glaubensbekenntnis eigentlich beruht.

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