Rotes Gold

Ein kulinarischer Krimi. Xavier Kieffers zweiter Fall

von Tom Hillenbrand

Buch

Taschenbuch (351 Seiten)

Sprache: Deutsch

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»Tom Hillenbrand regt genussvoll den Appetit der Krimileser an.« Die Welt
Seit der Luxemburger Koch Xavier Kieffer mit Frankreichs berühmtester Gastrokritikerin liiert ist, wird er zu den exklusivsten Events eingeladen. Doch das edle Dinner beim Pariser Bürgermeister endet bereits nach der Vorspeise: Ryuunosuke Mifune, Europas berühmtester Sushi-Koch, kippt plötzlich tot um.
Die Diagnose lautet: Fischvergiftung. Doch Kieffer ist skeptisch und deckt schnell Widersprüche auf. Er taucht ein in die Welt der Sushiküche und muss erkennen, dass es Fische gibt, die teurer sind als Gold - und wertvoller als ein Menschenleben.

Pressestimmen:

"Dieser Krimi liest sich, wie man eine gute Bouneschlupp schlürft - am liebsten gleich alles auf einmal." Lea Linster über "Teufelsfrucht". "′Teufelsfrucht′ ist spannend, unterhaltsam und, fürchten wir, gar nicht so unrealistisch." Der Feinschmecker

Produktdetails

Verkaufsrang: 6.789
ISBN-10: 3-462-04412-5
EAN: 9783462044126
Erschienen: 19.04.2012
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Einband: Taschenbuch
Sprache(n): Deutsch
Seitenzahl: 351
Länge/Breite: 190mm/125mm
Gewicht: 267 g
Reihe: KIWI
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Tom Hillenbrand

Tom Hillenbrand, geboren 1972, studierte Europapolitik, volontierte an der Holtzbrinck-Journalistenschule und ist heute Ressortleiter bei Spiegel Online. Der begeisterte Hobbykoch und Foodie verliebte sich während eines mehrmonatigen Luxemburger EU-Praktikums in das Großherzogtum.

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Kundenrezensionen

  • Rotes Gold Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Lucia Bader, am 18.11.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Beim Sushi Diner im Louvre bricht der Sushimeister Mifune tot zusammen. Der Luxemburger Koch Xavier Kieffer, der Dank seiner Freundin und Gabin - Erbin Valerie dabeisein darf, rutscht in die Ermittlungen.

    Das Buch ist ganz gut zu lesen - die vielen Fachausdrücke werden im Anhang geklärt.

    Mir hat besonders gut gefallen, dass die Orte und Menschen gut beschrieben waren. Auch diverse Seitenhiebe auf Politik und Tourismus waren sehr auflockernd.

    Die Nebenfiguren hätten allerdings manchmal etwas mehr Beachtung verdient!

    Die "Zigarettenwerbung" störte mich ziemlich - es ist meiner Meinung nach nicht notwendig die Hauptfigur auf ca. jeder zweiten Seite zu Zigaretten einer bestimmten Marke greifen zulassen (auch wenn es sich evtl. nur um eine erfundene handelt - ich kannte die Marke nicht).

    Für meinen Geschmack war aber die Problematik Thunfischfang ein zu großes Thema, dadurch war das Buch stellenweise ein wenig langatmig.

    Mein Fazit: ein netter Krimi für zwischendurch, der Lust auf Sushi und eine Reise nach Luxemburg macht, aber nicht unbedingt auf mehr Werke des Autors.

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  • Rotes Gold Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 12.09.2012

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    Der Luxemburger Koch Xavier Kieffer ist mit der berühmten Gastrokritikerin Valerie liiert. Durch sie bekommt er eine Einladung zu einem außergewöhnlichen Dinner nach Paris. Der Pariser Bürgermeister Francois Allegret lädt ins Museum d`Orsay ein. Der japanische Sushimeister Mifune soll für seine Gäste ein Überraschungsmenu zubereiten. Nach dem ersten Gang bricht Mifune zusammen: Tod durch Fischvergiftung. Die Polizei geht davon aus, dass er sich mit dem Octopus selbst vergifttet hat. War es wirklich ein Unfall oder wurde Mifune ermordet? Der Bürgermeister beauftragt Xavier Kieffer mit der Lösung des Falls.

    "Rotes Gold" ist der erste Krimi den ich von Tom Hillenbrand gelesen habe. Xavier Kieffer war mir schnell sympathisch.Nur die ständigen Beschreibungen wie er sich schon wieder eine Ducal anzündet, nerven ein wenig! Die anderen Charakter waren mit teilweise etwas zu oberflächlich dargestellt. Valerie und der Pariser Bürgermeister tauchen in meinen Augen zu selten im Verlauf der Geschichte auf. Dabei war es doch Allegret, der Kieffer den Auftrag zu seinen Nachforschungen gegeben hat.

    Die Beschreibungen der Schauplätze sind sehr gut gelungen. Besonders gefallen haben mir Kieffers Spaziergänge durch Luxemburg und seine Besuche auf dem Pariser Großmarkt Rungis. Auch die Einblicke in die Französische und Luxemburgische Küche fand ich klasse, wenn es auch nicht immer mein Geschmack war!

    Im Verlauf der Ermittlungen erfährt man sehr viel über den Thunfischhandel mit all seinen negativen Seiten. Das war sehr interessant und etwas erschreckend.

