Der Schwarm
Leseprobe

Bilder

  • Der Schwarm
  • \'Trailerstartbild\'

Video

Der Schwarm

Ausgezeichnet mit dem Corine - Internationaler Buchpreis, Kategorie Belletristik 2004 und dem Deutschen Krimi-Preis, Kategorie National 2005. Roman

von Frank Schätzing

Buch

Taschenbuch (987 Seiten)

Sprache: Deutsch

mehr zum Inhalt

Versandfertig innert 1-2 Werktagen.

Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv
0
0
0
0
0

Fr. 18.60

In den Warenkorb

Auf den Merkzettel

  • Windows PC und Mac OS (mit der kostenlosen Software "Adobe Digital Editions")
  • Mobilgeräte mit Android (z.B. mit der kostenlosen OYO App von Thalia)
  • Mobilgeräte mit Apple iOS (z.B. mit der kostenlosen App "Bluefire Reader")
  • eReader (z.B. OYO, Sony Reader)
  • Kindle unterstützt aktuell leider kein Adobe DRM.
  • Linux unterstützt derzeit leider kein Adobe DRM.
  • Kostenlose Lieferung ab
    Fr. 75
  • Lieferung zur Abholung in Ihre Thalia Filiale möglich

Verfügbarkeit in Ihrer Thalia- Buchhandlung prüfen

Verfügbarkeit prüfen

Andere Kunden, die "Der Schwarm" kauften, interessierten sich auch für:

Weitere Artikelinformationen

Frank Schätzing inszeniert die weltweite Auflehnung der Natur gegen den Menschen. Ein globales Katastrophenszenario zwischen Norwegen, Kanada, Japan und Deutschland, und ein Roman voller psychologischer und politischer Dramen mit einem atemberaubenden Schluss.
Ein Fischer verschwindet vor Peru, spurlos. Ölbohrexperten stoßen in der norwegischen See auf merkwürdige Organismen, die hunderte Quadratkilometer Meeresboden in Besitz genommen haben. Währenddessen geht mit den Walen entlang der Küste British Columbias eine unheimliche Veränderung vor.
Nichts von alledem scheint miteinander in Zusammenhang zu stehen. Doch Sigur Johanson, norwegischer Biologe und Schöngeist, glaubt nicht an Zufälle. Auch der indianische Walforscher Leon Anawak gelangt zu einer beunruhigenden Erkenntnis: Eine Katastrophe bahnt sich an. Doch wer oder was löst sie aus?
Während die Welt an den Abgrund gerät, kommen die Wissenschaftler zusammen mit der britischen Journalistin Karen Weaver einer ungeheuerlichen Wahrheit auf die Spur.
Das globale Katastrophenszenario, das Frank Schätzing Schritt für Schritt mit beklemmender Logik entfaltet, ist von erschreckender Wahrscheinlichkeit. Es basiert auf so genauen naturwissenschaftlichen und ökologischen Recherchen, dass dieser Roman weit mehr ist als ein großartig geschriebener, spannungsgeladener Thriller. Das Buch stellt mit großer Dringlichkeit die Frage nach der Rolle des Menschen in der Schöpfung.
Mit »Der Schwarm«, seinem sechsten Buch, hat sich der Kölner Bestsellerautor Frank Schätzing in die erste Reihe großer internationaler Thriller-Autoren geschrieben. Ein seltenes Ereignis in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur.

Produktdetails

Verkaufsrang: 355
ISBN-10: 3-596-16453-2
EAN: 9783596164530
Originaltitel: Der Schwarm
Erschienen: 11.11.2011
Verlag: Fischer Taschenbuch Verlag
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 987
Gewicht: 601 g
Reihe: Fischer Taschenbücher Allgemeine Reihe
Nach oben

Frank Schätzing

Frank Schätzing wurde 1957 in Köln geboren, studierte Kommunikationswissenschaft und ist Mitbegründer einer Werbeagentur. Anfang der 90er Jahre begann Frank Schätzing, Satiren und Novellen zu schreiben, der große Durchbruch gelang ihm allerdings auf internationaler Ebene mit seinem Wissenschaft- Roman "Der Schwarm". 2004 erhielt Frank Schätzing den Corine- Preis in der Sparte Belletristik für "Der Schwarm" und für das gleiche Werk 2005 den Deutschen Science Fiction Preis. Mit seiner Veröffentlichung "Limit", einem Wissenschafts-Thriller, verbindet er spannende Ereignisse in einer nicht so fernen Zukunft mit einer temporeichen Geschichte. Frank Schätzing lebt und arbeitet in Köln. Er ist verheiratet mit Sabine Valkieser-Schätzing, die in der Hörbuchfassung des Erfolgsromans "Der Schwarm" Tina Lund spricht. Der thematische Aufbau der Bücher von Frank Schätzing entspricht oft den eigenen Interessen und Hobbys, wie Tauchen oder internationale Politik. Er ist Beirat der Deepwave e.V., einer Initiative zum Schutz der Hoch- und Tiefsee und unterstützt viele weitere Umweltprojekte. 2009 warb Frank Schätzing sogar als Model für Wäschemode.

Meinung der Redaktion

Frank Schätzing schreibt detailliert, gut recherchiert zu unterschiedlichen Themen und spannend, ein Muss für jeden Thriller-Fan!

Nach oben

Übersicht der Bewertungen

Bewertung abgeben

Sagen Sie Ihre Meinung!

