Der Sandmann

Hrsg. v. Rudolf Drux

von E.T.A. Hoffmann

Buch

Taschenbuch (79 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Weitere Artikelinformationen

In E.T.A Hoffmans Novelle "Der Sandmann", dem ersten Werk aus dem Zyklus der Nachtstücke, setzt sich der Student Nathanael mit den Ängsten aus seiner Kindheit und den Gefahren der Gegenwart auseinander. Die Figur Coppelius aus seinem Albtraum, der ihn seit dem gewaltsamen Tod seines Vaters begleitet, taucht in der Gestalt des Linsenschleifers Coppola wieder auf und verführt ihn mit der Hilfe von Spalnzanis mechanischen Menschen Olimpia. Sein Leiden endet mit einem Sprung von einem Turm.

Produktdetails

Verkaufsrang: 2.163
ISBN-10: 3-15-000230-3
EAN: 9783150002308
Erschienen: 1986
Verlag: Philipp Reclam Jun.
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 79
Länge/Breite: 149mm/96mm
Gewicht: 42 g
Reihe: Reclam Universal-Bibliothek
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E.T.A. Hoffmann

E. T. A. (Ernst Theodor Amadeus) Hoffmann kam am 24. Januar 1776 als Sohn eines Hofgerichtsadvokaten in Königsberg zur Welt. Nach der Scheidung seiner Eltern blieb der Junge bei der Mutter und besuchte die Burgschule in Königsberg. Als er das Jurastudium beendet hatte, heiratete er die Polin Maria Thekla Michaelina Rorer, mit der er später seine Tochter Cäzilia bekam. Der Jurist und Richter war ein künstlerisches Multitalent: Er arbeitete unter anderem als Komponist und Kapellmeister, Zeichner und Literat. Hoffmann starb am 25. Juni 1822 an einer schweren Krankheit in Berlin.§E. T. A. Hoffmann hat mit seinen tiefenpsychologisch geprägten Erzählungen der deutschen Romantik Weltgeltung verschafft.

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Kundenrezensionen

  • Das Grauen im Alltag. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Monika Engelmann, am 20.02.2013

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    Weit seiner Zeit voraus, schrieb E.T.A. Hoffmann mit dem "Sandmann" eine verwirrende und verstörende Erzählung von unheimlicher atmosphärischer Dichte, die heutzutage in einer Gesellschaft, in der nunmehr offen über psychische Probleme bei Kindern und Erwachsenen, über Gewalt, Übergriffe und Wahnsinn gesprochen wird, aktueller ist denn je. Auf jeden Fall ein Meisterwerk der deutschen Literatur!

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  • Wow Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Michaela Fischer, am 02.12.2012

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    Ein schön schauriges Werk in dem die Realität und die Fantasie ineinander übergehen.
    Nathanael ist voller Angst als er Coppola begegnet, der ihn an sein Kindheitstrauma erinnert und an der Grund daran- den Sandmann.
    Völlig verängstigt von der Begegnung fängt Nathanael an sich von seinen Freunden zu distanzieren und in seiner eigenen Welt zu verschwinden.

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  • öffne deine augen, mein automat Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Bianca Dobler, am 07.03.2012

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    aber schön
    die gruslige atmosphäre der romantik, die hoffmann so genial einfängt und in die tragische geschichte um nathanael einfließen lässt, machen dieses sehr kurze werk zu einem der großen texte der weltliteratur
    augen und blicke verändern sich, automaten werden interessanter, magnetismus und mesmer wieder aktuell
    eine kleine zeitreise
    nicht nur für die schule sollte man das lesen, sondern eigentlich in jeder vollmondnacht wieder einmal

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  • Kein Klassiker Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Leselady, am 02.08.2011

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Versteh nicht, wie man sich durch dieses Buch quälen kann. Sehr unrealistisch, krank - man kann daraus nichts ableiten!

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  • ein lesenswerter Text aus der Romantik Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.06.2011

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    Ich habe das Buch im Rahmen des Deutschunterrichts lesen müssen.
    Die Thematik des Wahnsinns ist sehr lebendig und rätselhaft dargestellt. So lassen sich die Erlebnisse der Hauptperson sowohl rational erklären, als auch als böse Macht, die die Hauptperson verfolgt interpretieren.
    Den Text habe ich mit Freude gelesen (auch wegen der Kürze) und kann ihn als Lektüre nur empfehlen.

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  • Klassiker der Psychothriller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maren Oberwelland, am 17.06.2011