    Im Ganzen war es für mich ein unterhaltsamer, informativer und teilweise humorvoller Krimi, dem ein wenig Spannung gefehlt hat.

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  • Xavier Kieffers zweiter Fall Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 27.08.2012

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    Inhalt:

    Der luxemburgische Koch Xavier Kieffer weilt für ein Wochenende in Paris, um mit seiner Freundin einem Galadinner im Louvre beizuwohnen. Dort soll der große Sushimeister Ryuunosuke Mifune ausgezeichnet werden.

    Zu dieser Auszeichnung kommt es jedoch nicht, da der Sushimeister Mifune ohne ersichtlichen Grund während der Zubereitung seiner Speisen umfällt und stirbt. Zunächst geht jeder davon aus, dass sich der Sushimeister versehentlich selbst vergiftet hat. Doch je mehr Fragen Xavier stellt, desto unwahrscheinlicher erscheint es, dass ein wahrer Meister unachtsam mit diesem Gift umgeht.

    Nachdemder Bürgermeister von Paris Xavier bittet, in dem Fall zu ermitteln, lässt sich der Koch nicht lange bitten, zumal er damit auch seiner Freundin Valerie einen gefallen tun kann. Kieffer erhält immer weitere Hinweise, den er in seiner ruhigen, neugieriegen Art weiter nachgeht

    Hierbei entdeckt er, daß es eine wahre "Fischmafia" gibt, die den roten Thunfisch (daher der Titel "Rotes Gold"), der vom aussterben bedroht ist, trotz allem weiter jagen und illegal veräußern, damit die Gourmets dieser Welt nicht auf den Genuß dieses Fisches verzichten müssen.

    Schreibstill:

    Wie auch im ersten Band fallen die Orts- und Landschaftsbeschreibungen ebenso wie die Schilderungen der diversen kulinarischen Köstlichkeiten recht umfangreich aus, was der Lesefreude aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil. Das Buch liest sich sehr leicht und der Spannungsbogen wird, wie es sich für einen guten Krimi gehört, sanft und langsam aufgebaut.

    Fazit:

    Wie schon der erste Krimi von Tom Hillenbrand ist auch dieses Buch sehr empfehlenswert, wobei sich für Thriller Fans die Spannung in diesem Krimi in Grenzen hält. Nichts desto trotz regt der realistisch beschriebene Blick hinter die Kulissen, wie schon beim Vorgänger, zum Nachdenken an und lässt hoffen das wir noch mehr von diesem Autor zu lesen bekommen.

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  • Krimi mit viel Wissenswertem Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Ivonne Wiese, am 19.08.2012

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    Der luxemburger Koch Xavier wird von seiner Pariser Freundin zu einem speziellen Diner mit dem Bürgermeister und dem berühmtesten Sushikoch eingeladen. Prompt stirbt der Sushimeister mit über 40jähriger Berufserfahrung - augenscheinlich am Fischgift im Octopus. Auf Geheiß des Bürgermeisters begibt sich Xavier auf Spurensuche und landet mitten in den Machenschaften skrupelloser Thusfischhändler aus allen Herren Länder.

    Das Milieu der Fischhändler, die ökonomischen und wirtschaftlichen Machenschaften und Intrigen verbunden mit der Mafia sind wirklich interessant und augenscheinlich gut recherchiert. Alles sehr wissenswert, was der normale Bürger gar nicht so mitbekommt. Die Story und die Handlungen sind flüssig und aufeinander aufgebaut, nur fehlte mir ganz am Anfang der nachvollziehbare schlüssige Punkt, da es nicht um Octopus sondern plötzlich um Thun geht. An der Stelle hat die Story einen Haken, der sich nicht einfach nur durch ein „Bauchgefühl“ erklären darf.
    Die Charaktere sind ansonsten gut beschrieben, die Beschreibungen der luxemburger Straßenverhältnisse aber etwas zu detailiert. Beim Showdown kommt Xavier etwas zu glimpflich bei weg, zuviel mildernde Umstände, vor allem wenn man bedenkt was für skupellose Machenschaften und Menschen hinter dem Handel stecken.
    Insgesamt aber ein durchaus interessanter Krimi aus der kulinarischen Ecke mit allerlei Wissenswertem.

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  • kulinarisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 14.08.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Es ist ein unterhaltender und spannender Krimi. Ich denke, dass ich selten nebenbei so viel dazugelernt habe. Es ist auf jeden Fall ein Buch, dass man weiterverschenken kann. Es ist sehr empfehlenswert. Zum einen hat man einen gut recherchierten Krimi, der kaum etwas zu wünschen übrig lässt. Zum anderen ist es nicht zu brutal und grausig, so dass ein jeder dieses Buch gut lesen kann. Ich bin bestens unterhalten worden und war fasziniert vom Ende.

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  • Rots Gold Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 22.07.2012

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    Schade, daß das Buch schon zu Ende gelesen ist. Ich würde gerne weiterhin mit Sternekoch Xavier Kieffer durch Paris schlendern oder durch de Luxemburger Unter- und Oberstadt spazieren, bei einem guten Riesling auf seiner Terrasse mit Blick auf die Alzette sitzen oder in seinem Restaurant "Deux Eglises" seine berühmte Bouneschlupp genießen. All dies ist so anschaulich beschrieben, daß man sich gleich selbst mittendrin befindet.