Rezension schreiben

Buchhändlertipps

  • Bester Thriller den ich kenne!

    von Denny Engel, am 27.09.2011 aus der Thalia-Buchhandlung in Bern

    Ich muss sagen viele Krimis lese ich nicht, aber von denen die ich kenne ist dieser hier mein klarer Favorit! :) Mit 14 gelesen und immer noch einer meiner Lieblinge. Frank Schätzing entwirft einen ungeheuer komplexen, vielschichtigen Roman (ca. 1'000 Seiten!) der einen packt und nicht mehr mit Lesen aufhören lässt. Er bindet viele aktuelle, ökologische aber auch ethische und philosophische Themen ein, sodass man von allem etwas hat und dabei noch unglaublich viel lernen kann :) Was mir besonders gefallen hat ist, dass man sehr gut auseinander halten kann, was jetzt Fakt und was Fiktion ist. Als wissenschafts - interessierter Mensch wie ich es bin, wird man seine helle Freude haben :) Auch die (vielen) Charaktere wachsen einem ans Herz, obwohl es eben so viele sind. Und dadurch dass die Grundidee des Buches gar nicht mal unmöglich sondern z. T. sogar sehr realistisch erscheint, macht das Buch auch noch angsteinflössend ;) Für jeden Leser mit Ausdauer (die wird man brauchen!) eine lohnende Investition :D
  • Thriller! Aber weit entfernt sind wir nicht mehr davon!

    von Alexandra Graf, am 27.05.2010 aus der Thalia-Buchhandlung in St.Gallen

    Der Biologe Sigur Johanson geht mit seinem Team von Spezialisten auf die Suche nach der Ursache für die seltsamen Vorgänge auf der ganzen Welt. Er stösst auf unglaubliches!
    Ein fantastischer Schätzing, spannend, logisch, packend, gut recherchiert, gar nicht so fern, dramatisch und aufrüttelnd.
    Bitte lesen!

Kundenrezensionen

  • packend Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 08.09.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    hallo zusammen, der Schwarm war das erste Buch mit ca. 1000 Seiten, das ich wirklich gelesen habe. Das ganze Buch lang wollte ich immer nur weiterlesen, weiterlesen, weiterlesen

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Das Meer schlägt zurück! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Schwarzenbrunner Gregor, am 18.08.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Scheinbar auf der ganzen Welt, haben die Bewohner des Meeres es auf die Menschheit abgesehen. Wale und Orcas greifen Menschen an, Fischer trauen sich nicht mehr aufs Meer hinaus. Was steckt hinter den Würmern, die anscheinend ganze Methanvorräte im Meer vor Norwegen auffressen? Und was haben explodierende Hummer in Frankreich damit zu tun?

    Frank Schätzing hat mit seinem Roman nicht nur einen erstklassigen Thriller geschrieben. Seine Beschreibungen des Ozeans und der Tiefsee, entführt den Leser in eine phantastische Unterwasserwelt. Die Kapitel sind aus den verschiedenen Perspektiven der Hauptprotagonisten geschrieben. Der Leser hat schnell einen Überblick über die einzelnen Handlung-stränge, die einem fulminanten Ende entgegensteuern.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • eine gelungene Story, Schreibstil lässt zu wünschen übrig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.07.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ich habe mir das Buch für eine Klassenfahrt gekauft, die versprach sehr langweilig zu werden, was das Buch allerdings nicht besser machen konnte. Ich hab es immer wieder angefangen und dann monatelang im Schrank vergraben, weil es einfach so langweilig war. In den ersten 300 Seiten bekommt man nur Hintergrundinformationen, sonst nichts. Ich habe es gehasst. Dann passiert auf der einen Seite der Welt etwas, man will wissen wie es weiter geht und dann, puff, kommt mehrere Kapitel lang was anderes, es wird immer wieder gesprungen, und wenn man dann wieder da ankommt, wo man eigentlich wissen wollte wie es weiter geht, dann muss man sich erst mal wieder erinnern.

    Allerdings habe ich es irgendwann geschafft, weiter als die ersten 300 Seiten zu lesen. Und plötzlich wurde es so unglaublich fesselnd. ich hatte Herzklopfen beim lesen und habe mit den Chrakteren mitgefühlt. Vor allem war die Story plötzlich kontinuierlich und nicht mehr andauernd durch Ortswechsel geprägt.

    Die Story an sich finde ich perfekt. Ausgeklügelt und bemerkswert, wie der Autor die gesamte Menschheit hintergeht und genau sagt wie es ist: Wir müssen zu unserem archaischen Erbe zurück, sonst ist die Welt verloren, wie sie jetzt ist. Ich finde es dabei auch nicht schlimm, dass es am Ende ein bisschen wie in einem Hollywoodfilm zugeht. Schließlich ist das doch das, was wir alle lesen wollen.

    Der Schreibstil ist wie im Titel erwähnt nicht wirklich meiner. Ich bin zwar biologisch interessiert, aber man quält sich wirklich grad am Anfang durch ellenlange biologische Beschreibungen, die nicht zum spannenden restlichen Teil passen und die man teilweise auch nicht wirklich versteht.

