Musik
Genre: Musikdokumentation
FSK: 6
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Es ist der 25. November 1976. 16 Jahre Tour liegen hinter ihnen. Es ist das offizielle Abschlusskonzert von The Band. Sie wollen, entgegen allen Klischees und Mechanismen des Rock'n'Roll-Zirkus, in Würde eine der größten Karrieren der Musikbranche bis heute beenden - mit einem fulminanten Schlusspunkt. Auf der Bühne, auf der alles anfing: Der Winterland-Halle in San Francisco. Es sollte ein Grenzen sprengendes, über fünfstündiges Konzert werden , von dem Regisseur Martin Scorsese diesen 117-minütigen Film erschuf. Dabei konzentriert sich Scorsese nicht nur auf einen reinen Konzertmitschnitt, als ungeahnt souveräner Interviewpartner entlockt er der Band in den locker verwobenen Gesprächspassagen manch überraschend präzise Selbstreflexion, abseits der sonstigen Mainstream-Beweihräucherung. Und wenn dann die Kamera wieder auf die Bühne schwenkt, braucht es keiner Worte mehr: Dort inszeniert sich das Who-Is-Who der Musikgeschichte wie von selbst: Mit Gastmusikern wie Bob Dylan, Ron Wood, Neil Young, Muddy Waters, Eric Clapton, Neil Diamond, Dr. John, Joni Mitchell und vielen anderen ist hier die Elite einer Dekade vertreten. "The Last Waltz" gilt bis heute als einer der besten, wenn nicht als der beste Konzertfilm aller Zeiten. Und wenn man ihn gesehen hat, wird man auch nach über dreißig Jahren dieses Urteil sofort unterschreiben wollen.
| EAN: | 4042564120677 |
|---|---|
| Erschienen: | 07.05.2010 |
| Medium: | DVD |
| Spieldauer: | 112 Minuten |
Martin Scorsese, geboren 1942 als Sohn italienischer Einwanderer, wurde in Little Italy Zeuge von Armut, Verbrechen und Gewalt. Zunächst wollte er Priester werden, wechselte dann aber zu seiner wirklichen Leidenschaft, dem Film. Später sagte er einmal über sich:"Ich bin unter ihnen aufgewachsen, unter Gangstern und Priestern. Und jetzt, als Künstler, bin ich gewissermaßen beides: Gangster und Priester."
Eric Clapton, geboren am 30. März 1945 in Ripley, England, schaut auf eine über vierzigjährige Musikerkarriere zurück. Mit Bands wie den Yardbirds, Cream, Blind Faith und Derek and the Dominos und als Solokünstler verkaufte er Millionen von Schallplatten und hatte zahlreiche Nummer-Eins-Hits. Er lebt mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in Surrey, England.
Bob Dylan (Robert Allen Zimmermann), geb. 1941 in Duluth/Minnesota. Idol in den 60ern, Star in den 70ern und seither Legende. Dylan hat in den letzten 40 Jahren die Geschichte der populären Musik geprägt wie kein anderer und gilt darüber hinaus als einer der großen und einflussreichsten Lyriker unserer Zeit.
Lawrence Ferlinghetti, geboen 1919 in New York, studierte Literatur in den USA und in Frankreich. Er ist Maler, Dichter, Verleger, Buchhändler, Konzeptkünstler, wurde in den 50ern weltberühmt durch den Zensurprozeß um die Veröffentlichung von Allen Ginsbergs "Geheul" und gilt als Vater der "Beat Generation".
Michael McClure gehört zu der Gruppe der West-Coast-Dichter, die zur Zeit der Beatgeneration in den sechziger Jahren eine Verschmelzung von Poesie und Lebensform verkündeten: der freie rythmische Vers, radikaler politischer Protest, Besinnung auf die wahren amerikanischen Traditionen gehören ebenso dazu wie eine antipuritanische Haltung und flower-power.
Neil Young, in Toronto, Kanada, geboren, blickt auf eine anhaltende Künstlerkarriere zurück. Zu seinem Werk zählen Welthits wie "Heart of Gold", "Like a Hurricane" oder "Hey Hey, My My". Er hatte ebenso Erfolge als Regisseur, Autor, Schauspieler, Produzent und Kameramann. Neil Young ist in dritter Ehe verheiratet und hat insgesamt 8 Kinder.