    Aber nur beschaulich ist das Leben von Xavier Kieffer nicht. Bei einem Sushiabend in Paris, veranstaltet vom Bürgermeister Francoise Allégret im eigens dafür umgestalteten Musée d'Orsay bricht der berühmte japanische Sushikoch Mifune tot zusammen. Die Polizei geht von einer natürlichen Ursache aus, wohingegen Xavier Kieffer schnell zu der Ansicht kommt, daß der Koch vergiftet wurde. Kieffer beginnt zu ermitteln und dank seiner guten Beziehungen bekommt er schnell Kontakte zu weiteren Personen, die sich mit Fischfang auskennen, was letztendlich zur Aufdeckung eines Riesenskandals im Fischereigewerbe und zur Aufklärung nicht nur eines Mordes führt. Der Autor hat sich gründlich mit der Materie befaßt und seine Beschreibung dessen, was aus Geldgier mit den hier beschriebenen Fischen geschieht, kann nur zur Folge haben, Sushi vom Speiseplan zu verbannen.

    Es ist gut, daß Xavier Kieffer auch noch Zeit bleibt, die Beziehung zu seiner Freundin Valerie zu festigen, mit seinem Freund Pekka Vatanen die ein oder andere Flasche guten Weins zu trinken oder eine gemütliche Kaffeepause auf seiner Terrasse einzulegen.

    Ein gelungenes Buch voll Spannung, Witz und bester Unterhaltung. Man darf sicher auf eine Fortsetzung hoffen.


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  • rotes Gold Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Elohym78, am 27.05.2012

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    Als der große Sushimeister Ryuunosuke Mifune bei einem Galadinner im Orsay plötzlich tot umfällt, ist die Aufregung groß. Der Pariser Bürgermeister Francois Allégret sieht sich im Mittelpunkt der Aufregung, seine Karriere scheint beendet. Er heuert Xavier Kieffer an, dem Tod des Sushimeisters auf den Grund zu gehen. Xavier, unterstützt von seinen Freunden Toro und Pekka und nicht zuletzt von seiner Geliebten Valérie, macht sich sofort an die Ermittlungen. Immer wieder stößt er auf den Namen José Trebarca Silva, einen windigen Geschäftsmann, dem man nur schwer irgendetwas nachweisen kann.

    Das Cover zeigt ein kleines Bistro. Titel und Autor sind als "Hauptgericht" angeschlagen. Ich finde es sehr passend zu Titel und Inhalt gewählt.

    Auch in seinem neuen Werk geht Tom Hillenbrand auf Ekelkurs mit unserer Esskultur. Er schildert die Brutalität des Fischfangs und verdeutlicht, wie der Mensch mit der Natur umgeht. Auf der einen Seite ein interessanter Krimi, auf der anderen ein Appell, endlich der Natur zu helfen. Warum der Autor allerdings dermaßen ins Detail gehen muss, wenn es um den Verzehr von diversen Speisen geht, ist mir schleierhaft! Mir hob es an manchen Stellen jedenfalls den Magen! Durch diese Schilderungen trat die eigentlich Handlung - die Ermittlung um die Ermordung Ryuunosuke Mifunes etwas in den Hintergrund. Zudem konnte mich dieser Band nicht ganz so stark fesseln, wie sein Vorgänger, da der Autor sich in einigen Beschreibungen der Landschaft, Gebäude und Begebenheiten zu verlieren drohte. Der Spannungsbogen war nicht so straff gespannt, wie ich es mir gewünscht hätte.

    Die Protagonisten sind sympathisch und werden von Hillenbrand authentisch geschildert. Trotzdem merkt man, das es eine Fortsetzung ist, da viele Handlungsstränge auf Bekanntem aufbauen. Die Liebesbeziehung zwischen Xavier und Valérie wird weiter ausgebaut und die Freundschaft zu Pekka gefestigt. Dies tritt zwar nicht in den Vordergrund, ist aber zur Verdeutlichung der Charaktere wichtig und bringen sie dem Leser nahe.

    Mein Fazit: Ein lesenswerter Roman, trotz Ekelfaktor! Ich freu mich schon auf einen weiteren Band mit dem sympathischen Koch Xavier Kieffer!

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  • Anfangs Dosenfutter, später gute Hausmannskost Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von melange, am 20.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bei "Rotes Gold" zahlt sich Durchhaltevermögen aus.

    Zum Inhalt: Xavier Kieffer wird bei einer Einladung des Pariser Bürgermeisters Zeuge des Mordes an einem berühmten Sushikoch. Da er dem Gastgeber noch etwas schuldig ist, beginnt Kieffer zu recherchieren und gerät in die Mühlen zwischen EU-Beamten, Yakuza, politischen Befindlichkeiten im Wahlkampf und Cosa Nostra.

    Zum Cover: Ein Blick von der Straße in ein nettes, kleines Bistro. Zwar handelt es sich bei Kieffers Restaurant wohl eher um ein etwas größeres Etablissement, aber die beschauliche Stimmung in weiten Teilen des Großherzogtums gibt dieses Cover perfekt wieder.