    Alles in allem also 4 Sterne und der Wunsch nach einer Verfilmung, damit auch lesefaule Menschen begreifen, dass ein Umdenken stattfinden muss!!!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Sein Meisterwerk Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 28.03.2011

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Schätzing schreibt sehr gut recherchierte Ökö-Thriller. Dieses ist sein Meisterwerk. Höchst interessant und ungewöhnlich ist die Grundidee des Schwarms. Ich möchte aber nicht zu viel verraten. Man braucht jedoch etwas Geduld, denn er liebt ausführliche Beschreibungen. Diese jedoch sind detailgetreu und unterhaltsam. Er hat einen spannenden und witzigen Schreibstil. Tempo und plausible Charaktäre sind garantiert. Sehr empfohlen.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Hendrik M., am 21.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Um den Titel dieser Rezension kurz zu erklären: Der Roman "Der Schwarm" von Frank Schätzing teilt sich in zwei Teile auf, die durchaus unterschiedlich sind.

    So wird in der ersten Hälfte des Buches ein Katastrophenszenario heraufbeschworen, das für den Laien in Sachen mariner Geologie durchaus nachvollziehbar ist. Dieser Part ist ein typischer Krimi: Unheimlich spannend!

    Die zweite Hälfte liest sich dann eher wie ein Science-Fiction-Thriller, ist dabei teilweise sehr langatmig und lässt die Nachvollziehbarkeit, auf die in der ersten Hälfte gebaut wird, vermissen. Dieser Teil ist dann auch eben jener, der mich zum Punktabzug auf vier Punkte bringt.

    Schätzing kreiert meisterlich die unterschiedlichsten Charaktere und lässt den Leser, obwohl als Drittperson immer einem anderen Charakter folgend, mit jeder dieser unterschiedlichen Persönlichkeiten mitfiebern. Dabei geht Schätzing mit einer Liebe zum Detail ans Werk, die mich schier erstaunen lässt. So wird für einen Charakter, der nicht einmal zehn Seiten und keinerlei handlungsbestimmende Rolle einnimmt, eine komplette, nachfühlbare Lebensgeschichte erdacht.

    Neben den Charakteren überzeugt Schätzing vor allem mit dem einfach übermittelten Fachwissen über Plattentektonik, über das marine Ökosystem, über die Verhaltensweisen von Meereslebewesen und die Beschaffenheit des Meeresbodens.

    Grundsätzlich ist dieses Buch ein absolutes Muss für jeden Thriller-Liebhaber, für jeden geographisch und an Marinegeologie Interessierten, für Verschwörungstheoretiker - kurz: Dieser grandiose Roman bietet für jeden etwas und ist wärmstens zur Lektüre empfohlen!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Sachbuch/Thriller Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Josef Eckl, am 14.03.2011

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Glänzend versteht es der Autor, den Leser mit einer spannenden Geschichte zu fesseln. Gleichzeitig wird man in diesem Krimi von Frank Schätzing mit einer Fülle an Informationen rund ums Meer und auch darüber hinaus versorgt, sodass man nach Ende der Lektüre das Gefühl hat, ein Sachbuch gelesen zu haben. Man merkt sehr, dass Schätzing eine besondere persönliche Beziehung zu diesem Thema hat.

    Fazit: ein sehr gelunger Thriller/Sachbuch-Titel, der das Beste beider vereint, und somit Liebhabern beider Genres wärmstens zu empfehlen ist.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Der Schwarm, Frank Schätzing Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Niklas Roling, am 14.10.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die Geschichte beginnt damit, dass es weltweit zu unerklärlichen Ereignissen kommt, die scheinbar nichts miteinander gemeinsam haben: In den Küstengewässern Perus verschwinden Menschen, neuartige Meereslebewesen tauchen auf und einst friedliche Wale verhalten sich ganz und gar nicht ihrer Natur entsprechend.
    Doch mit der Zeit nehmen diese "Zufälle" zu und mehrere, dem Wasser verbundene, Menschen kommen zu Schlüssen mit denen Niemand gerechnet hätte.
    Die Natur lehnt sich gegen den Mensch auf!

    Grandiose Geschichte die durch ihre verschiedenen Erzählstränge und fundierten Hintergrundinformationen zu begeistern weiß und in ganz neuer Weise aufzeigt welche Probleme dem Menschen drohen, wenn er den Raubbau an der Erde weiterhin vollzieht.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Mitreissend, spannend, interessant Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 26.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eines der besten Bücher, welches ich in den letzten Jahren gelesen habe. Vermittelt nebenher viel interessantes Wissen, ohne dabei an Spannung zu verlieren.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Mischung aus Thriller und Sachbuch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Ein tolles Buch, was die Arroganz des Menschen deutlich macht. Sind wir wirklich die Krönung der Schöpfung? Schätzing hat eine wahnsinns Kombination aus fesselnden Thriller und verständlichen Sachbuch geschaffen. Kann ich jedem empfehlen, der bereit ist, unseren Platz auf diesem Planeten kritisch zu hinterfragen.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Langatmig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Andy, am 16.09.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Diese Story hat mich nicht fesseln können. Und ich erwarte einfach Spannung. Leider konnte mir dieses Buch mit seinen knapp 1.000 Seiten diese Spannung nicht vermitteln. Zu viele Details, zu viel drumherum.... Daher nur 3 Sterne.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Katastrophen-Epos Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Vito Corleone, am 22.08.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Drei Wörter fallen mir spontan zu diesem Buch ein...und zwar ...interessant, lehrreich und langatmig. Interessant, weil es genug Probleme in allen Natursparten auf der Welt gibt, die man ernst nehmen muss... Lehrreich, weil du in die Themen Meeresbiologie, Geologie, Verhaltensforschung und die "künstliche Intelligenz" eingeweidt wirst... Langatmig, weil meiner Meinung 1000 Seiten etwas übertrieben sind. Hätte man kürzer fassen können und warum alles so detailliert..?? Nichts desto trotz ein gelungenes Katastrophen-Epos. Als "Thriller" habe ich das Buch jetzt nicht empfunden, eher die Rubrik "Roman". ....von mir 4 Sterne..