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    Psychothriller – bei diesem Genre denkt man zuerst an Autoren wie Alfred Hitchcock, Dan Brown oder Steven King, weniger an den Romantiker E.T.A. Hoffmann. Dennoch zählt seine Erzählung „Der Sandmann“ zu einer der ersten Veröffentlichungen in dieser Gattung.
    Erzählt wird die Geschichte des Studenten Nathanael, dessen Kindheitstrauma, die Angst vor dem Sandmann, in Gestalt des Advokaten Coppelius, ihn bis in die Gegenwart verfolgt. Nathanael glaubt in dem Wetterglashändler Coppola die Schreckensgestalt von einst wiederzuerkennen. Dieser verkauft dem jungen Dichter ein Fernrohr, das ihn die Schönheit der, von Professor Spalanzani erschaffenen Puppe Olimpia erkennen lässt. Nathanael verfällt ihr geradezu. Als er jedoch begreift, dass das einzig Lebendige an Olimpia ihre Augen sind, erfasst ihn ein Anfall von Wahnsinn. Clara, seine Verlobte, kann ihn zwar zunächst gesund pflegen, doch als er bei einer Turmbesteigung Coppelius/Coppola entdeckt, packt ihn erneut der Wahnsinn.
    Hoffmann lässt Fantasie und Wirklichkeit in seiner Erzählung miteinander verschmelzen. Er zeigt, dass man nichts und niemandem trauen kann, nicht einmal dem, was man mit eigenen Augen sieht, nicht einmal sich selbst. Mit dieser Thematik reiht Hoffman sich ein in die Tradition der „Gothic Novel“ oder auch des „Schauerromans“. Charakteristisch für sie ist es, unheimliche Momente zu schaffen, indem sie das Irrationale für die Wirklichkeit ausgeben. So wie es Hoffmann mit dem Sandmann gemacht hat, der in der Nacht kommt, um den Kindern die Augen zu stehlen.
    Erstmals 1817 in „Nachtstücke“ erschienen, hat der S. Fischer Verlag diese verwirrend schaurige Erzählung nun im Zuge seiner Reihe „Fischer Klassik“ in einem Band mit E.T.A Hoffmans „Das Fräulein von Scuderi“ neu aufgelegt.
    „Idee des Programms ist es, die wichtigsten Autoren von der Antike bis zur Klassischen Moderne mit ihren bedeutendsten Werken zu umfassen und in schönen, hochwertigen, dabei preislich attraktiven Ausgaben zu präsentieren.“
    Trotz dieser neuen Aufbereitung bleibt am Ende die Frage: Kann uns ein Psychothriller aus dem beginnenden 19. Jahrhundert heute noch schocken? Sind wir nicht viel zu abgestumpft durch zerstückelte Leichen, Geister, die ihren Tod rächen und von Rasierklingen zerschnittenen Augäpfeln? – Vielleicht. Doch wenn er uns nicht schockiert, dann verwirrt er uns; heute genauso wie vor knapp 200 Jahren. Die Abgründe der menschlichen Psyche und die Verwischung von Traum und Wirklichkeit sind nach wie vor aktuell.
    Und möglicherweise ist es das, was einen Klassiker ausmacht: Er büßt auch mehrere Generationen nach seiner Veröffentlichung nichts von seiner Wirkung ein.

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  • Klassiker Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silvius, am 07.02.2010

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    Fazit

    Was für ein Schreibstil! Zu recht eines der grossen Werke des Horror zu jener Zeit, sowie auch heute noch.
    Wenn auch die Erzählung recht kurz ist, macht sie es mit einem fesselnden, sowie auch schaurigen Inhalt und einen einzigartigen Schreibstil wieder wett.
    Dieses Werk muss man gelesen haben.

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  • Nicht schlecht aber... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Pixi, am 14.09.2008

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    Wieder ein Buch aus der Schule, dass unter Zwang gelesen wurde (oder auch nicht). Die Geschichte ist nicht schlecht und recht gut geschrieben, aber irgendwie wurde mir schnell langweilig und ich habe es beiseite gelegt (für einen Schüler nicht sonderlich empfehlenswert). Zugegebenermaßen muss man viel drüber nachdenken (was mich jetzt sicher recht faul dastehen lässt) und bis zum Ende ist nicht alles aufgeklärt, was auch einen Reiz hat. Für Menschen die kein kurzweiliges Vergnügen suchen sicherlich sehr gut, für Leute wie mich eher anstrengend.

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  • Krasser Verlauf der Geschichte! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von AgatheM, am 06.11.2006

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    Die Kurzgeschichte beginnt zunächst erst harmlos und endet in dem Selbstmord von der Hauptfigur.Realität und Fiktion vermischen sich unmittelbar miteinander! Hab das Buch von der Schule aus lesen müssen,privat hätte ich mir es sicher nicht vorgenommen!

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  • Realität = Fiktion ?! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden

    2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es gibt wohl nur selten ein Buch, welchs einen so fesselt und mitreist, wie E.T.A. Hofmanns Kurzgeschichte "Der Sandmann".
    Läßt man sich ersteinmal auf das geschriebene, auf die Welt, welche einem da aufgezeigt wird ein, so merkt man bald mit was für einem Meisterwerk der Literatur man es hier zutun hat.
    Auf brilliante Art und Weise, mit einer Erzählweise die so modern wirkt, teilweise gar an Quentin Terentino zu errinern scheint, versteht es der Autor, den Leser immer wieder zu überraschen in dem kurz zuvohr scheinbar sicher erlangte Erkenntnisse über die Realität, plötzlich wieder ins Wanken geraten läßt.
    So hangelt ist der Leser hin- und hergerissen von einer Realität zur anderen, bis er schließlich feststellen muß, dass es in dieser Geschichte gar keine EINE Realität gibt.
    Am Ende steht man vor einer radikalen Sichtweise auf das Sein: laut Hofmann ist nur das real, was man selber als real erachtet(zum Verdeutlichen dieser Aussage genügen ihm teilweise nur ein, zwei geschickt plazierte Worte, was seine Klasse nur unterstreicht). Wer dieses Buch nicht gelesen hat, dem wird höchstwahrscheinlich eine Erfahrung fehlen, welche ihn das Lebensgefühl der Romantik verstehen läßt.


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