    Mein Eindruck: Der Beginn der Ermittlung nach einem durchaus interessanten Eingangsszenario zog sich leider wie eine Mehlschwitze mit einem zu hohen Anteil an Kartoffelstärke: Viele Erklärungen zu Überfischung, Fangquoten, EU-Recht und dazu undurchsichtige Informanten und Politgeplänkel. Zusätzlich ein Koch als Hauptprotagonist, der so viel durch Europa pendelt, dass ich mich fragte, wie sein doch hoch gelobtes und geliebtes Restaurant mit einem Chef existieren kann, der sich wochenlang nur um seine kapriziöse Freundin oder die Arbeit der Polizei kümmern muss. Ab etwa der Hälfte des Buches kam jedoch Würze an die Soße: Es ergab sich (endlich) eine deutliche Spur aus dem Wirrwarr, die Ermittlungen gerieten zielführend, Kommissar Zufall hielt sich in Grenzen und handelnde Personen waren sympathisch genug gezeichnet, um zu gefallen, aber nicht zu anbiedernd. An einigen Stellen zogen sich die Augenbrauen des geneigten Lesers aber himmelwärts: Wie kann ein dicklicher Koch einerseits quasi James-Bond-Qualitäten entwickeln, andererseits dermaßen blauäugig in ein Treffen mit Vertretern der organisierten Kriminalität stolpern?

    Fazit: Durch das interessante Personal, die schöne Umgebung und einer zum Ende stringenten und spannenden Geschichte fühlte ich mich dann doch noch gut unterhalten.

    3 Sterne

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  • Was du schon immer über Thunfisch wissen wolltest Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Melanie Enns, am 20.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Xavier Kieffer scheint die Toten anzuziehen wie die Motten das Licht und auch hier im zweiten Teil des etwas dicklichen Kochs aus Luxemburg scheint es so zu sein, das er in Dinge hineingezogen wird, die ihn verwirren und auf den neusten Mord ansetzen. Treibt ihn die Neugier oder ist es der Bürgermeister von Paris, dem Kieffer noch einen Gefallen schuldet? Der Bürgermeister war es, der einlud ins Pariser Musée d´Orsay um sich dort von einem der besten Sushiköche der Welt Ryuunosuke Mifune bekochen zu lassen. Es kommt aber wie es kommen soll und Mifune stirbt vor Kieffers Augen an einer Vergiftung durch Tetrodotoxin, einem schweren Nervengift. Alles sehr mysteriös und voller Rätsel. Ein Rätsel dem Kieffer schnell auf die Spur kommt. Finanziell unterstützt durch den Bürgermeister, der durch den Tod Mifunes in die Medien gekommen ist und nun seine Weste reinwaschen muss. Das Essen zusammen mit dem Bürgermeister wo es unter anderem Stopfleber und andere Delikatessen zu verspeisen gab ist mir wirklich bitter aufgestoßen. Besonders der Verzehr des kleinen Vogels Ortolan hat in mir fast einen Brechreiz hervorgerufen.
    Ich muss gestehen, das ich den ersten Teil "Teufelsfrucht" um einiges besser fand und ich nach Beenden des Buches doch ein leichtes Ekelgefühl in Sachen Fisch besonders Thunfisch verspürte. Ich denke das wir in Zukunft wohl ohne Thunfisch auskommen werden, denn das was ich bisher kaufte ist scheinbar alles andere aber kein Thunfisch, das wurde schon reichlich in der Leserunde besprochen und ich beginne mehr und mehr über meine Essgewohnheiten nachzudenken. Vielleicht ist das ja das Ziel des Autors? Natürlich war es spannend in die sogenannte Thunfischmafia einzutauchen und neue Erkenntnisse zu gewinnen, aber mich hat der Krimi dieses Mal nicht so sehr gepackt wie sein Vorgänger. Teilweise fand ich ihn auch sehr oberflächlich und die Hauptprotagonisten sehr blass gezeichnet.
    Dennoch muss ich sagen, das es ein sehr gutes Buch ist, da es sich aus dem Einheitsbrei abhebt und eben ein Kulinarischer Leckerbissen ist.
    Besonders die Ortsbeschreibungen haben mir sehr gut gefallen. Was mir schwergefallen ist, da ich der französischen Sprache nicht mächtig bin oder auch japanisch nicht zu den Sprachen zählt die ich sprechen oder lesen kann, die vielen neuen Worte zu verstehen. Dafür gibt es im Anhang einen Glossar, an den ich beim Lesen aber nicht gedacht habe und deshalb das eine oder andere Mal die Seite mit einem Fragezeichen im Gesicht las.
    Kieffer ist schon ein cooler Typ über den ich wirklich gerne mehr lesen würde, denn er ist nicht nur Koch, sondern auch ein Spitzenermittler, der sich nicht unterbuttern lässt und auf eigene Faust den Rätseln auf die Spur kommt. Bissel utopisch das ganze, aber irgendwie auch liebenswert, da Xavier doch sehr menschlich rüberkommt und das gefällt mir.