    Idee : 4 Sterne / Spannung : 3 Sterne / Unterhaltungswert : 4 Sterne
    Gesamt : 4 Sterne

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Dramatisch!!! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Alexander Waldhör, am 23.04.2010

    0 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Mit diesem Thriller hat Frank Schätzing meiner Meinung nach seinen literarischen Höhepunkt erreicht.

    Was mit dem "harmlosen" Verschwinden eines Fischers beginnt, läuft mit der fantastischen, authentischen Beschreibung der variantenreichen Handlungsorte, faszinierender schillernder Akteure, und der ständigen Erinnerung des Autors an den Lesenden an die Macht der Natur und des Alten, auf ein wahrhaft episches Finale hinaus.

    Grandios dargestellt ist auch die Wandlung des Feindbildes als solches, von einem Angriff feindlich gesinnter Ausserirdischer, über eine(ebenfalls nicht unwahrscheinliche) Umweltkatastrophe planetaren Ausmaßes bis hin zu einer uralten kollektiven Lebensform, die die umweltverschmutzenden Menschheit als Bedrohung für "unseren" kleinen blauen Planeten sieht, und diese Bedrohung ausmerzen will. Hierzu nutzt sie die Umwelt selbst, und bringt die Menschheit der absoluten Vernichtung zum Greifen nahe, und lehrt die Menschen den Respekt vor der Natur.

    Überhaupt merkt man während der gesamten genussvollen Lektüre des Buches, dass der Autor die Natur respektiert, und dem Leser diesen Respekt mitgeben möchte. Eine sehr löbliche Absicht, die Schätzing in eine packende, wendungsreiche Handlung, diese angereichert mit aktuellen Kenntnissen der heutigen Wissenschaft, und denen sehr nahen Fiktionen, verpackt, und so ein einmaliges Leseerlebnis schafft.

    Einziges, nur minimal auffallendes Manko ist, dass die Geschichte etwas Zeit braucht, um sich selbst vorzustellen, und in Fahrt zu kommen.

    Dennoch kann ich dieses Buch jedem, wirklich jedem auch nur irgendwie Spannungsorientierten empfehlen.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Wir ernten was wir säen Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Heidemarie Schulze, am 07.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Wir betrachten 3 Schauplätze auf dieser Erde: Australien, Kanada und Norwegen. Orte, die weit voneinander entfernt sind? Nicht, wenn uns durch die plausible Schilderung der Naturkreisläufe klar wird, dass unser wunderbarer Planet eine Einheit bildet und ein Eingriff in seine Geheimnisse an einem Ort sich katastrophal an ungeahnter Stelle auswirken könnte. In einer spannungsgeladenen Fiktion können wir nachvollziehen, was die Gier des Menschen nach Macht und Ressourcen der Erde mit sich bringen könnte, denn die Natur rächt sich. Dieses Buch ist ein Beitrag dazu, dem Menschen seine große Verantwortung aufzuzeigen, die er mit dem Erhalt seiner einzigartigen Heimat übertragen bekam.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Mehr davon! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Denise, am 05.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Das beste und vor allem interessanteste Buch was ich je gelesen habe!
    Habe im Anschluss 'Die Schmelze' von Risto Isomäki gelesen. Kann ich jedem empfehlen, der auf Umweltthriller steht. Hat auch nicht ganz so viele Seiten. :o)

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Aufwühlend! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Christina Walther, am 02.03.2010

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Etwas unheimliches geschieht in den Weltmeeren, etwas unfaßbares und außergewöhnliches.

    Wenn man dieses Buch in der Hand hält, wird man so schnell nicht aufhören, zu lesen. Allerdings wird man auch an manchen Stellen etwas Geduld brauchen, denn schon der Prolog umfasst mehr Seiten als gewöhnlich. Trotz allem war es jedoch sehr spannend und ist auch sehr gut recherchiert. Im Internet findet jeder z.B. Gerhard Bohrmann oder auch das Forschungsschiff Sonne wieder. Dieses Buch hat wirklich Hintergrund. Die einzelnen Charaktere sind gut beschrieben und es wäre ja durchaus möglich, dass dies alles passsiert. Also lesen und eine eigene Meinung bilden.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Filmreife Story eines genialen Autors Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 23.11.2009

