Siebzehn Silben Ewigkeit. dtv-Taschenbücher,  Band 24743

Siebzehn Silben Ewigkeit. dtv-Taschenbücher, Band 24743

Roman. Ausgezeichnet mit dem Prix littéraire Canada-Japon 2006. Deutsche Erstausgabe

von Denis Thériault

Buch

Taschenbuch (153 Seiten)

Sprache: Deutsch

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Eine Liebeserklärung an die Sinnlichkeit des Briefeschreibens

Bilodo, ein junger Postbote aus Montreal mit einer Vorliebe für Kalligraphie, geht seinem Beruf voller Leidenschaft nach: Heimlich öffnet er abends über Wasserdampf handgeschriebene Briefe und träumt sich in fremde Lebenswelten. Eines Tages stößt er auf die ungewöhnliche Korrespondenz zwischen Professor Grandpré und Ségolène, einer Lehrerin aus Guadeloupe, die sich Gedichte schicken. Bilodo verliebt sich in Ségolène. Als Grandpré bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt, ersinnt Bilodo einen waghalsigen Plan: Will er den Kontakt zu Ségolène nicht abreißen lassen, muss er in die Identität des anderen schlüpfen und lernen, wie man mit siebzehn Silben die Ewigkeit einfängt ...

Produktdetails

Verkaufsrang: 64.737
ISBN-10: 3-423-24743-6
EAN: 9783423247436
Originaltitel: Le facteur émotif (XYZ éditeur, Montreal 2005)
Erschienen: 01.10.2009
Verlag: dtv
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 153
Gewicht: 264 g
Übersetzer: Saskia Bontjes van Beek
Reihe: dtv-Taschenbücher
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Denis Thériault

Denis Thériault wurde 1959 in Sept-Îles an der Nordküste des Sankt-Lorenz-Golfs geboren. Er studierte Psychologie in Ottawa und arbeitete als Schauspieler, Conférencier und Regisseur am Theater, bevor er erfolgreich als Drehbuchautor tätig wurde und Romane zu schreiben begann. Denis Thériault lebt in Montreal.

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Kundenrezensionen

  • berührende Liebesgeschichte Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Magdalena Berger, am 03.01.2011

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    Bilodo ist Briefträger, er liebt seinen Beruf über alles.
    Doch Bilodo hat ein Geheimnis, abends öffnet er heimlich handgeschriebene Briefe. Er erfreut sich an den persönlichen Botschaften. Die Briefe von Segolene sind etwas ganz Besonderes. Bilodo verliebt sich in Segolene und als ihr Brieffreund plötzlich stirbt übernimmt Bilodo seine Antworten.
    Wunderschöne Geschichte!

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  • Bilodo... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Doris Oberauer, am 14.12.2010

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    Bilodo ist mein Leib und Seele Briefträger. Doch er hat ein Geheimnis: Er öffnet heimlich Briefe und träumt sich dann in diese fremden Welten hinein. Doch dann verliebt er sich in eine Briefschreiberin namens Segolene. Segolenes Brieffreund kommt bei einem Unfall ums Leben. Damit der Kontakt nicht abreißt, schlüpft Bilodo in die Rolle des anderen…
    Leichte Lektüre

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  • Siebzehn Silben Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Virginia Seeck, am 27.08.2010

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    Eine liebevoll gestaltete Geschichte über die Liebe und Lyrik. Genauer gesagt über das Haiku, eine japanische Dichtform, die die Natur beschreibt. Mit diesem Mittel schafft es Autor Denis Theriault eine sich steigernde Liebe zwischen dem Briefträger Bilodo und der Lehrerin Segolene zu beschreiben. Sie gipfelt in einem literarischen Höhepunkt und endet mit einem großen Rätsel. Zurück bleibt die Erkenntnis das alles einem Kreislauf folgt. Großartig.