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  • Rotes Gold - Xavier Kieffers zweiter Fall Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von MsBookeria, am 17.05.2012

    1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Bei einem Galadinner im Musée d’Orsay im Louvre soll der Sushimeister Ryuunosuke Mifune, der als einer der besten Sushiköche der Welt gepriesen wird, mit dem höchsten Orden Frankreichs ausgezeichnet werden. Doch bereits vor dem Hauptgang bricht der Ehrengast zusammen. Die Diagnose ist eine tödliche Fischvergiftung. Doch dies hegt bei dem Luxemburger Koch Xavier Kieffer gewisse Zweifel, da ein Mann dieser Größe doch eigentlich alles über die Zubereitung von Fisch wissen müsste. Im geheimen Auftrag des Pariser Bürgermeisters, ermittelt Xavier Kieffer daher an diesem Mordfall weiter und findet heraus, dass es Fische gibt, die teurer sind als Gold. Die Spuren führen ihn in die unbekannte Welt der japanischen Sushi-Küche, in der für einen Thunnus thynnus sogar über Leichen gegangen wird...

    Ich war sehr erfreut, dass in Tom Hillenbrands neuestem Roman Xavier Kieffer erneut zum kommissarischen Koch wird. Denn bereits schon in Hillenbrands Debütroman Teufelsfrucht fand ich den äußerst bescheidenen und bodenständig dargestellten Luxemburger Koch sehr sympathisch, sodass das Weiterlesen am zweiten Fall für mich wahre Freude bereitete. Auch finde ich schön, dass Kieffers private Beziehung zu der beeindruckenden Valérie (Chefredakteurin und Eigentümerin des legendären Restaurantführers Guide Gabin) weiter vertieft wird. Denn mit dieser ist Kieffer mittlerweile sogar liiert. Auch mag ich die zynische Art des Luxemburger Kochs, der stets alles hinterfragt und vielen Dingen eher skeptisch und vorsichtig gegenübersteht und so als ,,verdeckter Ermittler‘‘ die Fälle immer auf einer sehr interessante Art und Weise angeht. Den Handlungsverlauf kann man sehr gut nachvollziehen, sodass der Roman, bis auf ein paar langatmige Stellen, sowohl spannend als auch detailreich dargestellt wird. Außerdem merkt man als Leser, dass Tom Hillenbrand für seinen Roman Rotes Gold äußerst gut recherchiert hat. Denn Kieffer lässt den Leser auf eine sehr anschauliche Art und Weise in die kulinarische Welt der Sushi-Küche eintauchen, in der man mit Hilfe des Küchenlateins, welches als Glossar im Anhang zu finden ist, so allerhand Wissenswertes über die kulinarische Küche in Erfahrung bringen kann.

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  • Ein toller Krimi für Hobbyköche Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Johannes Bauer, am 16.05.2012

    0 von 0 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.

    Seit der Luxemburger Koch Xavier Kieffer mit Frankreichs berühmtester Gastrokritikerin Valerie liiert ist, wird er zu den exklusivsten Gastro-Events eingeladen. Ein edles Dinner beim Pariser Bürgermeister endet bereits nach der Vorspeise, da Ry-nosuke Mifune, Europas berühmtester Sushi-Koch, plötzlich tot umkippt
    Daraufhin taucht der Hobbydetektiv Kieffer ein in die Welt der Sushiküche und muss erkennen, dass es Fische gibt, die teurer sind als Gold und wertvoller als Menschenleben.

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  • Der teuerste Fisch der Welt Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Angela.Bücherwurm, am 12.05.2012

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    Über seine Freundin Valérie Gabin, Eigentümerin des Restaurantführers " Guide Gabin " erhält der luxemburgische Restaurantbesitzer und Koch Xavier Kieffer eine Einladung zu einem exclusiven Dinner in Paris. Der wohl berühmteste japanische Sushi-Meister Mifune soll dort sein Können unter Beweis stellen. Doch noch vor dem Hauptgang kippt dieser vor den Augen der elitären Gäste tot um. Schnell wird klar, dass er vergiftet wurde. Durch diesen Zwischenfall gerät der Initiator dieses außergewöhnlichen Events, der Pariser Bürgermeister, stark in die Kritik der Öffentlichkeit. Um seinen Ruf zu wahren , ist eine rasche Aufklärung des Falles notwendig und so bittet der Bürgermeister Kieffer um Mithilfe. Die ganze Geschichte scheint sehr undurchsichtig zu sein, aber irgendwie hängt alles mit dem teuersten Fisch der Welt zusammen, dem Bluefin-Thun. Doch noch eine andere Person muss in diesem Fall eine hohen Preis zahlen.

    Dieser 2. Fall Xavier Kieffers vermittelt viele interessante Informationen über die Sushi-Küche und den Thunfisch-Fang. Auch liebevolles Lokalkolorit lässt schöne Bilder von Land und Leuten vor dem inneren Auge entstehen. Leider bleibt dadurch diesmal aber ein wenig die Spannung auf der Strecke. Erst zum Ende hin gewinnt die Geschichte etwas mehr an Fahrt. Die eigentliche Krimihandlung kommt hier meines Erachtens deutlich zu kurz. Gut gefallen hat mir allerdings - wie schon beim 1. Fall - , dass es sich wieder um einen eher ruhigen Krimi ohne allzu " blutrünstige" Aktionen handelt.

    Mehr erwartet habe ich auch im Hinblick auf die " Liebesgeschichte" zwischen Xavier und seiner Freundin Valérie. Irgendwie hatte ich hier diesmal den Eindruck, dass dieser Teil nur noch ausschmückendes Beiwerk ist und keine Weiterentwicklung stattgefunden hat.