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Meiner Meinung nach der beste aller bisherigen Schätzing-Romane. Liest sich trotz des Umfangs irre schnell, ist lehrreich, voller Spannung und in keiner Phase langweilig. Bin gespannt auf die Verfilmung, wie will man so geniales Gedankengut bloß in Bildern darstellen? M.E. schier unmöglich!!! Dieses Buch muss man gelesen haben!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • 6 Sterne Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 31.10.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Eigentlich sollte man 6 Sterne vergeben können. Das Buch ist sehr fesselnd geschrieben. Schade nur das es den passenden Film dazu noch nicht gibt.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Der Schwarm Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 09.10.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Der Roman beginnt mit der spannenden Einleitung eines mysteriös durch einen Schwarm von Fischen zu Tode kommenden Fischers. Dieser macht sich vor der peruanischen Küste Gedanken über die überfischten Fanggründe und El Nino. Der Fischer war als letzter seiner Art mit einem eigentlich unsinkbaren Boot unterwegs. Dann beginnt ein spannendes Abenteuer, das hauptsächlich unter Wasser spielt. Der Leser wird nun mit spannenden Episoden an den unterschiedlichsten Küstenorten der Welt in Atem gehalten. Gespannt verschlingt der Bücherfan Seite für Seite, wird konfrontiert mit Toten, die durch normalerweise harmlose Meerestiere getötet werden. Der Biologe Sigur Johanson glaubt nicht an Zufälle und legt sich mit gefährlichen Wissenschaftlern an. Futuritische Tsunamis, geben einen Ausblick auf Katastrophen, die auch Europäische Küstenländer bedrohen könnten, wenn gewaltige Abbrüche am Kontinentalhang an den Küsten in Norwegen Flutwellen auslösen. Sehr viele Seiten sind zu lesen aber die Spannung bleibt bis zum Schluss, auch wenn manche Stellen etwas langatmig sind. Außerdem gibt es viele gut recherchierte Fakten über Tauchfahrzeuge
    und sonstige geheime Systeme der Supermächte. Ich kann das Buch empfehlen, gebe aber nur 4 Sterne wegen dem leider etwas mißglückten Ende."

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Der Schwarm Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 17.09.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    "Der Schwarm" ist das bewegendste Buch, das ich je gelesen habe. Es geht spannungsmäßig sanft los und entwickelt sich im
    laufe zu einer wahnsinnigen Spannung. Man taucht unwillkürlich in die beschriebene Welt ein, alles ist trotz der
    Ungeheuerlichkeit gut vorstellbar. Bevor der verheehrende
    Tsunami tatsächlich auf unserer Welt stattgefunden hat, wurde
    er schon von Frank Schätzing beschrieben.
    Das Buch ist sehr lehrreich, das Thema Ökologie ist primär.
    Auch der Gedanke, dass die Meerestiefen weniger als der
    Weltraum erforscht sind lässt viele Schlussfolgerungen offen.
    Da viel recherchiert wurde, ist die Lektüre sehr glaubwürdig.
    Trotz des Umfanges des Buches kommt keine Langweile auf.

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

  • Ein Umweltthriller der Extraklasse! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Sandra Byrohl, am 26.08.2009

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Die ganze Umwelt scheint verrückt zu spielen: harmlose Wale greifen Touristenschiffe an und bisher unbekannte Organismen bevölkern riesige Flächen des Meeresboden. Der Biologe Sigur Johanson versucht die Ursache dafür herauszufinden und stösst auf Unglaubliches.
    Meiner Meinung nach eines der besten Bücher überhaupt, es wird trotz des Umfanges von 1000 Seiten nie langweilig!

    Hat Ihnen diese Rezension geholfen?

    ja nein

Anawaks Gedanken rasten. Wahrscheinlich war der Rumpf bereits

an einigen Stellen gerissen. Er musste etwas tun. Vielleicht konnte er

die Tiere irgendwie ablenken.

Seine Hand fuhr zum Gashebel.

Im selben Moment zerriss ein vielstimmiger Schrei die Luft. Aber er

kam nicht von dem weißen Dampfer, sondern erscholl gleich hinter

ihm, und Anawak wirbelte herum.

Der Anblick hatte etwas Surreales. Direkt über dem Boot der Tierschützer stand senkrecht der Körper eines riesigen Buckelwals. Beinahe schwerelos wirkte er, ein Wesen von monumentaler Schönheit, das krustige Maul den Wolken zugereckt, und immer noch stieg er weiter empor, zehn, zwölf Meter über ihre Köpfe hinweg. Den Herzschlag einer Ewigkeit lang hing er einfach nur so am Himmel, sich langsam drehend, und die meterlangen Flipper schienen ihnen zuzuwinken.

Anawaks Blick wanderte an dem springenden Koloss entlang. Nie

hatte er etwas zugleich so Schreckliches und Großartiges gesehen, nie

aus solcher Nähe. Alle, Jack Greywolf, die Menschen in den Zodiacs,

er selber, legten den Kopf in den Nacken und starrten auf das, was nun

auf sie zukommen würde.

»Oh mein Gott«, flüsterte er.

Wie in Zeitlupe neigte sich der Leib des Wals. Sein Schatten legte sich

auf das rote Fischerboot der Umweltschützer, wuchs über den Bug der

Blue Shark hinaus, wurde länger, als der Körper des Riesen kippte,

schneller und immer schneller …

Anawak drückte das Gas durch. Das Zodiac schoss mit einem Ruck

davon. Auch Greywolfs Fahrer hatte einen Blitzstart zuwege gebracht,

aber seine Richtung stimmte nicht. Das klapprige Sportboot schlingerte

auf Anawak zu. Sie prallten zusammen. Anawak wurde nach hinten

gerissen, sah den Fahrer über Bord und Greywolf zu Boden gehen,

dann raste das Boot in entgegengesetzter Richtung davon, während

seines mit voller Fahrt wieder auf die Blue Shark zuhielt. Vor seinen

Augen begruben die neun Tonnen Körpermasse des Buckelwals das Fischerboot unter sich, drückten es mitsamt seiner Besatzung unter Wasserund schlugen auf den Bug der Blue Shark. Gischt spritzte in gewaltigen Fontänen hoch. Das Heck des Zodiacs schoss steil nach oben, Menschen in roten Overalls wirbelten durch die Luft. Kurz balancierte die Blue Shark auf ihrer Spitze, pirouettierte um die eigene Achse und kippte seitwärts. Anawak duckte sich. Sein Boot schnellte unter dem umstürzenden Zodiac hindurch, schlug gegen etwas Massives unterhalb der Wasseroberfläche und sprang darüber hinweg. Vorübergehend verlor er den Boden unter den Füßen, dann endlich hielt er das Steuer wieder in Händen, riss es herum und bremste ab.