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  • Schön Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von K. Voß, am 07.03.2010

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    Die einzige Abwechslung in Bilodos Leben, ein Briefträger in Montreal, besteht darin, am Abend handgeschriebene Briefe zu öffnen und zu lesen. Er stößt dabei auf einen Briefwechsel zwischen seinem Nachbar und einer geheimnisvollen Frau aus Guadeloupe.Er verliebt sich in Ségolène und nimmt nach dem Tod von Grandpré dessen Identität an... Dieser Roman wird durch viele Haikus wunderbar ergänzt und erzählt von der großen Macht des Schicksals...Am Ende bleibt die Frage-was ist wirklich wahr?!

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  • Überraschung... Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Teresa Kopp, am 08.12.2009

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    Bilodo lebt im kanadischen Montreal und ist Briefträger. Seinen Beruf liebt er und nimmt ihn auch durchaus ernst, allerdings hat er eine Schwäche: Kalligraphie. Er nimmt immer einige Briefe mit nach Hause, öffnet sie über Wasserdampf und erfreut sich an den handgeschriebenen Seiten, bevor er alles wieder sorgfältig verschießt und am nächsten Tag ordnungsgemäß zustellt. Dabei fängt er immer wieder Briefe von Ségolène ab, einer Lehrerin aus Guadeloupe, die regelmäßig Haikus, kleine japanische Gedichte, an Professor Grandpré schickt… und verliebt sich in sie. Als Grandpré bei einem Unfall stirbt, droht der Briefwechsel zu enden und Bilodo beschließt, in Grandprés Rolle zu schlüpfen… Ein kleines Kunstwerk!

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  • Siebzehn Silben Ewigkeit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Karin Streimelweger, am 02.12.2009

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    Thériault hat einen ganz zauberhaften Roman geschrieben. Eine Liebesgeschichte, die von Distanz und Poesie lebt, von Leidenschaft und sich immer mehr steingender Sehnsucht. Zwischen dieser eigentlichen Geschichte, stehen immer wieder Haikus, die den Briefwechsel zwischen Ségoléne und Bilodo beschreiben. Ein sehr schönes Buch für poetische Stunden.

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  • Bildgewaltige Haiku Poesie, eingebettet in charmant-spannender Liebesgeschichte, besticht durch Einzigartigkeit Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Apicula, am 22.11.2009

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    Klingt doch nach poetischer, anrührender Liebesgeschichte?, dachte ich, nach Lektüre des Klappentextes. Ist es zum Glück nicht. Zumindest nicht das mit der schmalzigen Rührung. Vielmehr projizieren einige der erwähnten Haiku glasklare Bilder vors Auge. Das sind die erhabenen Momente die ich mir tatsächlich von dem Buch erwartet habe.
    Andere sind von ernüchternder Wirklichkeit: Großstadtsmog, bis hin zur melancholisch getrübten Einsicht der Vergänglichkeit, dem Sterben nämlich.

    Doch worum geht's?
    Bilodo, ein neugieriger Postbote aus Montreal, der in einer Art eigener Welt lebt, öffnet - ehe er sie zustellt - Briefe. Eine von den vielen Korrespondenzen die er mitliest ist die von Ségolène aus Guadeloupe, die an einen gewissen Grandpré schreibt. Seltsam wenig Worte, vielmehr kleine Gedichte, die aus lediglich drei Zeilen bestehen, findet er dabei vor. Allerdings vermögen diese wenigen Zeilen wahre Bilderfluten in ihm auszulösen. Er sammelt Ségolènes Gedichte wie einen kostbaren Schatz!
    Es soll noch eine Weile dauern, ehe Bilodo in einer Zeitung per Zufall über ein "Samstags-Haiku" stolpert. Endlich wird er gewahr, um welche Form der Poesie es sich bei diesen Dreizeilern handelt:
    "HAIKU oder HAIKAI, das (japan. Begriff).-
    Klassische japanische Gedichtform aus drei Zeil-
    ern, von denen die erste und dritte aus jeweils
    Fünf und die zweite aus sieben Silben besteht."