    Außerdem ist mir noch ein klitzekleiner ( für den Inhalt nicht weiter relevanter ) Fehler aufgefallen . Laut Rückseite des Buches findet das Galadinner im Pariser Louvre statt. In der Geschichte selbst ist jedoch das Musée d´Orsay Ort des Geschehens.

    Insgesamt hat mir dieser Fall nicht ganz so gut gefallen wie der erste. Ich schwanke daher bei der Bewertung zwischen 3 und 4 Sternen. Da die Geschichte aber trotz kleiner Mängel flüssig zu lesen war und gute Unterhaltung geboten hat, vergebe ich auch diesmal 4 Sterne, in der Hoffnung, dass der nächste Fall Xavier Kieffers wieder das Niveau des ersten ( oder vielleicht sogar noch besser ? ) erreicht.

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  • Mord wegen Thunfisch Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von J.G., am 30.04.2012

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    Haben Sie sich eigentlich mal Gdanken darüber gemacht, woher der Thunfisch auf den Sushis kommt? Oder über die Zucht von Thunfischen? Oder hätten Sie gedacht, dass man für einen edlen Bluefin-Thunfisch einen sechstelligen Betrag aufwenden muss? Oder wußten Sie, dass ein Ortolan eine Delikatesse ist?

    Mit diesen und anderen Fragen muss sich Xavier Kieffer in seinem zweiten Fall beschäftigen.

    Bei der Zubereitung eines exzellenten Omakase-Menüs fällt einer der größten Sushi-Meister Mifune vor den Augen der hochrangigen Gäste, die der Pariser Bürgermeister ins Musée Orsay eingeladen hat, tot um. Bei der Untersuchung findet man in seinem Blut Reste des Nervengiftes einen Kugelfisches. Schnell wird aber klar, dass es sich um Mord handeln muss, da zum einen kein Kugelfisch auf der Menüliste vorzufinden war und zum anderen einem so großen erfahrenen Sushi-Meister der Umgang mit einem so gefährlichen Fisch bekannt ist. Aus Angst um sein Ansehen und Grund des politischen Drucks bittet der Pariser Bürgermeister Xavier Kieffer darum, herauszufinden, wer es auf Mifune abgesehen haben könnte. Damit beginnen die Ermittlungen und interessante Wahrheiten kommen auf den Tisch...

    Tom Hillenbrand hat hier einen interessanten kulinarischen Krimi geschrieben. Der Leser lernt unglaublich viel zum Thema Sushi, Thunfisch, die Zucht von Thunfisch, über Sushi-Roboter und eine kleine Messerkunde wird auch geboten. Besonders aufschlussreich gestaltet Hillenbrand die Landeskunde, die Luste auf eine Reise nach Luxemburg steigt.

    Leider kann das Adjektiv "spannend" für das vorliegende Buch nicht allzu sehr hervorgehoben werden. Insgesamt fehlt der rote Faden, der deutlich aufzeigt, warum Kieffer den einen oder anderen Ermittllungsweg wählt. Xavier Kieffer führt ein Gespräch nach dem anderen, die Informationen zu Sushi etc. werden einfach so aneinandergereiht. Allerdings war das Ende super, da es nicht mit gekünstelter "Action" bestückt war.

    Im ersten Buch von Hillenbrand hat mich der Charakter Kieffer sehr begeisert, im zweiten Fall bleibt der Charakter, die dazu gehörende Psycologie und seine Emotionen eher im Hintergrund. Die Beziehung zu seiner Freundin wird künstlich eingebaut, um noch ein bißchen Privatleben einzubauen.

    Mein Fazit: Sehr lehrreich, aber teilweise langatmig und wenig spannend. Trotzdem freu ich mich aber auf den dritten Teil...

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  • Tödliches Omakase Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von subechto, am 27.04.2012

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    "Rotes Gold" ist bereits der zweite Fall für den sympathischen Sternekoch und Hobbydetektiv Xavier Kieffer. Schauplätze sind diesmal Paris und Luxemburg sowie eine Insel im Mittelmeer. Xavier ist zusammen mit seiner Freundin Valérie, der Chefin des berühmten Guide Gabin, ins Orsay zu einem Sushi-Event geladen.

    Während des Life Cookings, bricht der japanische Sushi-Meister vor seinen Gästen bewusstlos zusammen und stirbt noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Wie sich herausstellt, ist er an einem Nervengift gestorben, das bestimmte Fische in sich tragen. Hat er sich bei der Zubereitung des Essens selbst vergiftet oder handelt es sich um einen Anschlag? Noch in Paris stellt Xavier erste Nachforschungen an...

    Mifune wird nicht der einzige Tote bleiben und auch viele Thunfische sterben. Hier hat der Autor ein heißes Eisen angepackt, denn der Rote Thun ist tatsächlich von Aussterben bedroht. Trotzdem waren mir die diesbezüglichen Informationen etwas 'too much' für einen Krimi. Dass "Rotes Gold" SF-Elemente enthält, finde ich dagegen genial.

    "Teufelsfrucht", das Krimi-Debüt von Tom Hillenbrand, hatte mir viel Vergnügen bereitet. Denn beide Bücher sind nicht nur für Krimi-Fans ein Genuss, sondern auch für Hobbyköche. Obendrein sind die Romane sprachlich ein Leckerbissen, sehr locker und wohltuend formuliert. Des Weiteren hat der Autor am Ende wieder ein kleines Glossar mit seinem Küchenlatein beigefügt.