Ein unbeschreibliches Bild bot sich ihm. Vom Boot der Umweltschützer

waren nur noch Trümmer zu sehen. Die Blue Shark trieb kieloben

in den Wellen. Menschen hingen im Wasser, wild paddelnd und

schreiend, andere reglos. Ihre Anzüge hatten sich selbständig aufgepumpt, sodass sie nicht versinken konnten, aber Anawak ahnte, dass einige von ihnen tot sein mussten, erschlagen vom Gewicht des Wals.

Ein Stück weiter sah er die Lady Wexham mit deutlicher Schlagseite

Fahrt aufnehmen, umkreist von Rücken und Fluken. Ein plötzlicher

Stoß erschütterte das Schiff, und es legte sich noch mehr auf die Seite.

Vorsichtig, um niemanden zu verletzen, steuerte Anawak das Zodiac

zwischen die treibenden Körper, während er einen kurzen Funkspruch

auf Frequenz 98 losschickte und seine Position durchgab.

»Probleme«, sagte er atemlos. »Wahrscheinlich Tote.«

Alle Boote im Umkreis würden den Notruf hören. Mehr Zeit blieb

ihm nicht. Keine Zeit zu erklären, was geschehen war. Ein Dutzend

Passagiere waren an Bord der Blue Shark gewesen, außerdem Stringer

und ihr Assistent. Hinzu kamen die drei Umweltschützer. Siebzehn

Menschen insgesamt, aber im Wasser zählte er deutlich weniger.

»Leon!«

Das war Stringer! Sie schwamm auf ihn zu. Anawak ergriff ihre

Hände und zog sie an Bord. Hustend und keuchend fiel sie ins Innere.

In einiger Entfernung sah er die Rückenschwerter mehrerer Orcas. Die

schwarzen Köpfe und Rücken hoben sich heraus, während sie mit hoher

Geschwindigkeit auf den Unglücksort zuhielten.

Sie legten eine Zielstrebigkeit an den Tag, die Anawak nicht gefiel.

Dort trieb Alicia Delaware. Sie hielt den Kopf eines jungen Mannes

über Wasser, dessen Anzug nicht wie die anderen von Pressluft gebläht

war. Anawak lenkte das Boot näher an die Studentin heran. Neben

ihm stemmte sich Stringer hoch. Vereint hievten sie zuerst den bewusstlosen Jungen und dann das Mädchen an Bord. Delaware schüttelte Anawaks Hände ab, hängte sich sofort wieder über den Bootsrand und half Stringer, weitere Menschen ins Innere zu ziehen. Andere näherten sich aus eigener Kraft, reckten die Arme, und sie halfen ihnen hinein. Das Boot füllte sich schnell. Es war viel kleiner als die Blue Shark und eigentlich schon zu voll. Hastig griffen sie zu, während Anawak weiter die Wasseroberfläche absuchte.

»Da schwimmt noch einer!«, rief Stringer.

Ein menschlicher Körper hing reglos im Wasser, das Gesicht nach

unten, der Statur nach männlich, mit breiten Schultern und Rücken.

Kein Overall. Einer der Umweltschützer.

»Schnell!«

Anawak beugte sich über die Reling. Stringer war neben ihm. Sie

packten den Mann bei den Oberarmen und zogen ihn hoch.

Es ging einfach.

Zu einfach.

Der Kopf des Mannes fiel nach hinten, und sie sahen in blicklose Augen. Noch während Anawak den Toten anstarrte, wurde ihm bewusst, warum der Körper so leicht war. Er endete dort, wo die Taille gewesen war. Beine und Becken fehlten. Aus dem Torso baumelten tropfend Fleischfetzen, Arterien und Gedärme.

Stringer keuchte und ließ los. Der Tote kippte weg, entglitt Anawaks

Fingern und klatschte zurück ins Wasser.

Rechts und links von ihnen durchschnitten die Schwerter der Orcas

das Wasser. Es waren mindestens zehn, vielleicht mehr. Ein Schlag erschütterte das Zodiac. Anawak sprang zum Steuer, gab Gas und fuhr

los. Vor ihnen wölbten sich drei mächtige Rücken aus den Wellen, und

er ging in eine halsbrecherische Kurve. Die Tiere tauchten ab. Zwei

weitere kamen von der anderen Seite und hielten auf das Boot zu.

Wieder fuhr Anawak eine Kurve. Er hörte Schreie und Weinen. Auch

er selber hatte schreckliche Angst. Sie durchfloss ihn wie elektrischer

Strom, verursachte ihm Übelkeit, doch ein anderer Teil von ihm steuerte

das Zodiac unbeirrt in einem aberwitzigen Slalom zwischen den

schwarzweißen Körpern hindurch, die immer aufs Neue versuchten,

ihnen den Weg abzuschneiden.