    Er ist bezaubert von dieser magischen Poesie und den Bildern die daraus entstehen. Und er ist sehr verliebt in die Schöne Ségolène, von der er mittlerweile sogar ein Bild erhascht hat.
    Als ob das Schicksal das alles so gewollt hätte, verläuft dann die weitere Geschichte. Grandpre verunglückt tödlich - Bilodo, in einem Moment als seine Verzweiflung am größten ist, da die Korrespondenz mit seiner Angebeteten Ségolène abgerissen ist, nimmt dessen Identität an.
    Eine wahre Reizüberflutung an Korrespondenz zwischen den Beiden beginnt. Hier muss man beim Lesen innehalten und sich regelrecht zwingen nicht weiter zu hasten.
    Nicht ganz beiseite gelassen wird das tatsächlich stattfindende Leben um Bilodo, denn seine Veränderung nehmen auch seine Freunde wahr. Daraus entstehen unschöne Konflikte.
    An diesen Stellen - insbesondere, weil ein großer Teil von Bilodos Leben in einem Restaurant stattfindend geschildert wird, - also an diesen Stellen erinnert das alles ein wenig an die FABELHAFTE WELT DER AMELIE: Der kauzige eigenbrötlerische Bilodo, der die schöne Kunst der Kalligraphie ausübt. Eine (unglücklich) in ihn verliebte Bedienung. Freunde, die Bilodo - sie nennen ihn Libido - aufziehen, lächerlich machen. --- Das erwähne ich, um auszurdücken in welcher Form das Gesamtkonzept von SIENZEHN SILBEN EWIGKEIT einen eigentümlichen, aber eben nicht völlig unbekannten Charme verbreitet.

    Als Leser bin ich gespannt wie ein Drahtseil, wie das mit den beiden wohl ausgehen mag? - Kitsch oder kunstvoll gewobene Dramatik?
    Der Autor bedient sich eines geschickten Kunstgriffs und setzt uns ein aus der Feder Grandpres stammendes Haiku, wie eine klare Fotografie, vors Auge...

    Abseits der Normalität in der man lebt - damit meine ich auch all die gewöhnlichen Bücher die man so liest - ist der Ausflug in diese neue und somit außergewöhnlichen Form der Korrespondenz, gepaart mit einer Liebes-Fern-Beziehung zweier sich körperlich Unbekannter, eine echte Abwechslung.

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  • Aussergewöhnlich! Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Stefanie Wagner, am 18.10.2009

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    Verwoben in eine wunderschöne Liebesgeschichte führen uns Haikus durch das Leben eines kleinen Briefträgers in Montreal. Bilodo erschafft sich eine ganz neue Welt, indem er die Identiät eines seiner Kunden annimmt und einen Briefwechsel mit einer jungen Frau unter falschem Namen weiterführt.
    Der Roman besticht durch die liebevoll ausgeührten Haikus, die für sich stehend die Liebesgeschichte erzählen könnten.

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  • Zauberhaft Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 02.10.2009

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    Eine fesselnde Geschichte, die liebvoll ohne Bewertung des Hauptdarstellers geschrieben ist und dem Leser vermittelt, dass es nichts Ungehöriges ist, was dort geschieht. Der Schluß ist trotz aller Spannung noch überraschend und zeigt die seelischen Nöte deutlich und klar.

    VIEL VERGNÜGEN !!!

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  • japanische Dichtkunst.. Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Manuela Quarz, am 22.09.2009

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    Ein Briefwechsel - der in Haikus abgefasst wird - entfaltet so nach und nach seinen feinen Zauber, besonders wenn man so ein karges Leben wie Bilodo führt und ausser Briefe austragen nichts weiter kennt... und diese Haikus machen Lust, selbst welche zu dichten, wenn man kann...
    die Geschichte gibt zunächst nicht ganz so viel her, aber es entwickeln sich beim Lesen sehr schöne Bilder..