    Insgesamt hat mir "Rotes Gold" nicht so gut gefallen wie der Vorgänger: zu viel Sushi im Allgemeinen und Thunfisch im Besonderen. Außerdem hätte der Krimi für meinen Geschmack etwas spannender sein können. Ein weiterer Kritikpunkt ist, dass immer noch zu viel geraucht wird. Alles in allem habe ich mich aber nicht nur gut unterhalten, sondern auch köstlich amüsiert.

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  • Sushi für Fortgeschrittene Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Anita Schiller, am 24.04.2012

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    Der Pariser Bürgermeister gibt zu Ehren des großen Sushi-Meisters Ryuunosuke Mifune ein exklusives Galadinner.
    Was festlich beginnt, endet jedoch bereits nach dem 1. Gang mit dem Tod des berühmten Sushi-Kochs und löst damit eine journalistische Lawine der schlechten und gegen den Bürgermeister hetzenden Presse aus. Dieser beauftragt nun unter dem Druck der Öffentlichkeit Xavier Kieffer mit der Auflösung des Falls, welcher durch seine Freundin Valerie auf dem Galadinner zugegen war.
    Diese Aufklärung und die Suche nach der Todesursache geht im wahrsten Sinne durch den Magen, nicht nur durch den eigenen aufgrund der zahlreich beschriebenen und köstlich klingenden Menüs, sondern auch den Magen von ganz speziellen Thunfischen, den Bluefins. In welchen Zusammenhang, das wird hier nicht verraten!
    In jedem Fall ist der Krimi relativ spannend, flüssig geschrieben und hat einen roten Faden, der das Verstehen erleichtert. Darüber hinaus wird ein Problem thematisiert, das ich bis jetzt kaum verfolgt habe, aber höchst interessant finde. Was in diesem Zusammenhang mit "Rotes Gold " gemeint ist, wird auch im Buch erklärt und erzeugt damit, zusammen mit dem Einband, ein stimmiges Bild.
    2 Sterne habe ich allerdings abgezogen, denn zum einen war mir das Vokabular ein wenig zu fischig (1. Stern), sodass trotz und gleichzeitig wegen des Glossars der Lesefluss behindert und damit (der 2. Stern) die Spannungskurve beeinträchtigt wurde. Manche Beschreibungen und Schilderungen waren zu langatmig und verstärkten diesen Eindruck.
    Dennoch kann ich es weiterempfehlen, vor allem Sushifans und -genießern!

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  • nie wieder sushi Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv

    von einer Kundin/einem Kunden, am 24.04.2012

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    mit *rotes Gold* liegt dem Leser der zweite Band um den Meisterkoch und Hobbyermittler Xavier Kieffer vor.

    Xavier Kieffer bekommt eine Einladung zu einem Galadinner. Veranstalter dieses Dinner ist der Bürgermeister von Paris und der hat es sich nicht nehmen lassen, den zurzeit besten Shokunin als Koch zu verpflichten. Während dieser Veranstaltung soll der Sushimeister Ryuunosuke Mifune eine besondere Auszeichnung erhalten: Die Aufnahme in die Ehrenlegion. Leider stirbt der Koch während der Zubereitung des Shusi an einer Tetrodotoxin Vergiftung. Und wie in einem solchen Milieu nicht anders zu erwarten, handelt es sich hier um das Gift des Kugelfisches, das aber auch in den Tentakelspitzen des Octupus vorkommt.

    Zunächst geht jeder davon aus, dass sich der Sushimeister versehentlich selbst vergiftet hat. Doch je mehr Fragen Xavier stellt, desto unwahrscheinlicher erscheint es, dass ein wahrer Meister unachtsam mit diesem Gift umgeht. Als der Bürgermeister Xavier bittet, in dem Fall zu ermitteln, lässt sich der Koch nicht lange bitten, zumal er damit auch seiner Freundin Valerie einen gefallen tun kann. Doch schon bald merkt er, dass er sich auf eine Sache eingelassen hat, die er alleine kaum bewältigen kann. Sein Freund Pekka Vatanen und auch die Gabin Erbin Valerie unterstützen ihn wie schon in Band 1. Sie stoßen auf eine regelrechte Thunfischmafia. Denn Sushi wird immer populärer doch die Fischfangquoten sind zu niedrig und die Meere zu sehr ausgefischt um die Nachfrage zu decken.

    Was sie schon immer über Sushi und Fisch nicht wissen wollten, dieses Buch informiert sie über alle unappetitlichen Details in Sachen Fischzucht und Fischverarbeitung. Und streift dabei noch solche Gerichte wie Kapaun (kastrierter Hahn) und Ortolan (in Armagnac ertränkte kleine Vögel) so dass ich sicher nie wieder in Frankreich etwas essen werde das ich nicht genauestens kenne und identifizieren kann!

    Zwei Punkte, die sind mir negativ aufgefallen sind: Zum einem, dass Xavier Kieffer so viel raucht. Ich denke mir, dass man als Kettenraucher irgendwann die Geschmacksnerven verliert und daher finde ich diesen extrem hohen Konsum etwas unglaubwürdig. Und es nervt auch auf Dauer zu lesen, dass er sich an der ersten Zigarette gleich die Nächste anzündet. Was mir auch nicht gefallen hat, ist, dass Xavier Kieffer immer ganz unpersönlich als: Der Koch tituliert wird. Dadurch wirkt die Person etwas unpersönlich. Schöner wäre es gewesen, wenn der Autor öfter den Vor- oder Zunamen des Hauptprotagonisten benutzt hätte.