Ein Krachen ertönte von rechts. Anawak wandte reflexartig den Kopf

und sah die Lady Wexham in einer Wolke aus Gischt erbeben und kippen.

Später erinnerte er sich, dass es dieser Blick war, dieser eine Moment

der Unaufmerksamkeit, der ihr Schicksal besiegelte. Er wusste, dass er

nicht zu dem großen Schiff hätte hinüberschauen dürfen. Möglicherweise

wären sie entkommen. Bestimmt hätte er den grau gesprenkelten

Rücken gesehen und wie der Wal abtauchte, wie sich seine Fluke aus

dem Wasser hob, direkt in Fahrtrichtung.

So sah er den herabsausenden Schwanz erst, als es zu spät war[...]







Leseprobe 2:





Vor Svalbard, Spitsbergen, Grönländische See



Auf dem Wasser lag das Mondlicht.

Es war ein Anblick, der die Mannschaft an Deck trieb, so atemberaubend

schön präsentierte sich das Eismeer in dieser Nacht. Selten sah

man es so, aber Lukas Bauer bekam nichts davon mit. Er saß in seiner

Kammer über seinen Unterlagen und kam sich vor wie jemand, der die

sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen sucht, nur dass der Heuhaufen

die Größe zweier Meere besaß.

Karen Weaver hatte ihre Sache gut gemacht und ihn wirklich entlastet,

aber vor zwei Tagen war sie im spitsbergischen Longyearby von

Bord gegangen, um dort Recherchen anzustellen. Sie führte ein unruhiges Leben, wie Bauer fand, obschon sein eigenes nicht eben ruhiger verlief. Als Wissenschaftsjournalistin hatte sie sich vor allem auf marine Themen verlegt. Bauer vermutete, dass Weavers Berufswahl einzig dem Umstand zu verdanken war, dass sie auf diese Weise kostenlos in die unwirtlichsten Regionen der Welt reisen konnte. Sie liebte das Extreme.

Darin unterschied sie sich von ihm, der das Extreme von Herzen

verabscheute, jedoch von solchem Forscherdrang besessen war,

dass ihm Erkenntnis über Bequemlichkeit ging. Viele Forscher waren

so. Missverstanden als Abenteurer, nahmen sie das Abenteuer in Kauf,

um in den Besitz von Wissen zu gelangen.

Bauer vermisste einen bequemen Sessel, Bäume und Vögel und ein

frisch gezapftes deutsches Bier. Vor allem aber vermisste er Weavers Gesellschaft.

Er hatte das störrische Mädchen ins Herz geschlossen, und

außerdem begann er, den Sinn und Zweck von Pressearbeit zu begreifen – dass man sich, wenn man eine breite Öffentlichkeit für die eigene Tätigkeit interessieren wollte, auf ein vielleicht nicht hoch präzises, dafür jedoch verständliches Vokabular verlegen musste.Weaver hatte ihm klargemacht, dass viele Menschen seine Arbeit schon darum nicht verstehen würden, weil sie gar nicht wussten, wie und wo der Golfstrom entsprang, um den sich alles drehte, was er in diesen Tagen unternahm.

Er hatte das nicht glauben können. Er hatte auch nicht glauben können,

dass keiner wusste, was ein Autarker Drifter war, bisWeaver ihn davon

überzeugte, dass es kaum jemand wissen konnte, weil Drifter viel zu

neu und zu speziell waren. Das hatte er schließlich akzeptiert. Aber der

Golfstrom! Was lernten die Kinder bloß in der Schule?

Doch Weaver hatte Recht. Schließlich wollte er die Öffentlichkeit

gewinnen, um sie teilhaben zu lassen an seiner Sorge, und um den Verantwortlichen Druck zu machen.

Und Bauer sorgte sich sehr.

Seine Sorge entsprang im Golf von Mexiko. Dorthin strömte entlang

der südamerikanischen Küste und vom Süden Afrikas her warmes

Oberflächenwasser. In der Karibik wurde es aufgeheizt und floss weiter

nach Norden. Einladend warmes Wasser, zwar ziemlich salzig, aber

weil es so warm war, blieb es an der Oberfläche.

Dieses Wasser bildete Europas Fernheizung, den Golfstrom. Bis

Neufundland wälzte er sich und transportierte dabei eine Milliarde

Megawatt Wärme, was der thermischen Leistung von 250 000 Kernkraftwerken entsprach, wo ihm der kalte Labradorstrom in die Seite

fiel und ihn auflöste. Dabei wurden sogenannte Eddies abgeschnürt,

kreisende, warme Wassermassen, die weiter nach Norden trieben, nun

Nordatlantische Drift genannt. Westwinde sorgten dafür, dass reichlich

Wasser verdunstete, was Europa ergiebige Regenfälle bescherte und

zugleich den Salzgehalt in die Höhe trieb. Die Drift zog weiter die norwegische Küste hoch, firmierte dort als Norwegenstrom und brachte

immer noch genug Wärme in den äußersten Nordatlantik, dass Schiffe

selbst im Winter Südwestspitsbergen anlaufen konnten. Erst zwischen

Grönland und Nordnorwegen endete der Wärmezufluss. Hier stieß der

Norwegenstrom alias Nordatlantische Drift alias Golfstrom auf eiskaltes

Arktiswasser, das ihn, unterstützt von kalten Winden, rapide abkühlte.