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  • Haikus Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Manuela Quarz, am 22.09.2009

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    Falls man sich für japanische Dichtkunst interessiert, dann ist dieses Buch genau richtig..Diese Haikus faszinieren und machen Lust selbst welche zu dichten. Dann ist das Ganze noch verbunden mit einer feinen poetischen Liebesgeschichte, sehr zart und duftig und schön zu lesen..allerdings erschüttert dies Buch mal wieder mein Vertrauen in die Post..denn wenn die Briefträger erst mal die Briefe lesen, bevor sie ausgetragen werden, kein Wunder, das es manchmal so lange dauert, bis die Briefe da sind!

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  • Briefgeheimnis!? Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von Maria Zubrinna, am 15.09.2009

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    Bilodo ist ein junger Briefträger in Montreal. Er führt kein besonders aufregendes Leben, er hat nur ein Geheimnis, er öffnet abends Briefe die handgeschriebene Adressen haben, liest sie und stellt sie am nächsten Tag erst zu. In seinem Bezirk lebt ein älterer Professor, welcher in Frankreich eine Brieffreundin hat, die ihm Haikus schreibt. Eines Tages stirbt der Professor und Bilode versetzt sich, wortwörtlich, in sein Leben, an seiner Stelle schreibt er Haikus an Ségolène. Eines Tages möchte Ségolène ihn in Kanada besuchen kommen. Sehr schöne Geschichte … würde sich prima für einen Lesekreis eignen.

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  • Realität oder Traum Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Silvia Gonther, am 14.09.2009

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    Bilodo hat als Briefträger eine Leidenschaft: Er ließt die per Hand geschriebenen Briefe seiner Kunden. Er weiß, dass es unrechtmäßig ist. Aber seiner Meinung nach ist es egal, ob ein Brief einen Tag früher oder später ankommt. Außerdem ist er verliebt in eine Briefeschreiberin. Die junge Segolene schreibt sich mit Grandpe Haikus. Als Grandpe bei dem Versuch einen weiteren Brief aufzugeben stirbt, schreibt Bilodo an seiner Stelle weiter…
    Dies ist ein zutiefst romantisches Buch. Es geht um die Kraft der Liebe und was sie in uns bewirken kann. Dabei ist es kein bisschen kitschig sondern philosophisch. Das Ende stellt uns vor die Frage alles Fragen: Was ist Realität und was (Wunsch) Traum?

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  • Originell und eigenwillig Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Michelle Rößner, am 22.07.2009

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    Außer seinem Beruf scheint Bilodo keinen weiteren Lebensinhalt zu haben. Die Abende verbringt der Briefträger aus Montreal zumeist einsam und allein – aber, was niemand ahnt, Bilodo hat ein Geheimnis: Heimlich liest er die handgeschriebenen Briefe anderer, die er eigentlich zustellen soll. So kommt er seinem Nachbarn Grandpré auf die Spur, der sich mit Ségolène aus Guadeloupe abwechselnd japanische Gedichte schreibt. Fasziniert von diesen sogenannten Haikus, beginnt Bilodo, seinen Nachbarn zu beobachten und wird so Zeuge, wie dieser bei einem Verkehrsunfall ums Leben kommt. Bilodo, der sich aufgrund der Schönheit ihrer Gedichte in Ségolène verliebt hat, übernimmt das Leben von Grandpré und schlüpft so tief in dessen Identität, dass er geradezu fanatisch die Kunst des Haiku-Schreibens erlernt und Ségolène mittels eines äußerst intensiven Briefwechsels immer näher kommt.
    Mit seiner originellen und sehr amüsanten Liebes- und Lebensgeschichte hat Thériault eine wunderbare Parabel auf die Macht und die Unausweichlichkeit des Schicksals geschrieben. Leichte aber dennoch tiefgründige Lektüre für dunkle Herbstabende – oft zum Schmunzeln!

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