    Was mir gefällt ist die Glaubwürdigkeit der Geschichte. Als Koch hat Xavier wesentlich tiefere Einblicke in das Metier und stellt Fragen, auf die ein Flic nicht kommen würde. Er kennt Zusammenhänge, Preise und auch den Druck, immer bessere und ausgefallenere Gerichte zu kreieren. Er bewegt sich einem Metier mit einer gelassenen Sicherheit. In diesem Krimi führen sie seine Wege nach Frankreich und Italien und auch ihm als Koch wird bald klar, das hinter der Ermordung Mifunes mehr steckt, als ein harmloser Mord unter Konkurrenten. Alles in allem ein amüsanter, unterhaltsamer und gelungener Krimi und ich freue auf Band 3.

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  • Rotes Gold Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von eine Kundin aus Frankfurt, am 19.04.2012

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    Schade, daß das Buch schon zu Ende gelesen ist. Ich würde gerne weiterhin mit Sternekoch Xavier Kieffer durch Paris schlendern oder durch de Luxemburger Unter- und Oberstadt spazieren, bei einem guten Riesling auf seiner Terrasse mit Blick auf die Alzette sitzen oder in seinem Restaurant "Deux Eglises" seine berühmte Bouneschlupp genießen. All dies ist so anschaulich beschrieben, daß man sich gleich selbst mittendrin befindet.

    Aber nur beschaulich ist das Leben von Xavier Kieffer nicht. Bei einem Sushiabend in Paris, veranstaltet vom Bürgermeister Francoise Allégret im eigens dafür umgestalteten Musée d'Orsay bricht der berühmte japanische Sushikoch Mifune tot zusammen. Die Polizei geht von einer natürlichen Ursache aus, wohingegen Xavier Kieffer schnell zu der Ansicht kommt, daß der Koch vergiftet wurde. Kieffer beginnt zu ermitteln und dank seiner guten Beziehungen bekommt er schnell Kontakte zu weiteren Personen, die sich mit Fischfang auskennen, was letztendlich zur Aufdeckung eines Riesenskandals im Fischereigewerbe und zur Aufklärung nicht nur eines Mordes führt. Der Autor hat sich gründlich mit der Materie befaßt und seine Beschreibung dessen, was aus Geldgier mit den hier beschriebenen Fischen geschieht, kann nur zur Folge haben, Sushi vom Speiseplan zu verbannen.

    Es ist gut, daß Xavier Kieffer auch noch Zeit bleibt, die Beziehung zu seiner Freundin Valerie zu festigen, mit seinem Freund Pekka Vatanen die ein oder andere Flasche guten Weins zu trinken oder eine gemütliche Kaffeepause auf seiner Terrasse einzulegen.

    Ein gelungenes Buch voll Spannung, Witz und bester Unterhaltung. Man darf sicher auf eine Fortsetzung hoffen.

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  • Nicht nur für Sushifans Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern aktiv Bewertungsstern inaktiv

    von Xirxe, am 19.04.2012

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    Xavier Kieffer, leidenschaftlicher Koch aus Luxemburg, ist aufgrund der Beziehungen seiner Freundin zu einem Galadinner im Louvre eingeladen. Der größte Sushimeister Europas soll dort für den Pariser Bürgermeister und dessen Freunde ein Omakase, ein japanisches Überraschungsmenü zubereiten. Doch noch während der Vorspeise bricht er zusammen und stirbt im Krankenhaus - man tippt auf Fischvergiftung. Aber Kieffer hat Zweifel und beginnt, auch im Auftrag des Bürgermeisters, zu ermitteln. Seine Zweifel verstärken sich und bei seinen Recherchen stellt er fest, dass um die knappen Fischbestände der Welt ein harter Kampf geführt wird.
    Wie auch im ersten Band fallen die Orts- und Landschaftsbeschreibungen ebenso wie die Schilderungen der diversen kulinarischen Köstlichkeiten recht umfangreich aus, was der Lesefreude aber keinen Abbruch tut, ganz im Gegenteil. Schwerpunkt liegt dieses Mal auf Sushi, was mich persönlich nicht so begeisterte. Das liegt aber mehr an meiner geringen Sympathie für diese Art des Essens als an Hillebrands durchaus appetitanregenden Darstellungen, die mir auf die Luxemburgische Küche wieder viel Appetit gemacht haben. Und (wie auch schon bei der Rezension des ersten Bandes) meine Bitte: Wie wäre es mit einem kleinen Rezepteteil im Anhang? Zum Beispiel Huesenziwwi und Île flottante :-)? Der dritte Bank kommt doch bestimmt, oder?
    Ansonsten ist es ein spannender, recht unblutiger und unterhaltsamer Krimi, der zudem eine Menge Informationen über Fische, Fischfang und alles was damit zusammenhängt, liefert. Selbst die Liebe wird nicht ganz vergessen und so bietet dieses Buch ein kurzweiliges Vergnügen für mehrere Stunden mit einem sympathischen und den Sinnesfreuden zugeneigten Hauptdarsteller.

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