Das ohnehin sehr salzige, nun auch sehr kalte Wasser wurde

schwer und sackte ab. So schwer wurde es, dass seine Massen steil in

die Tiefe stürzten. Das geschah nicht auf ganzer Front, sondern in Kanälen, sogenannten Schloten, die je nach Wellengang ihre Position

wechselten und darum nicht auf Anhieb zu finden waren. Sinkschlote

hatten einen Durchmesser zwischen 20 und 50 Metern. Etwa zehn von

ihnen kamen auf einen Quadratkilometer, aber wo genau sie lagen,

hing von der Tagesform des Meeres und der Winde ab. Entscheidend

war der ungeheure Sog, den die absinkenden Wassermassen erzeugten.

Hierin lag das ganze Geheimnis des Golfstroms und seiner Ausläufer.

Er floss nicht wirklich nach Norden, sondern wurde dorthin gezogen,

angesaugt von der gewaltigen Pumpe unterhalb der Arktis. In 2000 bis

3000 Metern Tiefe trat das eisige Wasser dann seinen Rückweg an, eine Reise, die es einmal um den Erdball führte.

Bauer hatte eine Reihe von Driftern ausgesetzt in der Hoffnung, dass

sie dem Verlauf der Schlote folgen würden. Aber inzwischen drohte

ihn der Mut zu verlassen, überhaupt auf Schlote zu stoßen. Überall

hätten sie sein müssen. Stattdessen schien die große Pumpe ihren Betrieb eingestellt oder in unbekannte Regionen verlegt zu haben.

Bauer war hier, weil er um diese Probleme wusste und um ihre Auswirkungen.

Er hatte nicht erwartet, alles in bester Ordnung vorzufinden.

Aber gar nichts vorzufinden hatte er noch viel weniger erwartet.

Und es bereitete ihm wirklich sehr, sehr große Sorgen.

Er hatte Weaver seine Sorgen mitgeteilt, bevor sie von Bord gegangen

war. Seither mailte er ihr folgsam in regelmäßigen Abständen Statusberichte und ließ sie an seinen geheimsten Befürchtungen teilhaben. Schon vor Tagen hatte sein Team festgestellt, dass die Gaskonzentrationen im Nordmeer sprunghaft angestiegen waren, und er brütete über der Frage, ob es womöglich einen Zusammenhang mit dem Verschwinden der Sinkschlote gab.

Jetzt, allein in seiner Kammer, war er dessen fast sicher.

Er arbeitete ohne Pause, während die Polarnacht hart gesottene Seeleute dazu brachte, einfach an der Reling zu lehnen und hinauszusehen. Mit rundem Rücken saß er über Stapeln von Berechnungen, Ausdrucken mit Diagrammen und Karten. Zwischendurch schickte er eine EMail an Karen Weaver, einfach um Hallo zu sagen und sie mit seinen letzten Erkenntnissen vertraut zu machen.

So versunken war er in seine Arbeit, dass er es eine ganze Weile

schaffte, das Zittern zu ignorieren – so lange, bis der Becher Tee auf seinem Schreibtisch zur Kante gewandert war und sich im Kippen auf seine Hose ergoss.

»Teufel auch!«, zeterte er. Der Tee lief heiß in seinen Schritt und an

den Schenkeln herab. Er schob den Stuhl zurück und stand auf, um das

Malheur näher in Augenschein zu nehmen.

Dann verharrte er, die Hände um die Stuhllehnen gekrallt, und

horchte hinaus.

Täuschte er sich?

Nein, er hörte Schreie. Schwere Stiefel rannten über das Deck. Irgendetwas ging da draußen vor sich. Das Zittern wurde heftiger. Das

Schiff verfiel in Vibrationen, und plötzlich hebelte ihn etwas aus dem

Gleichgewicht. Ächzend stolperte er gegen seinen Schreibtisch. Im

nächsten Moment sackte der Boden unter ihm weg, als ob das komplette Schiff in ein Loch fiele. Bauer wurde rücklings zu Boden geschleudert. Angst nahm Besitz von ihm, tiefe, schreckliche Angst. Er rappelte sich auf und taumelte aus seiner Kammer hinaus auf den Gang. Lautere Schreie drangen an sein Ohr. Die Maschine wurde angeworfen. Jemand brüllte etwas auf Isländisch, das Bauer nicht verstand, weil er nur Englisch sprach, aber er hörte das Entsetzen in der Stimme, und noch größeres Entsetzen in der Stimme, die antwortete.

Ein Seebeben?

Hastig lief er den Gang entlang und die Treppe hinauf zum Deck.

Das Schiff schwankte wie wild hin und her. Er hatte Mühe, sich auf den

Beinen zu halten. Als er nach draußen wankte, schlug ihm ein entsetzlicher Gestank entgegen, und mit einem Mal wusste Lukas Bauer, was los war.

Er schaffte es zur Reling und sah hinaus. Ringsum brodelte weiß die

See. Als säßen sie in einem Kochtopf.

Das waren keine Wellen. Kein Sturm. Es waren Blasen. Riesige, aufsteigende Blasen.

Wieder sackte der Schiffsboden weg. Bauer fiel nach vorn und schlug

mit dem Gesicht hart auf die Planken. In seinem Kopf explodierte der

Schmerz. Als er wieder aufsah, war seine Brille zu Bruch gegangen.

Ohne Brille war er so gut wie blind, aber er sah auch so, dass die See

über dem Schiff zusammenschlug.

Oh Gott!, dachte er. Oh Gott, hilf uns [...]

Nach oben

Zuletzt angesehene Produkte